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DEUTSCHE EUROSHOP AG  
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 2022  
INHALT  
Zusammengefasster Lagebericht .................................................................................................................. 1  
Grundlagen des Konzerns.............................................................................................................................. 1  
Geschäftsmodell des Konzerns, Ziele und Strategie ................................................................................ 1  
Steuerungssystem..................................................................................................................................... 3  
Wirtschaftsbericht......................................................................................................................................... 4  
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen..................................................... 4  
Geschäftsverlauf und Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns ..................................... 7  
Ertragslage des Konzerns ......................................................................................................................... 8  
Finanzlage des Konzerns ........................................................................................................................ 15  
Vermögenslage des Konzerns ................................................................................................................ 18  
Nachtragsbericht ......................................................................................................................................... 21  
Prognosebericht .......................................................................................................................................... 21  
Risikobericht................................................................................................................................................ 23  
Grundsätze des Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems.................................... 23  
Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem.......................................................................... 25  
Einschätzung der Gesamtrisikoposition .................................................................................................. 26  
Darstellung wesentlicher Einzelrisiken .................................................................................................... 27  
Chancenbericht............................................................................................................................................ 33  
Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen........................................... 34  
Übernahmerelevante Angaben ................................................................................................................... 34  
Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f, § 315d HGB)....................................................................... 35  
Berichterstattung zum Jahresabschluss der Deutsche EuroShop AG ......................................................... 36  
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ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT  
Die im zusammengefassten Lagebericht bereitgestellten Informationen gelten, soweit nicht gesondert  
vermerkt, sowohl für den Konzern als auch für die Deutsche EuroShop AG. In einem gesonderten Kapitel  
des zusammengefassten Lageberichts wird über den Jahresabschluss der Deutsche EuroShop AG  
berichtet.  
Der Vergütungsbericht ist nicht mehr Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Er wird  
gemeinsam mit dem Vermerk zur formellen Prüfung auf der Website der Deutsche EuroShop AG spätestens  
bis zu dem Zeitpunkt der Bekanntmachung der Einladung zur Hauptversammlung veröffentlicht.  
GRUNDLAGEN DES KONZERNS  
Geschäftsmodell des Konzerns, Ziele und Strategie  
Die Deutsche EuroShop ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Der Sitz der Gesellschaft ist in  
Hamburg. Die Deutsche EuroShop ist Deutschlands einzige Aktiengesellschaft, die ausschließlich in  
Shoppingcenter an erstklassigen Standorten investiert. Zum Immobilienportfolio gehören 21  
Einkaufszentren in Deutschland, Österreich, Polen, Ungarn und Tschechien. Die ausgewiesenen Umsätze  
erzielt der Konzern aus den Mieterlösen der vermieteten Flächen in den Einkaufszentren.  
Diese werden von eigenständigen Gesellschaften gehalten, über die die Deutsche EuroShop an zwölf  
Shoppingcentern zu 100 % und an neun Shoppingcentern mit 50 % bis 75 % beteiligt ist. Weitere  
Informationen zur Einbeziehung dieser Gesellschaften in den Konzernabschluss sind im Konzernanhang  
aufgeführt.  
Konzernführende Gesellschaft ist die Deutsche EuroShop AG. Sie ist verantwortlich für  
Unternehmensstrategie, Portfolio- und Risikomanagement, Finanzierung und Kommunikation. Der  
Deutsche-EuroShop-Konzern ist zentral und in einer personell schlanken Struktur organisiert.  
Ziele und Strategie  
Die Unternehmensführung konzentriert sich auf Investments in qualitativ hochwertige Shoppingcenter in  
Innenstadtlagen und an etablierten Standorten, die das Potenzial für eine dauerhaft stabile Wertentwicklung  
haben. Die Erwirtschaftung eines hohen Liquiditätsüberschusses aus der Vermietung der Shoppingcenter,  
der zu einem wesentlichen Teil als jährliche Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden kann, ist ein  
wichtiges Anlageziel. Dazu investiert die Gesellschaft ihr Kapital nach dem Grundsatz der Risikostreuung  
in Shoppingcenter in verschiedenen europäischen Regionen; den Schwerpunkt bildet Deutschland.  
Indexierte und umsatzgebundene Gewerbemieten gewährleisten die gewünschte hohe Rentabilität.  
Mit bis zu zehn Prozent des Eigenkapitals kann sich die Gesellschaft im Rahmen von Joint Ventures an  
Shoppingcenter-Projektentwicklungen im Frühstadium beteiligen.  
Die Deutsche EuroShop ist bestrebt, günstige Finanzierungsbedingungen zu nutzen und gleichzeitig ihren  
Pool an Kreditgebern und Finanzierungsquellen zu erhalten und zu erweitern. Die Gesellschaft hat ihre  
Investitionstätigkeit in der Vergangenheit hauptsächlich durch besicherte Kredite bei verschiedenen  
Kreditgebern finanziert. Zur weiteren Diversifizierung ihrer Kapital- und Finanzierungsstruktur, insbesondere  
in einem Marktumfeld steigender Zinsen und tendenziell strengerer Kreditauflagen, prüft die  
Unternehmensführung eine Weiterentwicklung der Kapital- und Finanzierungsstruktur. Dabei werden auch  
Marktchancen für die Emission eines oder mehrerer Kapitalmarktinstrumente abgewogen. Die LTV-Quote  
des Konzerns könnte infolgedessen auf eine Bandbreite von 50 % bis 60 % erhöht werden. Eine Emission  
Anlage II  
Seite 1  
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steht unter dem Vorbehalt der vorherrschenden Marktbedingungen und soll, abhängig vom  
Finanzierungsinstrument, über ein Investment Grade-Rating verfügen. Darüber hinaus wurde durch die  
von der Hauptversammlung am 30. August 2022 beschlossene und am 16. September 2022 im  
Handelsregister eingetragene Kapitalerhöhung aus Rücklagen (verbunden mit einer Kapitalherabsetzung  
in gleicher Höhe) die künftige Dividendenfähigkeit der Gesellschaft erhöht.  
Diversifiziertes Shoppingcenter Portfolio  
Die Deutsche EuroShop verfügt über ein ausgewogen diversifiziertes Portfolio aus deutschen und  
europäischen Shoppingcentern. Bei Investitionen konzentriert sich die Unternehmensführung auf 1a-Lagen  
in Städten mit einem Einzugsgebiet von mindestens 300.000 Einwohnern, die einen hohen Grad an  
Investitionssicherheit bieten.  
Gelegenheiten nutzen, Werte maximieren  
Im Rahmen einer grundsätzlichen „Buy & Hold“-Strategie legt das Management stets mehr Wert auf die  
Qualität und Rendite der Shoppingcenter als auf die Wachstumsgeschwindigkeit des Portfolios. Es  
beobachtet den Markt kontinuierlich und nimmt durch Zu- und Verkäufe Portfolioanpassungen vor, wenn  
sich wirtschaftlich attraktive Gelegenheiten bieten.  
Durch kurze Entscheidungswege sowie hohe Flexibilität in Bezug auf mögliche Beteiligungs- und  
Finanzierungsstrukturen kann sich die Deutsche EuroShop auf unterschiedlichste Wettbewerbssituationen  
einstellen. Parallel dazu fokussiert sich die Konzernleitung auf die Wertoptimierung der vorhandenen  
Objekte im Portfolio.  
Differenziertes Mietensystem  
Ein wichtiger Bestandteil des Vermietungskonzepts ist ein differenziertes Mietensystem. Während  
Einzeleigentümer in Innenstädten oftmals darauf bedacht sind, die höchstmögliche Miete für ihre Immobilien  
zu erzielen (und dabei ein monostrukturiertes Einzelhandelsangebot entsteht), sorgt das Management der  
Deutsche EuroShop mit einer Mischkalkulation für einen attraktiven Branchenmix und langfristig optimierte  
Mieterträge. Die Mietpartner zahlen eine branchenübliche Miete, die sich regelmäßig im Wesentlichen aus  
einer an den Verbraucherpreisindex gekoppelten Mindestmiete sowie einer umsatzabhängigen Miete  
zusammensetzt.  
Konzept des Erlebnis-Shoppings  
Das Centermanagement hat die Deutsche EuroShop an einen erfahrenen externen Partner, die Hamburger  
ECE Marketplaces GmbH & Co. KG (ECE), ausgelagert. Die ECE-Unternehmensgruppe entwickelt, plant,  
realisiert, vermietet und managt seit 1965 Einkaufszentren. Mit derzeit etwa 200 Einkaufszentren im  
Management ist das Unternehmen europäischer Marktführer. Die Deutsche EuroShop sieht in einem  
professionellen Centermanagement den Schlüssel zum Erfolg eines Shoppingcenters. Es sorgt nicht nur  
für einheitliche Öffnungszeiten und eine stets freundliche, helle, sichere und saubere Einkaufsatmosphäre,  
sondern macht mit teils außergewöhnlichen Wareninszenierungen, Aktionen und Ausstellungen Shopping  
zum Erlebnis. Täglich besuchen 400.000 bis 500.000 Menschen die 21 Deutsche-EuroShop-Center und  
lassen sich von der Branchen- und Gastronomievielfalt, dem Freizeitangebot sowie von Aktionen wie  
Autoausstellungen, Castingshows, Modenschauen und Kinderattraktionen verschiedenster Art begeistern.  
Die Einkaufszentren werden so zu Marktplätzen, auf denen stets Neues und Spektakuläres geboten wird.  
Omni-Channel-Ansatz  
Die Verbindung von Offline- und Online-Welt gewinnt aus Sicht der Deutsche EuroShop zunehmend an  
Bedeutung. Um diesen Omni-Channel-Ansatz in den eigenen Centern anzubieten, unterstützt die  
Gesellschaft die von der ECE Marketplaces entwickelte Digital Mall, die darauf abzielt, dass Kunden  
Produkte, die sofort in einem Einkaufszentrum verfügbar sind, bequem und mit wenigen Klicks über ihr  
Anlage II  
Seite 2  
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Smartphone oder über das Internet recherchieren und perspektivisch reservieren und bestellen können.  
Ende 2022 waren in allen ECE-gemanagten Shoppingcentern insgesamt über 89 Handelspartner in 62  
Shoppingcentern und 850 Shops mit über drei Millionen zum Verkauf stehenden Produkten verbunden. Im  
Rahmen des Digital-Mall-Konzepts sollen Einkaufszentren als Mikrologistik-Hubs dienen können. Die  
Deutsche EuroShop sieht dabei im Standortnetz der von der ECE Marketplaces verwalteten  
Shoppingcenter in Deutschland ein Alleinstellungsmerkmal, da rund 80 % der Bevölkerung in Deutschland  
nur 45 Autominuten von einem der über 100 von der ECE Marketplaces verwalteten Einkaufszentren  
entfernt wohnen.  
Steuerungssystem  
Der Vorstand der Deutsche EuroShop AG leitet den Konzern nach den aktienrechtlichen Bestimmungen  
und einer Geschäftsordnung. Die Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Geschäftsverfahren des Vorstands  
sind in einer Geschäftsordnung sowie einem Geschäftsverteilungsplan festgelegt.  
Aus den Zielen, eine dauerhaft stabile Wertentwicklung der Shoppingcenter zu erreichen und einen hohen  
Liquiditätsüberschuss aus deren langfristiger Vermietung zu erwirtschaften, leiten sich die  
Steuerungsgrößen (Leistungsindikatoren) ab. Für den Konzern sind diese Umsatz, EBIT (Earnings before  
Interest and Taxes), EBT (Earnings before Taxes) ohne Bewertungsergebnis und FFO (Funds from  
Operations) je Aktie. Aufgrund der coronabedingt höheren Mietausfälle und Mietaußenstände der letzten  
drei Jahre wurde ergänzend bis auf Weiteres die Collection Ratio zu Steuerungszwecken genutzt. Die  
Collection Ratio misst das Verhältnis von Zahlungseingängen zu Miet- und Nebenkostenforderungen  
gegenüber den Mietern. Für den handelsrechtlichen Jahresabschluss der Deutsche EuroShop AG sind die  
Beteiligungserträge und das Ergebnis vor Steuern die Leistungsindikatoren.  
Auf Basis einer dreijährigen Mittelfristplanung je Shoppingcenter wird einmal jährlich eine aggregierte  
Konzernplanung erstellt, und die Zielvorgaben für die Steuerungsgrößen werden festgelegt. Unterjährig  
(quartalsweise) erfolgt auf Konzernebene ein regelmäßiger Abgleich der aktuellen Geschäftsentwicklung  
mit den Zielvorgaben und der aktuellen Hochrechnung. Des Weiteren werden mithilfe von monatlichen  
Controllingberichten die Werttreiber der Steuerungsgrößen, wie beispielsweise Mieterlöse, Frequenzen und  
Nachvermietungsstand sowie Collection Ratio, überwacht. Dies soll ermöglichen, rechtzeitig erforderliche  
Sofortmaßnahmen im Konzern zu treffen.  
Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Geschäftsführung nach den aktienrechtlichen  
Bestimmungen und einer Geschäftsordnung. Er bestellt die Vorstandsmitglieder, und wesentliche  
Geschäfte des Vorstands benötigen seine Zustimmung. Der Aufsichtsrat besteht aus neun Mitgliedern, die  
alle von der Hauptversammlung gewählt werden.  
Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands erfolgt auf der Grundlage der §§ 84, 85 AktG.  
Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 179, 133 AktG, wobei der Aufsichtsrat auch ermächtigt  
ist, die Satzung ohne Beschluss der Hauptversammlung an neue gesetzliche Vorschriften anzupassen, die  
für die Gesellschaft verbindlich werden, sowie Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die  
Fassung betreffen.  
Weitere Informationen zu Vorstand und Aufsichtsrat sind in der Erklärung zur Unternehmensführung zu  
finden.  
Anlage II  
Seite 3  
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WIRTSCHAFTSBERICHT  
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen  
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist trotz nachlassender Pandemielage im Jahresverlauf 2022 aufgrund der  
Folgen des Krieges in der Ukraine mit steigenden Energiepreisen, Liefer- und Materialengpässen sowie  
weiteren Preissteigerungen nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Berichtsjahr nur um  
1,8 % (2021: 2,6 %) gestiegen. Der massive Einbruch des BIP nach Ausbruch der Corona-Pandemie konnte  
damit wieder aufgeholt werden, so dass das BIP um 0,6 % höher als im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr  
2019 ausfiel.  
Die Wirtschaftsleistung hat sich 2022 im Vergleich zum Vorjahr in den einzelnen Bereichen unterschiedlich  
entwickelt. Sonstige Dienstleistungen (+6,3 %), zu denen auch die Unterhaltungsbranche gehört, sowie die  
Bereiche Verkehr und Gastgewerbe (+4,0 %) wiesen deutliche Nachholeffekte nach Aufhebung der  
Schutzmaßnahmen auf. Das Baugewerbe musste hingegen aufgrund von Material- und Fachkräftemangel,  
steigenden Baukosten sowie zunehmend höheren Finanzierungskosten einen deutlichen Rückgang (-2,3  
%) hinnehmen.  
Die privaten Konsumausgaben waren der wichtigste Wachstumstreiber mit einem preisbereinigten Anstieg  
von 4,6 % im Vergleich zu 2021. Sie erreichten damit fast das Vor-Pandemie-Niveau von 2019.  
Nachholeffekte nach Aufhebung der Schutzmaßnahmen führten insbesondere in den Bereichen  
Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen sowie im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur zu  
deutlich höheren Ausgaben. Die Konsumausgaben des Staates stiegen nach zwei Jahren, die durch  
Ausgaben im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie geprägt waren, preisbereinigt nur  
moderat um 1,1 %. Die deutliche Reduzierung der Ausgaben für die Pandemiebekämpfung wurde durch  
höhere Ausgaben für Schutzsuchende aus der Ukraine und anderen Staaten kompensiert. Der  
Nachholeffekt bei den privaten Konsumausgaben spiegelt sich auch in der Sparquote wider, die im  
Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozentpunkte auf 11,2 % sank. Die Sparquote bewegt sich damit wieder nah  
am langjährigen Durchschnitt.  
Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind auch 2022 weiter gesunken, so dass die Zahl der Arbeitslosen  
sich auf einen Jahresdurchschnitt von 2,4 Mio. reduzierte. Dies entsprach einer Arbeitslosenquote von  
5,3 % (2021: 5,7 %). Auch die Anzahl der Personen in Kurzarbeit ging im Jahresdurchschnitt von 1,85 Mio.  
im Jahr 2021 auf 0,43 Mio. im Berichtsjahr erneut deutlich zurück.  
Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen gegenüber 2022 deutlich um 7,9 %. Ursächlich hierfür waren  
insbesondere die extremen Preisanstiege für Energie und Nahrungsmittel seit Beginn des Krieges in der  
Ukraine. Energieprodukte verteuerten sich um 34,7 %, Waren um 13,5 %, Nahrungsmittel um 13,4 % und  
Dienstleistungen um 2,9 %.  
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Reallöhne und -gehälter der Arbeitnehmer im  
Berichtsjahr um 4,1 % gesunken. Während im Jahr 2021 vor allem der vermehrte Einsatz von Kurzarbeit  
zur negativen Nominal- und Reallohnentwicklung beigetragen hatte, zehrte 2022 die hohe Inflation den  
Nominallohnanstieg auf, obwohl dieser mit 3,4 % so hoch war wie seit 2008 nicht mehr.  
Basierend auf vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes erzielte der deutsche  
Einzelhandel (inklusive Onlinehandel) im Berichtsjahr nominal ein Umsatzplus von 7,8 %; real jedoch  
musste der Einzelhandel inflationsbedingt einen Umsatzrückgang von 0,6 % im Vergleich zu 2021  
hinnehmen. Neben den deutlichen Preisanstiegen, insbesondere für Lebensmittel und Energie, kann hierzu  
auch der Wegfall der Corona-Schutzmaßnahmen in der Gastronomie beigetragen haben, die im Vorjahr  
noch für einen Rekordumsatz im Lebensmitteleinzelhandel gesorgt hatten. Der Einzelhandel mit Textilien,  
Bekleidung, Schuhen und Lederwaren hatte real mit 27,0 % im Vergleich zum Vorjahr den höchsten  
Umsatzzuwachs. Die coronabedingten Verluste der Vorjahre wurden damit jedoch noch nicht vollständig  
Anlage II  
Seite 4  
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kompensiert. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 lag der Umsatz in diesem Bereich real immer noch  
7,6 % niedriger.  
Zur positiven Umsatzentwicklung des Einzelhandels trug der Onlinehandel 2022 mit einem nominalen  
Rückgang um 2,0 % (real -6,9 %) nicht bei. Der in der Vergangenheit kontinuierlich und stark gewachsene  
Onlinehandel hat nach zwei durch das coronabedingte Ausweichen der Konsumenten auf diese  
Einkaufsoption starken Jahren einen Wachstumsdämpfer erhalten. Es ist dennoch davon auszugehen, dass  
der stationäre Einzelhandel seinen Umsatzanteil nach Normalisierung der Pandemiesituation nicht  
vollständig zurückgewinnen kann.  
Die Konkurrenzsituation der Center im Portfolio der Deutsche EuroShop wird neben dem Onlinehandel zum  
einen durch die Geschäfte der jeweiligen Innenstädte sowie der Einkaufszentren im Einzugsgebiet  
bestimmt. Zum anderen befinden sich die Center aber auch im Wettbewerb mit den Innenstädten  
benachbarter Oberzentren. So stellen z. B. die Innenstädte von Dortmund für das Allee-Center Hamm,  
Mannheim für das Rhein-Neckar-Zentrum in Viernheim sowie Braunschweig für die City-Galerie Wolfsburg  
wichtige Wettbewerber dar.  
Weiterer Wettbewerb für den innerstädtischen Einzelhandel kann durch die Ansiedlung oder Erweiterung  
von Factory-/Designer-Outlet-Centern außerhalb der Stadtgrenzen auf der grünen Wiese, aber auch  
teilweise in Stadtlagen entstehen. Aktuell gibt es umstrittene Planungen, ein Designer-Outlet-Center im  
saarländischen Zweibrücken zu erweitern, das im Einzugsgebiet des Saarpark-Centers in Neunkirchen  
liegt.  
Einzelhandel  
Nach Berechnungen von JLL, einem Beratungsunternehmen im Immobilienbereich, war 2022 bei den  
Vertragsabschlüssen für Einzelhandelsflächen in Deutschland mit -3 % nur leicht unter dem Vorjahr.  
Insgesamt wurden 421.000 qm in 914 Transaktionen vermittelt. Der Textilsektor lag mit einem Anteil von  
33 % wieder an der Spitze der Flächenumsätze, während im Vorjahr die Gastronomie und Food-Branche  
dominierten. Laut BTE Handelsverband Textil lag der Umsatz mit Mode, Schuhen und Accessoires 2022  
fast wieder auf dem Vor-Corona-Niveau. Allerdings gab es deutliche Unterschiede zwischen den  
Absatzkanälen. So verlor der Onlinehandel zwar gegenüber 2021 real 6,9 % Umsatz, gegenüber 2019 liegt  
er aber mit geschätzten 34 % stark im Plus. Dagegen hinkte der stationäre Mode-, Schuh- und  
Lederwarenhandel noch deutlich hinter den Vor-Corona-Werten hinterher. Im Vergleich zu 2021 steigerten  
Modehäuser, Schuhläden und Lederwarengeschäfte ihren Umsatz zwar um etwa ein Viertel, zum Niveau  
von 2019 fehlen aber immer noch rund 8 %.  
Gemäß HDE lag der Umsatz im Onlinehandel 2022 bei ca. 85,0 Mrd. €. Das entspricht einem Anteil von  
etwa 13,5 % (2021: 14,7 %) am gesamten Einzelhandelsumsatz, der sich nach HDE-Angaben auf 631,9  
Mrd. € (2021: 589,5 Mrd. €) belief. Der stationäre Einzelhandel in Deutschland verzeichnete 2022 einen  
nominalen Umsatzanstieg von 8,8 %, wobei der für Shoppingcenter wichtige stationäre Modehandel den  
Umsatz um etwa 27 % (preisbereinigt) steigern konnte was sich allerdings mit der niedrigen Vorlage  
aufgrund des langen Lockdowns im Frühjahr 2021 erklären lässt.  
Während der Umsatz des stationären Lebensmittelhandels preisbereinigt um 4,6 % zurückging,  
verzeichnete der stationäre Non-Food-Handel einen Umsatzanstieg von 2,0 %.  
Immobilienmarkt  
Der Investmentmarkt für Immobilien in Deutschland musste 2022 nach Angaben von JLL nach dem  
Rekordjahr 2021 mit einem Transaktionsvolumen von 111 Mrd. ein deutliches Minus von 41 % hinnehmen  
und landete bei 66 Mrd. . Maßgeblich hierfür sind die gestiegenen Zinsen, die die Attraktivität der  
klassischen Finanzanlagen für institutionelle Anleger gegenüber Immobilien wieder deutlich aufgewertet  
haben. Mit rund 55 % des Transaktionsvolumens dominierten weiterhin die Assetklassen Büro und Wohnen,  
Anlage II  
Seite 5  
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deren Anteil am Gesamtvolumen jedoch im Vorjahr noch 73 % betragen hatte. Auf Einzelhandelsimmobilien  
entfiel ein Anteil von 14 % (i. Vj. 8 %).  
Investitionen in deutsche Shoppingcenter summierten sich nach Berechnungen des Immobilienmaklers  
CBRE im Gesamtjahr 2022 auf rund 2,7 Mrd. € (2021: 0,9 Mrd. €), was nahezu einer Verdreifachung  
gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung war vor allem auf die Übernahme der Deutsche  
EuroShop AG durch Oaktree und CURA zurückzuführen, die im dritten Quartal erfolgte. JLL spricht von  
einem „Revival“ der Shoppingcenter, CBRE nennt es ein „Comeback“.  
JLL beobachtete teilweise deutliche Anstiege der Spitzenrenditen in den einzelnen Sektoren zwischen 15  
Basispunkten für Shoppingcenter und 90 Basispunkten für Logistikimmobilien, die durch die gestiegenen  
Zinsen getrieben waren. Für die Top-Shoppingcenter in Deutschland lagen die Spitzenrenditen demnach  
zum Jahresende bei durchschnittlich 5,00 % (2021: 4,85 %).  
Entwicklung des Aktienkurses  
Nach einem Jahresschlusskurs (Xetra) 2021 von 14,64 € ist die Aktie der Deutsche EuroShop mit einem  
positiven Trend in die ersten Wochen des Jahres 2022 gestartet und kletterte bis zum 17. Februar 2022 auf  
einen Kurs von 18,36 €. In den folgenden Tagen fiel der Aktienkurs im Zusammenhang mit der unsicheren  
Lage in der Ukraine sowie der folgenden Invasion durch Russland, die am 24. Februar 2022 begann. Die  
DES-Aktie verzeichnete den tiefsten Kurs des Jahres am 7. März 2022 mit 14,02 €. Im Anschluss erholte  
sich der Kurs wieder etwas. Mit der Veröffentlichung des Abschlusses einer Investorenvereinbarung im  
Hinblick auf ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot durch Oaktree und CURA am 23. Mai 2022  
pendelte sich der Kurs der Aktie auf einem Niveau zwischen etwa 22,00 € und 22,50 € ein. Nach Ablauf der  
weiteren Annahmefrist am 26. Juli 2022 ist der Aktienkurs zunächst leicht gefallen und dann wiederum  
kurzfristig bis zum 15. August 2022 auf den Jahreshöchstkurs von 26,38 € angestiegen. In den folgenden  
Wochen verlor die Aktie wieder etwas, oszillierte ab Mitte September um das Niveau von 22,00 € und  
beendete am 30. Dezember 2022 das Jahr mit einem Schlusskurs von 22,12 €. Unter Berücksichtigung der  
am 2. September 2022 ausgeschütteten Dividende von 1,00 € je Aktie entsprach dies einer Performance  
von +57,5 %. Der SDAX verlor im selben Zeitraum 27,3 %. Die Marktkapitalisierung der Deutsche EuroShop  
belief sich Ende 2022 auf 1,4 Mrd. €.  
Anlage II  
Seite 6  
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Geschäftsverlauf und Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des  
Konzerns  
Wesentliche Konzernkennzahlen  
01.01.-  
01.01.-  
in Mio. €  
31.12.2022  
31.12.2021  
+/-  
Umsatzerlöse  
212,8  
211,8  
0,5 %  
EBIT  
152,4  
152,5  
0,0 %  
EBT (ohne Bewertungsergebnis1)  
130,2  
125,6  
3,7 %  
EPRA2 Earnings  
129,6  
122,0  
6,3 %  
FFO  
130,1  
122,3  
6,4 %  
Eigenkapitalquote in %3  
55,7  
55,6  
LTV-Verhältnis in %4  
30,3  
30,5  
EPRA2 LTV in %5  
33,1  
33,2  
01.01.-  
01.01.-  
in €  
31.12.2022  
31.12.2021  
+/-  
EPRA2 Earnings je Aktie  
2,10  
1,97  
6,6 %  
FFO je Aktie  
2,11  
1,98  
6,6 %  
EPRA2 NTA je Aktie  
37,81  
38,43  
-1,6 %  
Gewichtete Anzahl der ausgegebenen  
Stückaktien  
61.783.594  
61.783.594  
0,0 %  
1 inklusive des Anteils, der auf die at-equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen entfällt  
2 European Public Real Estate Association  
3 inklusive Fremdanteile am Eigenkapital  
4
Loan to Value (LTV): Verhältnis Nettofinanzverbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel) zu  
langfristigen Vermögenswerten (Investment Properties und nach at-equity bilanzierte Finanzanlagen)  
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EPRA Loan to Value (EPRA LTV): Verhältnis Nettoverschuldung (Finanzverbindlichkeiten und  
Leasingverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel) zu Immobilienvermögen (Investment Properties, Eigengenutzte  
Immobilien, immaterielle Vermögenswerte und sonstige Vermögenswerte (netto)). Dabei werden Nettoverschuldung  
und Immobilienvermögen auf Basis des Konzernanteils an den Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen ermittelt.  
Die nachlassenden Einflüsse und Nachwirkungen der Corona-Pandemie, die das Vorjahr noch maßgeblich  
beeinflusst hatten, haben zu einer operativen Aufhellung im Geschäftsjahr 2022 geführt. Jedoch war das  
Berichtsjahr vor allem durch den Krieg in der Ukraine, gestörte Lieferketten, die Energie-Krise und die  
deutlich steigende Inflation belastet.  
Die Kundenfrequenzen waren 2022 mit rund +36 % erfreulich besser als im von langen Lockdownphasen  
geprägten Vorjahr. Verglichen mit der von der Pandemie unbeeinflussten Vergleichsperiode 2019 lagen die  
Besucherzahlen bei ca. 80 %. Die Umsätze der Mieter bewegten sich im Durchschnitt um etwa 34 % über  
dem Vorjahr bzw. bei 82 % des Niveaus von 2019. Die Collection Ratio, das Verhältnis von  
Zahlungseingängen zu Miet- und Nebenkostenforderungen gegenüber den Mietern, erreichte mit 98,5 %  
wieder ein sehr hohes Niveau (i. Vj. 94,8 %). Die Vermietungsquote lag zum Bilanzstichtag unverändert bei  
94,3 %.  
Während das Vorjahr noch massiv von Geschäftsschließungen im ersten Halbjahr betroffen war, was  
Wertberichtigungen in Höhe von 25,0 Mio. € erforderlich machte, konnten diese 2022 auf 8,1 Mio. € reduziert  
werden. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Mitte 2022 vollzogenen Übernahme der Mehrheit  
der Anteile an der Deutsche EuroShop AG durch das Bieterkonsortium aus Oaktree Capital Management  
und CURA Vermögensverwaltung, die Vorbereitung der Anfang 2023 vollzogenen Kapitalmaßnahme und  
des Erwerbs weiterer Anteile an Shoppingcenterbeteiligungen sowie die Neubesetzung des Vorstandes  
führten zu einem deutlichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 12,6 Mio. €. Bei nahezu  
Anlage II  
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unveränderten Umsatzerlösen bedingen diese beiden gegenläufigen Effekte, dass das EBIT mit  
152,4 Mio. € auf Vorjahresniveau (i. Vj. 152,5 Mio. €) verharrte. Das Ergebnis vor Steuern und Bewertung  
(EBT ohne Bewertung) stieg um 3,7 % auf 130,2 Mio. €. Die EPRA Earnings und die um Bewertungs- und  
Sondereffekte bereinigten FFO lagen bei 129,6 Mio. € bzw. bei 130,1 Mio. € und damit um 6,3 % bzw. 6,4 %  
über dem Vorjahr.  
Die Prognose für das Geschäftsjahr 2022 wurde im letztjährigen Abschluss wie folgt benannt: Leicht  
niedrigere Umsatzerlöse, EBIT auf Vorjahresniveau, leicht steigendes EBT (ohne Bewertungsergebnis) und  
ein FFO je Aktie im Korridor von 1,95 € bis 2,05 €. Während sich EBIT und EBT (ohne Bewertungsergebnis)  
im Rahmen der Erwartungen bewegten, haben sich die Umsatzerlöse und der FFO je Aktie besser als  
prognostiziert entwickelt. Maßgeblich hierfür waren insbesondere niedrigere Mietforderungsausfälle und  
geringere Rückgänge der Mieten als zuvor angenommen.  
Insgesamt hat sich die Ertragslage des Konzerns aus Sicht des Vorstandes trotz der Belastungsfaktoren  
des Geschäftsjahres (Krieg in der Ukraine, Energiekrise und deutlich gestiegene Inflation) operativ positiv  
entwickelt. Die Vermögenslage des Konzerns wertet der Vorstand bei einer Eigenkapitalquote von 55,7 %  
und einem LTV von 30,3 % weiterhin als sehr solide. Darüber hinaushat sich die Finanzlage des Konzerns  
mit einem Liquiditätsbestand von 334,9 Mio. € weiter verbessert.  
Ertragslage des Konzerns  
Veränderung  
in T€  
01.01.-31.12.2022  
01.01.-31.12.2021  
+/-  
in %  
Umsatzerlöse  
212.811  
211.752  
1.059  
0,5%  
Grundstücksbetriebs- und -verwaltungskosten  
-37.213  
-32.547  
-4.666  
-14,3%  
Wertberichtigung und Ausbuchung  
von Forderungen  
-8.130  
-25.029  
16.899  
67,5%  
NOI  
167.468  
154.176  
13.292  
8,6%  
Sonstige betriebliche Erträge  
5.504  
6.265  
-761  
-12,1%  
Sonstige betriebliche Aufwendungen  
-20.540  
-7.940  
-12.600  
-158,7%  
EBIT  
152.432  
152.501  
-69  
0,0%  
At-equity-Ergebnis  
12.926  
29.612  
Bewertungsergebnis (at-equity)  
16.604  
-4.092  
Latente Steuern (at-equity)  
-7  
132  
At-equity-Ergebnis (operativ)  
29.523  
25.652  
3.871  
15,1%  
Zinsaufwendungen  
-36.107  
-39.188  
3.081  
7,9%  
Kommanditisten zustehende Ergebnisanteile  
-15.954  
-13.408  
-2.546  
-19,0%  
Übriges Finanzergebnis  
272  
7
265  
3.785,7%  
Finanzergebnis (ohne Bewertungsergebnis)  
-22.266  
-26.937  
4.671  
17,3%  
EBT (ohne Bewertungsergebnis)  
130.166  
125.564  
4.602  
3,7%  
Bewertungsergebnis  
-89.746  
-58.821  
Bewertungsergebnis (at-equity)  
-16.604  
4.092  
Bewertungsergebnis (mit at-equity)  
-106.350  
-54.729  
-51.621  
-94,3%  
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
-5.060  
-3.293  
-1.767  
-53,7%  
Latente Steuern  
2.594  
-7.465  
Latente Steuern (at-equity)  
7
-132  
Latente Steuern (mit at-equity)  
2.601  
-7.597  
10.198  
134,2%  
Konzernergebnis  
21.357  
59.945  
-38.588  
-64,4%  
Anlage II  
Seite 8  
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Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau  
Im Gegensatz zum Vorjahr, welches maßgeblich von  
behördlich  
angeordneten  
Geschäftsschließungen  
betroffen war, konnten die Mieter ihre Geschäfte 2022  
durchgehend öffnen. Die für die Schließungsphasen 2021  
gewährten  
Mietzugeständnisse  
finden  
sich  
im  
Wesentlichen in der Position „Wertberichtigung und  
Ausbuchung von Forderungen“ des Vorjahres wieder und  
nur zu einem kleinen Anteil in den Umsatzerlösen. Daher  
liegen die Umsatzerlöse mit 212,8 Mio. € trotz des  
Wegfalls der Schließungsphasen nur leicht über denen  
des Vorjahres.  
Die insbesondere im ersten Quartal 2022 weiterhin  
geltenden  
Schutzmaßnahmen  
und  
anhaltenden  
Auswirkungen der Corona-Pandemie wie Ausfälle von in  
Zahlungsschwierigkeiten geratenen Mietern, niedrigere  
Umsatzmieten sowie längere Nachvermietungszeiten und höhere Leerstände bedingen, dass die  
Umsatzerlöse weiterhin von ihrem Vor-Pandemie-Niveau entfernt blieben.  
Umsatzerlöse  
Veränderung  
01.01.-  
01.01.-  
in T€  
31.12.2022  
31.12.2021  
+/-  
in %  
Main-Taunus-Zentrum, Sulzbach  
34.291  
34.442  
-151  
-0,4%  
Altmarkt-Galerie, Dresden  
24.162  
24.283  
-121  
-0,5%  
A10 Center, Wildau  
17.925  
18.317  
-392  
-2,1%  
Rhein-Neckar-Zentrum, Viernheim  
17.201  
17.044  
157  
0,9%  
Herold-Center, Norderstedt  
11.844  
11.794  
50  
0,4%  
Billstedt-Center, Hamburg  
10.468  
10.732  
-264  
-2,5%  
Allee-Center, Hamm  
9.970  
10.036  
-66  
-0,7%  
Forum, Wetzlar  
9.743  
9.522  
221  
2,3%  
City-Galerie, Wolfsburg  
8.311  
9.039  
-728  
-8,1%  
City-Arkaden, Wuppertal  
8.116  
8.601  
-485  
-5,6%  
Rathaus-Center, Dessau  
7.347  
7.442  
-95  
-1,3%  
Stadt-Galerie, Hameln  
6.941  
6.344  
597  
9,4%  
City-Point, Kassel  
6.733  
7.465  
-732  
-9,8%  
DES Verwaltung GmbH  
1.159  
837  
322  
38,5%  
Inland  
174.211  
175.898  
-1.687  
-1,0%  
Galeria Baltycka, Danzig  
16.707  
15.823  
884  
5,6%  
Olympia Center, Brünn  
21.893  
20.031  
1.862  
9,3%  
Ausland  
38.600  
35.854  
2.746  
7,7%  
Gesamt  
212.811  
211.752  
1.059  
0,5%  
Anlage II  
Seite 9  
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Operative Centeraufwendungen über Vorjahr aufgrund höherer Instandhaltungsaufwendungen  
Die operativen Centeraufwendungen des Berichtszeitraums von 37,2 Mio. € (i. Vj. 32,5 Mio. €), die im  
Wesentlichen Centermanagement-Honorare, nicht umlegbare Nebenkosten, Grundsteuern, Gebäudever-  
sicherungen und Instandhaltungen umfassen, haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 14,3 % erhöht. Der  
Anteil der operativen Centeraufwendungen am Umsatz stieg von 15,4 % auf 17,5 %. Ursache hierfür waren  
geplante und nachgeholte Instandhaltungsmaßnahmen.  
Erforderliche Wertberichtigungen rückläufig  
Die Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen berücksichtigten im Vorjahr den wesentlichen  
Teil der vereinbarten und erwarteten Mietzugeständnisse zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der  
weitreichenden Geschäftsschließungen Anfang 2021. Des Weiteren mussten sowohl im Vorjahr als auch  
2022 ausfallgefährdete Forderungen wertberichtigt und Forderungen insolvenzbedingt ausgebucht werden.  
Insgesamt haben sich die erforderlichen Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen im  
Vergleich zum Vorjahr von 25,0 Mio. € auf 8,1 Mio. € reduziert.  
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen  
Die sonstigen betrieblichen Erträge, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen, aus  
Erstattungen und Schadensersatzzahlungen, aus Erträgen aus in Vorjahren wertberichtigten  
Mietforderungen sowie aus Nachzahlungen im Rahmen von Nebenkostenabrechnungen resultierten,  
beliefen sich auf 5,5 Mio. € (i. Vj. 6,3 Mio. €) und lagen damit unterhalb des Vorjahres. Dabei wirkten sich  
eine ertragswirksam vereinnahmte Corona-Beihilfe in Höhe von 2,0 Mio. € sowie die Rückerstattung eines  
geleisteten Straßenausbaubeitrages aus 2018 in Höhe von 0,5 Mio. € im Vorjahr positiv aus.  
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, bei denen es sich größtenteils um allgemeine Kosten der  
Verwaltung und Personalkosten handelt, lagen mit 20,5 Mio. € (i. Vj. 7,9 Mio. ) insbesondere aufgrund  
höherer Beratungsaufwendungen im Rahmen des Übernahmeangebots, der Vorbereitung des Erwerbs  
weiterer Anteile an Shoppingcenterbeteiligungen Anfang 2023 in Verbindung mit einer Kapitalerhöhung  
sowie der Abfindungszahlungen an ausgeschiedene Vorstände deutlich über der Vorjahresperiode.  
EBIT unverändert  
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 152,4 Mio. € auf Vorjahresniveau (i. Vj. 152,5 Mio. €).  
Den geringeren Wertberichtigungen standen höhere Grundstücksbetriebs- und -verwaltungskosten sowie  
gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber.  
Finanzergebnis ohne Bewertungseffekte verbessert  
Das at-equity-Ergebnis (operativ) war im Vorjahr coronabedingt durch höhere Wertberichtigungen auf  
Mietforderungen und Umsatzausfälle belastet und verbesserte sich 2022 um 3,8 Mio. € auf 29,5 Mio. € (i.  
Vj. 25,7 Mio. €). Der Zinsaufwand der Konzerngesellschaften konnte um weitere 3,1 Mio. € gesenkt werden.  
Hier wirkten sich neben planmäßigen Tilgungen insbesondere die mit niedrigeren Zinssätzen vereinbarten  
Anschlussfinanzierungen für das Billstedt-Center Hamburg, die City-Galerie Wolfsburg und die Altmarkt-  
Galerie Dresden positiv aus. Der den Kommanditisten zustehende Ergebnisanteil hat sich aufgrund des  
verbesserten EBIT um 2,5 Mio. € auf 15,9 Mio. € erhöht.  
Anlage II  
Seite 10  
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Gewinn- und Verlustrechnung der Gemeinschaftsunternehmen  
Veränderung  
01.01.-  
01.01.-  
in T€  
31.12.2022  
31.12.2021  
+/-  
in %  
Allee-Center, Magdeburg  
8.316  
8.196  
120  
1,5%  
Phoenix-Center, Harburg  
6.675  
6.708  
-33  
-0,5%  
Stadt-Galerie, Passau  
7.410  
7.282  
128  
1,8%  
Saarpark-Center, Neunkirchen  
6.016  
5.845  
171  
2,9%  
City-Arkaden, Klagenfurt  
6.725  
6.314  
411  
6,5%  
Árkád, Pécs  
4.415  
4.229  
186  
4,4%  
Sonstige  
38  
40  
-2  
-5,0%  
Umsatzerlöse  
39.595  
38.614  
981  
2,5%  
Grundstücksbetriebs- und -verwaltungskosten  
-5.891  
-5.693  
-198  
-3,5%  
Wertberichtigungen und Ausbuchung von Forderungen  
-1.827  
-3.833  
2.006  
52,3%  
NOI  
31.877  
29.088  
2.789  
9,6%  
Sonstige betriebliche Erträge  
1.212  
605  
607  
100,3%  
Sonstige betriebliche Aufwendungen  
-644  
-699  
55  
7,9%  
EBIT  
32.445  
28.994  
3.451  
11,9%  
Zinserträge  
10  
0
10  
-
Zinsaufwendungen  
-2.713  
-3.172  
459  
14,5%  
Finanzergebnis  
-2.703  
-3.172  
469  
14,8%  
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
-219  
-170  
-49  
-28,8%  
At-equity-Ergebnis (ohne Bewertungsergebnis)  
29.523  
25.652  
3.871  
15,1%  
Bewertungsergebnis  
-16.604  
4.092  
-20.696  
-505,8%  
Latente Steuern  
7
-132  
139  
105,3%  
Gewinn- oder Verlustanteil  
12.926  
29.612  
-16.686  
-56,3%  
EBT (ohne Bewertungsergebnis) erhöht  
Das verbesserte EBIT und at-equity-Ergebnis sowie die weiter gesunkenen Zinsaufwendungen führten zu  
einer Steigerung des EBT (ohne Bewertungsergebnis) von 125,6 Mio. € um 3,7 % auf 130,2 Mio. €.  
Bewertungsergebnis negativ  
Der deutliche Zinsanstieg im Berichtsjahr hat sich negativ auf die Bewertung des Immobilienvermögens des  
Konzerns (IAS 40) ausgewirkt und resultiert in einem Bewertungsverlust von -106,3 Mio. € (i. Vj. -54,7  
Mio. €).  
Von dem Bewertungsverlust auf das Immobilienvermögen entfielen, nach Berücksichtigung des Anteils der  
Fremdgesellschafter, -89,7 Mio. (i. Vj. -58,8 Mio. €) auf die Bewertung des im Konzern ausgewiesenen  
Immobilienvermögens und -16,6 Mio. (i. Vj. 4,1 Mio. €) auf die Bewertung des Immobilienvermögens der  
nach at-equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen.  
Im Durchschnitt wurden die Konzernimmobilien nach Berücksichtigung der laufenden Investitionen um  
-3,0 % abgewertet (i. Vj. -1,5 %), wobei die Bandbreite der Bewertungsänderungen zwischen -6,3 % und  
3,4 % lag. Der Vermietungsstand lag zum Jahresende unverändert zum Vorjahr bei 94,3 %.  
Anlage II  
Seite 11  
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Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latente Steuern  
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben sich infolge der verbesserten Ergebnisse auf 5,1 Mio. €  
(i. Vj. 3,3 Mio. €) erhöht.  
Die latenten Steuerrückstellungen, inklusive des im at-equity-Ergebnis enthaltenen Anteils, wurden im  
Berichtsjahr als Folge des Rückgangs der Immobilienverkehrswerte um 2,6 Mio. reduziert (i. Vj. Erhöhung  
um 7,6 Mio. ).  
EPRA Earnings über, Konzernergebnis unter  
dem Vorjahr  
Die EPRA Earnings, die das Bewertungsergebnis  
ausklammern, haben sich insbesondere aufgrund  
gegenüber  
dem  
Vorjahr  
geringeren  
Wertberichtigungen auf Mietforderungen auf 129,6  
Mio. bzw. 2,10 je Aktie erholt. Das  
Konzernergebnis lag mit 21,4 Mio. € um 38,5 Mio. €  
unter der Vorjahresvergleichsperiode (59,9 Mio. €)  
und das Ergebnis je Aktie reduzierte sich von 0,97 €  
auf 0,35 €.  
EPRA EARNINGS  
01.01.-31.12.2022  
01.01.-31.12.2021  
je Aktie in  
je Aktie in  
in T€  
in T€  
Konzernergebnis  
21.357  
0,35  
59.945  
0,97  
Bewertungsergebnis Investment Properties1  
106.350  
1,72  
54.729  
0,89  
Latente Steuern in Bezug auf EPRA-Anpassungen2  
1.889  
0,03  
7.284  
0,11  
EPRA Earnings  
129.596  
2,10  
121.958  
1,97  
Gewichtete Anzahl der ausgegebenen Stückaktien  
61.783.594  
61.783.594  
1 inklusive des Anteils, der auf die at-equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen entfällt  
2 betreffen latente Steuern auf Investment Properties und derivative Finanzinstrumente  
Anlage II  
Seite 12  
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Entwicklung der Funds from Operations  
Die Funds from Operations (FFO) dienen der  
Finanzierung unserer laufenden Investitionen in  
Bestandsobjekte, der planmäßigen Tilgung  
unserer langfristigen Bankdarlehen sowie als Basis  
für  
Dividendenausschüttungen.  
Wesentliche  
Einmaleffekte, die nicht zur operativen Tätigkeit  
des Konzerns gehören, werden bei der Ermittlung  
der FFO eliminiert. Die FFO erhöhten sich von  
122,3 Mio. € um 6,4 % auf 130,1 Mio. € bzw. von  
1,98 € auf 2,11 € je Aktie.  
FUNDS FROM OPERATIONS  
01.01.-31.12.2022  
01.01.-31.12.2021  
je Aktie in  
je Aktie in  
in T€  
in T€  
Konzernergebnis  
21.357  
0,35  
59.945  
0,97  
Bewertungsergebnis Investment Properties1  
106.350  
1,72  
54.729  
0,89  
Aufwendungen im Rahmen des Übernahmeangebots2  
4.997  
0,08  
0
0,00  
Latente Steuern1  
-2.601  
-0,04  
7.597  
0,12  
FFO  
130.103  
2,11  
122.271  
1,98  
Gewichtete Anzahl der ausgegebenen Stückaktien  
61.783.594  
61.783.594  
1 inklusive des Anteils, der auf die at-equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen entfällt  
2 nach Berücksichtigung von Steuern  
Anlage II  
Seite 13  
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Ertragslage der Segmente  
In der Segmentberichterstattung des Konzerns werden die Tochterunternehmen und die at-equity  
bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen mit ihrem Anteil quotal einbezogen. Dabei wird zwischen den  
Shoppingcentern in Deutschland („Inland“) und im europäischen Ausland („Ausland“) unterschieden (wir  
verweisen auch auf unsere Ausführungen zur Segmentberichterstattung im Konzernanhang):  
Veränderung  
01.01.-  
01.01.-  
in T€  
31.12.2022  
31.12.2021  
+/-  
in %  
Umsatzerlöse  
227.952  
226.449  
1.503  
0,7%  
- Inland  
182.590  
184.061  
-1.471  
-0,8%  
- Ausland  
45.362  
42.388  
2.974  
7,0%  
EBIT  
181.842  
166.459  
15.383  
9,2%  
- Inland  
142.421  
132.798  
9.623  
7,2%  
- Ausland  
39.421  
33.661  
5.760  
17,1%  
EBT (ohne Bewertungsergebnis)  
147.100  
128.074  
19.026  
14,9%  
- Inland  
114.459  
101.323  
13.136  
13,0%  
- Ausland  
32.641  
26.751  
5.890  
22,0%  
Die Corona-Pandemie hatte als weltweites Ereignis auf alle unsere Shoppingcenter starke negative  
Auswirkungen, auf die von den Ländern in Form von Einschränkungen und Schutzmaßnahmen  
unterschiedlich reagiert wurde. Dementsprechend unterschiedlich haben sich auch die Umsatzerlöse und  
damit auch das EBIT sowie EBT (ohne Bewertungsergebnis) in den Segmenten im Vergleich zum Vorjahr  
erholt.  
Anlage II  
Seite 14  
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Finanzlage des Konzerns  
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements  
Für die Finanzierung ihrer Investitionen nutzt die Deutsche EuroShop grundsätzlich die Börse zur  
Beschaffung von Eigenkapital sowie die Kredit- und Kapitalmärkte zur Beschaffung von Fremdkapital. Dabei  
fungieren innerhalb des Konzerns sowohl die einzelnen Objektgesellschaften als auch die Deutsche  
EuroShop AG als Darlehensnehmer der Banken oder gegebenenfalls Anleiheschuldner. Darlehen und  
Anleihen werden für alle Konzerngesellschaften in Euro aufgenommen. Die Verwendung von Eigen- und  
Fremdkapital für Investitionen soll prinzipiell gleich gewichtet werden. Die Eigenkapitalquote im Konzern  
(inklusive Fremdanteile) soll dabei 45 % nicht wesentlich unterschreiten. Dabei werden auch Marktchancen  
für eine Emission von Kapitalmarktinstrumenten eruiert. Eine Neuordnung der Kapital- und  
Finanzierungsstruktur könnte die LTV-Quote des Konzerns zukünftig auf eine Bandbreite von 50 % bis 60 %  
erhöhen.  
Die Finanzierung unserer Immobilienprojekte erfolgt grundsätzlich langfristig. Dabei setzen wir auch  
derivative Finanzinstrumente ein, um uns gegen steigende Kapitalmarktzinsen abzusichern. Diese  
Sicherungsgeschäfte dienen der Absicherung einzelner Kredite. Die Deutsche EuroShop AG hat zudem  
Zugang zu kurzfristigen Finanzierungsinstrumenten, um unmittelbar auf Investitionsmöglichkeiten reagieren  
zu können. Nicht benötigte Liquidität wird bis zur Verwendung für Investitionen, zur Finanzierung laufender  
Kosten oder zur Auszahlung von Dividenden kurzfristig angelegt.  
Finanzierungsanalyse  
Zum 31. Dezember 2022 wies der Deutsche-EuroShop-Konzern folgende Finanzkennzahlen aus:  
in Mio. €  
31.12.2022  
31.12.2021  
Veränderung  
Bilanzsumme  
4.208,1  
4.278,8  
-70,7  
Eigenkapital (inklusive Fremdgesellschafter)  
2.343,4  
2.377,8  
-34,4  
Eigenkapitalquote in %  
55,7  
55,6  
0,1  
Nettofinanzverbindlichkeiten  
1.144,3  
1.173,3  
-29,0  
Loan to value (LTV) in %  
30,3  
30,5  
-0,2  
Das wirtschaftliche Eigenkapital des Konzerns in Höhe von 2.343,4 Mio. , das sich aus dem Eigenkapital  
der Konzernaktionäre (2.036,2 Mio. ) und dem Eigenkapital der Fremdgesellschafter (307,2 Mio. )  
zusammensetzt, hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der gezahlten Dividende reduziert (i. Vj.  
2.377,8 Mio. €). Die Eigenkapitalquote stieg gegenüber dem Vorjahr auf 55,7 % (i. Vj. 55,6 %) und ist damit  
weiterhin auf einem hohen und soliden Niveau.  
Finanzverbindlichkeiten  
in T€  
31.12.2022  
31.12.2021  
Veränderung  
Langfristige Bankverbindlichkeiten  
1.464.917  
1.264.748  
200.169  
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten  
14.334  
237.366  
-223.032  
Summe  
1.479.251  
1.502.114  
-22.863  
Abzüglich liquider Mittel  
334.943  
328.839  
6.104  
Nettofinanzverbindlichkeiten  
1.144.308  
1.173.275  
-28.967  
Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich im Berichtsjahr aufgrund von  
planmäßigen Tilgungen von 1.502,1 Mio. € um 22,9 Mio. € auf 1.479,3 Mio. €. Zusammen mit dem Anstieg  
Anlage II  
Seite 15  
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der liquiden Mittel um 6,1 Mio. lagen die Nettofinanzverbindlichkeiten mit 1.144,3 Mio. per saldo um  
29,0 Mio. unter dem Stand zum Jahresende 2021 (1.173,3 Mio. ).  
Die zum Jahresende bestehenden Nettofinanzverbindlichkeiten dienen ausschließlich der Finanzierung der  
langfristigen Vermögenswerte. Damit waren am Bilanzstichtag 30,3 % (i. Vj. 30,5 %) des langfristigen  
Vermögens fremdfinanziert (LTV).  
Der EPRA LTV1, welcher auf den quotalen Anteil des Konzerns an den Gemeinschaftsunternehmen und  
Tochterunternehmen abstellt, lag am Bilanzstichtag bei 33,1 % (i. Vj. 33,2 %).  
EPRA Loan to Value (EPRA LTV)  
Werte quotal in T€  
31.12.2022  
31.12.2021  
Veränderung  
Lang- und kurzfristige Bankverbindlichkeiten  
1.481.149  
1.504.549  
-23.400  
Eigengenutzte Immobilie (IFRS 16  
Verbindlichkeit)  
354  
88  
266  
Liquide Mittel  
-330.894  
-324.339  
-6.555  
Nettofinanzverschuldung  
1.150.609  
1.180.298  
-29.689  
Investment Properties  
3.474.145  
3.544.148  
-70.003  
Eigengenutzte Immobilie (IFRS 16  
Nutzungsrecht)  
351  
86  
265  
Immaterielle Vermögenswerte  
29  
32  
-3  
Sonstige Vermögenswerte (netto)  
3.445  
6.600  
-3.155  
Immobilienvermögen  
3.477.970  
3.550.866  
-72.896  
EPRA LTV in %  
33,1  
33,2  
-0,1  
Die Konditionen der konsolidierten Darlehen zum 31. Dezember 2022 waren für durchschnittlich 6,8 Jahre  
(i. Vj. 4,7 Jahre) zu 2,43 % p. a. (i. Vj. 2,09 % p. a.) gesichert. Die Deutsche EuroShop unterhält für die  
konsolidierten Darlehen Kreditverbindungen zu 18 Banken und Sparkassen. Dabei handelt es sich um  
Kreditinstitute aus Deutschland, Österreich und der Tschechischen Republik.  
1 Im Februar 2022 wurden überarbeitete „Best Practice Recommendations“ der EPRA veröffentlicht, die als wesentliche Neuerung  
den EPRA Loan to Value vorsahen. Der EPRA LTV entspricht nahezu unserem zuvor bereits berichteten LTV (quotal), welcher  
ebenfalls auf Basis des Anteils des Konzerns an den Vermögenswerten und Schulden der Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen  
ermittelt wurde. Abweichend zum bisherigen LTV (quotal) bezieht der EPRA LTV noch zusätzliche Vermögenswerte und Schulden  
mit ein. Dabei ist der wesentliche weitere Posten die Sonstigen Vermögenswerte (netto), welche die Forderungen aus Lieferungen  
und Leistungen und sonstige Vermögenswerte abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,  
Steuerverbindlichkeiten, sonstige Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten beinhalten. Der EPRA LTV ersetzt in  
der Berichterstattung die bisherige Kennzahl LTV (quotal). Zur Überleitung des EPRA LTV verweisen wir auch auf unsere „EPRA  
Berichterstattung“ in unserem Geschäftsbericht.  
Anlage II  
Seite 16  
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Von 18 Darlehen im Konzern sind bei 14 Darlehen Kreditauflagen mit den finanzierenden Banken  
vereinbart. Dabei handelt es sich um insgesamt 29 einzelne Auflagen zur Kapitaldienstfähigkeit (DSCR),  
zur Zinszahlungsfähigkeit (ICR), zur Höhe von Mieteinnahmen, zur Verschuldungsquote und zum Verhältnis  
zwischen Darlehen und Marktwert des Objekts (LTV). Alle Auflagen wurden im Geschäftsjahr 2022  
eingehalten. Die Kreditauflagen werden nach aktueller Planung und Einschätzung auch 2023 erfüllt.  
Hinsichtlich der Unsicherheiten zum Planungszeitraum als Folge der Corona-Pandemie und des Ukraine-  
Kriegs verweisen wir auf den Nachtragsbericht.  
Im Geschäftsjahr 2023 erfolgen planmäßige Tilgungen aus dem laufenden Cashflow in Höhe von  
14,8 Mio. €. In den Jahren 2024 bis 2026 wird die durchschnittliche Tilgungsleistung bei 13,3 Mio. p. a.  
liegen.  
Ein Anfang 2023 auslaufendes Darlehen in Höhe von 209,1 Mio. € wurde bereits 2022 prolongiert. Im Jahr  
2025 ist ein Darlehen in Höhe von 58,7 Mio. € zu prolongieren.  
Investitionsanalyse  
Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Investitionen in die Modernisierung und Positionierung des  
Bestandsportfolios fortgeführt und lagen bei 39,5 Mio. nach 18,8 Mio. im Vorjahr.  
Liquiditätsanalyse  
in T€  
01.01.-31.12.2022  
01.01.-31.12.2021  
Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit  
140.625  
130.266  
Cashflow aus Investitionstätigkeit  
-39.498  
-18.791  
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit  
-95.023  
-48.666  
Veränderungen des Finanzmittelbestandes  
6.104  
62.809  
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode  
328.839  
266.030  
Finanzmittelbestand am Ende der Periode  
334.943  
328.839  
Der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit des Konzerns in Höhe von 140,6 Mio. (i. Vj. 130,3 Mio. )  
stellt den Betrag dar, den der Konzern nach Abzug aller Kosten aus der Vermietung der Shoppingcenter-  
Flächen erwirtschaftet hat. Er dient vornehmlich dazu, die Dividende der Deutsche EuroShop AG, die  
Auszahlungen an Fremdgesellschafter sowie die laufenden Tilgungen und Investitionen zu finanzieren.  
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit umfasste die cashwirksamen Investitionen in die Bestandsobjekte  
(39,5 Mio. ; i. Vj. 18,8 Mio. €).  
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -95,0 Mio. beinhaltete den Mittelabfluss aus den  
laufenden Tilgungen der Finanzverbindlichkeiten von 25,5 Mio. €, den Mittelzufluss aus der Aufnahme von  
Finanzverbindlichkeiten von 2,7 Mio. €, die Auszahlung der Dividende an die Konzernaktionäre von  
61,8 Mio. (i. Vj. 2,5 Mio. €) sowie die Ausschüttung an die Fremdgesellschafter von 10,4 Mio. (i. Vj.  
6,5 Mio. €).  
Der Finanzmittelbestand erhöhte sich im Berichtsjahr um 6,1 Mio. auf 334,9 Mio. (i. Vj. 328,8 Mio. ).  
Anlage II  
Seite 17  
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Vermögenslage des Konzerns  
Bilanzsumme leicht rückläufig  
Die Bilanzsumme des Konzerns reduzierte sich um 70,7 Mio. € von 4.278,8 Mio. € auf 4.208,0 Mio. €.  
in T€  
31.12.2022  
31.12.2021  
Veränderung  
Kurzfristige Vermögenswerte  
382.858  
377.900  
4.958  
Langfristige Vermögenswerte  
3.825.248  
3.900.890  
-75.642  
Kurzfristige Verpflichtungen  
59.085  
279.230  
-220.145  
Langfristige Verpflichtungen  
1.805.654  
1.621.780  
183.874  
Eigenkapital (inkl. Fremdgesellschafter)  
2.343.367  
2.377.780  
-34.413  
Bilanzsumme  
4.208.106  
4.278.790  
-70.684  
Kurzfristige Vermögenswerte auf Vorjahresniveau  
Zum Jahresende beliefen sich die kurzfristigen Vermögenswerte mit 382,9 Mio. € nahezu auf dem Niveau  
des Vorjahres (377,9 Mio. ). Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 334,9 Mio. (i. Vj.  
328,8 Mio. €).  
Anlage II  
Seite 18  
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Die Collection Ratio, als das Verhältnis von  
Zahlungseingängen zu Miet- und  
Nebenkostenforderungen gegenüber den Mietern, hat  
sich im Jahr 2022 in den einzelnen Monaten wie folgt  
entwickelt  
(Anpassungen  
aus  
vereinbarten  
Mietreduzierungen wurden bereits berücksichtigt):  
Die Forderungen des Konzerns (nach Wertberichtigungen) sind um 5,8 Mio. € auf 17,0 Mio. € (i. Vj. 22,8  
Mio. €) gesunken.  
Die sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich insbesondere aufgrund der gewährten Mietincentives von  
26,3 Mio. € um 4,6 Mio. € auf 30,9 Mio. €.  
Langfristige Vermögenswerte sinken aufgrund leichter Abwertung des Immobilienvermögens  
Im Berichtsjahr haben sich die langfristigen Vermögenswerte von 3.900,9 Mio. um 75,7 Mio. auf  
3.825,2 Mio. reduziert. Mit 90,9 % (i. Vj. 91,2 %) stellen sie weiterhin den bedeutendsten Anteil der  
Bilanzsumme dar.  
Die Investment Properties reduzierten sich dabei um 63,6 Mio. auf 3.330,0 Mio. (-1,9 %). Während die  
Zugänge und Investitionskosten der Bestandsobjekte bei 39,5 Mio. lagen, ergaben sich aus der  
Bewertung des Immobilienbestands Abwertungen in Höhe von 103,1 Mio. .  
Die at-equity bilanzierten Finanzanlagen reduzierten sich von 455,3 Mio. um 12,3 Mio. auf 443,1 Mio. .  
Die Veränderung ist auf das anteilige Ergebnis (12,9 Mio. €) und die Entnahmen des Geschäftsjahres  
(25,2 Mio. €) zurückzuführen.  
Kurz- und langfristige Verpflichtungen insgesamt rückläufig  
Die kurzfristigen Verpflichtungen von 59,1 Mio. € umfassten im Vorjahr noch die 2022 auslaufenden  
Darlehen, die mittlerweile verlängert wurden.  
Die langfristigen Verpflichtungen erhöhten sich von 1.621,8 Mio. um 183,8 Mio. auf 1.805,6 Mio. im  
Wesentlichen bedingt durch die Verlängerung der 2022 ausgelaufenen Darlehen sowie aufgrund des  
Saldos aus planmäßigen Tilgungen und der Neuaufnahme von langfristigen Darlehen.  
Anlage II  
Seite 19  
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Eigenkapital (inkl. Fremdgesellschafter)  
Das Eigenkapital (inkl. Fremdgesellschafter) lag zum Ende des Berichtsjahres mit 2.343,4 Mio. aufgrund  
der ausgeschütteten Dividende von 61,8 Mio. € und des Konzernergebnisses von 21,4 Mio. € um  
34,4 Mio. unter dem Eigenkapital des Vorjahres (2.377,8 Mio. €). Die Abfindungsansprüche der  
Fremdgesellschafter sanken dabei um 7,8 Mio. und die Marktwerte der Swaps haben sich mit 13,8 Mio. €  
eigenkapitalerhöhend ausgewirkt.  
Net Tangible Assets nach EPRA  
Die Net Tangible Assets (NTA) zum 31. Dezember  
2022 lagen bei 2.335,9 Mio. oder 37,81 je Aktie  
gegenüber 2.374,4 Mio. € oder 38,43 je Aktie im  
Vorjahr. Damit sind die Net Tangible Assets um 0,62 €  
je Aktie (-1,6 %) gegenüber dem Vorjahr gesunken.  
EPRA NTA  
31.12.2022  
31.12.2021  
in T€  
je Aktie in €  
in T€  
je Aktie in €  
Eigenkapital  
2.036.237  
32,96  
2.062.866  
33,39  
Zeitwert derivativer Finanzinstrumente1  
5.637  
0,09  
23.398  
0,38  
Eigenkapital ohne derivative Finanzinstrumente  
2.041.874  
33,05  
2.086.264  
33,77  
Latente Steuern auf Investment Properties und  
derivative Finanzinstrumente1  
345.789  
5,60  
339.937  
5,50  
Immaterielle Vermögenswerte  
-29  
0,00  
-32  
0,00  
Geschäfts- oder Firmenwert als Ergebnis latenter  
Steuern  
-51.719  
-0,84  
-51.719  
-0,84  
EPRA NTA  
2.335.915  
37,81  
2.374.450  
38,43  
Anzahl der ausgegebenen Stückaktien zum  
Bilanzstichtag  
61.783.594  
61.783.594  
1 inklusive des Anteils, der auf die at-equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen entfällt  
Anlage II  
Seite 20  
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NACHTRAGSBERICHT  
Der Deutsche-EuroShop-Konzern hat am 12. Januar 2023 sechs Kaufverträge zum Erwerb weiterer Anteile  
an sechs Objektgesellschaften, an denen er mit 50 % bis 75 % bereits beteiligt war, abgeschlossen (siehe  
Erläuterungen in Konzernanhang Abschnitt „2. Konsolidierungskreis / Unternehmenserwerb nach dem  
Bilanzstichtag“). Zur Finanzierung dieser Erwerbe hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am  
gleichen Tag beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft, unter teilweiser Ausnutzung des  
genehmigten Kapitals, um bis zu 14.710.375 € durch Ausgabe von bis zu 14.710.375 auf den Namen  
lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- und Sacheinlage zu erhöhen. Nach Ende der Bezugsfrist  
hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 1. Februar 2023 den endgültigen Umfang der  
Kapitalerhöhung auf 14.680.725 neue Aktien festgelegt. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich  
dementsprechend um 14.680.725 € auf 76.464.319 €. Im Rahmen der Kapitalerhöhung wurden Aktien  
gegen Barmittel in Höhe von 64.252 T€ und in Höhe von 251.384 T€ gegen Einlage von  
Kaufpreisforderungen aus dem Erwerb der weiteren Anteile an sechs Objektgesellschaften gezeichnet.  
Mit Datum vom 31. März 2023 hat die Gesellschaft mit der Großaktionärin Hercules BidCo GmbH, Hamburg,  
einen Darlehensvertrag abgeschlossen. Danach gewährt die Hercules BidCo GmbH der Gesellschaft ein  
zinsloses Darlehen, sofern ein mit ihrer Stimmenmehrheit gefasster Gewinnverwendungsbeschluss auf der  
kommenden oder zukünftigen Hauptversammlungen der Gesellschaft zu einem Unterschreiten der jeweils  
geltenden Mindestliquidität (derzeit 100.000 T€) führen sollte. Die aus Sicht des Vorstands und des  
Aufsichtsrats angemessene Mindestliquidität wird anhand der Unternehmensplanung regelmäßig neu  
bewertet. Die entsprechende Darlehensfazilität ist grundsätzlich auf unbestimmte Zeit geschlossen und  
umfasst anfänglich 500.000 T€, die sich jedoch im Zeitablauf bei Eintreten vereinbarter Ereignisse  
reduzieren kann. Der Darlehensvertrag steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats der  
Gesellschaft.  
Zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Abschlusserstellung sind darüber hinaus keine Ereignisse  
von wesentlicher Bedeutung eingetreten.  
PROGNOSEBERICHT  
Rahmenbedingungen  
Der Geschäftserfolg der Deutsche EuroShop hängt im Wesentlichen von der gesamtwirtschaftlichen  
Entwicklung ab. Dies gilt aufgrund der hohen Exportabhängigkeit unseres Kernmarktes Deutschland sowohl  
für die Weltwirtschaft als auch für die spezifische Entwicklung der Binnenwirtschaft in unseren fünf  
europäischen Märkten. Eine prosperierende Wirtschaftstätigkeit, basierend auf stabilen politischen  
Rahmenbedingungen und guten Handelsbeziehungen sowie funktionierenden internationalen  
Wertschöpfungsketten, ist dabei ein wesentlicher Einflussfaktor für die Entwicklung des jeweiligen  
Bevölkerungseinkommens, des Konsumklimas sowie der Einzelhandelsumsätze.  
Die Bundesregierung erwartet in ihrem Ende Januar 2023 veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht ein sehr  
geringes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 % für das laufende Jahr. Dabei wird auch 2023  
durch die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine geprägt sein, welche bereits 2022 zu  
einem drastischen Anstieg der Energie- und Nahrungsmittelpreise geführt hatten. Für 2023 erwartet die  
Bundesregierung eine im Vergleich zu 2022 niedrigere Inflationsrate von 6 % im Jahresdurchschnitt, die  
damit jedoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau liegen wird. Dabei werden sich die per Gesetz  
eingeführten Strom- und Gaspreisbremsen dämpfend auf die hohen Preissteigerungen auswirken. Die  
Entlastungsmaßnahmen werden jedoch nicht verhindern, dass es bei den privaten Haushalten zu realen  
Einkommens- und Kaufkraftverlusten kommen wird, die eine Belastung der binnenwirtschaftlichen  
Entwicklung erwarten lassen.  
Anlage II  
Seite 21  
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Die Erholung am Arbeitsmarkt im Jahr 2022 wird nach Prognose der Bundesregierung durch die  
wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges 2023 vorerst zum Erliegen kommen. Es wird mit einem leichten  
Anstieg der Arbeitslosenquote von 5,3 % auf 5,4 % gerechnet.  
Die Projektion ist aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen weithin mit einer hohen Unsicherheit  
behaftet. Insbesondere können ein erneuter Energiepreisanstieg mit entsprechenden Zinsmaßnahmen der  
Zentralbanken zur Eindämmung der Inflation oder ein nochmaliger regionaler oder globaler Ausbruch der  
Corona-Pandemie mit negativen Auswirkungen auf Nachfrage und Lieferketten zu einer deutlich  
ungünstigeren Entwicklung führen.  
Erwartete Ertragslage  
Die nachlassenden Einflüsse und Nachwirkungen der Corona-Pandemie  
haben einerseits zu einer operativen Aufhellung des Geschäfts im Berichtsjahr  
geführt. Andererseits wurde der private Konsum vor allem durch den Krieg in  
der Ukraine, gestörte Lieferketten, die Energie-Krise und die deutlich  
gestiegenen Inflationsraten belastet. Die operativen Zahlen unserer Mieter,  
insbesondere die Kundenfrequenzen und Mieterumsätze, haben sich 2022  
positiv entwickelt und die Collection Ratios haben sich normalisiert. Wir  
erwarten für 2023, dass die Inflation zwar eingedämmt wird, jedoch vorerst auf  
einem hohen Niveau verharrt. Auch wenn die Mehrzahl der Mietverträge eine  
Indexierung vorsehen, besteht das Risiko, dass aufgrund der wirtschaftlichen  
Belastungen für die Mieter nicht sämtliche Mietsteigerungen durchgesetzt  
werden können. Gleiches gilt für die umlegbaren Nebenkosten, die aufgrund  
von Preissteigerungen von einzelnen Mietern eventuell nicht mehr getragen  
werden könnten. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen  
herausfordernden Rahmenbedingungen und unter Berücksichtigung der  
Anfang 2023 durchgeführten Kapitalerhöhung wird stabiles Geschäftsjahr 2023  
mit Funds from Operations (FFO) von 2,00 € bis 2,10 € je Aktie erwartet. Dabei werden die Umsatzerlöse,  
das EBIT und das EBT (ohne Bewertungsergebnis) aufgrund des Erwerbs weiterer Anteile an sechs  
Shoppingcentern Anfang 2023 (siehe Abschnitt „Nachtragsbericht“) deutlich oberhalb der Werte des Jahres  
2022 liegen.  
Bei der Schätzung der FFO für 2023 wurde der Erwerb der weiteren Anteile an sechs Shoppingcentern und  
deren Finanzierung mittels einer Kapitalerhöhung berücksichtigt. Die Anschaffungsnebenkosten (u. a.  
Grunderwerbsteuer), etwaige Unterschiedsbeträge aus der erstmaligen Vollkonsolidierung sowie  
Zinseffekte aus der Zeitwertbewertung der Darlehen wurden bei der Prognose der FFO nicht  
miteinbezogen.  
Dividendenpolitik  
Zu den wesentlichen Investitionszielen der Deutsche EuroShop gehört es, aus der langfristigen Vermietung  
von Shoppingcentern einen attraktiven Liquiditätsüberschuss zu erwirtschaften, der über regelmäßige  
Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die Gesellschaft prüft laufend Möglichkeiten, ihre  
Ausschüttungsfähigkeit zukünftig weiter zu erhöhen. Im Geschäftsjahr 2022 hat die Deutsche EuroShop  
ihre Dividendenkapazität durch die Auflösung gebundener Kapitalrücklagen erhöht. Hierfür erfolgte eine  
Kapitalerhöhung aus den Rücklagen in Verbindung mit einer anschließenden Kapitalherabsetzung, die von  
der Hauptversammlung am 30. August 2022 beschlossen und am 16. September 2022 in das  
Handelsregister eingetragen wurden. Grundsätzlich beabsichtigt die Gesellschaft, über den  
Liquiditätsbedarf hinausgehende Mittel an ihre Aktionäre auszuschütten. Die Ausschüttung von Dividenden  
hängt jedoch in hohem Maße von den vorherrschenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, dem  
Finanzierungsbedarf für weiteres Wachstum sowie anderen Faktoren ab.  
Anlage II  
Seite 22  
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Bedingt durch die Unsicherheiten hinsichtlich Umfang und Dauer der Corona-Pandemie hat die Deutsche  
EuroShop signifikante Liquiditätsreserven angespart. Aufgrund der nachlassenden Pandemie und der  
Stabilisierung des operativen Geschäfts soll der Liquiditätsbestand der Gesellschaft nun wieder auf ein  
normales Niveau reduziert werden. Für das Geschäftsjahr 2022 hat der Vorstand gemeinsam mit dem  
Aufsichtsrat angesichts der vorhandenen Liquidität und des stabilen operativen Ausblicks beschlossen, der  
Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 2,50 € je Aktie vorzuschlagen.  
RISIKOBERICHT  
Grundsätze des Risikomanagementsystems und des internen  
Kontrollsystems2  
Die Strategie der Deutsche EuroShop zielt darauf ab, das Vermögen der Aktionäre zu erhalten und  
langfristig zu steigern sowie aus der Vermietung der Immobilien einen anhaltend hohen  
Liquiditätsüberschuss zu erwirtschaften, der die Ausschüttung einer angemessenen und nachhaltigen  
Dividende ermöglicht. Der Schwerpunkt des Risikomanagementsystems liegt daher auf der Überwachung  
der Einhaltung der Strategie und, hierauf aufbauend, auf der Erkennung und Beurteilung von Risiken und  
Chancen sowie der grundsätzlichen Entscheidung über den Umgang mit diesen Risiken. Das  
Risikomanagement gewährleistet, dass Risiken frühzeitig erkannt, bewertet, zeitnah kommuniziert und  
begrenzt werden. Die Überwachung und die Steuerung der identifizierten Risiken bilden den Schwerpunkt  
des internen Kontrollsystems, für das auf Konzernebene im Wesentlichen der Vorstand verantwortlich ist.  
Der Aufsichtsrat wird regelmäßig und wenn erforderlich umgehend durch den Vorstand über identifizierte  
Risiken informiert. Das interne Kontrollsystem ist integraler Bestandteil des Risikomanagementsystems.  
Der Abschlussprüfer prüft im Rahmen seines gesetzlichen Prüfungsauftrages für die  
Jahresabschlussprüfung, ob das Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, unternehmensgefährdende  
Risiken und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.  
Die Risikoanalyse als kontinuierlicher Prozess identifiziert, bewertet und kommuniziert zeitnah die Faktoren,  
welche die Erreichung der Geschäftsziele gefährden können. Zudem umfasst der Prozess die Steuerung  
und Kontrolle der identifizierten Risiken.  
Im Berichtsjahr lagen dem Vorstand keine Informationen vor, die auf wesentliche Ineffizienzen bei der  
Wirksamkeit oder Unangemessenheit des internen Kontrollsystems bzw. des Risikomanagementsystem  
schließen ließ. Grundsätzlich ist aber zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von  
der Gestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, Fehler in unseren Geschäftsprozessen aufzudecken.  
2 Dieser Abschnitt ist kein prüfungspflichtiger Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Die Angaben sind somit nicht durch  
den Abschlussprüfer geprüft.  
Anlage II  
Seite 23  
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Risikoanalyse  
Im Rahmen bestehender Dienstleistungsverträge wird der Vorstand der Deutsche EuroShop AG laufend  
über die Geschäftsentwicklung der Shoppingcenter und der dazugehörigen Objektgesellschaften  
unterrichtet. Dabei werden quartalsweise für jedes Shoppingcenter Abschlüsse und Controllingberichte  
sowie einmal jährlich mittelfristige Unternehmensplanungen vorgelegt. Der Vorstand überprüft und  
analysiert diese Berichte, indem er unter anderem folgende Informationen zur Risikoeinschätzung  
heranzieht:  
1. Bestandsobjekte  
Entwicklung der Außenstände  
Entwicklung der Vermietungsstände  
Entwicklung der Einzelhandelsumsätze in den Shoppingcentern  
Abweichungen von geplanten Objektergebnissen  
Einhaltung der Financial Covenants aus Kreditverträgen  
2. Im Bau befindliche Objekte  
Entwicklung der Vorvermietung  
Bautenstand  
Budgetstand  
Entwicklung der Financial Covenants aus Kreditverträgen und Einhaltung von  
Auszahlungsvoraussetzungen  
Hierbei werden Risiken identifiziert, indem Sachverhalte und Veränderungen betrachtet werden, die von  
den ursprünglichen Planungen und Kalkulationen abweichen. Auch die planmäßige Auswertung von  
Konjunkturdaten wie z. B. das Konsumklima oder die Entwicklung der Einzelhandelsumsätze fließen in das  
Risikomanagement ein. Ebenso werden Aktivitäten der Wettbewerber laufend beobachtet.  
Risikoinventar  
Die im Rahmen der Risikoanalyse identifizierten Risiken werden in einem Risikoinventar zusammengefasst  
und hinsichtlich möglicher Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten unter Berücksichtigung von  
kompensierenden Maßnahmen (Nettobetrachtung) bewertet. Das Risikoinventar wird regelmäßig überprüft  
und bei Bedarf aktualisiert.  
Des Weiteren beurteilt der Vorstand mittels Szenariorechnungen, bei denen die wesentlichen Parameter  
der Planung (u. a. Mieten-, Kosten-, Rendite- und Zinsentwicklung) verändert werden, wie sich  
Risikoaggregationen auf den Bestand des Konzerns auswirken. Zudem erlaubt diese Betrachtung eine  
Einschätzung, welche Risiken der Konzern tragen kann.  
Der Vorstand berichtet in den Aufsichtsratssitzungen über bedeutende Risiken. Im Falle von  
bestandsgefährdenden Risiken erfolgt eine unverzügliche Berichterstattung.  
Anlage II  
Seite 24  
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Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem  
Die Abschlusserstellung ist ein weiterer wichtiger Bestandteil des internen Kontrollsystems, deren  
Überwachungs- und Kontrollfunktion auf Ebene der Konzernholding erfolgt. Dabei sollen interne  
Regelungen und Leitlinien die Konformität des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses sicherstellen.  
Nach dezentraler Erfassung der konzernrelevanten Berichte seitens des Dienstleisters erfolgen die  
Aggregation und Konsolidierung der einzelnen Jahresabschlüsse sowie die Aufbereitung der Informationen  
für die Berichterstattung im Anhang und zusammengefassten Lagebericht im Rechnungswesen der  
Holdinggesellschaft mithilfe der Konsolidierungssoftware Conmezzo. Des Weiteren erfolgen hier manuelle  
Prozesskontrollen wie das „Vier-Augen-Prinzip“ seitens der für die Ordnungsmäßigkeit der  
Rechnungslegung beauftragten Mitarbeiter sowie des Vorstands. Der Konzernabschlussprüfer führt zudem  
im Rahmen seiner Prüfungstätigkeit externe, prozessunabhängige Prüfungstätigkeiten durch, auch in  
Bezug auf die Rechnungslegung.  
Einschränkende Hinweise  
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ermöglicht durch die im Konzern festgelegten  
Organisations-, Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und  
Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der  
Konzernrechnungslegung.  
Es kann allerdings nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass durch persönliche  
Ermessensentscheidungen, fehlerhafte Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände die  
Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems  
eingeschränkt werden. Daher kann die Anwendung der eingesetzten Systeme keine absolute Sicherheit  
hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der  
Konzernrechnungslegung gewährleisten.  
Die getroffenen Aussagen beziehen sich nur auf die in den Konzernabschluss der Deutsche EuroShop  
einbezogenen Tochterunternehmen, bei denen die Deutsche EuroShop mittelbar oder unmittelbar über die  
Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen.  
Anlage II  
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Einschätzung der Gesamtrisikoposition  
Die Gesamtrisikosituation ist in der nachfolgenden Matrix dargestellt. Das mögliche Schadensausmaß wird  
auf Basis der Auswirkungen für das dem Berichtsjahr folgende Geschäftsjahr bemessen. Dabei erfolgt eine  
konsolidierte Betrachtung. Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie sind weiterhin ein wesentlicher Faktor  
bei der Analyse und Bewertung der Einzelrisiken des Deutsche EuroShop Konzerns. Mögliche Einflüsse  
auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und Höhe der Einzelrisiken sowie auf die Bewertung der  
Gesamtrisikoposition aufgrund des Ukraine-Krieges sind derzeit nicht quantifizierbar. Die Einzelrisiken und  
die Gesamtrisikoposition werden laufend überwacht und regelmäßig neu bewertet.  
Die Deutsche EuroShop AG hat auf der Grundlage des beschriebenen Überwachungssystems geeignete  
Maßnahmen getroffen, um bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu identifizieren und ihnen  
entgegenzuwirken.  
Der Vorstand hat, wie im Vorjahr, zur Beurteilung, in welchem Maße der Konzern einzelne Risiken abzw.  
das Zusammentreffen verschiedener Einzelrisiken tragen kann, Simulationen anhand einer konsolidierten  
Liquiditätsplanung vorgenommen. Dem Vorstand sind danach keine Risiken oder Risikoaggregationen  
bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens und des Konzerns gefährden würden. Auch sieht der  
Vorstand den Konzern hinreichend aufgestellt, um zukünftige sich bietende Chancen nutzen zu können,  
ohne dabei unvertretbare Risiken eingehen zu müssen.  
Anlage II  
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Darstellung wesentlicher Einzelrisiken  
Bewertungsrisiko  
Der Wert einer Immobilie bestimmt sich im Wesentlichen nach dem Ertragswert, der seinerseits  
insbesondere von Faktoren wie der Höhe der jährlichen Mieteinnahmen, den Bewirtschaftungskosten und  
den Investitionsbedarfen, dem zugrunde gelegten Standortrisiko, dem allgemeinen Zustand der Immobilie,  
der Entwicklung der Kapitalmarktzinsen sowie insbesondere von der Nachfrage nach Shoppingcenter-  
Immobilien abhängt. Darüber hinaus wird die Wertentwicklung von Immobilien auch von verschiedenen  
gesamtwirtschaftlichen und regionalen Faktoren sowie objektspezifischen Entwicklungen beeinflusst. Diese  
Faktoren sind zu einem größeren Teil nicht vorhersehbar oder von der Gesellschaft beeinflussbar. Die  
beschriebenen Faktoren fließen in die jährliche Verkehrsbewertung unserer Bestandsimmobilien durch  
unabhängige Gutachter ein. Die Wertveränderungen werden entsprechend den Vorgaben des IAS 40 im  
Konzernabschluss ergebniswirksam erfasst und können zu einer sehr hohen Volatilität des  
Konzernergebnisses führen. Zudem kann die Verkehrsbewertung der Bestandsimmobilien auch Einfluss  
auf die Einhaltung von Kreditauflagen bestehender Finanzierungen (bspw. Einhaltung von  
Verschuldungskennzahlen) sowie die Konditionen von Neu- und Anschlussfinanzierungen haben.  
Durch die Beauftragung von externen, unabhängigen und branchenerfahrenen Gutachtern sowie unsere  
eigene kritische Würdigung der Gutachten wird das Risiko einer fehlerhaften Bewertung minimiert. Im  
Rahmen der Beeinflussbarkeit der werttreibenden Faktoren hat die Gesellschaft weitere Maßnahmen  
getroffen, um das Bewertungsrisiko zu minimieren. Im Zentrum steht dabei ein professionelles Center-,  
Kosten- und Vermietungsmanagement der Einkaufszentren. Dieses wird durch die Auswahl geeigneter  
Asset Manager sichergestellt. Derzeit werden alle Shoppingcenter durch die ECE als dem europäischen  
Marktführer im Bereich des Managements von Shoppingcentern betreut. Ein aktives  
Instandhaltungsmanagement stellt dabei sicher, dass die Immobilien laufend in einem guten  
Allgemeinzustand gehalten werden.  
Während in den letzten beiden Jahren die Corona-Pandemie unmittelbare Auswirkungen auf die Bewertung  
des Immobilienportfolios hatte, werden die einfließenden Schätzparameter, wie abgeleitete Zinssätze,  
Marktmieten, Bewirtschaftungskosten und Nachvermietungszeiten, derzeit maßgeblich durch die  
mittelbaren Folgen des Ukraine-Krieges mit steigender Inflation und Zinssätzen beeinflusst. Auch ist nicht  
absehbar, welche Auswirkungen die geänderte Corona-Politik der Chinesischen Zentralregierung auf die  
Weltwirtschaft hat. Aufgrund der daraus anhaltenden großen Unsicherheit über die künftige Entwicklung  
können kurzfristig entstehende wesentliche Marktwertveränderungen nicht ausgeschlossen werden. Die  
Wahrscheinlichkeit und Schadenshöhe des Bewertungsrisikos ist daher unverändert als hoch anzusehen.  
Markt- und Branchenrisiken  
Die Corona-Pandemie und die ergriffenen behördlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen haben sich in  
Form von Umsatzausfällen massiv auf den stationären Einzelhandel ausgewirkt. Neben den temporären  
Geschäftsschließungen in den Jahren 2020 und 2021, die den Hauptteil unserer Mieter betrafen, bestanden  
auch Anfang 2022 weiterhin Einschränkungen, die sich negativ auf den stationären Einzelhandel  
auswirkten. Die verschiedenen Zugangsbeschränkungen, wie beispielsweise 2G und 2G+ sowie eine  
Maskenpflicht, wurden 2022 sukzessive aufgehoben. Das Erlebnis Shopping, der Marktplatzgedanke sowie  
der Treffpunkt- und Freizeitcharakter der Center trat in Phasen, in denen Zugangsbeschränkungen  
bestanden, in den Hintergrund. Zudem haben die Schließungsmaßnahmen und die Angst vor Ansteckung  
das Kaufverhalten wesentlich und zum Teil auch nachhaltig beeinflusst. In Deutschland stieg der Anteil  
online getätigter Einkäufe im Jahr 2022 auf 14,7 %.  
Der Onlinehandel wird zukünftig weiter wachsen und seinen Anteil am Gesamteinzelhandelsumsatz  
steigern. Dominierend im Onlinehandel sind weiterhin vor allem die Segmente Mode, Schuhe und  
Unterhaltungselektronik, die insbesondere auch in Shoppingcentern stark vertreten sind. Trotz dieses  
allgemeinen Trends üben attraktive Einzelhandelsflächen weiterhin eine große Anziehungskraft auf Kunden  
Anlage II  
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aus. Nach der Wiedereröffnung der Geschäfte war eine schnelle und deutliche Erholung der  
Kundenfrequenzen zu beobachten. Die Besucherzahlen lagen zwar noch unterhalb der Werte vor Corona,  
jedoch zeigen sie, dass sich attraktive, großflächige und in ihrem jeweiligen Einzugsgebiet führende  
Einzelhandelseinrichtungen, die dem Kunden ein breites Sortimentsangebot sowie ein besonderes  
Aufenthalts- und Shopping-Erlebnis bieten können, weiter behaupten können.  
Neben dem wachsenden Onlinehandel können am Vermietungsmarkt angebotene zusätzliche  
Einzelhandelsmietflächen, die beispielsweise durch die Errichtung, Erweiterung oder Modernisierung inner-  
oder außerstädtischer Shopping- oder Factory-Outlet-Center, aber auch durch die Revitalisierung von  
Einzelhandelslagen in den Innenstädten entstehen, dazu führen, dass sich die realisierbaren stationären  
Einzelhandelsumsätze auf insgesamt mehr Mietflächen verteilen und die Raumleistungen sinken. Ein  
erhöhtes bzw. verbessertes Mietflächenangebot im Wettbewerbsumfeld unserer Shoppingcenter und eine  
mögliche nachhaltige Umverteilung von Einzelhandelsumsätzen in den Onlinehandel und damit  
einhergehend nachhaltig sinkende Raumleistungen im stationären Einzelhandel beinhalten das Risiko,  
dass Anschluss- und Nachvermietungen zu niedrigeren Mieten bzw. zu weniger vorteilhaften  
Mietvertragskonditionen abgeschlossen werden.  
Dem steigenden Anteil des Onlinehandels sowie dem möglichen Druck auf die Raumleistungen begegnet  
der stationäre Einzelhandel, neben Flächenbereinigungen und der Fokussierung auf gute  
Einzelhandelslagen, mit Sortimentsoptimierungen sowie der Verbesserung der Servicequalität und  
Betonung der individuellen Beratung beim Einkauf. Außerdem gewinnt die Verknüpfung von Offline- und  
Onlinewelt zunehmend an Bedeutung. Hier sind die Einzelhandelsunternehmen insbesondere in Bezug auf  
die Umsetzung von Omnichannel-Konzepten unterschiedlich weit vorangekommen und erfolgreich. Eine  
fehlende oder nur geringe Onlinepräsenz führte dazu, dass während der Phasen pandemiebedingter  
Geschäftsschließungen bzw. Einschränkungen zahlreiche stationäre Einzelhändler keine oder nur deutlich  
geringere Vertriebsmöglichkeiten hatten. Als Folge wurden die Unternehmensreserven bei den betroffenen  
Mietpartnern mit andauerndem Pandemieverlauf stark in Anspruch genommen eine Reihe von  
Einzelhändlern musste daraufhin Insolvenz anmelden. Die der Höhe nach limitierten staatlichen  
Unterstützungsmaßnahmen sowie das Entgegenkommen der Vermieter konnten diesen Schaden nur zum  
Teil kompensieren.  
Seit Beginn der Corona-Pandemie ist ein verstärkter Trend bei den Einzelhändlern erkennbar, die  
Entwicklung bzw. Ausweitung eigener Omnichannel-Strategien zu verstärken. Die Deutsche EuroShop AG  
begleitet diese Entwicklungen aktiv durch vielfältige Maßnahmen. Im Zentrum der Aktivitäten steht die  
Integration der Offline- und Online-Shopping-Welt durch das Digital-Mall-Konzept, bei dem die in einem  
Shoppingcenter sofort verfügbaren Produkte für die Kunden bequem und mit wenigen Klicks über das  
Smartphone oder Internet sichtbar, perspektivisch reservierbar und bestellbar werden sollen. Die Digital-  
Mall wurde bis Ende 2019 in ihrer Grundfunktion („Produktsuche“) bereits bei allen unseren deutschen  
Shoppingcentern umgesetzt. Das Angebot ist in der Markteinführungsphase noch begrenzt. Ende 2022  
waren jedoch bereits über 3,1 Millionen Produkte verfügbar und das Omnichannel-Angebot wächst  
kontinuierlich durch die sukzessive Anbindung einer immer größeren Zahl von Händlern und Standorten.  
Darüber hinaus wird der Freizeit-, Erlebnis- und Treffpunktcharakter unserer Center weiter gestärkt. Hierzu  
gehören neben der Schaffung attraktiver und neuer Gastronomieflächen unsere bereits 2018 gestarteten  
Investitionsprogramme „At-your-Service“ und „Mall Beautification“, auch wenn diese coronabedingt  
angepasst bzw. zeitlich teilweise verschoben wurden. Ziel ist es, die Aufenthalts- und Servicequalität durch  
gezielte Investitionen zu erhöhen, u. a. in die Verbesserung von Service- und Lounge-Bereichen, moderne  
Kids-Entertainment-Zonen, eine vereinfachte Inhouse-Navigation bei der Shop- oder Parkplatzsuche mittels  
Touchscreen- oder Smartphone-Lösungen sowie durch intelligente Parkleitsysteme. Zur Erhöhung der  
Centerattraktivität wird auch der Ausbau des Entertainmentangebots geprüft und vorangetrieben;  
beispielsweise hat im Jahr 2021 ein Indoor-Skydive-Konzept in unserem Rhein-Neckar-Zentrum erfolgreich  
eröffnet und derzeit entsteht im Main-Taunus Zentrum der „Foodgarden“, der das kulinarische Angebot des  
Centers deutlich erweitern wird. Solche Investitionen verbessern zudem die überregionale Anziehungskraft  
Anlage II  
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der Standorte. Der Abschluss möglichst langfristiger Verträge mit bonitätsstarken Mietern aller  
Einzelhandelssegmente vermindert darüber hinaus die Markt- und Branchenrisiken.  
Als Folge des Ukraine-Krieges und der getroffenen Sanktionen gegen Russland sind die Energiepreise  
2022 deutlich angestiegen und haben maßgeblich zur Verlangsamung des wirtschaftlichen Wachstums,  
insbesondere in Europa, geführt. Neben den gestiegenen Kosten hat die anhaltende Unsicherheit über den  
weiteren Verlauf des Krieges das Konsumverhalten der Verbraucher getrübt. Für den Einzelhandel können  
steigende Energiepreise zu einer massiven Belastung werden, wenn diese nicht vollständig an die Kunden  
weitergegeben werden können. Zudem können die Kostensteigerungen sowie eventuelle Energieengpässe  
zu Lieferschwierigkeiten bei den Herstellern führen und damit den Umsatz unserer Mieter nachhaltig  
belasten. Auch ist noch nicht absehbar, welche gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen die geänderte  
Corona-Politik Chinas haben wird. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten haben wir die Schadenshöhe  
und die Eintrittswahrscheinlichkeit der Markt- und Branchenrisiken unverändert auf hoch gesetzt.  
Vermietungsrisiko  
Der langfristige Erfolg des Geschäftsmodells der Deutsche EuroShop AG hängt im Besonderen von der  
Vermietung der Einzelhandelsflächen und der Erzielung stabiler bzw. wachsender Mieterträge sowie einer  
geringen Leerstandsquote ab. Aufgrund der mittel- und langfristigen Vermietung von Einzelhandelsflächen  
ist die Deutsche EuroShop AG im Vergleich zu Unternehmen anderer Branchen nicht in dem Maße direkt  
von der kurzfristigen Wirtschaftsentwicklung abhängig. Dennoch ist, insbesondere vor dem Hintergrund der  
stärkeren Konjunkturabhängigkeit des Einzelhandels, nicht auszuschließen, dass eine Veränderung der  
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einen Einfluss auf das Geschäft der Deutsche EuroShop AG haben  
könnte.  
Konjunkturelle Schwankungen haben neben den strukturellen Veränderungen im Einzelhandelsmarkt einen  
Einfluss auf Flächennachfrage, Miethöhe und Vertragskonditionen. Das Risiko besteht somit darin, dass  
Flächen nicht oder nicht zu einer angemessenen Miethöhe oder zu weniger vorteilhaften Konditionen,  
beispielsweise hinsichtlich Mietvertragslaufzeiten und Nebenkostenumlagen, vermietet werden können.  
Zudem kann es zu niedrigeren Umsatzmietbeteiligungen bzw. zu einer Erhöhung der Leerstandsquote  
kommen.  
In der Folge würden die Einnahmen geringer ausfallen als kalkuliert und eventuell  
Ausschüttungsreduzierungen nötig werden. Sofern die Mieteinnahmen für eine Objektgesellschaft nicht  
mehr ausreichen, um die Zins- und Tilgungsleistungen zu erfüllen, könnte dies zum Verlust des gesamten  
Objekts führen.  
Wir begegnen diesem Risiko durch Übertragung des Vermietungsmanagements an professionelle und  
marktstarke Asset Manager sowie durch eine intensive Marktbeobachtung mit einem laufenden und  
frühzeitigen Monitoring anstehender regulärer oder potenziell zu erwartender außerplanmäßiger  
Vermietungen. Darüber hinaus schließen wir, soweit marktseitig durchsetzbar, vorzugsweise mittel- und  
langfristige Mietverträge mit anteilig hohen Mindestmietenvereinbarungen ab.  
Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie beeinflussen die Flächennachfrage, Miethöhen und die  
Vertragskonditionen der anstehenden Nach- und Neuvermietungen. Auch die Dauer für eine  
Flächenneuvermietung hat sich verlängert und zu einem höheren Leerstand geführt. So stieg die  
Leerstandsquote von 2,9 % Ende 2019 auf 5,7 % Ende 2022 an.  
Aufgrund der massiven Auswirkungen der Geschäftsschließungen und Einschränkungen in den letzten drei  
Jahren auf unsere Mieter und der damit einhergehenden erhöhten pandemiebedingten Insolvenz- und  
Nachvermietungsrisiken haben wir die Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit des  
Vermietungsrisikos unverändert auf hoch gesetzt.  
Anlage II  
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Mietausfallrisiko  
Aufgrund sich verschlechternder Performance und Bonität von Mietern, ggf. auch ausgelöst durch schwere  
externe politische oder konjunkturelle Schocks sowie durch pandemiebedingte behördliche  
flächendeckende Geschäftseinschränkungen bzw. Schließungsanordnungen und damit einhergehende  
Gesetzgebungsmaßnahmen, kann es zu Mietausfällen und weiteren finanziellen Belastungen kommen.  
Das Risiko des Mietausfalls beinhaltet die vollständige Miete, die umlagefähigen Nebenkosten sowie  
etwaige Rechtsverfolgungs- und Rückbaukosten. Des Weiteren kann es bei Insolvenzen von Mietern,  
insbesondere bei Ankermietern oder Filialisten, zu einer Erhöhung der Leerstandsquote kommen.  
Mit der sorgfältigen Auswahl der Mieter, der regelmäßigen Analyse der Umsatzentwicklung und  
Außenstände der Mieter sowie dem frühzeitigen Ergreifen von Nachvermietungsmaßnahmen bei  
auftretenden Negativentwicklungen wird das Risiko minimiert. Zudem stellen die Mieter in der Regel  
entsprechende Mietsicherheiten, die einen Teil der finanziellen Belastungen beim Ausfall kompensieren  
können.  
Notwendige Wertberichtigungen werden im Einzelfall bei der Bilanzierung berücksichtigt. Diese summierten  
sich im Geschäftsjahr 2022 auf 8,1 Mio. € (i. Vj. 25,0 Mio. €). Hohe Wertberichtigungen im laufenden  
Geschäftsjahr sind in Anbetracht des deutlichen Strukturwandels im stationären Einzelhandel sowie in  
Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung, die insbesondere vom weiteren Verlauf des Ukraine-  
Krieges und der Entwicklung der Corona-Pandemie in China beeinflusst wird, nicht auszuschließen.  
Dementsprechend haben wir die Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit unverändert auf hoch  
belassen.  
Bewirtschaftungs- und Kostenrisiko  
Aufgrund der Komplexität und Änderungen in der Rechtsprechung kann es zu Korrekturen und Einsprüchen  
bei den Nebenkostenabrechnungen kommen, die zu einer Begrenzung der Weiterbelastungen an Mieter  
bzw. zu nachträglichen Rückerstattungen an die Mieter führen können. Neben dem finanziellen Schaden  
kann dies auch die Zufriedenheit der Mieter beeinflussen. Durch eine laufende Überprüfung der  
Nebenkostenabrechnung auf Basis aktueller Rechtsprechung wird dieses Risiko minimiert. Neue  
Gesetzesänderungen können auch dazu führen, dass zusätzliche Kosten rechtlich und/oder wirtschaftlich  
in Zukunft nicht vollständig auf die Mietpartner als Nebenkosten umgelegt werden können.  
Im Zusammenhang mit der Umsetzung der Anforderungen der EU-Klima-Taxonomie können sich zukünftig  
erhöhte Investitionsbedarfe ergeben. Die entsprechenden Maßnahmen werden sukzessive und im Rahmen  
der Instandhaltungszyklen für die Center individuell geprüft, bewertet und in die langfristigen Planungen für  
die Center einbezogen. Hierdurch wird eine kosteneffiziente und zeitlich verteilte Weiterentwicklung der  
Immobilien unter soweit vorhanden Einbeziehung öffentlicher Fördermittel erreicht.  
Ausgaben für Instandhaltungsmaßnahmen oder Investitionsprojekte können höher ausfallen als auf Basis  
von Erfahrungswerten geplant. Zudem können sich Abweichungen durch externe Schäden, eine  
unzutreffende Einschätzung des Instandhaltungsbedarfs oder nicht bzw. zu spät entdeckte Mängel  
ergeben.  
Risiken aus Kostenüberschreitungen bei laufenden Investitionsprojekten und Instandhaltungsmaßnahmen  
werden dadurch minimiert, dass schon in der Planungsphase für alle erkennbaren Risiken vorsorglich  
Kostenansätze in der Kalkulation berücksichtigt werden. Darüber hinaus werden größere Bauaufträge in  
der Regel an bonitätsstarke Generalunternehmen zum Festpreis vergeben. Baubegleitend wird durch die  
von uns beauftragten Unternehmen ein professionelles Projektmanagement gewährleistet.  
Kostenüberschreitungen können im Einzelfall aber grundsätzlich nicht gänzlich vermieden werden.  
Der Ukraine-Krieg hat insbesondere zu steigenden Energiekosten geführt und damit un- und -mittelbaren  
Einfluss auf das Bewirtschaftungs- und Kostenrisiko. Grundsätzlich kann ein Großteil der Nebenkosten an  
die Mieter umgelegt werden, jedoch verbleibt ein nicht unerheblicher Teil beim Vermieter, so dass sich hier  
Anlage II  
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Kostensteigerungen unmittelbar auswirken. Mittelbar können die Belastungen aus den Kostensteigerungen  
dazu führen, dass Mieter in Zahlungsschwierigkeiten geraten oder es sogar zur Beendigung von  
Mietverhältnissen kommt, mit der Folge von möglichen längeren Leerstandszeiten und eventuell  
erforderlichen Umbaumaßnahmen. Der Anteil der nicht umlegbaren Nebenkosten und erforderlichen  
Investitionen würde demnach steigen. Zur Eindämmung des Kostenrisikos aus steigenden Energiepreisen  
werden unsere Shoppingcenter energetisch überprüft und wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen, wie  
beispielsweise Photovoltaikanlagen, umgesetzt.  
Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken  
Die Zinsentwicklung wird maßgeblich von den volkswirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen  
bestimmt und ist daher für die Gesellschaft nicht vorhersehbar. Es ist nicht auszuschließen, dass eine  
Anschlussfinanzierung nur zu höheren Zinssätzen als bisher realisiert werden kann. Dies hätte einen  
negativen Effekt auf EBT und FFO.  
Zum Bilanzstichtag bestanden für die Konzernfinanzierungen langfristige Zinssicherungen. Derzeit stehen  
unmittelbar (erst wieder planmäßig im Jahr 2025) keine Neu- und Anschlussfinanzierungen an, so dass aus  
heutiger Sicht im Konzern kein Zinsänderungsrisiko erkennbar ist. Das Zinsumfeld wird laufend überwacht,  
um auf Zinsänderungen angemessen reagieren zu können. Das Zinsänderungsrisiko wird bei neuen  
Immobilienfinanzierungen weitestgehend durch Abschluss langfristiger Darlehen mit Zinsbindungsfristen  
von bis zu zehn Jahren reduziert.  
Die Deutsche EuroShop AG setzt vereinzelt derivative Finanzinstrumente im Sinne des Hedge Accounting  
von Zinsänderungsrisiken ein. Durch diese eingesetzten Zinsswapgeschäfte werden aus variablen Zinsen  
feste Zinsen. Ein Zinsswap ist ein wirksames Sicherungsgeschäft, wenn die Kapitalbeträge, Laufzeiten,  
Zinsanpassungs- bzw. Rückzahlungstermine, die Zeitpunkte für Zins- und Tilgungszahlungen sowie die  
Bemessungsgrundlage für die Festsetzung der Zinsen beim Sicherungsgeschäft und Grundgeschäft  
identisch sind und die Vertragspartei den Vertrag erfüllt. Dem Ausfallrisiko begegnet die Gesellschaft mit  
einer strengen Prüfung ihrer Vertragspartner, die gleichzeitig Kreditgeber sind. Die Zinsswaps stellen mit  
dem Grundgeschäft i. d. R. eine Bewertungseinheit im Jahresabschluss dar. Liquiditätsrisiken sowie andere  
Risiken bestehen aus den Finanzinstrumenten nicht. Ein Effektivitätstest für die beschriebenen  
Sicherungsgeschäfte wird regelmäßig durchgeführt.  
Eine Wirtschafts- und Finanzkrise, die substanziellen indirekten Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf den  
Betrieb und den Cashflow von Einzelhandelsimmobilien sowie eine deutliche Verschärfung des Online-  
Wettbewerbs oder eine weiter verschärfte Regulierung des Finanzsektors könnten dazu führen, dass sich  
die Kreditvergabepraxis der Banken in Bezug auf Kreditmargen, Finanzierungslaufzeiten und -ausläufe  
sowie Kreditauflagen deutlich verschlechtert. Dies hätte eine negative Auswirkung auf die Ertrags- und  
Finanzlage der Gesellschaft. In Extremsituationen könnte es zu einer Austrocknung des  
Finanzierungsmarktes kommen. Auch ist nicht auszuschließen, dass etwa im Zuge einer Verschlechterung  
der Ertragslage einzelner Objektgesellschaften oder einer Änderung der Kreditvergabepolitik Kreditinstitute  
nicht zur Gewährung einer Anschlussfinanzierung bereit sind. Die Deutsche EuroShop AG begegnet diesem  
Finanzierungsrisiko durch den Abschluss langfristiger Kreditverträge, die Vermeidung einer zeitlichen  
Kumulierung von Kreditfälligkeiten sowie die Einhaltung konservativer Verschuldungsquoten. Darüber  
hinaus unterhält die Gesellschaft in ihren Zielmärkten zu einer Vielzahl von Investment-, Geschäfts- und  
Hypothekenbanken langfristige Geschäftsbeziehungen, die einen bestmöglichen Kapitalmarktzugang  
ermöglichen.  
Für das 2023 auslaufende Darlehen des Konzerns in Höhe von 209 Mio. € wurde bereits 2022 eine  
Anschlussfinanzierung abgeschlossen.  
Anlage II  
Seite 31  
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Währungsrisiko  
Die Aktivitäten der Deutsche EuroShop AG finden ausschließlich im Wirtschaftsraum der Europäischen  
Union  
statt.  
Überschaubare  
Währungsrisiken  
ergeben  
sich  
bei  
den  
osteuropäischen  
Beteiligungsgesellschaften. Diese Risiken werden nicht abgesichert, da es sich um reine  
Umrechnungsvorgänge zum Bilanzstichtag handelt und insoweit damit keine Cashflow-Risiken verbunden  
sind. Das operative Währungsrisiko ist durch die Kopplung von Mieten und Darlehensverbindlichkeiten an  
den Euro weitgehend abgesichert. Ein Risiko besteht darin, dass Mieter durch einen nachhaltigen  
Kursverfall des ungarischen Forint, des polnischen Zloty oder der tschechischen Krone nicht mehr in der  
Lage sein könnten, die dann deutlich höheren fremdwährungsbasierten Mieten zu zahlen.  
Schadensrisiko  
Die Immobilien unterliegen dem Risiko der ganzen oder teilweisen Zerstörung durch externe  
Einflussfaktoren (z. B. Brand- oder Wasserschäden, Vandalismus, Terror). Es können Kosten durch die  
Instandsetzung und Mietausfälle entstehen. Diese Schäden sind durch bonitätsstarke Versicherungen  
weitestgehend abgesichert. Es ist jedoch denkbar, dass nicht für alle theoretisch möglichen Schäden  
hinreichender Versicherungsschutz besteht oder dieser Versicherungsschutz bei sich verändernden  
Bedingungen am Versicherungsmarkt zu adäquaten Konditionen nicht aufrechterhalten werden kann bzw.  
ein hinreichender Versicherungsschutz überhaupt nicht angeboten wird. Darüber hinaus können  
Versicherer ihre Leistungen verweigern oder kann eine Verschlechterung der Bonität des Versicherers zu  
möglichen Zahlungsausfällen bei der Geltendmachung von Versicherungsschäden führen.  
Zur Vermeidung von Schäden werden die Objekte zusätzlich durch Maßnahmen im Bereich Brand- und  
Einbruchschutz sowie zur Vermeidung von Vandalismus aktiv gesichert.  
Rechtliches Risiko  
Die Konzeption unseres Geschäftsmodells erfolgt auf der Basis der derzeitigen Gesetzeslage,  
Verwaltungsauffassung und Rechtsprechung, die sich jedoch jederzeit ändern können. Aufgrund der  
Corona-Pandemie haben verschiedene Gesetzgeber in Europa, darunter auch in Deutschland und Polen,  
in kurzer Frist neue Gesetze erlassen bzw. Gesetzesänderungen vorgenommen, die Mietern temporäre  
Erleichterungen bezüglich ihrer Mietzahlungsverpflichtungen in behördlich angeordneten und  
pandemiebedingten Geschäftsschließungszeiträumen bieten können. Die genaue Auslegung und Wirkung  
dieser Gesetze ist in vielen Fällen aufgrund fehlender Präzedenzfälle und -urteile noch nicht möglich.  
Aufgrund der in der Pandemiesituation geführten, regelmäßig konsensorientierten Verhandlungen mit  
unseren Mietern bezüglich einer möglichen und angemessenen Schadensbegrenzung bzw. -teilung für die  
betroffenen Zeiträume gehen wir aktuell nicht von einem erhöhten rechtlichen Risiko aus. Der Gesellschaft  
sind derzeit keine Rechtsrisiken bekannt, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage  
haben könnten.  
Personalrisiko  
Mit Blick auf die geringe Mitarbeitendenzahl der Deutsche EuroShop AG ist das Unternehmen abhängig  
von einzelnen Personen in Schlüsselpositionen. Der Abgang von Leistungsträgern würde zu einem Verlust  
von Know-how führen, und die Ersatzrekrutierung und Einarbeitung neuer Mitarbeitender könnte das  
Tagesgeschäft temporär beeinträchtigen. Durch Vertretungsregelungen und die Dokumentation von  
wesentlichen Arbeitsprozessen werden diese Beeinträchtigungen minimal gehalten.  
IT-Risiko  
Das Informationssystem der Deutsche EuroShop AG basiert auf einer zentral gesteuerten Netzwerklösung.  
Die Wartung und Pflege des Systems erfolgt durch ein externes Dienstleistungsunternehmen. Mitarbeiter  
und das externe Dienstleistungsunternehmen erhalten über detaillierte Zugriffsregelungen ausschließlich  
Zugriff auf die für ihre Arbeit notwendigen Systeme. Ein Virenschutzkonzept und die permanente  
Anlage II  
Seite 32  
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Überwachung des Datenverkehrs hinsichtlich versteckter und gefährlicher Inhalte sollen gegen Angriffe von  
außen schützen. Eine Sicherung aller betriebsrelevanten Daten erfolgt täglich durch eine Fernsicherung  
und regelmäßig auf mehreren Speichermedien. Im Falle eines Ausfalls der Hard- oder Software auf  
unserem System sind alle Daten kurzfristig reproduzierbar.  
CHANCENBERICHT  
Die Deutsche EuroShop AG ist Teil eines sich dynamisch und strukturell wandelnden  
Einzelhandelsmarktes. Während der stationäre Einzelhandel sich aktuell den Herausforderungen des stark  
wachsenden Onlinehandels stellt und viele Transformationsprozesse verstärkt aktiv angestoßen werden,  
verschwimmen die starren Grenzen zwischen der On- und Offline-Handelswelt weiter. Die Corona-  
Pandemie hat dabei den Handlungsdruck und die erforderliche Umsetzungsgeschwindigkeit deutlich  
erhöht. Auch war vor der Pandemie ein Trend sichtbar, dass reine Onlinehändler zunehmend Shops und  
Filialnetze eröffnen bzw. sich durch Akquisitionen oder Kooperationen Zugriff auf stationäre  
Einzelhandelsketten und deren Filialnetz verschaffen. Hinter dieser Entwicklung steht die  
Erwartungshaltung von Kunden, alle Produkte je nach Situation on- oder offline kaufen zu können. Viele  
Einzelhändler mussten erkennen, dass sie nur mit einem Omnichannel-Vertriebsansatz während der  
Schließungsphase in der Lage waren, Umsätze generieren zu können, zumal dieser Vertriebsansatz neue  
Möglichkeiten in den Bereichen Kundenansprache und  
-service eröffnet und damit  
Umsatzwachstumspotenzial bietet. Bei der Transformation des Einzelhandels zu einem weitgehend  
integrierten Omnichannel-Vertrieb spielen attraktive stationäre Einzelhandelsflächen und damit auch  
Shoppingcenter weiter eine wichtige Rolle. Die für viele Segmente schnelle und relativ deutliche Erholung  
der Kundenfrequenzen und Mieterumsätze nach Wiedereröffnung der Geschäfte nach den Lockdowns  
belegt dies. Darüber hinaus bieten sich stationäre Flächen zunehmend auch als lokale Logistik-Hubs für  
einen schnellen und kosteneffizienten Lieferservice an.  
Aufgrund der Ansiedelung unserer Shoppingcenter in erstklassigen Lagen, einer breiten  
Branchendiversifikation innerhalb der Center, der zunehmenden Anbindung der Shoppingcenter an den  
Onlinehandel über die Digital Mall sowie der konzeptionellen Anpassungen zur Betonung des Freizeit-,  
Erlebnis- und Treffpunktcharakters und der zunehmenden komplementären Bedeutung von Shop-Flächen  
für den Onlinehandel sehen wir auch in der aktuell noch einmal beschleunigten Phase der  
Strukturänderungen Chancen, weiterhin Geschäftserfolge erzielen zu können.  
Durch die Anfang 2023 vollzogene Portfoliooptimierung durch den Ankauf weiterer Minderheitenanteile  
(Näheres siehe „Nachtragsbericht“) sehen wir Chancen, die Erträge der Gesellschaft langfristig zu steigern,  
die Agilität des Unternehmens zu erhöhen sowie einen besseren Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten  
am Kapitalmarkt zu erreichen. Zusätzliche attraktive Finanzierungsmöglichkeiten können insbesondere in  
einem Marktumfeld steigender Zinsen und tendenziell strengerer Kreditauflagen zu positiven Effekten auf  
EBT und FFO führen.  
Die Deutsche EuroShop AG hat darüber hinaus Chancen, im Rahmen der klar definierten und selektiven  
Investitionsstrategie durch den Ankauf von oder die Beteiligung an weiteren Shoppingcentern zu wachsen.  
Dies hätte einen positiven Effekt auf die Ertragslage. Darüber hinaus kann ein weiteres externes Wachstum  
den Diversifikationseffekt im Beteiligungsportfolio erhöhen. Aufgrund der hohen Flexibilität bei der  
Umsetzung von Akquisitions- und Beteiligungsstrukturen, der guten Reputation bei Banken und als  
verlässlicher Partner am Immobilienmarkt ist die Gesellschaft gut positioniert, um auch in Zukunft  
opportunistisch am Transaktionsmarkt agieren zu können.  
Anlage II  
Seite 33  
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BERICHT DES VORSTANDS ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU  
VERBUNDENEN UNTERNEHMEN  
Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen  
erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: „Ich erkläre, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über  
die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und anderen Maßnahmen  
nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen  
oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene  
Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht  
benachteiligt worden ist.“  
ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN  
Die Aktien der Deutsche EuroShop werden unter anderem an der Börse in Frankfurt am Main gehandelt.  
Sie befanden sich am 31. Dezember 2022 zu 84,38 % im Besitz der Hercules BidCo GmbH, die aufgrund  
von Stimmbindungsvereinbarungen u.a. Alexander Otto (i. Vj. 20,03 %) zuzurechnen sind. Im Hinblick auf  
die Angaben zu direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten,  
verweisen wir auf den Anhang und den Konzernanhang.  
Das Grundkapital beträgt zum 31. Dezember 2022 61.783.594 und ist in 61.783.594 nennwertlose  
Namensaktien (Stückaktien) eingeteilt. Der rechnerische Anteil einer Aktie am Grundkapital beträgt 1,00 .  
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sind in den §§ 84, 85 AktG und § 7 der  
Satzung geregelt. Gemäß § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen;  
im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Anzahl der Vorstandsmitglieder. Die Änderung der Satzung erfolgt  
nach §§ 179, 133 AktG sowie § 13 der Satzung. Nach § 13 Nr. 4 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt,  
Änderungen und Ergänzungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen.  
Gemäß § 5 der Satzung war der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital  
bis zum 27. Juni 2022 einmal oder mehrfach um insgesamt bis zu 11.680.999 € durch Ausgabe von neuen,  
auf den Namen lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage (Genehmigtes  
Kapital 2017) zu erhöhen. Bis zum Auslaufen des genehmigten Kapitals 2017 wurde von dieser  
Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.  
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2022 wurde der Vorstand ermächtigt, mit  
Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 29. Juni 2027 einmal oder mehrfach um insgesamt  
bis zu 18.535.078 € durch Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden nennwertlosen Stückaktien  
gegen Bar- und/oder Sacheinlage (Genehmigtes Kapital 2022) zu erhöhen. Bis zum 31. Dezember 2022  
wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht. Hinsichtlich der Inanspruchnahme des  
genehmigten Kapitals Anfang 2023 verweisen wir auf den Abschnitt „Nachtragsbericht“.  
Darüber hinaus wurde der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2018 ermächtigt,  
eigene Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des bei Wirksamwerden oder sollte  
dieses geringer sein des bei Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals bis zum 27. Juni  
2023 zu erwerben. Bis zum 31. Dezember 2022 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.  
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juni 2021 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung  
des Aufsichtsrats bis zum 17. Juni 2026 einmalig oder mehrmals Wandelschuldverschreibungen im  
Gesamtnennbetrag von bis zu 200 Mio. € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren zu begeben und  
den Inhabern der jeweiligen, unter sich gleichberechtigten Teilschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf  
neue Stückaktien der Gesellschaft in einer Gesamtzahl von bis zu 10.000.000 Stück (10,0 Mio. €) nach  
näherer Maßgabe der Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen („Anleihebedingungen“) zu  
gewähren (Bedingtes Kapital 2021). Die Wandelschuldverschreibungen können auch mit einer variablen  
Anlage II  
Seite 34  
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Verzinsung ausgestattet werden, wobei die Verzinsung wie bei einer Gewinnschuldverschreibung  
vollständig oder teilweise von der Höhe der Dividende der Gesellschaft abhängig sein kann. Bis zum 31.  
Dezember 2022 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.  
Mit zwei Mitarbeitern wurde eine sogenannte Change-of-Control-Regelung vereinbart. Danach haben sie  
ab dem Zeitpunkt des Wirksamwerdens eines Kontrollwechsels für zwölf Monate ein  
Sonderkündigungsrecht mit einer Frist von einem Monat zum Quartalsende, soweit ihnen die Gesellschaft  
mitgeteilt hat, dass sie in ihren derzeitigen Positionen nicht mehr eingesetzt werden.  
Ein Change of Control liegt vor, wenn die Deutsche EuroShop AG mit einer anderen Gesellschaft fusioniert,  
ein öffentliches Übernahmeangebot nach dem Deutschen Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz  
(WpÜG) abgegeben und von den Aktionären mehrheitlich angenommen wurde, eine Eingliederung in einen  
neuen Unternehmensverbund erfolgt oder ein Going Private inklusive Delisting vollzogen wird.  
Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses erhalten diese Mitarbeiter in diesem Falle eine Einmalzahlung in  
Höhe von drei Bruttomonatsgehältern multipliziert mit der Anzahl der Jahre der Betriebszugehörigkeit,  
maximal jedoch begrenzt auf 24 Bruttomonatsgehälter.  
Im Übrigen gibt es derzeit im Deutsche-EuroShop-Konzern keine Entschädigungsvereinbarungen mit  
Mitgliedern des Vorstands oder weiteren Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels.  
Die wesentlichen Vereinbarungen der Deutsche EuroShop AG, die eine Klausel für den Fall einer  
Übernahme (Change of Control) der Deutsche EuroShop AG enthalten, betreffen hauptsächlich bilaterale  
Kreditfazilitäten sowie mehrere Darlehensverträge. Im Übernahmefall haben die jeweiligen Kreditgeber das  
Recht, die Fazilität zu kündigen und gegebenenfalls fällig zu stellen bzw. die Rückzahlung der Darlehen zu  
verlangen. Dabei wird eine Übernahme angenommen, wenn ein Dritter die Kontrolle über die Deutsche  
EuroShop AG erlangt; dies kann auch eine gemeinschaftlich handelnde Gruppe sein.  
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (§ 289F, § 315D  
HGB)  
Die zusammengefasste Erklärung gemäß § 289f, § 315d HGB über die Unternehmensführung und zum  
Corporate Governance Kodex ist auf der Website der Deutsche EuroShop veröffentlicht unter  
www.deutsche-euroshop.de/EZU  
Anlage II  
Seite 35  
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BERICHTERSTATTUNG ZUM JAHRESABSCHLUSS DER  
DEUTSCHE EUROSHOP AG  
Die Deutsche EuroShop AG ist als konzernführende Gesellschaft verantwortlich für die Bereiche  
Unternehmensstrategie, Portfolio- und Risikomanagement, Finanzierung und Kommunikation. Als  
Holdinggesellschaft hängt die wirtschaftliche Entwicklung der Deutsche EuroShop AG hauptsächlich vom  
Geschäftsverlauf der operativen Gesellschaften des Konzerns ab. Zudem partizipiert und teilt die Deutsche  
EuroShop AG unmittelbar die Chancen und Risiken der Konzerngesellschaften. Wir verweisen daher hierzu  
auf die Berichterstattung des Konzerns in den Abschnitten „Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene  
Rahmenbedingungen“, „Geschäftsverlauf und Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns“,  
„Risikobericht“ und „Chancenbericht“ in diesem zusammengefassten Lagebericht.  
Der Jahresabschluss der Deutsche EuroShop AG wurde nach den Regeln des deutschen  
Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung des Aktiengesetzes aufgestellt, während der  
Konzernabschluss nach den Regelungen der IFRS aufgestellt wurde.  
Ertragslage der Deutsche EuroShop AG (HGB)  
Veränderung  
01.01.-  
01.01.-  
in T€  
31.12.2022  
31.12.2021  
+/-  
in %  
Sonstige betriebliche Erträge  
459  
3.829  
-3.370  
-88%  
Personalaufwand  
-4.277  
-1.997  
-2.280  
-114%  
Abschreibungen und sonstige betriebliche  
Aufwendungen  
-13.489  
-4.658  
-8.831  
-190%  
Beteiligungserträge  
46.700  
41.533  
5.167  
12%  
Finanzergebnis  
-9.194  
-3.931  
-5.263  
-134%  
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
1.011  
-4.069  
5.080  
125%  
Jahresüberschuss  
21.210  
30.707  
-9.497  
-31%  
Gewinnvortrag  
35  
41.312  
-41.277  
Ertrag aus der Kapitalherabsetzung  
723.034  
0
723.034  
Auflösung und Einstellung in andere Gewinnrücklagen  
-53.118  
-10.200  
-42.918  
Bilanzgewinn  
691.161  
61.819  
629.342  
Das Geschäftsjahr 2022 der Deutsche EuroShop AG war auf der einen Seite durch die Verbesserung der  
Beteiligungsergebnisse geprägt, die im Vorjahr noch wesentlich durch die Auswirkungen der Corona-  
Pandemie beeinflusst waren, auf der anderen Seite war es jedoch mit deutlich höheren sonstigen  
betrieblichen Aufwendungen und der Wertberichtigung des Beteiligungsansatzes an der Saarpark Center  
Neunkirchen KG belastet. Dies begründet auch, warum das erwartete Ergebnis vor Steuern (28,0 Mio. € bis  
34,0 Mio. €) mit 20,2 Mio. € nicht erreicht wurde. Das Vorjahr profitierte zudem von einmaligen Erträgen,  
denen keine entsprechenden Erträge im Geschäftsjahr gegenüberstehen, so dass sich das Ergebnis vor  
Steuern von 34,8 Mio. € um 14,6 Mio. € auf 20,2 Mio. € reduzierte.  
Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge ist durch eine im Vorjahr erfolgte Zuschreibung des  
Beteiligungsansatzes an der Saarpark Center Neunkirchen KG (1,6 Mio. €) sowie durch die im Vorjahr  
enthaltene Corona-Beihilfe in Höhe von 2,0 Mio. € begründet. Die Corona-Beihilfe wurde durch die  
Deutsche EuroShop AG für sich und ihre verbundenen deutschen Unternehmen beantragt und sieht eine  
anteilige Fixkostenerstattung vor. Die Weiterreichung des Anteils der Beihilfe, der den verbundenen  
Unternehmen zuzurechnen ist, wurde in Höhe von 1,8 Mio. € in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen  
des Vorjahres erfasst.  
Anlage II  
Seite 36  
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Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Mio. € erhöht.  
Maßgeblich hierfür waren Aufwendungen im Zusammenhang mit der Mitte 2022 vollzogenen Übernahme  
der Mehrheit der Anteile an der Deutsche EuroShop AG durch das Bieterkonsortium aus Oaktree Capital  
Management und CURA Vermögensverwaltung, die Vorbereitung der Anfang 2023 durchgeführten  
Kapitalmaßnahme und des Erwerbs weiterer Anteile an Shoppingcenterbeteiligungen sowie die  
Neubesetzung des Vorstandes.  
Wesentliche Ertragskomponente der Gesellschaft sind die Beteiligungserträge von 46,7 Mio. € (i. Vj. 41,5  
Mio. €), die um 5,2 Mio. € über dem Vorjahr und oberhalb der Prognose des Vorjahres (36 Mio. € bis 42  
Mio. €) lagen. Das Ergebnis der Beteiligungen hat sich insbesondere aufgrund der Reduzierung der  
erforderlichen Wertberichtigungen auf Forderungen verbessert, die für 2022 höher erwartet wurden.  
Gegenläufig haben sich geplante und nachgeholte Instandhaltungsmaßnahmen ergebnismindernd in  
einzelnen Beteiligungen ausgewirkt.  
Das Finanzergebnis ist durch die Wertberichtigung der Beteiligung an der Saarpark Center Neunkirchen  
KG in Höhe von 5,3 Mio. € belastet, die auf Basis eines externen Bewertungsgutachtens für die Beteiligung  
vorgenommen wurde.  
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen 1,0 Mio. € gegenüber einem Aufwand von 4,1 Mio.  
€ im Vorjahr. Hiervon entfielen 1,5 Mio. € auf die Auflösung von passiven latenten Steuern (i. Vj. Erhöhung  
um 3,6 Mio. €) sowie 0,5 Mio. € (i. Vj. 0,5 Mio. €) auf zu zahlende Steuern.  
Vermögenslage der Deutsche EuroShop AG (HGB)  
Veränderung  
in T€  
31.12.2022  
31.12.2021  
+/-  
Finanzanlagen  
1.099.246  
1.159.112  
-59.866  
Übriges Anlagevermögen  
69  
104  
-35  
Forderungen und übrige Vermögenswerte  
849  
3.439  
-2.590  
Kasse und Bankguthaben  
139.518  
119.069  
20.449  
Aktiva  
1.239.682  
1.281.724  
-42.042  
Eigenkapital  
1.049.438  
1.090.010  
-40.572  
Rückstellungen  
3.069  
1.966  
1.103  
Verbindlichkeiten  
104.156  
105.201  
-1.045  
Passive latente Steuern  
83.019  
84.547  
-1.528  
Passiva  
1.239.682  
1.281.724  
-42.042  
Der Rückgang der Finanzanlagen resultierte aus den im Geschäftsjahr 2022 getätigten Entnahmen aus den  
Beteiligungsgesellschaften, gemindert um die anteiligen handelsrechtlichen Jahresüberschüsse.  
Die Eigenkapitalquote der Deutsche EuroShop AG lag nahezu unverändert bei 84,7 % und damit weiterhin  
auf einem sehr soliden und hohen Niveau.  
Anlage II  
Seite 37  
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Finanzlage der Deutsche EuroShop AG (HGB)  
01.01.-  
01.01.-  
in T€  
31.12.2022  
31.12.2021  
Jahresüberschuss  
21.210  
30.707  
Ergebnisneutrale Liquiditätsausschüttungen  
der Beteiligungsgesellschaften  
55.773  
11.414  
Nicht liquiditätswirksame Bewertung von Beteiligungen  
5.324  
-1.637  
Auflösung/Zuführung latente Ertragsteuern  
-1.528  
3.557  
1. Free Cashflow aus operativer Tätigkeit  
80.779  
44.041  
2. Auszahlungen für Neuinvestments  
0
0
3. Einzahlungen aus Eigenmitteln  
0
0
Ein-/Auszahlungen aus Bankdarlehen  
-1.988  
-1.799  
4. Ein-/Auszahlungen aus Finanzierungstätigkeit  
-1.988  
-1.799  
5. Sonstige cash-wirksame Bilanzveränderungen  
3.442  
87  
6. Dividende für das Vorjahr  
-61.784  
-2.471  
Liquiditätsbestand Jahresanfang  
119.069  
79.211  
Zahlungswirksame Veränderungen des Liquiditätsbestandes  
(Zwischensumme 1.- 6.)  
20.449  
39.858  
Liquiditätsbestand Jahresende  
139.518  
119.069  
Der Free Cashflow aus operativer Tätigkeit in Höhe von 80,8 Mio. € hat sich im Vergleich zum Vorjahr  
(44,0 Mio. €) deutlich erhöht. Hier wirkten sich die im Vorjahr geringeren Ergebnisse der Beteiligungen und  
der teilweise Verzicht auf Ausschüttungen zur Stärkung der Liquidität in den Beteiligungen aus. Für das  
abgelaufene Geschäftsjahr ergab sich eine Rendite auf das eingezahlte Eigenkapital in Höhe von 1.369,0  
Mio. € von 5,9 % gegenüber 3,2 % im Vorjahr. Der Free Cashflow je Aktie erhöhte sich von 0,71 € auf  
1,31 €.  
Die Auszahlungen aus Finanzierungstätigkeit resultieren aus planmäßigen Tilgungen der langfristigen  
Bankdarlehen.  
Unter Berücksichtigung der zahlungswirksamen Veränderungen des Nettoumlaufvermögens ergab sich ein  
Liquiditätsendbestand von 139,5 Mio. €.  
Prognose der Deutsche EuroShop AG (HGB)  
Bei der Prognose für das Geschäftsjahr 2023 ist die Anfang 2023 erfolgte Aufstockung von Anteilen an  
sechs Shoppingcentergesellschaften berücksichtigt worden (Näheres siehe „Nachtragsbericht“). Das  
Management erwartet, dass sich die wesentlichen Leistungsindikatoren stabil wie folgt entwickeln:  
Beteiligungserträge von 45 Mio. € bis 51 Mio. € und damit auf dem Niveau von 2022 (46,7 Mio. €) sowie ein  
Ergebnis vor Steuern zwischen 36 Mio. € und 42 Mio. €, welches damit leicht über dem Wert von 2022  
liegen wird.  
Hamburg, 31. März 2023  
Anlage II  
Seite 38  
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Zukunftsbezogene Aussagen  
Dieser zusammengefasste Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf Einschätzungen künftiger Entwicklungen seitens  
des Vorstands basieren. Die Aussagen und Prognosen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur  
Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Aussagen und Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht  
eintreffen, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen.  
Rundungen und Veränderungsraten  
Bei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der  
Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit Plus (+) bezeichnet,  
Verschlechterungen mit Minus (-).  
Anlage II  
Seite 39  
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DEUTSCHE EUROSHOP AG  
KONZERNABSCHLUSS 2022  
Inhalt  
Konzernbilanz....................................................................................................................................................................3  
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung............................................................................................................................4  
Konzern-Gesamtergebnisrechnung ..................................................................................................................................5  
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung...................................................................................................................6  
Konzern-Kapitalflussrechnung ..........................................................................................................................................7  
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022 ....................................................................................................................8  
Grundlagen des Konzernabschlusses...........................................................................................................................8  
1.  
Allgemeine Angaben .........................................................................................................................................8  
2.  
Konsolidierungskreis .........................................................................................................................................9  
3.  
Konsolidierungsgrundsätze.............................................................................................................................11  
4.  
Neue Rechnungslegungsstandards und Ausweisänderungen .......................................................................12  
5.  
Währungsumrechnung....................................................................................................................................12  
6.  
Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden..................................................................................13  
Erläuterungen zur Konzernbilanz ................................................................................................................................19  
7.  
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ...........................................................................................19  
8.  
Investment Properties .....................................................................................................................................19  
9.  
Nach at-equity bilanzierte Finanzanlagen.......................................................................................................22  
10. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen...............................................................................................24  
11. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte ...........................................................................................................24  
12. Liquide Mittel ...................................................................................................................................................25  
13. Eigenkapital und Rücklagen............................................................................................................................25  
14. Langfristige und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten .....................................................................................26  
15. Sonstige langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten..................................................................................27  
16. Passive latente Steuern ..................................................................................................................................28  
17. Abfindungsansprüche von Kommanditisten....................................................................................................29  
18. Sonstige Rückstellungen.................................................................................................................................29  
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ........................................................................................30  
Anlage I  
Seite 1  
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19. Umsatzerlöse ..................................................................................................................................................30  
20. Grundstücksbetriebskosten.............................................................................................................................30  
21. Grundstücksverwaltungskosten ......................................................................................................................31  
22. Wertberichtigungen und Abgänge finanzieller Vermögenswerte....................................................................31  
23. Sonstige betriebliche Erträge..........................................................................................................................31  
24. Sonstige betriebliche Aufwendungen..............................................................................................................31  
25. Gewinn- oder Verlustanteile von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach at-  
equity bilanziert werden ...........................................................................................................................................32  
26. Bewertungsergebnis .......................................................................................................................................32  
27. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ......................................................................................................32  
28. Ergebnis je Aktie .............................................................................................................................................33  
Segmentberichterstattung ...........................................................................................................................................33  
Sonstige Angaben .......................................................................................................................................................35  
29. Finanzinstrumente und Risikomanagement....................................................................................................35  
30. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung ..........................................................................................38  
31. Sonstige finanzielle Verpflichtungen ...............................................................................................................38  
32. Anzahl der Mitarbeitenden ..............................................................................................................................38  
33. Honorar des Abschlussprüfers........................................................................................................................38  
34. Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex ..........................................................................38  
35. Nahestehende Personen nach IAS 24............................................................................................................38  
36. Stimmrechtsmitteilungen.................................................................................................................................39  
37. Aufsichtsrat und Vorstand...............................................................................................................................41  
38. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ...............................................................................................................44  
Angaben zum Beteiligungsbesitz ................................................................................................................................45  
Anlage I  
Seite 2  
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DEUTSCHE EUROSHOP AG, HAMBURG  
KONZERNBILANZ  
Aktiva in T€  
Anhang  
31.12.2022  
31.12.2021  
Passiva in T€  
Anhang  
31.12.2022  
31.12.2021  
VERMÖGENSWERTE  
EIGENKAPITAL UND SCHULDPOSTEN  
Langfristige Vermögenswerte  
Eigenkapital und Rücklagen  
Immaterielle Vermögenswerte  
7.  
51.748
51.751
Gezeichnetes Kapital  
61.784
61.784
Sachanlagen  
7.  
436
244
Kapitalrücklage  
494.526
1.217.560
Investment Properties  
8.  
3.329.995
3.393.554
Gewinnrücklagen  
1.479.927
783.522
Nach at-equity bilanzierte Finanzanlagen  
9.  
443.069
455.341
Summe Eigenkapital  
13.  
2.036.237
2.062.866
Langfristige Vermögenswerte  
3.825.248
3.900.890
Langfristige Verpflichtungen  
Kurzfristige Vermögenswerte  
Finanzverbindlichkeiten  
14.  
1.464.917
1.264.748
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
10.  
16.991
22.763
Passive latente Steuern  
16.  
334.404
333.037
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte  
11.  
30.924
26.298
Abfindungsansprüche von Kommanditisten  
17.  
307.130
314.914
Liquide Mittel  
12.  
334.943
328.839
Sonstige Verbindlichkeiten  
15.  
6.333
23.995
Kurzfristige Vermögenswerte  
382.858
377.900
Langfristige Verpflichtungen  
2.112.784
1.936.694
Kurzfristige Verpflichtungen  
Finanzverbindlichkeiten  
14.  
14.334
237.366
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
15.  
8.067
5.345
Steuerverbindlichkeiten  
15.  
474
196
Sonstige Rückstellungen  
18.  
11.267
10.120
Sonstige Verbindlichkeiten  
15.  
24.943
26.203
Kurzfristige Verpflichtungen  
59.085
279.230
Summe Aktiva  
4.208.106
4.278.790
Summe Passiva  
4.208.106
4.278.790
Anlage I  
Seite 3  
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DEUTSCHE EUROSHOP AG, HAMBURG  
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG  
in T€  
Anhang  
01.01.-31.12.2022  
01.01.-31.12.2021  
Umsatzerlöse  
19.  
212.811
211.752
Grundstücksbetriebskosten  
20.  
-26.652
-23.076
Grundstücksverwaltungskosten  
21.  
-10.561
-9.471
Wertberichtigungen und Abgänge finanzieller  
Vermögenswerte  
10., 22.  
-8.130
-25.029
Nettobetriebsergebnis (NOI)  
167.468
154.176
Sonstige betriebliche Erträge  
23.  
5.504
6.265
Sonstige betriebliche Aufwendungen  
24.  
-20.540
-7.940
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)  
152.432
152.501
Gewinn- oder Verlustanteile von assoziierten  
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen,  
die nach at-equity bilanziert werden  
9., 25.  
12.926
29.612
Zinsaufwendungen  
-36.107
-39.188
Kommanditisten zustehende Ergebnisanteile  
17.  
-15.954
-13.408
Zinserträge  
272
7
Finanzergebnis  
-38.863
-22.977
Bewertungsergebnis  
26.  
-89.746
-58.821
Ergebnis vor Steuern (EBT)  
23.823
70.703
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
27.  
-2.466
-10.758
Konzernergebnis  
21.357
59.945
Ergebnis je Aktie (€), unverwässert und verwässert  
28.  
0,35
0,97
Anlage I  
Seite 4  
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DEUTSCHE EUROSHOP AG, HAMBURG  
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG  
in T€  
Anhang  
01.01.-31.12.2022  
01.01.-31.12.2021  
Konzernergebnis  
21.357
59.945
Posten, die unter bestimmten Bedingungen  
zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung  
umgegliedert werden:  
Effektiver Teil der Gewinne und Verluste aus  
Sicherungsinstrumenten bei einer Absicherung  
von Zahlungsströmen  
13.  
17.761
2.740
Latente Steuern auf direkt mit dem Eigen-  
kapital verrechnete Wertänderungen  
13.  
-3.963
-594
Summe des direkt im Eigenkapital  
erfassten Ergebnisses  
13.798
2.146
Gesamtergebnis  
35.155
62.091
Anteil Konzernaktionäre  
35.155
62.091
Anlage I  
Seite 5  
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DEUTSCHE EUROSHOP AG, HAMBURG  
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG  
Anzahl  
Andere  
Gesetzliche  
Gewinnrücklage  
Aktien  
Gezeichnetes  
Kapital-  
Gewinn-  
Gewinn-  
Cashflow  
in T€  
Anhang  
im Umlauf  
Kapital  
rücklage  
rücklagen  
rücklage  
Hedges  
Summe  
01.01.2021  
61.783.594  
61.784
1.217.560
742.183
2.000
-20.281
2.003.246
Gesamtergebnis  
0
0
59.945
0
2.146
62.091
Dividendenauszahlungen  
13.  
0
0
-2.471
0
0
-2.471
31.12.2021  
61.783.594  
61.784
1.217.560
799.657
2.000
-18.135
2.062.866
01.01.2022  
61.783.594  
61.784
1.217.560
799.657
2.000
-18.135
2.062.866
Gesamtergebnis  
0
0
21.357
0
13.798
35.155
Kapitalerhöhung  
13.  
723.034.380  
723.034
-723.034
0
0
0
-723.034
Kapitalherabsetzung  
13.  
-723.034.380  
-723.034
0
723.034
0
0
723.034
Dividendenauszahlungen  
13.  
0
0
-61.784
0
0
-61.784
31.12.2022  
61.783.594  
61.784
494.526
1.482.264
2.000
-4.337
2.036.237
Anlage I  
Seite 6  
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DEUTSCHE EUROSHOP AG, HAMBURG  
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG  
01.01.-  
01.01.-  
in T€  
Anhang  
31.12.2022  
31.12.2021  
Konzernergebnis  
21.357
59.945
Ertragsteuern  
26.  
2.466
10.758
Finanzergebnis  
38.863
22.977
Abschreibungen auf abnutzbare immaterielle  
Vermögenswerte und Sachanlagen  
23.  
155
171
Unrealisierte Marktwertveränderungen der Investment  
Properties und sonstiges Bewertungsergebnis  
25.  
89.746
58.821
Erhaltene Ausschüttungen und Kapitalrückzahlungen  
9.  
25.198
18.788
Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und  
Leistungen und sonstige Vermögenswerte  
10., 11.  
827
-11.500
Veränderungen kurzfristiger Rückstellungen  
18.  
1.147
1.807
Veränderungen der Verbindlichkeiten  
15.  
1.326
10.901
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit  
181.085
172.668
Gezahlte Zinsen  
-36.269
-38.922
Erhaltene Zinsen  
272
7
Gezahlte Ertragsteuern  
26.  
-4.463
-3.487
Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit  
140.625
130.266
Investitionen in Investment Properties  
8.  
-39.483
-18.732
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und  
Sachanlagen  
-15
-59
Cashflow aus Investitionstätigkeit  
-39.498
-18.791
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten  
14., 28.  
2.749
6.678
Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten  
14.  
-25.450
-46.258
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten  
15.  
-96
-98
Auszahlungen an Kommanditisten  
17.  
-10.442
-6.517
Auszahlungen an Konzernaktionäre  
13.  
-61.784
-2.471
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit  
-95.023
-48.666
Veränderungen des Finanzmittelbestandes  
6.104
62.809
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode  
12.  
328.839
266.030
Finanzmittelbestand am Ende der Periode  
12.  
334.943
328.839
Anlage I  
Seite 7  
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DEUTSCHE EUROSHOP AG, HAMBURG  
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022  
GRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES  
1. Allgemeine Angaben  
Die Muttergesellschaft des Konzerns ist die Deutsche EuroShop AG , Hamburg , Deutschland . Der Sitz der   Gesellschaft befindet sich im Heegbarg 36, 22391 Hamburg . Die Gesellschaft ist im Handelsregister  Hamburg (HRB 91799) eingetragen.  
Die Deutsche EuroShop AG konzentriert sich auf den Erwerb, die Verwaltung, Nutzung und Verwertung   von Beteiligungen aller Art, insbesondere von Beteiligungen an Einzelhandelsimmobilien.  
Der Konzernabschluss der Deutsche EuroShop AG wurde in Übereinstimmung mit den International   Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) einschließlich  der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee zu den IFRS (IFRIC)  und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Es  wurden alle IFRS und IFRIC beachtet, die zum 31. Dezember 2022 von der EU-Kommission übernommen  wurden und verpflichtend anzuwenden sind. Der Vorstand hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember  2022 am 31. März 2023 aufgestellt und anschließend zur Prüfung und Billigung an den Aufsichtsrat  weitergeleitet.  
Der Konzernabschluss umfasst neben der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und   der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als weitere Bestandteile die Konzern-Eigenkapitalveränderungs-  rechnung, die Konzern-Kapitalflussrechnung und den Konzernanhang.  
Die Darstellung der Beträge erfolgt grundsätzlich in T€.  
Für die Erstellung des Konzernabschlusses müssen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen   werden. Diese haben Einfluss auf die angegebenen Beträge für Vermögenswerte, Schulden und  Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis der Erträge und Aufwendungen des  Berichtszeitraums. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.  Bei der Bewertung der Investment Properties stellen insbesondere die erwarteten Zahlungsströme und der  Diskontierungsfaktor wesentliche Bewertungsparameter dar (Näheres siehe Erläuterungen in Abschnitt 8.  Investment Properties“).  
Eine detaillierte Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist Bestandteil des   Anhangs.  
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses, den   31. Dezember 2022, erstellt.  
Anlage I  
Seite 8  
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2. Konsolidierungskreis  
Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.  
Stand 01.01./31.12.2022 Inland 1 Ausland 1 Gesamt
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen 11 4 15
Nach der at-equity-Methode einbezogene
Gemeinschaftsunternehmen 4 3 7
Nach der at-equity-Methode einbezogene
assoziierte Unternehmen 0 1 1
1 Die Zuordnung der Gesellschaften erfolgt gemäß der Segmentzuordnung anhand des Standortes des jeweiligen   Shoppingcenters, welcher vom gesellschaftsrechtlichen Sitz der Gesellschaft abweichen kann.  
Tochterunternehmen  
Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss des Mutterunternehmens und der von ihr beherrschten   Unternehmen. Die Deutsche EuroShop AG erlangt die Beherrschung, wenn sie:  
-
Verfügungsmacht über ein anderes Unternehmen ausüben kann,  
-
schwankenden Renditen/Rückflüssen aus dieser Beteiligung ausgesetzt ist und  
-
diese Renditen aufgrund der Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann.  
Zu jedem Stichtag wird eine Neubeurteilung vorgenommen, ob ein Beteiligungsunternehmen beherrscht   wird oder nicht, je nachdem, ob Umstände darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der Kriterien  verändert haben.  
Finanzinformationen zu Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen  
Der Konzern ist mit 52,01 % an der Main-Taunus-Zentrum KG, Hamburg, beteiligt und übt einen   beherrschenden Einfluss auf die Gesellschaft aus. Die übrigen Anteile von 47,99 % befinden sich in  Streubesitz. Die Gesellschaft wies am Bilanzstichtag langfristige Vermögenswerte in Höhe von 677.817 T€  (i. Vj. 693.992 T€) und kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 39.308 T€ (i. Vj. 37.235 T€) aus. Die  langfristigen Schuldposten betrugen 209.412 T€ (i. Vj. 209.412 T€), die kurzfristigen Schuldposten beliefen  sich auf 9.868 T€ (i. Vj. 9.208 T€). Die Gesellschaft erzielte einen Umsatz in Höhe von 34.291 T€ (i. Vj.  34.442 T€) und einen Jahresüberschuss (nach den Kommanditisten zustehenden Ergebnisanteilen) in  Höhe von -22 T€ (i. Vj. 9.968 T€). An die Kommanditisten wurde im Berichtsjahr eine Ausschüttung in Höhe  von 7.443 T€ (i. Vj. 3.215 T€) geleistet.  
Gemeinschaftsunternehmen  
Gemeinschaftsunternehmen, bei denen die Deutsche EuroShop AG zusammen mit Dritten über die   Mehrheit der Stimmrechte verfügt, werden als Joint Venture klassifiziert und at-equity bilanziert. Die  Deutsche EuroShop AG ist mit 75 % an der Stadt-Galerie Passau KG, Hamburg, beteiligt. Aufgrund  gesellschaftsrechtlicher Vereinbarungen verfügt die Deutsche EuroShop AG nicht über die Mehrheit der  Stimmrechte und übt bei dieser Gesellschaft nicht die alleinige Kontrolle aus.  
Assoziierte Unternehmen  
Soweit die Deutsche EuroShop AG entsprechend IAS 28 auf Unternehmen einen maßgeblichen, aber   keinen beherrschenden Einfluss ausüben kann, werden diese Beteiligungen at-equity bilanziert.  
Anlage I  
Seite 9  
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Beteiligungsunternehmen  
Beteiligungen, auf die die Deutsche EuroShop AG weder einen maßgeblichen noch einen beherrschenden   Einfluss hat, werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Der  Konzern hat gemäß IFRS 9 beim erstmaligen Ansatz einer Beteiligung das unwiderrufliche Wahlrecht, die  Fair-Value-Anpassung auch über das sonstige Ergebnis zu erfassen. Zum 31. Dezember 2022 hat der  Konzern kein Beteiligungsunternehmen.  
Anteilsbesitz  
Die nach § 313 Abs. 2 HGB erforderliche Aufstellung des Beteiligungsbesitzes ist dem Konzernanhang als   Anlage beigefügt. Die Aufstellung des Beteilgungsbesitzes enthält auch eine abschließende Aufzählung  aller Tochterunternehmen, die die Bedingungen des § 264b HGB erfüllen und die Möglichkeit zur Befreiung  von bestimmten Vorschriften über die Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses bzw.  des Lageberichts in Anspruch genommen haben.  
Unternehmenserwerb nach dem Bilanzstichtag  
Am 12. Januar 2023 hat der Deutsche EuroShop Konzern sechs Kaufverträge zum Erwerb weiterer Anteile   an sechs Objektgesellschaften, an denen er mit 50 % bis 75 % bereits beteiligt war, abgeschlossen. Im  Einzelnen handelt es sich um folgende Gesellschaften:  
vor Erwerb nach
Anteil des Konzerns Erwerb 2023 Erwerb
1. Allee-Center Magdeburg KG, Hamburg 50% 50% 100%
2. Stadt-Galerie Passau KG, Hamburg 75% 25% 100%
3. Saarpark Center Neunkirchen KG, Hamburg 50% 40% 90%
4. Immobilienkommanditgesellschaft FEZ Harburg, 50% 25% 75%
Hamburg
Einkaufs-Center Galeria Baltycka G.m.b.H. & Co. KG,
5. Hamburg 74% 26% 100%
6. Forum Wetzlar KG, Hamburg 65% 35% 100%
Die Verkäufer haben sich verpflichtet, unter bestimmten Voraussetzungen und auf Anforderung der   Deutsche EuroShop AG, die aus dem Verkauf resultierende Kaufpreisforderung (inklusive aufgelaufener  Zinsen) in die Deutsche EuroShop AG gegen Gewährung neuer Aktien einzulegen. Der Gesamtkaufpreis  (inklusive aufgelaufener Zinsen) beläuft sich auf 304.070 T€ und wurde mittels einer Kapitalerhöhung  finanziert (näheres hinsichtlich der Kapitalerhöhung siehe Abschnitt 38. Ereignisse nach dem  Bilanzstichtag).  
Durch den Hinzuerwerb sind die vier zuvor als Gemeinschaftsunternehmen (Nr. 1. 4.) mittels der at-equity-   Methode in den Konzern einbezogenen Gesellschaften zukünftig als Tochterunternehmen zu  berücksichtigen. Im Rahmen des Wechsels der Konsolidierungsmethode werden die bisherigen at-equity-  Beteiligungen neu bewertet. Aus der Neubewertung resultiert 2023, insbesondere durch die  Zeitwertbewertung der Darlehen, ein Bewertungsgewinn in Höhe von 12.666 T€. Bei der erstmaligen  Einbeziehung der vier Gesellschaften als Tochterunternehmen ist den zugehenden Vermögenswerten und  Schulden die gewährte Gegenleistung gegenüberzustellen. Die dabei entstehenden Unterschiedsbeträge  wurden hinsichtlich weiterer stiller Reserven oder Lasten untersucht und anschließend in Höhe von  insgesamt 7.765 T€ im Bewertungsergebnis 2023 ergebniswirksam erfasst. In der folgenden Tabelle sind  für die vier Gesellschaften die Anfang 2023 zugehenden Vermögenswerte und Schulden sowie die  ergebniswirksamen erfassten Unterschiedsbeträge dargestellt:  
Anlage I  
Seite 10  
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Immobilienkomm
Allee-Center anditgesellschaft Stadt-Galerie Saarpark Center
Magdeburg KG, FEZ Harburg, Passau KG, Neunkirchen KG,
in T€ Hamburg Hamburg Hamburg Hamburg
Langfristige Vermögenswerte
Investment Properties 217.000 227.000 157.000 172.000
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 759 667 520 672
Liquide Mittel 5.660 4.603 3.801 5.696
Übrige kurzfristige
Vermögenswerte 898 423 261 273
Langfristige Verpflichtungen
Finanzverbindlichkeiten 0 -99.080 0 -48.158
Abfindungsansprüche von
Kommanditisten 0 -32.840 0 -12.766
Kurzfristige Verpflichtungen
Finanzverbindlichkeiten 0 -213 0 25
Übrige kurzfristige Verpflichtungen -1.342 -2.042 -690 -2.852
Summe identifizierbares
Nettovermögen zum beizulegenden
Zeitwert 222.975 98.518 160.892 114.890
Neubewerteter at-equity-Ansatz 111.488 65.679 120.669 63.828
Kaufpreis Anteile 112.769 29.440 39.435 46.203
Gegenleistung 224.257 95.119 160.104 110.031
Unterschiedsbetrag 1.282 -3.399 -788 -4.859
Aus dem Erwerb der verbleibenden Anteile an den Gesellschaften 5. und 6. resultiert ein Aufwand in Höhe   von 7.766 T€, der sich aus der Differenz zwischen den abgehenden Abfindungsansprüchen von  Kommanditisten (68.457 T€) und der gewährten Gegenleistung (76.223 T€) ergibt.  
Die Anschaffungsnebenkosten für den Erwerb der sechs weiteren Gesellschaftsanteile von rund 21 Mio. €   werden im Bewertungsergebnis 2023 erfasst und beinhalten im Wesentlichen die Grunderwerbsteuer. Eine  Veranlagung der Grunderwerbsteuer erfolgte bis zur Aufstellung dieses Abschlusses noch nicht und basiert  auf der bestmöglichen Schätzung.  
Wäre der Erwerb der weiteren Gesellschaftsanteile bereits zum 1. Januar 2022 erfolgt, hätten sich die   Umsatzerlöse des Konzerns um weitere 50.290 T€ und das Ergebnis vor Steuern (ohne  Bewertungsergebnis) um weitere 19.442 T€ erhöht.  
3. Konsolidierungsgrundsätze  
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch die Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen, neu   bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. ihrer erstmaligen  Einbeziehung. Ein sich eventuell ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wird bei Werthaltigkeit als  Geschäfts- oder Firmenwert unter den Immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Negative  Unterschiedsbeträge werden nach einer erneuten Prüfung (Reassessment) ergebniswirksam vereinnahmt.  
Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen werden at-equity bilanziert. Dabei werden die   Anschaffungskosten der Beteiligung um die dem Kapitalanteil der Deutsche EuroShop AG entsprechenden  Eigenkapitalveränderungen erfolgswirksam erhöht oder vermindert.  
Konzerninterne Geschäftsvorfälle werden im Rahmen der Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung   eliminiert.  
Anlage I  
Seite 11  
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4. Neue Rechnungslegungsstandards und Ausweisänderungen  
Neue Rechnungslegungsstandards  
Folgende für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten neuen bzw. geänderten Standards und   Interpretationen sind erstmalig verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am 31. Dezember 2022  enden:  
Auswirkungen auf
Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage bzw.
Anwendungs- Cashflows der Deutsche
Änderungen / Standard zeitpunkt (EU) Änderungen EuroShop AG
Belastende Verträge Kosten für 01.01.2022 Die Änderung konkretisiert, welche Kosten bei Keine Auswirkungen
die Erfüllung des Vertrags der Beurteilung, ob ein Vertrag belastend ist,
(Änderung an IAS 37) zu berücksichtigen sind.
Verweis auf das Rahmenkonzept 01.01.2022 Ein veralteter Verweis in IFRS 3 auf das Keine Auswirkungen
(Änderung an IFRS 3) Rahmenkonzept wurde aktualisiert und
nochmals klargestellt, dass
Eventualforderungen bei
Unternehmenszusammenschluss nicht
angesetzt werden dürfen.
Annual Improvements Project 01.01.2022 Punktuelle Überarbeitung von IFRS 1, IFRS 9, Keine wesentlichen
IFRS 16 und IAS 41 Auswirkungen
Folgende für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten neuen bzw. geänderten Standards und   Interpretationen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden nicht frühzeitig angewandt:  
Auswirkungen auf
Erwarteter Vermögens-, Finanz- und
Anwendungs- Ertragslage bzw. Cashflows
Änderungen / Standard zeitpunkt (EU) Voraussichtliche Änderungen der Deutsche EuroShop AG
Klassifizierung von Schulden als 01.01.2024 Klarstellung der Einordnung der Keine wesentlichen
kurz- oder langfristig Verbindlichkeiten als Auswirkungen
(Änderung an IAS 1) kurz- und langfristig
Angabe von 01.01.2023 Die Änderungen sollen die Ersteller von Keine wesentlichen
Rechnungslegungsmethoden IFRS-Abschlüssen bei der Entscheidung Auswirkungen
(Änderung an IAS 1) unterstützen, welche Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden wesentlich und damit
angabepflichtig sind.
Definition 01.01.2023 Mit der Änderung wurde eine Definition für Keine wesentlichen
rechnungslegungsbezogener rechnungslegungsbezogene Schätzungen Auswirkungen
Schätzungen eingeführt, die klarstellt, wie sich
(Änderung an IAS 8) Änderungen von Schätzungen von
Änderungen der
Rechnungslegungsmethoden und
Fehlerkorrekturen unterscheiden.
Latente Steuern in 01.01.2023 Die Änderung engt die Ausnahmeregel ein, Die Änderung ist prospektiv
Zusammenhang mit nach der latente Steuern beim erstmaligen anzuwenden und kann sich auf
Vermögenswerten und Zugang von Vermögenswerten und künftige Transaktionen
Schulden aus einer einzigen Schulden nicht anzusetzen sind. auswirken.
Transaktion
(Änderung an IAS 12)
Daneben wurden weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die erwartungsgemäß keine   Auswirkungen auf den Konzern haben werden.  
5. Währungsumrechnung  
Konzernwährung ist der Euro (€).  
Die außerhalb des Gebiets der Europäischen Währungsunion gelegenen, in den Konzernabschluss   einbezogenen Gesellschaften werden als rechtlich selbstständige, aber wirtschaftlich unselbstständige,  integrierte Unternehmen angesehen. Daher weicht die Berichtswährung dieser Einheiten von der  funktionalen Währung (€) ab. Gemäß IAS 21 erfolgt die Umrechnung der in ausländischer Währung  
Anlage I  
Seite 12  
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aufgestellten Jahresabschlüsse nach dem Konzept der funktionalen Währung, sodass die Bilanz so   umzurechnen ist, als wären die Geschäftsvorfälle beim Konzern selbst angefallen, da die lokale Währung  der integrierten Unternehmen schon für diese selbst als Fremdwährung gilt.  
Die monetären Werte werden daher zum Stichtagskurs und die nichtmonetären Posten zum Kurs des   Erstverbuchungszeitpunktes umgerechnet. Nichtmonetäre Posten, die zum beizulegenden Zeitwert  anzusetzen sind, sind zum Stichtagskurs umzurechnen. Die Posten der Konzern-Gewinn- und  Verlustrechnung, die erfolgswirksam erfasst werden, werden zu Jahresdurchschnittskursen bzw. bei  stärkeren Schwankungen mit dem Kurs am Transaktionstag umgerechnet. Eine Umrechnungsdifferenz, die  entsteht, wenn die Umrechnungskurse der Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung  differieren, wird erfolgswirksam berücksichtigt.  
Für die Umrechnung wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:  
31.12.2022 31.12.2021
Durch- Durch-
Stichtags- schnitts- Stichtags- schnitts-
1 € = kurs kurs kurs kurs
Ungarischer Forint (HUF) 400,25 391,33 369,00 358,51
Polnischer Zloty (PLN) 4,69 4,69 4,60 4,57
Tschechische Krone (CZK) 24,12 24,86 24,86 25,41
6. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden  
Ertrags- und Aufwandsrealisation  
Die Erlöse aus der Vermietung der Investment Properties werden grundsätzlich linear über die Laufzeit des   Mietvertrages erfasst. Gewährte Mieteranreize werden dabei linear über die Mietlaufzeit erlösschmälernd  verteilt. Der jeweils zum Bilanzstichtag noch nicht verteilte Anteil der gewährten Mieteranreize wird unter  den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.  
Die im Rahmen der Corona-Pandemie gewährten Mietzugeständnisse werden, soweit sie Forderungen   betreffen, die im Zeitraum bis zur vertraglichen Einigung mit dem Mieter entstanden sind, als  Forderungsverzicht behandelt und aufwandswirksam als Abgang finanzieller Vermögenswerte ausgebucht.  Mietzugeständnisse, die den Zeitraum nach vertraglicher Einigung mit dem Mieter betreffen, werden als  Änderung des Mietvertrages behandelt und ab dem Zeitpunkt der Einigung linear über die Restmietlaufzeit  verteilt. Von diesem Vorgehen ausgenommen sind die Aussetzung oder Reduzierung von Mietzahlungen,  die auf Basis einer bestehenden Mietvertragsregelung oder per Gesetz erfolgt sind. Diese werden als  variable Leasingzahlung behandelt und entsprechend ihrem tatsächlichen Anfall in den Umsatzerlösen  erfasst.  
Bei der Weiterbelastung von Betriebskosten fungiert der Konzern als Vermittler der Leistung („Agent“).   Daher werden die Erlöse aus der Weiterbelastung mit den dazugehörigen Aufwendungen saldiert in der  Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Davon ausgenommen sind weiterbelastete Betriebskosten, für  die die Mieter keine separate Leistung erhalten (Grundsteuer und Gebäudeversicherung). Die Erlöse aus  der Weiterbelastung dieser in den Grundstücksbetriebskosten enthaltenen Aufwendungen erfolgt über die  Umsatzerlöse (unsaldierter Ausweis).  
Sonstige Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge werden mit Erbringung der Leistung bzw. mit   Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert.  
Anlage I  
Seite 13  
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Sonstige betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt   der Verursachung ergebniswirksam gebucht.  
Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht erfasst.  
Bestimmung beizulegender Zeitwert  
Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nichtfinanzielle Vermögenswerte und   Verbindlichkeiten wird regelmäßig durch den Konzern überprüft. Ebenso führt der Konzern eine  regelmäßige  
Überprüfung  
der  
wesentlichen  
nicht  
beobachtbaren  
Inputfaktoren  
sowie  
Bewertungsanpassungen durch. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts   oder einer Schuld verwendet der Konzern, soweit möglich, am Markt beobachtbare Daten.  
Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden   Zeitwerte gemäß IFRS 13 in unterschiedlichen Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet:  
Level 1: beizulegende Zeitwerte, die mithilfe von in aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt werden.  
Level 2: beizulegende Zeitwerte, die mithilfe von Bewertungsmethoden bestimmt werden, bei denen die   Inputfaktoren, die für den beizulegenden Zeitwert bedeutend sind, auf direkt oder indirekt beobachtbaren  Marktdaten basieren.  
Level 3: beizulegende Zeitwerte, die mithilfe von Bewertungsmethoden bestimmt werden, bei denen die   Inputfaktoren, die für den beizulegenden Zeitwert bedeutend sind, nicht auf beobachtbaren Marktdaten  basieren.  
Bei Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten, die regelmäßig zum beizulegenden Zeitwert erfasst werden,   wird anhand einer Neubeurteilung zum Ende des Geschäftsjahres festgestellt, ob es zu einer  Umgruppierung zwischen den Hierarchiestufen gekommen ist. Im Geschäftsjahr 2022 gab es, wie im  Vorjahr, keine Umgruppierungen zwischen den Hierarchiestufen.  
Immaterielle Vermögenswerte  
Die immateriellen Vermögenswerte umfassen erworbene Software und Softwarelizenzen der Deutsche   EuroShop AG sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert.  
Die Zugangsbewertung der Software erfolgt zu Anschaffungskosten. Diese werden auf die wirtschaftliche   Nutzungsdauer von drei Jahren verteilt und entsprechend linear mit 33 % abgeschrieben. Die  Abschreibungsmethode und die Abschreibungsdauer werden jährlich zum Ende des Geschäftsjahres  überprüft.  
Ein Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich im Rahmen eines Unternehmenserwerbs als positiver   Unterschiedsbetrag zwischen den zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzten  Vermögenswerten, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie latenten Steuern des erworbenen  Unternehmens und der dafür durch den Konzern geleisteten Gegenleistung. Der Geschäfts- oder  Firmenwert unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung.  
Sachanlagen  
Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen   und, soweit zutreffend, außerplanmäßigen Abschreibungen (Wertminderungen) bilanziert.  
Die Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhaltet die Büroausstattung, Mietereinbauten,   Einrichtungsgegenstände und technisches Equipment der Deutsche EuroShop AG, die zwischen drei und  
Anlage I  
Seite 14  
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13 Jahren linear abgeschrieben werden. Die Abschreibungsmethode und die Abschreibungsdauer werden   jährlich zum Ende des Geschäftsjahres überprüft.  
Die Sachanlagen beinhalten auch Nutzungsrechte aus Leasingverträgen.  
Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen  
Eine Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt beim Geschäfts- oder Firmenwert mindestens einmal jährlich   (zum 31. Dezember) auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, denen der  Geschäfts- oder Firmenwert im Erwerbszeitpunkt zugeordnet wurde. Der Wertminderungstest zum 31.  Dezember 2022 hat, wie im Vorjahr, keinen Wertberichtigungsbedarf ergeben.  
Bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei Sachanlagen erfolgt die   Überprüfung der Werthaltigkeit nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte. Eine Wertminderung wird  ergebniswirksam im Bewertungsergebnis erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den  Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert  abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Im Geschäftsjahr lagen keine Anhaltspunkte für eine  Wertminderung bei den immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei den  Sachanlagen vor.  
Investment Properties  
Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sind nach IAS 40 im Zeitpunkt des Zugangs zunächst   mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zu bilanzieren. Im Bau befindliche Immobilien, die nach  ihrer Fertigstellung als Finanzinvestition genutzt werden sollen, fallen auch in den Anwendungsbereich des  IAS 40. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien können entweder zu fortgeführten Anschaffungs- bzw.  Herstellungskosten (Anschaffungskostenmodell) oder mit dem Fair Value (Modell des beizulegenden  Zeitwertes) bilanziert werden.  
Die Folgebewertung erfolgt für alle Immobilien mit dem Marktwert (Fair Value), wobei die jährlichen   Änderungen erfolgswirksam (per saldo) im Bewertungsergebnis ausgewiesen sind (wiederkehrende Fair-  Value-Bewertung). Hierbei handelt es sich um Immobilien, die langfristig zur Erzielung von Mieteinnahmen  oder zu Wertsteigerungszwecken gehalten werden. Die Immobilien sind nach IAS 40 bei Ansatz zu  Marktwerten nicht mehr planmäßig abzuschreiben.  
Fremdkapital- und Erstvermietungskosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von   qualifizierten Vermögenswerten zuzurechnen sind, werden bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die  Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung bereit sind, zu den Kosten dieser  Vermögenswerte hinzugerechnet. Erwirtschaftete Erträge aus der zeitweiligen Anlage speziell  aufgenommenen Fremdkapitals bis zu dessen Ausgabe für qualifizierte Vermögenswerte werden von den  aktivierbaren Kosten dieser Vermögenswerte abgezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht  den Kosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet.  
Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam erfasst.   Maßnahmen zur Erhaltung von Sachanlagen werden in dem Geschäftsjahr als Aufwand erfasst, in dem sie  entstanden sind.  
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte  
Die Klassifizierung von Immobilien als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte setzt   voraus, dass die Immobilien im gegenwärtigen Zustand veräußerbar sind und die Veräußerung  höchstwahrscheinlich ist und erwartungsgemäß innerhalb von 12 Monaten erfolgen wird. Als  
Anlage I  
Seite 15  
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höchstwahrscheinlich wird eine Veräußerung angesehen, wenn der Plan zur Veräußerung beschlossen   wurde, die erforderlichen Genehmigungen vorliegen und mit dem Vermarktungsprozess begonnen wurde.  
Investment Properties, die in der Bilanz unter den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen   Vermögenswerten ausgewiesen werden, sind nach IAS 40 mit dem Marktwert zu bewerten.  
Konzern als Leasingnehmer  
Der Konzern beurteilt bei Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis nach IFRS 16 begründet,   und erfasst zum Bereitstellungszeitraum einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine  Leasingverbindlichkeit. Die Erstbewertung von Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeit erfolgt zum  Barwert der zu leistenden Leasingzahlungen. Die Abzinsung erfolgt dabei mittels des  Grenzfremdkapitalzinssatzes des Konzerns. In der Folge wird das Nutzungsrecht über die Laufzeit des  Leasingverhältnisses linear abgeschrieben und die Leasingverbindlichkeit verringert sich durch die  geleisteten Leasingzahlungen und erhöht sich durch die Aufzinsung des noch nicht getilgten Teils.  
Zuwendungen der öffentlichen Hand  
Zur Abmilderung der Auswirkungen der Corona-Pandemie hat der Konzern 2021 Überbrückungshilfe III in   Höhe von 2 Mio. € beantragt. Die beantragte Überbrückungshilfe III ist als Zuwendung der öffentlichen Hand  ergebniswirksam einzubuchen, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass der Konzern die  mit der Zuwendung verbundenen Bedingungen erfüllen wird und die Zuwendung gewährt wird. Der Ertrag  aus der Zuwendung wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen und die Forderung unter den sonstigen  Vermögensgegenständen gezeigt. Der Antrag wurde Mitte Februar 2022 bewilligt und ausgezahlt. Eine  Schlussabrechnung über die gewährte Beihilfe ist bis zum 30. Juni 2023 einzureichen.  
Finanzinstrumente  
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der   Konzern Vertragspartei hinsichtlich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird.  
Finanzinstrumente werden bei der erstmaligen Erfassung einer Bewertungskategorie des IFRS 9   zugeordnet. Bei finanziellen Vermögenswerten ist die Bewertungskategorie abhängig von der  Zahlungsstromeigenschaft des Finanzinstruments und dem Geschäftsmodell des Konzerns, in dessen  Rahmen der finanzielle Vermögenswert gehalten wird.  
Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte  
Die Forderungen und sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind mit den fortgeführten   Anschaffungskosten gemindert um Wertberichtigungen bilanziert. Dabei wendet der Konzern grundsätzlich  den gemäß IFRS 9 zulässigen vereinfachten Ansatz an und bemisst die Wertberichtigung auf Basis der  über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste. Davon ausgenommen waren im Vorjahr die Forderungen, die  durch die zeitweise Einstellung der Mietzahlungen als Folge der Corona-Pandemie gegenüber den Mietern  entstanden sind und für die bis zum letzten Bilanzstichtag noch keine vertragliche Einigung mit dem Mieter  geschlossen werden konnte. Die Wertberichtigung für diese Forderungen wurde auf Basis der erwarteten  zu gewährenden Mietzugeständnisse bemessen.  
Abfindungsansprüche von Kommanditisten  
Die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital nach den internationalen Rechnungslegungsstandards ist im   Standard IAS 32 Financial Instruments „Presentation“ geregelt. Danach werden die Eigenkapitalanteile der  Fremdgesellschafter  
von  
Personenhandelsgesellschaften  
aufgrund  
eines  
möglichen  
Rückzahlungsanspruchs der Gesellschafter in Fremdkapital umklassifiziert. Den Gesellschaftern einer  
Anlage I  
Seite 16  
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Personenhandelsgesellschaft steht nach §§ 131 ff. HGB ein ordentliches gesetzliches Kündigungsrecht von   sechs Monaten zum Geschäftsjahresende zu, das durch den Gesellschaftsvertrag zwar langfristig  ausgestaltet, aber nicht ausgeschlossen werden kann. Anstelle des Eigenkapitals gelangt durch diese  Regelung eine Verbindlichkeit in die Bilanz, die mit dem Rückzahlungsbetrag zu bilanzieren ist.  
Finanzverbindlichkeiten  
Die Bankverbindlichkeiten sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Davon abgesetzt   sind Disagien, die nach IFRS 9 über die Laufzeit der Darlehensvereinbarung zu verteilen sind und jährlich  als Aufwand erfasst werden.  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt.  
Sonstige Verbindlichkeiten  
Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.  
Flüssige Mittel  
Die flüssigen Mittel beinhalten Bargeld und Bankguthaben (Laufzeit bis zu drei Monate) mit ihren jeweiligen   Nennbeträgen.  
Derivative Finanzinstrumente  
Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, die die   Kriterien des Hedge Accounting in Bezug auf die Bilanzierung nach IFRS 9 erfüllen. Es handelt sich hierbei  um Festsatzswaps zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos variabel verzinslicher Darlehen, deren  Laufzeit bis 2027 reicht. Diese Zinssicherungsgeschäfte werden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt  (wiederkehrende Fair-Value-Bewertung) und in den sonstigen Vermögenswerten bzw. sonstigen  Verbindlichkeiten ausgewiesen. Veränderungen werden, solange die Konditionen des Grund- und des  Sicherungsgeschäftes identisch sind, erfolgsneutral erfasst. Die Effektivität für die Sicherungsmaßnahmen  wird regelmäßig anhand des Grades der Übereinstimmung der Vertragsmodalitäten von Grund- und  Sicherungsgeschäft („Critical Term Match“) überprüft. Sofern die Effektivität zwischen dem Grund- und dem  Sicherungsgeschäft nicht gegeben ist, wird das Sicherungsgeschäft als Derivat erfolgswirksam zum  beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der ermittelte Barwert resultiert aus diskontierten Cashflows, die auf  Basis aktueller Marktzinsen ermittelt wurden. Die Zinssicherungsgeschäfte und Darlehensverträge haben  gleichlautende Endfälligkeiten.  
At-equity bilanzierte Finanzanlagen  
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden mit ihren   Anschaffungskosten in die Bilanz aufgenommen, die um Veränderungen des Anteils des Konzerns am  Eigenkapital des assoziierten Unternehmens/Gemeinschaftsunternehmens nach dem Erwerbszeitpunkt  angepasst werden. Der Konzern überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anzeichen dafür vorliegen, dass in  Bezug auf die fortgeführten Buchwerte der Anteile Wertminderungsbedarf besteht.  
Latente Steuern  
Nach IAS 12 werden für alle abzugsfähigen temporären Differenzen zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz   unter Verwendung des gegenwärtig gültigen Steuersatzes latente Steuern bilanziert. Gegenwärtig werden  im Wesentlichen auf die Differenzen zwischen den IFRS-Buchwerten der Immobilien und ihren steuerlichen  Buchwerten latente Steuern gebildet. Dabei wurde für inländische Gesellschaften ein einheitlicher  Steuersatz von 15 % Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % sowie teilweise 16,45 %  
Anlage I  
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für die Gewerbesteuer angesetzt. Für ungarische Steuern wurde ein Steuersatz von 9 %, für polnische   Steuern ein Steuersatz von 19 %, für tschechische Steuern von 19 % und für österreichische Steuern ein  Steuersatz von 23 % zugrunde gelegt. Gemäß IAS 12.74 werden die aktiven latenten Steuern auf die  vorhandenen Verlustvorträge mit den passiven latenten Steuern verrechnet.  
Sonstige Rückstellungen  
Sonstige Rückstellungen dürfen nach IFRS nur passiviert werden, wenn eine Außenverpflichtung besteht   und mehr Gründe für eine Inanspruchnahme als dagegen sprechen. Langfristige Rückstellungen werden  abgezinst.  
Anlage I  
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ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ  
7. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen  
Betriebs- und
Geschäfts- oder Software und Geschäftsaus-
Firmenwert Softwarelizenzen stattung
in T€ 2022 2021 2022 2021 2022 2021
Anschaffungskosten Stand 01.01. 53.867 53.867 135 105 884 837
Zugang aus Nutzungsrechten
(IFRS 16) 0 0 0 0 329 45
Zugänge 0 0 8 37 7 11
Abgänge 0 0 0 -7 0 -9
Stand 31.12. 53.867 53.867 143 135 1.220 884
Abschreibungen Stand 01.01. -2.148 -2.148 -103 -92 -640 -507
Zugänge 0 0 -11 -29 -144 -142
Abgänge 0 0 0 18 0 9
Stand 31.12. -2.148 -2.148 -114 -103 -784 -640
Buchwert 01.01. 51.719 51.719 32 13 244 330
Buchwert 31.12. 51.719 51.719 29 32 436 244
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus den im Erstkonsolidierungszeitpunkt (31. März 2017) der   Olympia Brno anzusetzenden passiven latenten Steuern auf das Immobilienvermögen.  
Die Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhaltet zum Bilanzstichtag Nutzungsrechte aus   Leasingvereinbarungen von 373 T€ (i. Vj. 142 T€). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Anmietung  von Büroflächen sowie aus dem Leasing von PKW.  
8. Investment Properties  
in T€ 2022 2021
Buchwert zum 01.01. 3.393.554 3.437.145
Zugänge 0 0
Abgänge 0 0
Aktivierte bauliche Maßnahmen 39.483 18.732
Unrealisierte Marktwertveränderungen -103.042 -62.323
Buchwert zum 31.12. 3.329.995 3.393.554
In den Investment Properties ist unverändert ein aktiviertes Erbbaurecht von 322 T€ enthalten. Der dafür   jährlich zu zahlende Erbbauzins von 10 T€ wird an einen Mieter in gleicher Höhe weiterbelastet.  
Die unrealisierten Marktwertveränderungen betreffen die nach IAS 40 vorgenommenen Auf- und   Abwertungen.  
Die periodischen Marktwerte der Immobilien wurden zum 31. Dezember 2022 durch den Gutachter Jones   Lang LaSalle GmbH (JLL) gemäß den Richtlinien der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS)  ermittelt. Dabei kam wie in den Vorjahren die Discounted-Cashflow-Methode (DCF) zur Anwendung. Die  
Anlage I  
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vor der Erstellung der Gutachten vertraglich fixierten Vergütungen für die Bewertungsgutachten sind   unabhängig vom Bewertungsergebnis.  
Bei der DCF-Methode wird der Barwert künftiger Zahlungsmittelüberschüsse für das jeweilige Objekt zum   Bewertungsstichtag berechnet. Dazu werden in einer Detailplanungsphase von (üblicherweise) zehn  Jahren die Einzahlungsüberschüsse aus dem jeweiligen Objekt ermittelt und mit einem  Diskontierungszinssatz abgezinst. Für das Ende der zehnjährigen Detailplanungsphase wird ein Restwert  prognostiziert. Hierzu werden die stabilisierten Einzahlungsüberschüsse des letzten Planungsjahres mit  einem Zinssatz kapitalisiert (Kapitalisierungszinssatz). Der Restwert wird in einem zweiten Schritt ebenfalls  mit dem Diskontierungszinssatz auf den Bewertungsstichtag abgezinst.  
Zur Ableitung der Diskontierungs- und Kapitalisierungszinssätze wurde von JLL das Equated-Yield-Modell   angewandt. Der Kapitalisierungszinssatz wurde individuell für jede Immobilie aus Nettoanfangsrenditen  vergleichbarer Transaktionen abgeleitet. Dabei wurden wertbildende Determinanten wie Inflation, Miet- und  Kostenentwicklung implizit im Kapitalisierungszinssatz berücksichtigt. Zudem wurde jeweils das  objektspezifische Risikoprofil hinsichtlich der relevanten Einzelindikatoren adjustiert. Zu diesen Indikatoren  gehören zum Beispiel die Lage- und Standortqualität, die Marktentwicklung sowie die Entwicklung des  Wettbewerbsumfeldes. Die Diskontierungszinssätze hat JLL ebenfalls aus Vergleichstransaktionen  abgeleitet, allerdings um die Wachstumsprognosen für Mieten und Kosten bereinigt, da diese explizit im  jeweiligen Cashflow dargestellt worden sind. Eine methodische Differenzierung bei der Bewertung von in-  und ausländischen Immobilien wurde von JLL nicht vorgenommen.  
In der nachfolgenden Übersicht sind wesentliche Annahmen, die bei der Ermittlung der Marktwerte durch   JLL verwendet wurden, dargestellt:  
Bewertungsparameter  
in % 31.12.2022 31.12.2021
Mietsteigerungsrate 1,77 1,34
Kostenquote 12,51 11,59
Diskontierungsrate 6,90 6,06
Kapitalisierungszinssatz 5,32 5,24
Der Betrieb von Einkaufszentren war im Vergleich zum Vorjahr in geringerem Maße von gesetzlich   vorgeschriebenen Maßnahmen zum Schutz vor der Corona-Pandemie betroffen. Abweichend von der  Vorjahresbewertung wurden wieder Umsatzmieten in der Bewertung berücksichtigt. Dabei beschränkt sich  der Ansatz jedoch auf Mieter, die im Jahr 2021 Umsatzmieten gezahlt haben. Ein zusätzlicher  coronabedingter Mietverlust wurde in der Bewertung nicht mehr angesetzt. Auch wurde die  Wiedervermietungswahrscheinlichkeit an die geänderte Situation angepasst.  
Das volle Ausmaß des Krieges in der Ukraine und dessen langfristige gesamtwirtschaftliche Folgen sind   derzeit nicht absehbar. Auswirkungen aufgrund der gestiegenen Inflationsraten und Zinsen auf die  Immobilienmärkte sind jedoch jetzt schon zu beobachten. Abhängig von der Dauer und dem weiteren  Verlauf des Krieges kann es zu Marktwertveränderungen kommen. Wir beobachten die Situation und  etwaige Wertveränderungen kontinuierlich und beziehen diese in unsere zukünftige Berichterstattung ein.  
Anlage I  
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Eine Veränderung wesentlicher Parameter (Sensitivitätsanalyse) der Immobilienbewertung um 25 bzw. 100   Basispunkte hätte folgende Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis vor Steuern (inklusive des auf die  at-equity konsolidierten Unternehmen entfallenden Anteils):  
Sensitivitätsanalyse Bewertungsparameter  
Basis Änderung Parameter in Mio. € in %
+ 0,25 %-Punkte 139,8 4,0
Mietsteigerungsrate 1,77 - 0,25 %-Punkte -94,5 -2,7
+ 1,00 %-Punkte -35,0 -1,0
Kostenquote 12,51 - 1,00 %-Punkte 40,7 1,2
+ 0,25 %-Punkte -67,5 -1,9
Diskontierungsrate 6,90 - 0,25 %-Punkte 64,3 1,8
+ 0,25 %-Punkte -98,7 -2,8
Kapitalisierungszinssatz 5,32 - 0,25 %-Punkte 106,2 3,0
Im Prognosezeitraum wurde im langfristigen Durchschnitt eine Mietsteigerungsrate von 1,77 %   angenommen (i. Vj. 1,34 %). Von den prognostizierten Mieten wurden im Durchschnitt Bewirtschaftungs-  und Verwaltungskosten in Höhe von 12,51 % (i. Vj. 11,59 %) abgezogen. Damit ergaben sich  Einzahlungsüberschüsse von durchschnittlich 87,49 % (i. Vj. 88,41 %). Im Geschäftsjahr lagen die  tatsächlichen Bewirtschaftungs- und Verwaltungskosten (ohne Wertberichtigungen) bei 17,5 % (i. Vj.  15,4 %) der Mieterträge. Auf Basis der Gutachten ergibt sich für das Geschäftsjahr 2022 für das  Immobilienportfolio eine Nettoanfangsrendite vor Transaktionskosten von 6,37 % gegenüber 5,78 % im  Vorjahr bzw. eine Nettoanfangsrendite nach Transaktionskosten (Net Initial Yield) von 6,01 % gegenüber  5,45 % im Vorjahr.  
Von dem Wert gemäß Gutachten wurden die ausstehenden und noch über die Laufzeit der Mietverträge zu   verteilenden gewährten Mieteranreize in Höhe von 21.826 T€ (i. Vj. 13.267 T€) in Abzug gebracht. Diese  werden, soweit es sich um mietfreie Zeiten handelt, unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  ausgewiesen. Weitere sonstige Zugeständnisse wie beispielsweise Baukostenzuschüsse werden unter den  sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.  
Nachfolgend sind gemäß IFRS 13 Einzelheiten und Angaben zu den Hierarchiestufen der beizulegenden   Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien des Konzerns zum 31. Dezember 2022  dargestellt:  
Hierarchiestufen IFRS 13  
in T€ Level 1 Level 2 Level 3
Investment Properties 0 0 3.329.995
Die  
Objekte  
sind  
überwiegend  
grundpfandrechtlich  
belastet.  
Es  
bestehen  
besicherte  
Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 1.479.251 T€ (i. Vj. 1.502.114 T€). Die Mieteinnahmen der nach IAS   40 bewerteten Objekte betrugen 212.811 T€ (i. Vj. 211.752 T€). Die direkt zurechenbaren betrieblichen  Aufwendungen (ohne Wertberichtigungen) betrugen 37.213 T€ (i. Vj. 32.547 T€).  
Anlage I  
Seite 21  
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9. Nach at-equity bilanzierte Finanzanlagen  
in T€ 2022 2021
Buchwert zum 01.01. 455.341 444.517
Erhaltene Ausschüttungen und
Kapitalrückzahlungen -25.198 -18.788
Anteiliges Ergebnis 12.926 29.612
Buchwert zum 31.12. 443.069 455.341
Gemeinschaftsunternehmen, bei denen die Deutsche EuroShop AG zusammen mit Dritten über die   Mehrheit der Stimmrechte verfügt, werden gemäß der at-equity-Methode in den Konzernabschluss  einbezogen. Sie sind für den Gesamtkonzern wesentlich und betreiben Shoppingcenter.  
Im Berichtsjahr weisen die für den Gesamtkonzern wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen folgende   Vermögens- und Schuldposten sowie Ergebnispositionen aus. Die Werte beziehen sich dabei nicht auf den  Anteil, der auf den Konzern entfällt, sondern werden zu 100 % dargestellt:  
Immobilienkommandit-
Allee-Center Magdeburg KG, gesellschaft Stadt-Galerie Passau KG,
Hamburg FEZ Harburg, Hamburg Hamburg
in T 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Langfristige Vermögenswerte 216.434 220.211 225.206 228.733 155.838 161.653
Kurzfristige Vermögenswerte 7.883 7.606 7.489 7.868 5.744 4.883
- davon liquide Mittel 5.660 4.772 4.603 4.214 3.801 2.342
Langfristige Schulden 0 0 111.818 113.710 0 0
- davon Finanzverbindlichkeiten 0 0 111.818 113.710 0 0
Kurzfristige Schulden 1.342 2.091 4.146 4.391 690 596
- davon Finanzverbindlichkeiten 0 0 2.104 2.072 0 0
Umsatzerlöse 16.632 16.391 13.350 13.416 9.879 9.709
Zinsergebnis 6 0 -1.969 -2.848 6 0
EBT (ohne Bewertungsergebnis) 14.004 12.515 8.173 6.088 8.555 7.521
Bewertungsergebnis -3.777 217 -3.534 1.461 -5.999 2.035
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0 0 0 0 0
Jahresfehlbetrag/-überschuss 10.227 12.732 4.639 7.549 2.556 9.556
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 0 0
Gesamtergebnis 10.227 12.732 4.639 7.549 2.556 9.556
Anlage I  
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EKZ Eins Errichtungs- und
Saarpark Center Betriebs Ges.m.b.H. & Co Einkaufs-Center Arkaden
Neunkirchen KG, Hamburg OG, Wien 1 Pécs KG, Hamburg
in T 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Langfristige Vermögenswerte 171.126 180.029 207.861 211.423 95.000 98.000
Kurzfristige Vermögenswerte 7.515 7.131 7.191 5.512 6.410 6.124
- davon liquide Mittel 5.696 5.042 4.657 4.032 4.331 5.210
Langfristige Schulden 58.785 58.764 88.250 89.315 35.195 35.810
- davon Finanzverbindlichkeiten 58.862 58.837 88.250 89.315 25.650 26.250
Kurzfristige Schulden 2.904 2.680 2.959 2.422 1.915 1.684
- davon Finanzverbindlichkeiten -25 -25 541 567 600 600
Umsatzerlöse 12.031 11.690 13.450 12.628 8.829 8.458
Zinsergebnis -676 -677 -1.931 -1.963 -813 -832
EBT (ohne Bewertungsergebnis) 8.445 8.077 9.331 8.569 6.686 5.108
Bewertungsergebnis -9.732 82 -4.118 3.440 -3.049 -68
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0 0 0 -412 -600
Jahresfehlbetrag/-überschuss -1.287 8.159 5.213 12.009 3.226 4.440
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 0 0
Gesamtergebnis -1.287 8.159 5.213 12.009 3.226 4.440
1 Enthält die Werte für das unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen CAK City Arkaden Klagenfurt KG, Hamburg. Der Equity-Ansatz betrug 912 T€   (i. Vj. 915 T€), der Jahresüberschuss betrug 32 T€ (i. Vj. Jahresfehlbetrag von 24 T€).  
Der Equity-Ansatz der Gemeinschaftsunternehmen hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:  
EKZ Eins
Errichtungs-
Immobilien- und Einkaufs-
kommanditge- Stadt- Saarpark Betriebs Center
Allee-Center sellschaft Galerie Center Ges.m.b.H. Arkaden
Magdeburg KG, FEZ Harburg, Passau KG, Neunkirchen & Co OG, Pécs KG,
in T Hamburg Hamburg Hamburg KG, Hamburg Wien Hamburg
Equity-Ansatz am 01.01.2022 112.863 59.251 124.455 62.858 62.599 33.315
Anteiliges Ergebnis 5.114 2.320 1.917 -643 2.607 1.611
- davon EBT (ohne
Bewertungsergebnis) 7.002 4.087 6.416 4.223 4.666 3.343
- davon Bewertungsergebnis -1.888 -1.767 -4.499 -4.866 -2.059 -1.525
Einlagen/Entnahmen -6.489 -3.205 -5.703 -3.739 -3.284 -2.778
Equity-Ansatz am 31.12.2022 111.488 58.366 120.669 58.476 61.922 32.148
Anlage I  
Seite 23  
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10.Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
in T€ 2022 2021
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen zum 31.12. 26.883 39.494
Wertberichtigungen Stand 01.01. -16.731 -21.135
Verbrauch 9.254 12.209
Veränderung der Wertberichtigungen für
erwartete Ausfälle -2.415 -7.805
Wertberichtigungen Stand 31.12. -9.892 -16.731
16.991 22.763
Die Forderungen resultieren hauptsächlich aus Mietabrechnungen sowie aus weiterberechneten   Leistungen. Die Absicherung der am Bilanzstichtag ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und  Leistungen erfolgt teilweise durch Bürgschaften, Barkautionen sowie Patronatserklärungen.  
Als Folge der Corona-Pandemie haben Mieter insbesondere in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 ihre   Zahlungen teilweise nicht vollständig geleistet, was zu einem Anstieg des Forderungsbestandes in diesen  Jahren führte. Im Berichtsjahr konnte der Forderungsbestand wieder reduziert werden. Die Bewertung des  Forderungsbestandes zum 31. Dezember 2022 sowie die unterjährige Ausbuchung von Forderungen  resultierten insgesamt in Aufwendungen von 8.130 T€ (i. Vj. 25.029 T€).  
11.Sonstige kurzfristige Vermögenswerte  
in T€ 31.12.2022 31.12.2021
Abgegrenzte Mieteranreize 17.660 11.220
Vorausgezahlte Center-Marketingkosten 3.804 4.198
Barkautionen 3.334 3.917
Sonstige Forderungen an Mieter 2.931 1.842
Corona-Beihilfe 0 2.000
Übrige Vermögenswerte 3.195 3.121
30.924 26.298
Die sonstigen Forderungen an Mieter beinhalten überwiegend Forderungen aus Heiz- und   Nebenkostenabrechnungen.  
Forderungsspiegel  
in T€ Gesamt bis 1 Jahr über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen 16.991 16.991 0
und Leistungen (22.763) (22.763) (0)
Sonstige 30.924 30.924 0
Vermögenswerte (26.298) (26.298) (0)
47.915 47.915 0
(Vorjahreswerte) (49.061) (49.061) (0)
Anlage I  
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Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (nach Wertberichtigungen) waren zum Bilanzstichtag im   Wesentlichen überfällig. Die sonstigen Vermögenswerte waren, wie im Vorjahr, zum Bilanzstichtag nicht  überfällig.  
12.Liquide Mittel  
in T€ 31.12.2022 31.12.2021
Konten in laufender Rechnung 294.942 328.837
Termin-/Festgelder kurzfristig 40.000 0
Kassenbestände 1 2
334.943 328.839
13.Eigenkapital und Rücklagen  
Die Veränderungen des Eigenkapitals sind aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich.  
Das Grundkapital beträgt 61.783.594 € und ist in 61.783.594 nennwertlose Namensaktien (Stückaktien)   eingeteilt. Alle Aktien sind voll ausgegeben und voll eingezahlt.  
Der rechnerische Anteil einer Aktie am Grundkapital beträgt 1,00 €.  
Gemäß § 5 der Satzung war der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital   bis zum 27. Juni 2022 einmal oder mehrfach um insgesamt bis zu 11.680.999 durch Ausgabe von neuen,  auf den Namen lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage (Genehmigtes  Kapital 2017) zu erhöhen. Bis zum Auslaufen des genehmigten Kapitals 2017 wurde von dieser  Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.  
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2022 wurde der Vorstand ermächtigt, mit   Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 29. Juni 2027 einmal oder mehrfach um insgesamt  bis zu 18.535.078 durch Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden nennwertlosen Stückaktien  gegen Bar- und/oder Sacheinlage (Genehmigtes Kapital 2022) zu erhöhen. Bis zum 31. Dezember 2022  wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht. Hinsichtlich der Inanspruchnahme des  genehmigten Kapitals Anfang 2023 verweisen wir auf Abschnitt „38. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“.  
Darüber hinaus wurde der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2018 ermächtigt,   eigene Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des bei Wirksamwerden oder sollte  dieses geringer sein bei Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals bis zum 27. Juni 2023  zu erwerben. Bis zum 31. Dezember 2022 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.  
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juni 2021 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung   des Aufsichtsrats bis zum 17. Juni 2026 einmalig oder mehrmals Wandelschuldverschreibungen im  Gesamtnennbetrag von bis zu 200 Mio. € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren zu begeben und  den Inhabern der jeweiligen, unter sich gleichberechtigten Teilschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf  neue Stückaktien der Gesellschaft in einer Gesamtzahl von bis zu 10.000.000 Stück (10,0 Mio. €) nach  näherer Maßgabe der Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen („Anleihebedingungen“) zu  gewähren (Bedingtes Kapital 2021). Die Wandelschuldverschreibungen können auch mit einer variablen  Verzinsung ausgestattet werden, wobei die Verzinsung wie bei einer Gewinnschuldverschreibung  vollständig oder teilweise von der Höhe der Dividende der Gesellschaft abhängig sein kann. Bis zum 31.  Dezember 2022 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.  
Anlage I  
Seite 25  
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Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2022 wurde das Grundkapital der Deutsche   EuroShop AG über eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln um 723.034 T€ auf 784.818 T€ durch  Umwandlung eines Teilbetrags der Kapitalrücklage in Höhe von 723.034 T€ erhöht. Mit gleichem Datum  wurde eine ordentliche Kapitalherabsetzung von 784.818 T€ um 723.034 T€ auf 61.784 T€ durch  Einstellung des Herabsetzungsbetrages in die anderen Gewinnrücklagen beschlossen.  
Der Bilanzgewinn des Vorjahres der Deutsche EuroShop AG in Höhe von 61.819 T€ wurde zur   Ausschüttung einer Dividende von 1,00 € je Aktie, dies entspricht einer Gesamtdividende von 61.784 T€,  verwendet und der Restbetrag des Bilanzgewinns in Höhe von 35 T€ wurde auf neue Rechnung  vorgetragen.  
Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung im August 2023 vorschlagen, den   Bilanzgewinn 2022 der Deutsche EuroShop AG von 691.161 Tfür eine Dividende in Höhe von 2,50 € je  dividendenberechtigte Aktie zu verwenden sowie den Restbetrag von 500.000 T€ auf neue Rechnung  vorzutragen.  
Die Kapitalrücklage beinhaltet Beträge gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1, 2 und 4 HGB. Des Weiteren sind in der   Kapitalrücklage Kosten für die Kapitalerhöhungen und die darauf entfallenden aktiven latenten Steuern  enthalten.  
Die Position Gewinnrücklagen enthält die zum Zeitpunkt der IFRS-Umstellung gebildeten   Neubewertungsrücklagen, Währungsposten und aufgelaufene Ergebnisvorträge.  
Das sonstige Gesamtergebnis gliedert sich in die folgenden Komponenten:  
2022
in T€ vor Steuern Steuern Netto
Cashflow Hedges 17.761 -3.963 13.798
2021
in T€ vor Steuern Steuern Netto
Cashflow Hedges 2.740 -594 2.146
14.Langfristige und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten  
31.12.2022 31.12.2021
in T€ langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig
Bankverbindlichkeiten 1.464.917 14.334 1.264.748 237.366
Bei den Bankverbindlichkeiten handelt es sich um Darlehen, die zur Finanzierung von Grundstückskäufen   und Investitionsmaßnahmen aufgenommen wurden. Als Sicherheit dienen Grundschulden auf die Objekte  der Gesellschaften in Höhe von 1.479.251 T€ (i. Vj. 1.502.114 T€).  
Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten beinhalten den planmäßigen Tilgungsanteil der langfristigen   Darlehen für 2023, abgegrenzte Zins- und Tilgungsleistungen, die Anfang 2023 beglichen wurden.  
Disagien werden über die Laufzeit der Darlehen ergebniswirksam gebucht. Im Berichtsjahr wurden 26 T€   (i. Vj. 27 T€) aufwandswirksam erfasst. Insgesamt sind Zinsaufwendungen für Bankverbindlichkeiten in  Höhe von 36.107 T€ (i. Vj. 39.188 T€) im Finanzergebnis enthalten.  
Anlage I  
Seite 26  
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Gegenwärtig enthalten 14 von insgesamt 20 Darlehensverträgen Regelungen zu Kreditauflagen. Dabei   handelt es sich um insgesamt 29 einzelne Auflagen zur Kapitaldienstfähigkeit (DSCR), zur  Zinszahlungsfähigkeit (ICR), zur Veränderung von Mieteinnahmen, zur Eigenkapitalquote, zur  Verschuldungsquote oder zum Verhältnis zwischen Darlehen zu Marktwerten (LTV). Alle Auflagen wurden  im Geschäftsjahr 2022 eingehalten. Die Kreditauflagen werden nach aktueller Planung und Einschätzung  auch 2023 erfüllt. Das volle Ausmaß des Krieges in der Ukraine und dessen langfristige  gesamtwirtschaftliche Folgen sind derzeit nicht absehbar. Auswirkungen aufgrund der gestiegenen  Inflationsraten und Zinsen auf die Immobilienmärkte sind jedoch jetzt schon zu beobachten. Abhängig von  der Dauer und dem weiteren Verlauf des Krieges kann es zu Marktwertveränderungen kommen, die sich  auf einzelne Kreditauflagen (bspw. LTV) auswirken können. Wir beobachten die Situation und etwaige  Wertveränderungen kontinuierlich und beziehen diese in unsere zukünftige Berichterstattung ein.  
Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten resultieren aus folgenden liquiditätswirksamen und nicht   liquiditätswirksamen Veränderungen:  
in T€ 2022 2021
Buchwert zum 01.01. 1.502.114 1.541.428
Liquiditätswirksame Veränderungen -22.701 -39.580
Nicht liquiditätswirksame Veränderungen
Buchwertänderung nach der
Effektivzinsmethode -162 266
Buchwert zum 31.12. 1.479.251 1.502.114
Die liquiditätswirksamen Veränderungen entfallen mit 2.749 T€ (i. Vj. 6.678 T€) aus der Aufnahme   langfristiger Finanzverbindlichkeiten und mit 25.450 T€ (i. Vj. 46.258 T€) aus der Tilgung kurzfristiger  Finanzverbindlichkeiten.  
15.Sonstige langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten  
31.12.2022 31.12.2021
in T€ langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig
Zinsswaps 5.637 0 23.398 0
Mietkautionen 0 4.932 0 4.669
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Mietern 0 10.477 0 15.534
Umsatzsteuer 0 649 0 1.552
Kreditorische Debitoren 0 5.589 0 3.729
Leasingverbindlichkeiten 624 72 367 98
Übrige 72 3.224 230 621
6.333 24.943 23.995 26.203
Zur Absicherung gegen steigende Kapitalmarktzinsen wurden im Zusammenhang mit Darlehensaufnahmen   Zinssicherungsgeschäfte (Zinsswaps) abgeschlossen, deren Barwerte am Bilanzstichtag 5.637 T€ (i. Vj.  23.398 T€) betrugen.  
Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Mietern beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Heiz-   und Nebenkostenabrechnungen, Verpflichtungen aus gewährten Baukostenzuschüssen sowie  Mietvorauszahlungen.  
Anlage I  
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Verbindlichkeitenspiegel  
in T€ Gesamt kurzfristig langfristig
Finanzverbindlichkeiten 1.479.251 14.334 1.464.917
(1.502.114) (237.366) (1.264.748)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.067 8.067 0
(5.345) (5.345) (0)
Steuerverbindlichkeiten 474 474 0
(196) (196) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 31.276 24.943 6.333
(50.198) (26.203) (23.995)
1.519.068 47.818 1.471.250
(Vorjahreswerte) (1.557.853) (269.110) (1.288.743)
16.Passive latente Steuern  
Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus steuerlichen temporären Differenzen und   Verlustvorträgen:  
31.12.2022 31.12.2021
Aktive Passive Aktive Passive
latente latente latente latente
in T€ Steuern Steuern Steuern Steuern
Investment Properties 0 289.235 0 287.851
Nach at-equity bilanzierte Finanzanlagen 0 53.066 0 52.569
Sonstige Verbindlichkeiten
- Zinsswaps (erfolgsneutral bewertet) 1.300 0 5.263 0
Verlustvorträge 5.465 0 988 0
Übrige 1.132 0 1.132 0
Latente Steuern vor Saldierung 7.897 342.301 7.383 340.420
Saldierung -7.897 -7.897 -7.383 -7.383
Latente Steuern nach Saldierung 0 334.404 0 333.037
Bei der Bemessung der latenten Steuern sind gemäß IAS 12 die Steuersätze anzuwenden, die nach der   derzeitigen Rechtslage zu dem Zeitpunkt gelten, zu dem sich die vorübergehenden Differenzen  wahrscheinlich wieder ausgleichen werden.  
Im Berichtsjahr wurde für die inländischen Gesellschaften mit einem Körperschaftsteuersatz von 15 %   kalkuliert. Weiterhin wurden der Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die ermittelte Körperschaftsteuer sowie  teilweise 16,45 % für die Gewerbesteuer berücksichtigt.  
Von den latenten Steuern wurden bis zum Bilanzstichtag 3.874 T€ (i. Vj. 7.836 T€) direkt gegen das   Eigenkapital erfasst.  
Zum Bilanzstichtag bestehen steuerpflichtige temporäre Differenzen in Höhe von 8.220 T€ (i. Vj. 6.321 T€)   zwischen dem im Konzernabschluss angesetzten Nettovermögen von Konzerngesellschaften und der  steuerlichen Basis der Anteile an diesen Konzerngesellschaften („Outside Basis Differences“), auf die keine  latenten Steuern gebildet wurden, da in absehbarer Zeit nicht mit einer Umkehr der Differenzen zu rechnen  ist.  
Anlage I  
Seite 28  
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17.Abfindungsansprüche von Kommanditisten  
in T€ 2022 2021
Abfindungsanspruch zum 01.01. 314.914 311.525
Ergebnisanteile 15.954 13.408
Anteiliges Bewertungsergebnis -13.296 -3.502
Auszahlungen -10.442 -6.517
Abfindungsanspruch zum 31.12. 307.130 314.914
Die Abfindungsansprüche von Kommanditisten beinhalten die Eigenkapitalanteile der Fremdgesellschafter   an den Gesellschaften Main-Taunus-Zentrum KG, Forum Wetzlar KG und Einkaufs-Center Galeria Baltycka  G.m.b.H. & Co. KG, die nach den Regelungen des IAS 32 als Fremdkapital auszuweisen sind.  
18.Sonstige Rückstellungen  
Stand Stand
in T€ 01.01.2022 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2022
Bereits erbrachte,
noch nicht
abgerechnete
Instandhaltungs-
und Bauleistungen 2.399 1.932 327 2.850 2.990
Honorare 806 72 3 891 1.622
Übrige 6.915 4.869 695 5.304 6.655
10.120 6.873 1.025 9.045 11.267
Die übrigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen ausstehende Abrechnungen von erhaltenen   Leistungen und Personalaufwendungen.  
Alle Rückstellungen haben, wie im Vorjahr, eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.  
Anlage I  
Seite 29  
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ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG  
19.Umsatzerlöse  
in T€ 2022 2021
Mindestmieteinnahmen 201.010 203.117
Umlegbare Grundsteuer und Versicherungen 6.055 5.684
Umsatzmieten 4.243 1.678
Übrige 1.503 1.273
212.811 211.752
davon gemäß IAS 40 den Investment Properties
direkt zurechenbare Mieteinnahmen 212.811 211.752
Bei den übrigen Erlösen handelt es sich im Wesentlichen um Abfindungen ausgeschiedener Mieter sowie   Nutzungsentschädigungen.  
Die hier ausgewiesenen Mieteinnahmen stammen aus Operating-Leasingverhältnissen und beziehen sich   auf die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien mit langfristigen Mietzeiträumen. Die künftigen  Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Mietverträgen der Investment Properties weisen folgende  Fälligkeiten auf:  
in T€ 2022 2021
Fälligkeit innerhalb eines Jahres 194.810 185.340
Fälligkeit innerhalb von 1 Jahr bis 5 Jahre 495.342 490.080
Fälligkeit nach 5 Jahren 162.294 157.845
852.446 833.265
20.Grundstücksbetriebskosten  
in T€ 2022 2021
Nicht umlegbare Nebenkosten 8.502 8.613
Grundsteuer 6.062 5.455
Center-Marketing 5.127 3.861
Instandhaltungen und Reparaturen 2.978 1.630
Gebäudeversicherung 1.841 1.557
Übrige 2.142 1.960
26.652 23.076
davon gemäß IAS 40 den Investment Properties
direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen 26.652 23.076
Die nicht umlegbaren Nebenkosten resultieren im Wesentlichen aus Betriebskosten, die nicht vollständig   auf die Mieter umgelegt werden können, und aus Heiz- und Nebenkostennachzahlungen für Vorjahre.  
Anlage I  
Seite 30  
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21.Grundstücksverwaltungskosten  
in T€ 2022 2021
Centermanagement- / Geschäftsbesorgungskosten 10.561 9.471
davon gemäß IAS 40 den Investment Properties
direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen 10.561 9.471
Die Centermanagement- / Geschäftsbesorgungskosten sind zu einem wesentlichen Teil von den erzielten   Mieterlösen abhängig.  
22.Wertberichtigungen und Abgänge finanzieller Vermögenswerte  
in T€ 2022 2021
Wertberichtigungen 3.222 9.217
Abgänge finanzieller Vermögenswerte 4.908 15.812
8.130 25.029
davon gemäß IAS 40 den Investment Properties
direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen 8.130 25.029
Wir verweisen auf die Ausführungen im Abschnitt „10. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“.  
23.Sonstige betriebliche Erträge  
in T€ 2022 2021
Auflösungen von Wertberichtigungen 1.863 1.464
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.025 898
Corona-Beihilfe 0 2.000
Übrige 2.616 1.903
5.504 6.265
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Schadensersatz,   Versicherungsentschädigungen und sonstigen Erstattungen.  
24.Sonstige betriebliche Aufwendungen  
in T€ 2022 2021
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 12.416 1.841
Personalaufwand 4.277 1.997
Gutachterkosten 713 620
Marketingkosten 598 505
Währungsverluste 268 163
Aufsichtsratsvergütungen 256 263
Gebühren und Beiträge 170 198
Abschreibungen 155 171
Finanzierungskosten 125 171
Übrige 1.562 2.011
20.540 7.940
Anlage I  
Seite 31  
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In der Position Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten sind Aufwendungen für die Prüfung von   Konzerngesellschaften in Höhe von 412 T€ (i. Vj. 361 T€) enthalten. Der Personalaufwand beinhaltet  soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von 94 T€ (i. Vj.  234 T€), wovon 6 T€ (i. Vj. 146 T€) auf Aufwendungen für Altersversorgung entfallen.  
25.Gewinn- oder Verlustanteile von assoziierten Unternehmen und  
Gemeinschaftsunternehmen, die nach at-equity bilanziert werden  
in T€ 2022 2021
Ergebnisse aus Gemeinschaftsunternehmen 12.910 29.600
Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen 16 12
Ergebnisse aus at-equity-Gesellschaften 12.926 29.612
Das Ergebnis der Gesellschaften, die nach at-equity bilanziert werden, beinhaltet ein Bewertungsergebnis   vor latenten Steuern von -16.604 T€ (i. Vj. 4.092 T€). Das EBT (ohne Bewertungsergebnis) der at-equity  bilanzierten Gesellschaften beträgt 29.742 T€ (i. Vj. 25.822 T€).  
26.Bewertungsergebnis  
in T€ 2022 2021
Unrealisierte Marktwertveränderungen -103.042 -62.323
Kommanditisten zustehende Ergebnisanteile 13.296 3.502
-89.746 -58.821
27.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
in T€ 2022 2021
Tatsächlicher Steueraufwand -5.060 -3.293
Latenter Steueraufwand / -ertrag Inland 3.033 -6.239
Latenter Steueraufwand / -ertrag Ausland -439 -1.226
-2.466 -10.758
Anlage I  
Seite 32  
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Steuerliche Überleitungsrechnung  
Die Ertragsteuern im Berichtsjahr in Höhe von 2.466 T€ (i. Vj. 10.758 T€) leiten sich von einem erwarteten   Ertragsteueraufwand, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes des  Mutterunternehmens auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte, wie folgt ab. Dabei wurde mit einem  Steuersatz von 32,28 % gerechnet.  
in T€ 2022 2021
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 23.823 70.703
Theoretische Ertragsteuer 32,28 % -7.690 -22.823
Steuersatzunterschiede bei ausländischen Konzernunternehmen 1.303 4.069
Steuersatzunterschiede bei inländischen Konzernunternehmen 3.085 7.062
Steuerfreie Erträge / nicht abzugsfähige Aufwendungen -80 446
Steuereffekt aus nach der at-equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 521 717
Aperiodischer Steueraufwand/-ertrag 395 -229
Tatsächliche Ertragsteuer -2.466 -10.758
Im Geschäftsjahr 2022 ergibt sich ohne Berücksichtigung der aperiodischen Steueraufwendungen/   -erträge ein effektiver Ertragsteuersatz von 12,0 %.  
28.Ergebnis je Aktie  
2022 2021
Anteil der Konzernaktionäre am
Jahresergebnis (T€) 21.357 59.945
Gewichtete Anzahl der ausgegebenen Stückaktien 61.783.594 61.783.594
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis
je Aktie (€) 0,35 0,97
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird mittels Division des den Aktionären der Deutsche EuroShop AG   zustehenden Periodenergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der innerhalb der  Berichtsperiode im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Eine potenzielle Verwässerung, beispielsweise  durch Wandelanleihen oder Aktienoptionen, besteht zum Bilanzstichtag nicht, sodass das verwässerte  Ergebnis dem unverwässerten Ergebnis entspricht.  
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG  
Die Segmentberichterstattung der Deutsche EuroShop AG erfolgt auf Basis der internen Berichterstattung,   die dem Vorstand zur Steuerung des Konzerns dient. Bei der internen Berichterstattung wird zwischen  Shoppingcentern in Deutschland („Inland“) und im europäischen Ausland („Ausland“) unterschieden.  
Der Vorstand der Deutsche EuroShop AG als Hauptentscheidungsträger des Konzerns beurteilt im   Wesentlichen die Leistungen der Segmente nach Umsatz, EBIT und dem EBT ohne Bewertungsergebnis.  Die Bewertungsgrundsätze für die Segmentberichterstattung entsprechen denen des Konzerns.  
Zur Beurteilung des Beitrages der Segmente zu den einzelnen Leistungskennzahlen und zum   Konzernerfolg werden die Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden der  
Anlage I  
Seite 33  
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Gemeinschaftsunternehmen mit ihrem Konzernanteil quotal in die interne Berichterstattung einbezogen.   Ebenso werden bei Tochterunternehmen, bei denen der Konzern nicht alleiniger Gesellschafter ist, die  Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden ebenfalls nur mit dem entsprechenden  Konzernanteil quotal berücksichtigt. Daraus ergibt sich folgende Darstellung, aufgeteilt nach Segmenten:  
Aufteilung nach geografischen Segmenten  
01.01.-
in T€ Inland Ausland Summe Überleitung 31.12.2022
Umsatzerlöse 182.590 45.362 227.952 -15.141 212.811
EBIT 142.421 39.421 181.842 -29.410 152.432
Jahresergebnisse von Gemeinschafts- und
assoziierten Unternehmen 0 0 0 12.926 12.926
Zinserträge 85 66 151 121 272
Zinsaufwendungen -28.047 -6.846 -34.893 -1.214 -36.107
EBT (ohne Bewertungsergebnis) 114.459 32.641 147.100 -16.934 130.166
31.12.2022
Investment Properties 2.797.177 676.968 3.474.145 -144.150 3.329.995
Zugänge und aktivierte bauliche
Maßnahmen Investment Properties 23.525 12.822 36.347 3.136 39.483
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 51.719 51.719
Nach at-equity bilanzierte Finanzanlagen 0 0 0 443.069 443.069
Sonstiges Segmentvermögen 204.845 35.407 240.252 143.071 383.323
Segmentvermögen 3.002.022 712.375 3.714.397 493.709 4.208.106
Segmentschulden 1.206.398 320.745 1.527.143 644.726 2.171.869
01.01.-
in T€ Inland Ausland Summe Überleitung 31.12.2021
Umsatzerlöse 184.061 42.388 226.449 -14.697 211.752
EBIT 132.798 33.661 166.459 -13.958 152.501
Jahresergebnisse von Gemeinschafts- und
assoziierten Unternehmen 0 0 0 29.612 29.612
Zinserträge 5 1 6 1 7
Zinsaufwendungen -31.481 -6.912 -38.393 -795 -39.188
EBT (ohne Bewertungsergebnis) 101.323 26.751 128.074 -2.510 125.564
31.12.2021
Investment Properties 2.866.680 677.468 3.544.148 -150.594 3.393.554
Zugänge und aktivierte bauliche
Maßnahmen Investment Properties 14.524 3.800 18.325 407 18.732
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 51.719 51.719
Nach at-equity bilanzierte Finanzanlagen 0 0 0 455.341 455.341
Sonstiges Segmentvermögen 212.456 42.218 254.674 123.502 378.176
Segmentvermögen 3.079.136 719.686 3.798.822 479.968 4.278.790
Segmentschulden 1.243.136 326.180 1.569.316 646.608 2.215.924
Die Anpassung der quotalen Einbeziehung der Gemeinschaftsunternehmen und Tochterunternehmen, an   denen der Konzern nicht zu 100 % beteiligt ist, erfolgt in der Überleitungsspalte. Die passiven latenten  Steuern werden vom Vorstand der Deutsche EuroShop AG segmentübergreifend betrachtet und sind daher  in der Überleitungsspalte der Segmentschulden enthalten. Entsprechend wurde der Geschäfts- oder  Firmenwert aus dem Erwerb der Olympia Brno der Überleitungsspalte des Segmentvermögens zugeordnet.  Des Weiteren enthält die Überleitungsspalte die Gesellschaften, die keinem der beiden Segmente  zugeordnet sind (Deutsche EuroShop AG, DES Management GmbH, DES Beteiligungs GmbH & Co. KG).  
Anlage I  
Seite 34  
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Diese erzielen keine Umsatzerlöse und sind in der Überleitungsspalte nach konzerninternen Eliminierungen   mit ihrem EBIT von -17.283 T€ (i. Vj. -4.434 T€) und EBT (ohne Bewertungsergebnis) von  -17.181 T€ (i. Vj. -4.434 T€) sowie im Segmentvermögen mit 141.137 T€ (i. Vj. 123.030 T€) und in den  Segmentschulden mit 4.476 T€ (i. Vj. 2.207 T€) enthalten.  
Aufgrund der geografischen Segmentierung entfallen weitere Angaben nach IFRS 8.33.  
SONSTIGE ANGABEN  
29.Finanzinstrumente und Risikomanagement  
Wertansatz nach IFRS 9
Bewertungs- Fortgeführte
kategorie nach Buchwerte Anschaffungs- Fair Value Fair Value Fair Value
in T€ IFRS 9 31.12.2022 kosten erfolgswirksam erfolgsneutral 31.12.2022
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 16.991 16.991 16.991
Sonstige Vermögenswerte AC 6.556 6.556 6.556
Liquide Mittel AC 334.943 334.943 334.943
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 2 FLAC 1.479.251 1.479.251 1.326.993
Abfindungsansprüche von Kommanditisten FLAC 307.130 307.130 307.130
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen FLAC 8.067 8.067 8.067
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 20.333 20.333 20.333
Erfolgsneutral bewertete
Zinssicherungsgeschäfte 2 n. a. 5.637 5.637 5.637
Wertansatz nach IFRS 9
Bewertungs- Fortgeführte
kategorie nach Buchwerte Anschaffungs- Fair Value Fair Value Fair Value
in T€ IFRS 9 31.12.2021 kosten erfolgswirksam erfolgsneutral 31.12.2021
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 22.763 22.763 22.763
Sonstige Vermögenswerte AC 6.247 6.247 6.247
Liquide Mittel AC 328.839 328.839 328.839
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 2 FLAC 1.502.114 1.502.114 1.522.818
Abfindungsansprüche von Kommanditisten FLAC 314.914 314.914 314.914
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen FLAC 5.345 5.345 5.345
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 22.715 22.715 22.715
Erfolgsneutral bewertete
Zinssicherungsgeschäfte 2 n. a. 23.398 23.398 23.398
1
Entspricht Level 1 der Fair Value-Hierarchie des IFRS 7  
2
Entspricht Level 2 der Fair Value-Hierarchie des IFRS 7  
3
Entspricht Level 3 der Fair Value-Hierarchie des IFRS 7  
Bewertungskategorien gemäß IFRS 9: Financial Assets measured at amortised cost (AC), At Fair Value through other comprehensive income (FVOCI),   Financial Liabilities measured at amortised cost (FLAC)  
Anlage I  
Seite 35  
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Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien  
Mit Ausnahme der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten derivativen Finanzinstrumente und übrigen   Finanzanlagen werden die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu fortgeführten  Anschaffungskosten bilanziert. Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen und  Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie  liquiden Mittel weichen die Buchwerte am Bilanzstichtag nicht signifikant von den beizulegenden Zeitwerten  ab.  
Die beizulegenden Zeitwerte der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzverbindlichkeiten   entsprechen den Barwerten der mit den Schulden verbundenen Zahlungen auf Basis aktueller  Zinsstrukturkurven (Level 2 nach IFRS 13).  
Bei den zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um   Zinssicherungsgeschäfte. Der beizulegende Zeitwert entspricht dabei dem Barwert der auf Basis aktueller  Zinsstrukturkurven erwarteten künftigen Nettozahlungen aus den Sicherungsgeschäften (Level 2 nach IFRS  13).  
Risikomanagement  
Der Schwerpunkt des Risikomanagements liegt auf der Überwachung der Einhaltung der Strategie und   hierauf aufbauend auf der Erkennung und Beurteilung von Risiken und Chancen sowie der grundsätzlichen  Entscheidung zur Handhabung dieser Risiken. Das Risikomanagement gewährleistet, dass Risiken  frühzeitig erkannt, bewertet, zeitnah kommuniziert und begrenzt werden. Die Risikoanalyse besteht im  Erkennen und Analysieren derjenigen Faktoren, welche die Zielerreichung gefährden können.  
Marktrisiken  
Liquiditätsrisiko  
Die Liquidität des Deutsche EuroShop-Konzerns wird fortlaufend überwacht und geplant. Die   Tochtergesellschaften verfügen regelmäßig über ausreichende flüssige Mittel, um ihren laufenden  Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.  
Die vertraglich vereinbarten künftigen Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen   Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumente stellten sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt dar:  
Buchwert Kapitaldienst Kapitaldienst Kapitaldienst
in T€ 31.12.2022 2023 2024 - 2027 ab 2027
Bankverbindlichkeiten 1.479.251 50.715 591.575 1.087.257
Die Angaben beziehen sich auf alle am Bilanzstichtag bestehenden vertraglichen Verpflichtungen. Die   variablen Zinszahlungen aus den Zinssicherungsgeschäften wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor  dem 31. Dezember 2022 festgelegten Zinssätze ermittelt. Von den zum Geschäftsjahresende  ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrigen finanziellen  Verbindlichkeiten wird der wesentliche Teil 2023 fällig.  
Bis August 2022 bestand eine Kreditlinie in Höhe von 150.000 T€, die von den kreditgebenden Banken im   Rahmen des Übernahmeangebots und des daraus resultierenden Kontrollwechsels gekündigt wurde. Eine  Inanspruchnahme der Kreditlinie im Jahr 2022 erfolgte bis zu diesem Zeitpunkt nicht.  
Anlage I  
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Kredit- und Ausfallrisiko  
Im Konzern bestehen wesentliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die   coronabedingt bis zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung nicht vollständig beglichen waren (wir verweisen  auch auf Abschnitt „10. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“).  
Die Ermittlung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt auf Basis   der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste. Soweit im Einzelfall nicht widerlegbare Gründe vorliegen,  werden Forderungen, die mehr als 90 Tage überfällig sind, unter Berücksichtigung der durch den Mieter  gestellten und werthaltigen Sicherheiten vollständig wertberichtigt. Daneben wird bei Vorliegen von  Informationen, die auf ein erhöhtes Ausfallrisiko bei einem Mieter hindeuten, überprüft, ob auch die  Forderungen, die weniger als 90 Tage überfällig sind, wertzuberichtigen sind. Im Berichtsjahr sind  Wertberichtigungen auf Mietforderungen in Höhe von 8.130 T€ (i. Vj. 25.029 T€) im Aufwand erfasst worden.  
Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen   Vermögenswerte beläuft sich am Stichtag insgesamt auf 47.915 T€ (i. Vj. 49.061 T€).  
Währungs- und Bewertungsrisiko  
Die Konzerngesellschaften agieren ausschließlich im europäischen Wirtschaftsraum und wickeln den   größten Teil ihrer Geschäfte in Euro ab. Hieraus entstehen keine Währungsrisiken.  
Hinsichtlich des Bewertungsrisikos der Investment Properties verweisen wir auf die im Abschnitt   8. Investment Properties“ dargestellte Sensitivitätsanalyse.  
Zinsrisiko  
Zur Ermittlung der Auswirkung von potenziellen Zinsänderungen wurde eine Sensitivitätsanalyse   durchgeführt. Diese gibt, basierend auf den zum Bilanzstichtag einem Zinsänderungsrisiko unterliegenden  finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die Auswirkung einer Änderung auf das  Eigenkapital des Konzerns an. Zinsrisiken bestanden am Bilanzstichtag nur für aufgenommene Kredite und  die damit im Zusammenhang stehenden Zinssicherungsgeschäfte. Eine Erhöhung des Marktzinsniveaus  um 100 Basispunkte würde zu einer Eigenkapitalerhöhung (vor Steuern) um 3.608 T€ (i. Vj. 5.218 T€)  führen. Der weit überwiegende Teil der Darlehensverbindlichkeiten hat feste Zinskonditionen. Am  Bilanzstichtag waren Kredite in Höhe von 93.000 T€ (i. Vj. 104.900 T€) durch derivative Finanzinstrumente  abgesichert.  
Kapitalmanagement  
Das Kapitalmanagement des Konzerns ist auf die Erhaltung einer starken Eigenkapitalbasis ausgelegt. Ziel   ist es, sicherzustellen, dass auch in Zukunft die Schuldentilgungsfähigkeit und die finanzielle Substanz  erhalten bleiben. Des Weiteren zielt die Finanzpolitik des Konzerns auf die jährliche Auszahlung einer  Dividende ab.  
in T€ 31.12.2022 31.12.2021
Eigenkapital 2.343.367 2.377.780
Eigenkapitalquote in % 55,7% 55,6%
Nettofinanzverschuldung 1.144.308 1.173.275
Ausgewiesen wird hier das Eigenkapital einschließlich der Abfindungsansprüche von Kommanditisten.  
Die Nettofinanzverschuldung ermittelt sich aus den Finanzverbindlichkeiten am Bilanzstichtag abzüglich   liquider Mittel.  
Anlage I  
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30.Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung  
Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach   Zahlungsströmen aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und  Finanzierungstätigkeit.  
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird mittels der indirekten Methode aus dem Konzernergebnis   abgeleitet. Der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, der Cashflow aus Investitionstätigkeit sowie der  Cashflow aus Finanzierungstätigkeit werden nach der direkten Methode ermittelt.  
Der Finanzmittelbestand umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die jederzeit in   Zahlungsmittel umgewandelt werden können. Zum Bilanzstichtag entspricht der Finanzmittelfonds, wie im  Vorjahr, den liquiden Mitteln (siehe Abschnitt „12. Liquide Mittel“).  
31.Sonstige finanzielle Verpflichtungen  
Aus Dienstleistungsverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 57,1 Mio. .  
Für die Investitionsmaßnahmen, die 2023 in unseren Shoppingcentern anfallen werden, bestehen   finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 10,4 Mio. .  
32.Anzahl der Mitarbeitenden  
Im Geschäftsjahr waren im Konzern durchschnittlich fünf (i. Vj. fünf) Angestellte beschäftigt.  
33.Honorar des Abschlussprüfers  
Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar   beläuft sich auf 525 T€ (i. Vj. 365 T€). Davon betreffen 412 T€ (i. Vj. 361 T€) Abschlussprüfungsleistungen.  Des Weiteren wurden andere Bestätigungsleistungen in Höhe von 113 T€ (i. Vj. 4 T€) durch den  Abschlussprüfer erbracht.  
34.Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex  
Nach § 161 AktG ist die vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex   gemeinsam vom Aufsichtsrat und Vorstand abgegeben und mit Veröffentlichung auf der Internetseite der  Deutsche EuroShop unter Investor Relations > Corporate Governance > Entsprechenserklärung den  Aktionären zugänglich gemacht worden:  
https://www.deutsche-euroshop.de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Entsprechenserklaerung  
35.Nahestehende Personen nach IAS 24  
Die Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen sowie Mitglieder   des Vorstands und Aufsichtsrats der Deutsche EuroShop und deren nahe Familienangehörige gelten als  nahestehende Personen im Sinne des IAS 24. Die Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands sind im  Vergütungsbericht erläutert. Er wird gemeinsam mit dem Vermerk zur formellen Prüfung auf der Website  der Deutsche EuroShop AG spätestens bis zu dem Zeitpunkt der Bekanntmachung der Einladung zur  Hauptversammlung veröffentlicht.  
Anlage I  
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Die Hercules BidCo GmbH hält zum Bilanzstichtag 84,38 % der Deutsche EuroShop AG und gilt damit als   nahestehendes Unternehmen im Sinne des IAS 24. Die Hercules BidCo GmbH steht mittelbar unter der  gemeinschaftlichen Kontrolle durch die Oaktree Gruppe und die Kommanditgesellschaft CURA  Vermögensverwaltung G.m.b.H. & Co. letztere wird wiederum durch Herrn Alexander Otto kontrolliert.  Die ECE-Unternehmensgruppe und CURATAX Treuhand GmbH Steuerberatungsgesellschaft, welche  beide von Herrn Alexander Otto beherrscht werden, gelten damit als nahestehende Unternehmen im Sinne  des IAS 24.  
Die Honorare für Dienstleistungsverträge und Zuschussvereinbarungen mit der ECE-Unternehmensgruppe   und der CURATAX Treuhand GmbH Steuerberatungsgesellschaft beliefen sich im Berichtsjahr auf  26.326 T€ (i. Vj. 19.205 T€). Dem standen Einnahmen aus Mietverträgen und Mallvermarktungen mit der  ECE-Unternehmensgruppe in Höhe von 9.597 T€ (i. Vj. 7.673 T€) gegenüber. Die Forderungen gegen die  ECE-Unternehmensgruppe beliefen sich auf 6.997 T€ (i. Vj. 5.494 T€) und die Verbindlichkeiten betrugen  5.039 T€ (i. Vj. 1.321 T€).  
Nach dem Bilanzstichtag am 12. Januar 2023 hat der Konzern mit der Kommanditgesellschaft ARENA   Vermögensverwaltung G.m.b.H. & Co. KG und der KG Vermögensverwaltungsgesellschaft Einkaufs-Center  Danzig, die alle letztlich ebenfalls von Herrn Alexander Otto kontrolliert werden, Anteilskaufverträge über  den Erwerb von weiteren Anteilen an der Immobilienkommanditgesellschaft FEZ Harburg, an der Forum  Wetzlar KG sowie an der Einkaufs-Center Galeria Baltycka G.m.b.H. & Co. KG gegen einen Kaufpreis von  insgesamt 91.979 T€ abgeschlossen (wir verweisen auch auf Abschnitt „38. Ereignisse nach dem  Bilanzstichtag“).  
Die Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit nahestehenden Personen erfolgten zu marktüblichen   Konditionen.  
36.Stimmrechtsmitteilungen  
Gemäß § 160 Abs. 1 Ziff. 8 AktG geben wir davon Kenntnis, dass der Deutsche EuroShop AG folgende   Beteiligungen und Stimmrechtsveränderungen entsprechend den Mitteilungspflichten nach § 33  Wertpapierhandelsgesetz gemeldet worden sind. Es wurden die Angaben jeweils aus der zeitlich letzten  Mitteilung der Meldepflichtigen entnommen. Dabei ist zu beachten, dass sich die Anzahl der Stimmrechte  seitdem ohne Entstehen einer Meldepflicht innerhalb der jeweiligen Schwellenwerte geändert haben könnte:  
Aktionär Bestands- Vorgang zur Schwellen… Neuer Stimm- davon direkt davon
meldung zum (in %) rechts Anteil (in %) zuzu-
(in %) rechnen
(in %)
Oaktree Capital Group Holdings 03.02.2023 ...unterschreitung (75) 73,96 0,00 73,961
GP, LLC, Wilmington, DE,
Vereinigte Staaten von Amerika
CURA Vermögensverwaltung 03.02.2023 ...unterschreitung (75) 73,96 0,00 73,962
G.m.b.H., Hamburg
Alexander Otto 03.02.2023 Freiwillige Konzernmitteilung 76,69 0,46 76,233
aufgrund Schwellenberührung
eines Tochterunternehmens
Thomas Armbrust 03.02.2023 ...überschreitung (3) 3,44 0,01 3,43
Anlage I  
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Aktionär Bestands- Vorgang zur Schwellen… Neuer Stimm- davon direkt davon
meldung zum (in %) rechts Anteil (in %) zuzu-
(in %) rechnen
(in %)
Maren Otto 03.02.2023 ...überschreitung (5) 7,75 0,32 7,43
Oaktree Capital Group Holdings 10.08.2022 ...überschreitung (75) 84,38 0,00 84,38
GP, LLC, Wilmington, DE,
Vereinigte Staaten von Amerika
CURA Vermögensverwaltung 10.08.2022 ...überschreitung (75) 84,38 0,00 84,38
G.m.b.H., Hamburg
Alexander Otto 10.08.2022 ...überschreitung (75) 84,38 0,57 83,81
Claudia Morales Ramón und 10.08.2022 ...unterschreitung (3) 0,00 0,00 0,00
David Schorr
The Goldman Sachs Group, 09.08.2022 ...unterschreitung (3) 2,04 0,00 2,044
Inc., Wilmington, DE, Vereinigte
Staaten von Amerika
Morgan Stanley, Wilmington, 22.07.2022 ...unterschreitung (3) 2,46 0,00 2,465
DE, Vereinigte Staaten von
Amerika
JPMorgan Chase & Co., 20.07.2022 ...unterschreitung (3) 0,29 0,00 0,296
Wilmington, DE, Vereinigte
Staaten von Amerika
Norwegisches 14.07.2022 ...unterschreitung (3) 1,26 0,00 1,26
Finanzministerium im Auftrag
des Königreichs Norwegen,
Oslo, Norwegen
BlackRock, Inc., Wilmington, 11.07.2022 ...unterschreitung (3) 2,95 0,00 2,957
DE, Vereinigte Staaten von
Amerika
UBS Group AG, Zürich, Schweiz 11.07.2022 ...unterschreitung (3) 2,38 0,00 2,388
DWS Investment GmbH, 05.07.2022 ...unterschreitung (3) 0,77 0,00 0,77
Frankfurt am Main
Anlage I  
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Aktionär Bestands- Vorgang zur Schwellen… Neuer Stimm- davon direkt davon
meldung zum (in %) rechts Anteil (in %) zuzu-
(in %) rechnen
(in %)
PGGM Coöperatie U.A., Zeist, 21.06.2022 ...unterschreitung (3) 1,53 0,00 1,53
Niederlande
State Street Corporation, 31.03.2020 ...unterschreitung (3) 1,22 0,00 1,22
Boston, MA, Vereinigte Staaten
von Amerika
1 Zusätzlich wurde uns von Oaktree Capital Group Holdings GP, LLC eine „Put-Option“ (3,06 %) gemeldet.  
2 Zusätzlich wurde uns von CURA Vermögensverwaltung G.m.b.H. eine „Put-Option“ (3,06 %) gemeldet.  
3 Zusätzlich wurde uns von Alexander Otto eine „Put-Option“ (3,06 %) gemeldet.  
4 Zusätzlich wurden uns von The Goldman Sachs Group, Inc. ein „Right to Recall“ (2,19 %), ein „Right of Use” (0,71 %) sowie ein  
Swap (0,07 %) gemeldet.  
5 Zusätzlich wurden uns von Morgan Stanley ein „Right of recall over securities lending agreements“ (0,41 %) sowie ein „Retail  
Structured Product(0,00 %) gemeldet.  
6 Zusätzlich wurde uns von JPMorgan Chase & Co. ein “Equity Swap” (0,47 %) gemeldet.  
7 Zusätzlich wurden uns von BlackRock, Inc. „Lent Securities (right to recall)“ (1,16 %) gemeldet.  
8 Zusätzlich wurden uns von UBS Group AG „Right to recall lent shares“ (0,00 %) sowie „Right to use over shares” (0,02 %)  
gemeldet.  
Sämtliche bei der Deutsche EuroShop AG eingegangenen Stimmrechtsmitteilungen finden sich auf der   Internetseite der Deutsche EuroShop AG unter Investor Relations > Aktie > Stimmrechte.  
37.Aufsichtsrat und Vorstand  
Aufsichtsrat  
Der Aufsichtsrat der Deutsche EuroShop AG umfasst neun Mitglieder. Dem Aufsichtsrat gehörten folgende   Mitglieder mit ihren Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in  vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen an:  
Reiner Strecker, Wuppertal, Vorsitzender  
Selbstständiger Unternehmensberater, Hamburg  
akf Bank GmbH & Co. KG, Wuppertal  
Carl Kühne KG (GmbH & Co.), Hamburg (Vorsitz)  
ECKES AG, Nieder-Olm (seit 01.04.2022; Vorsitz)  
Chantal Schumacher, München, Stellv. Vorsitzende (seit 30.08.2022)  
Global Program Director, Allianz SE, München (bis 31.12.2022), Selbstständige Unternehmensberaterin  
(seit 01.01.2023)  
Scope SE & Co. KGaA, Berlin  
Benjamin P. Bianchi, London (Vereinigtes Königreich) (seit 30.08.2022)  
Partner, Oaktree Capital Management (UK) LLP, London (Vereinigtes Königreich)  
Dr. Anja Disput, Bad Soden am Taunus (bis 30.08.2022)  
Partnerin von Disput Hübner Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB, Frankfurt am Main  
Anlage I  
Seite 41  
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Karin Dohm, Kronberg im Taunus, Stellvertretende Vorsitzende (bis 30.08.2022)  
Mitglied des Vorstands, Hornbach AG und Hornbach Management AG, Bornheim bei Landau/Pfalz  
Hornbach Immobilien AG, Bornheim  
CECONOMY AG, Düsseldorf  
Danfoss A/S, Norborg (Dänemark) (seit 25.03.2022)  
Henning Eggers, Halstenbek  
Mitglied der Geschäftsführung, CURA Vermögensverwaltung G.m.b.H, Hamburg  
ECE Group GmbH & Co. KG, Hamburg  
Lemara Dee Grant, London (Vereinigtes Königreich) (seit 30.08.2022)  
Vice President und European Tax Counsel, Oaktree Capital Management (UK) LLP, London (Vereinigtes  
Königreich)  
Stuart E. Keith, London (Vereinigtes Königreich) (seit 30.08.2022)  
Senior Vice President (bis 28.02.2023), Managing Director (seit 01.03.2023), Oaktree Capital  
Management, London (Vereinigtes Königreich)  
Dr. Volker Kraft, Hamburg (seit 30.08.2022)  
Geschäftsführer, ECE Real Estate Partners GmbH, Hamburg  
Aliansce Sonae Shopping Centers S.A., Sao Paulo/Brasilien  
Dr. Henning Kreke, Hagen / Westfalen  
Geschäftsführender Gesellschafter, Let's Go JMK KG und Kreke Immobilien KG, Hagen / Westfalen  
Douglas GmbH, Düsseldorf (Vorsitz)  
Thalia Bücher GmbH, Hagen (Westfalen)  
Encavis AG, Hamburg  
Axxum Holding GmbH, Wuppertal  
Noventic GmbH, Hamburg  
Perma-tec GmbH & Co. KG, Euerdorf  
Slyrs Destillerie GmbH & Co. KG, Schliersee  
Alexander Otto, Hamburg (bis 23.05.2022)  
CEO, ECE Group Verwaltung GmbH, Hamburg  
SITE Centers Corp. Inc., Beechwood, USA  
Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf  
Verwaltungsgesellschaft Otto mbH, Hamburg  
Claudia Plath, Hamburg  
CFO, ECE Group Verwaltung GmbH, Hamburg  
CECONOMY AG, Düsseldorf  
MEC Metro-ECE Centermanagement GmbH & Co. KG, Düsseldorf  
Anlage I  
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Klaus Striebich, Besigheim (bis 30.08.2022)  
Geschäftsführer, RaRE Advise, Besigheim  
Unternehmensgruppe Dr. Eckert GmbH, Berlin  
Klier Hairgroup GmbH, Wolfsburg  
Bez & Roth GmbH & Co. KG, Bietigheim-Bissingen (seit 24.06.2022)  
Sinn GmbH, Hagen (bis 03.09.2022)  
Roland Werner, Hamburg (bis 30.08.2022)  
Vorsitzender des Vorstands, Bijou Brigitte modische Accessoires AG, Hamburg  
Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 256 T€   (i. Vj. 263 T€).  
Vorstand  
Hans-Peter Kneip, Düsseldorf, Vorstand (seit 01. Oktober 2022)  
Wilhelm Wellner, Hamburg, Sprecher des Vorstands (bis 20. April 2022)  
Olaf Borkers, Hamburg, Mitglied des Vorstands (bis 30. September 2022)  
Die gewährten Zuwendungen des Vorstands ohne Versorgungsaufwand betrugen insgesamt 1.336 T€   (i. Vj. 1.127 T€). Darin enthalten sind erfolgsbezogene Zuwendungen von 675 T€ (i. Vj. 585 T€). An  ehemalige Vorstände wurden 2.057 T€ (i. Vj. 0 T€) gewährt.  
Wir verweisen auf die Erläuterungen zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat im separaten, auf der   Internetseite der Gesellschaft veröffentlichten Vergütungsbericht.  
Anlage I  
Seite 43  
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38.Ereignisse nach dem Bilanzstichtag  
Der Deutsche EuroShop Konzern hat am 12. Januar 2023 sechs Kaufverträge zum Erwerb weiterer Anteile   an sechs Objektgesellschaften, an denen er mit 50 % bis 75 % bereits beteiligt war, abgeschlossen  (Näheres siehe Erläuterungen in Abschnitt „2. Konsolidierungskreis / Unternehmenserwerb nach dem  Bilanzstichtag“). Zur Finanzierung des Erwerbs hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am  gleichen Tag beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft, unter teilweiser Ausnutzung des  genehmigten Kapitals, um bis zu 14.710.375 € durch Ausgabe von bis zu 14.710.375 auf den Namen  lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- und Sacheinlage zu erhöhen. Nach Ende der Bezugsfrist  hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 1. Februar 2023 den endgültigen Umfang der  Kapitalerhöhung auf 14.680.725 neue Aktien festgelegt. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich  dementsprechend um 14.681 T€ auf 76.464 T€. Im Rahmen der Kapitalerhöhung wurden Aktien gegen  Barmittel in Höhe von 64.252 T€ und in Höhe von 251.384 T€ gegen Einlage von Kaufpreisforderungen aus  dem Erwerb der weiteren Anteile an sechs Objektgesellschaften gezeichnet.  
Mit Datum vom 31. März 2023 hat die Gesellschaft mit der Großaktionärin Hercules BidCo GmbH, Hamburg,   einen Darlehensvertrag abgeschlossen. Danach gewährt die Hercules BidCo GmbH der Gesellschaft ein  zinsloses Darlehen, sofern ein mit ihrer Stimmenmehrheit gefasster Gewinnverwendungsbeschluss auf der  kommenden oder zukünftigen Hauptversammlungen der Gesellschaft zu einem Unterschreiten der jeweils  geltenden Mindestliquidität (derzeit 100.000 T€) führen sollte. Die aus Sicht des Vorstands und des  Aufsichtsrats angemessene Mindestliquidität wird anhand der Unternehmensplanung regelmäßig neu  bewertet. Die entsprechende Darlehensfazilität ist grundsätzlich auf unbestimmte Zeit geschlossen und  umfasst anfänglich 500.000 T€, die sich jedoch im Zeitablauf bei Eintreten vereinbarter Ereignisse  reduzieren kann. Der Darlehensvertrag steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats der  Gesellschaft.  
Zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Abschlusserstellung sind darüber hinaus keine Ereignisse   von wesentlicher Bedeutung eingetreten.  
Hamburg, 31. März 2023  
Deutsche EuroShop AG  
Der Vorstand  
Hans-Peter Kneip  
Anlage I  
Seite 44  
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ANGABEN ZUM BETEILIGUNGSBESITZ ANLAGE ZUM ANHANG  
Angaben zum Beteiligungsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB zum 31. Dezember 2022:  
Anteil am
Name und Sitz des Unternehmens Eigenkapital
Vollkonsolidierte Unternehmen:
DES Verwaltung GmbH, Hamburg 100%
DES Management GmbH, Hamburg 100%
DES Shoppingcenter GmbH & Co. KG, Hamburg 1, 2 100%
DES Beteiligungs GmbH & Co. KG, Hamburg 1 100%
A10 Center Wildau GmbH, Hamburg 100%
Main-Taunus-Zentrum KG, Hamburg 52,01%
Forum Wetzlar KG, Hamburg 65%
Objekt City-Point Kassel GmbH & Co. KG, Hamburg 1 100%
Stadtgalerie Hameln GmbH & Co. KG, Hamburg 1 100%
Altmarkt-Galerie Dresden GmbH & Co. KG, Hamburg 1, 2 100%
Einkaufs-Center Galeria Baltycka G.m.b.H. & Co. KG, Hamburg 74%
Einkaufs-Center Galeria Baltycka G.m.b.H. & Co. KG, Sp. kom., Warschau, Polen 99,99%
CASPIA Investments Sp. z o.o., Warschau, Polen 100%
City-Point Beteiligungs GmbH, Hamburg 100%
Olympia Brno s.r.o., Prag, Tschechische Republik 100%
Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures):
Allee-Center Magdeburg KG, Hamburg 50%
Stadt-Galerie Passau KG, Hamburg 75%
CAK City Arkaden Klagenfurt KG, Hamburg 50%
Saarpark Center Neunkirchen KG, Hamburg 50%
EKZ Eins Errichtungs- und Betriebs Ges.m.b.H. & Co OG, Wien, Österreich 50%
Immobilienkommanditgesellschaft FEZ Harburg, Hamburg 50%
Einkaufs-Center Arkaden Pécs KG, Hamburg 50%
Assoziierte Unternehmen:
EKZ Vier Errichtungs- und Betriebs Ges.m.b.H., Wien, Österreich 50%
1 Bei diesen Unternehmen wird die Befreiung von der Offenlegungsverpflichtung gem. § 264b HGB in Anspruch genommen.   2 Bei diesen Unternehmen wird die Befreiung von der Aufstellung eines Lageberichts gem. § 264b HGB in Anspruch genommen.  
Anlage I  
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