529900Y9QTEFHFEKQ736 2021-12-31 529900Y9QTEFHFEKQ736 2020-12-31 529900Y9QTEFHFEKQ736 2020-01-01 2020-12-31 529900Y9QTEFHFEKQ736 2020-12-31 529900Y9QTEFHFEKQ736 2019-12-31 529900Y9QTEFHFEKQ736 2020-01-01 2020-12-31 ifrs-full:StatutoryReserveMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2020-01-01 2020-12-31 ifrs-full:ReserveOfCashFlowHedgesMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2021-01-01 2021-12-31 ifrs-full:StatutoryReserveMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2021-01-01 2021-12-31 ifrs-full:ReserveOfCashFlowHedgesMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2021-01-01 2021-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2020-01-01 2020-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2020-01-01 2020-12-31 deutsche-euroshop:OtherRetainedEarningsMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2021-01-01 2021-12-31 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2021-01-01 2021-12-31 deutsche-euroshop:OtherRetainedEarningsMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2020-01-01 2020-12-31 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2020-12-31 ifrs-full:StatutoryReserveMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2020-12-31 ifrs-full:ReserveOfCashFlowHedgesMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2021-12-31 ifrs-full:StatutoryReserveMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2021-12-31 ifrs-full:ReserveOfCashFlowHedgesMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2021-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2020-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2020-12-31 deutsche-euroshop:OtherRetainedEarningsMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2021-12-31 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2021-12-31 deutsche-euroshop:OtherRetainedEarningsMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2020-12-31 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2019-12-31 ifrs-full:StatutoryReserveMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2019-12-31 ifrs-full:ReserveOfCashFlowHedgesMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2020-12-31 ifrs-full:StatutoryReserveMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2020-12-31 ifrs-full:ReserveOfCashFlowHedgesMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2020-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2019-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2019-12-31 deutsche-euroshop:OtherRetainedEarningsMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2020-12-31 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2020-12-31 deutsche-euroshop:OtherRetainedEarningsMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2019-12-31 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 529900Y9QTEFHFEKQ736 2021-01-01 2021-12-31 iso4217:EUR iso4217:EUR xbrli:shares xbrli:pure iso4217:EUR xbrli:shares
,
false
Loading SVG
DEUTSCHE EUROSHOP AG  
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 2021  
INHALT  
Zusammengefasster Lagebericht................................................................................................ 1  
Grundlagen des Konzerns .......................................................................................................... 1  
Geschäftsmodell des Konzerns, Ziele und Strategie ................................................................................ 1  
Steuerungssystem..................................................................................................................................... 2  
Wirtschaftsbericht ....................................................................................................................... 3  
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen..................................................... 3  
Geschäftsverlauf und Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns ..................................... 6  
Ertragslage des Konzerns ......................................................................................................................... 8  
Finanzlage des Konzerns ........................................................................................................................ 15  
Vermögenslage des Konzerns ................................................................................................................ 18  
Nachtragsbericht........................................................................................................................21  
Prognosebericht.........................................................................................................................21  
Risikobericht..............................................................................................................................23  
Grundsätze des Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems.................................... 23  
Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem.......................................................................... 24  
Einschätzung der Gesamtrisikoposition .................................................................................................. 25  
Darstellung wesentlicher Einzelrisiken .................................................................................................... 26  
Chancenbericht..........................................................................................................................32  
Übernahmerelevante Angaben ..................................................................................................33  
Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f, § 315d HGB).......................................................34  
Berichterstattung zum Einzelabschluss der Deutsche EuroShop AG.........................................35  
Loading SVG
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT  
Die im zusammengefassten Lagebericht bereitgestellten Informationen gelten, soweit nicht gesondert  
vermerkt, sowohl für den Konzern als auch für die Deutsche EuroShop AG. In einem gesonderten Kapitel  
des zusammengefassten Lageberichts wird über den Einzelabschluss der Deutsche EuroShop AG  
berichtet.  
Der Vergütungsbericht ist nicht mehr Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Er wird  
gemeinsam mit dem Vermerk zur formellen Prüfung auf der Website der Deutsche EuroShop AG spätestens  
bis zu dem Zeitpunkt der Bekanntmachung der Einladung zur Hauptversammlung veröffentlicht.  
GRUNDLAGEN DES KONZERNS  
Geschäftsmodell des Konzerns, Ziele und Strategie  
Die Deutsche EuroShop ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Der Sitz der Gesellschaft ist in  
Hamburg. Die Deutsche EuroShop ist Deutschlands einzige Aktiengesellschaft, die ausschließlich in  
Shoppingcenter an erstklassigen Standorten investiert. Zum Immobilienportfolio gehören 21  
Einkaufszentren in Deutschland, Österreich, Polen, Ungarn und Tschechien. Die ausgewiesenen Umsätze  
erzielt der Konzern aus den Mieterlösen der vermieteten Flächen in den Einkaufszentren.  
Diese werden von eigenständigen Gesellschaften gehalten, über die die Deutsche EuroShop an zwölf  
Shoppingcentern zu 100 % und an neun Shoppingcentern mit 50 % bis 75 % beteiligt ist. Weitere  
Informationen zur Einbeziehung dieser Gesellschaften in den Konzernabschluss sind im Konzernanhang  
aufgeführt.  
Konzernführende Gesellschaft ist die Deutsche EuroShop AG. Sie ist verantwortlich für  
Unternehmensstrategie, Portfolio- und Risikomanagement, Finanzierung und Kommunikation. Der  
Deutsche EuroShop-Konzern ist zentral und in einer personell schlanken Struktur organisiert.  
Ziele und Strategie  
Die Unternehmensführung konzentriert sich auf Investments in qualitativ hochwertige Shoppingcenter in  
Innenstadtlagen und an etablierten Standorten, die das Potenzial für eine dauerhaft stabile Wertentwicklung  
haben. Die Erwirtschaftung eines hohen Liquiditätsüberschusses aus der Vermietung der Shoppingcenter,  
der zu einem wesentlichen Teil als jährliche Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden kann, ist ein  
wichtiges Anlageziel. Dazu investiert die Gesellschaft ihr Kapital nach dem Grundsatz der Risikostreuung  
in Shoppingcenter in verschiedenen europäischen Regionen; den Schwerpunkt bildet Deutschland.  
Indexierte und umsatzgebundene Gewerbemieten gewährleisten die gewünschte hohe Rentabilität.  
Mit bis zu zehn Prozent des Eigenkapitals kann sich die Gesellschaft im Rahmen von Joint Ventures an  
Shoppingcenter-Projektentwicklungen im Frühstadium beteiligen.  
Die Finanzierung neuer Investments soll in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, und der  
Fremdfinanzierungsanteil im Konzern 55 % dauerhaft nicht übersteigen. Grundsätzlich werden Zinssätze  
bei der Aufnahme oder Prolongation von Darlehen langfristig gesichert. Ziel ist es, die Duration  
(durchschnittliche Zinsbindungsdauer) bei über fünf Jahren zu halten.  
Diversifiziertes Shoppingcenter Portfolio  
Die Deutsche EuroShop verfügt über ein ausgewogen diversifiziertes Portfolio aus deutschen und  
europäischen Shoppingcentern. Bei Investitionen konzentriert sich die Unternehmensführung auf 1a-Lagen  
Anlage II  
Seite 1  
     
Loading SVG
in Städten mit einem Einzugsgebiet von mindestens 300.000 Einwohnern, die einen hohen Grad an  
Investitionssicherheit bieten.  
Gelegenheiten nutzen, Werte maximieren  
Im Rahmen einer grundsätzlichen „Buy & Hold“-Strategie legt das Management stets mehr Wert auf die  
Qualität und Rendite der Shoppingcenter als auf die Wachstumsgeschwindigkeit des Portfolios. Es  
beobachtet den Markt kontinuierlich und nimmt durch Zu- und Verkäufe Portfolioanpassungen vor, wenn  
sich wirtschaftlich attraktive Gelegenheiten bieten.  
Durch kurze Entscheidungswege sowie hohe Flexibilität in Bezug auf mögliche Beteiligungs- und  
Finanzierungsstrukturen kann sich die Deutsche EuroShop auf unterschiedlichste Wettbewerbssituationen  
einstellen. Parallel dazu fokussiert sich die Konzernleitung auf die Wertoptimierung der vorhandenen  
Objekte im Portfolio.  
Differenziertes Mietensystem  
Ein wichtiger Bestandteil des Vermietungskonzepts ist ein differenziertes Mietensystem. Während  
Einzeleigentümer in Innenstädten oftmals darauf bedacht sind, die höchstmögliche Miete für ihre Immobilien  
zu erzielen (und dabei ein monostrukturiertes Einzelhandelsangebot entsteht), sorgt das Management der  
Deutsche EuroShop mit einer Mischkalkulation für einen attraktiven Branchenmix und langfristig optimierte  
Mieterträge. Die Mietpartner zahlen eine branchenübliche Miete, die sich regelmäßig im Wesentlichen aus  
einer an den Verbraucherpreisindex gekoppelten Mindestmiete sowie einer umsatzabhängigen Miete  
zusammensetzt.  
Konzept des Erlebnis-Shoppings  
Das Centermanagement hat die Deutsche EuroShop an einen erfahrenen externen Partner, die Hamburger  
ECE Marketplaces GmbH & Co. KG (ECE), ausgelagert. Die ECE Unternehmensgruppe entwickelt, plant,  
realisiert, vermietet und managt seit 1965 Einkaufszentren. Mit derzeit etwa 200 Einkaufszentren im  
Management ist das Unternehmen europäischer Marktführer. Die Deutsche EuroShop sieht in einem  
professionellen Centermanagement den Schlüssel zum Erfolg eines Shoppingcenters. Es sorgt nicht nur  
für einheitliche Öffnungszeiten und eine stets freundliche, helle, sichere und saubere Einkaufsatmosphäre,  
sondern macht mit teils außergewöhnlichen Wareninszenierungen, Aktionen und Ausstellungen Shopping  
zum Erlebnis. Vor Ausbruch der Corona-Pandemie haben durchschnittlich täglich 500.000 bis 600.000  
Menschen die 21 Deutsche EuroShop-Center besucht und sich von der Branchenvielfalt, aber auch von  
Aktionen wie Autoausstellungen, Castingshows, Modenschauen und Kinderattraktionen verschiedenster Art  
begeistern lassen. Die Einkaufszentren werden so zu Marktplätzen, auf denen stets Neues und  
Spektakuläres geboten wird. Wir sind zuversichtlich, nach Überwindung der Pandemie wieder eine  
vergleichbare durchschnittliche Besucheranzahl in unseren Centern begrüßen zu dürfen.  
Steuerungssystem  
Der Vorstand der Deutsche EuroShop AG leitet den Konzern nach den aktienrechtlichen Bestimmungen  
und einer Geschäftsordnung. Die Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Geschäftsverfahren des Vorstands  
sind in einer Geschäftsordnung sowie einem Geschäftsverteilungsplan festgelegt.  
Aus den Zielen, eine dauerhaft stabile Wertentwicklung der Shoppingcenter zu erreichen und einen hohen  
Liquiditätsüberschuss aus deren langfristiger Vermietung zu erwirtschaften, leiten sich die  
Steuerungsgrößen (Leistungsindikatoren) ab. Dies sind Umsatz, EBIT (Earnings before Interest and Taxes),  
EBT (Earnings before Taxes) ohne Bewertungsergebnis und FFO (Funds from Operations). Aufgrund der  
coronabedingt höheren Mietausfälle und Mietaußenstände haben diese Steuerungskennzahlen aktuell  
teilweise nur eine eingeschränkte Aussagekraft, so dass bis auf Weiteres die Collection Ratio ergänzend  
Anlage II  
Seite 2  
 
Loading SVG
zu Steuerungszwecken genutzt wird. Die Collection Ratio misst das Verhältnis von Zahlungseingängen zu  
Miet- und Nebenkostenforderungen gegenüber den Mietern.  
Auf Basis einer dreijährigen Mittelfristplanung je Shoppingcenter wird einmal jährlich eine aggregierte  
Konzernplanung erstellt, und die Zielvorgaben für die Steuerungsgrößen werden festgelegt. Unterjährig  
(quartalsweise) erfolgt auf Konzernebene ein regelmäßiger Abgleich der aktuellen Geschäftsentwicklung  
mit den Zielvorgaben und der aktuellen Hochrechnung. Des Weiteren werden mithilfe von monatlichen  
Controllingberichten die Werttreiber der Steuerungsgrößen, wie beispielsweise Mieterlöse, Frequenzen und  
Nachvermietungsstand sowie Collection Ratio, überwacht. Dies ermöglicht es, rechtzeitig erforderliche  
Sofortmaßnahmen zu ergreifen.  
Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Geschäftsführung nach den aktienrechtlichen  
Bestimmungen und einer Geschäftsordnung. Er bestellt die Vorstandsmitglieder, und wesentliche  
Geschäfte des Vorstands benötigen seine Zustimmung. Der Aufsichtsrat besteht aus neun Mitgliedern, die  
alle von der Hauptversammlung gewählt werden.  
Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands erfolgt auf der Grundlage der §§ 84, 85 AktG.  
Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 179, 133 AktG, wobei der Aufsichtsrat auch ermächtigt  
ist, die Satzung ohne Beschluss der Hauptversammlung an neue gesetzliche Vorschriften anzupassen, die  
für die Gesellschaft verbindlich werden, sowie Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die  
Fassung betreffen.  
Weitere Informationen zu Vorstand und Aufsichtsrat sind in der Erklärung zur Unternehmensführung zu  
finden.  
WIRTSCHAFTSBERICHT  
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen  
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist trotz anhaltender Pandemielage und zunehmender Liefer- und  
Materialengpässe nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Berichtsjahr um 2,7 % gestiegen.  
Trotz dieser Erholung konnte der massive Einbruch des BIP im Vorjahr (-5,0 %) damit noch nicht  
kompensiert werden, so dass das BIP 2021 im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 noch um 2,0 %  
niedriger ausfiel.  
Die Wirtschaftsleistung hat sich 2021 im Vergleich zum Vorjahr in nahezu allen Bereichen wieder erhöht.  
Nur das Baugewerbe, das 2020 noch zugelegt hatte, musste aufgrund von Kapazitäts- und  
Materialengpässen einen leichten Rückgang um -0,4 % hinnehmen. Im Vergleich zu 2019 jedoch konnte  
kein Wirtschaftsbereich, ausgenommen das Baugewerbe und der Bereich Information und Kommunikation,  
die auch während der Pandemie Zuwächse verzeichneten, bisher wieder an das Vorkrisenniveau  
anknüpfen. Insbesondere waren die Wirtschaftsbereiche sonstige Dienstleistungen (u.a. Sport, Kultur und  
Unterhaltung) sowie Handel, Verkehr und Gastgewerbe von den Corona-Schutz- und  
-
Schließungsmaßnahmen weiterhin betroffen; die preisbereinigte Bruttowertschöpfung in diesen Bereichen  
sank im Vergleich zu 2019 um 9,9 % bzw. 2,3 %.  
Die privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Die  
Mehrwertsteuersenkung im 2. Halbjahr 2020 bedingte, dass der Erwerb langlebiger Gebrauchsgüter  
vorgezogen wurde und diese Ausgaben somit 2021 fehlten. Hingegen stiegen die privaten  
Konsumausgaben für kurzlebige Konsumgüter, und auch für Reisen wurde wieder mehr ausgegeben. Wie  
2020 führte die unsichere Pandemielage zu einer deutlich höheren Sparquote (15 %) der privaten Haushalte  
als im Vergleich zur Vorkrisenzeit. Die Konsumausgaben des Staates waren neben dem Export auch im  
Anlage II  
Seite 3  
   
Loading SVG
Jahr 2021 ein wesentlicher Wachstumstreiber und stiegen preisbereinigt um 3,4 %. Gründe für den Anstieg  
der Staatsausgaben waren unter anderem die Beschaffung und Bereitstellung von Impfstoffen, die im  
Frühjahr 2021 eingeführten kostenlosen Antigen-Schnelltests sowie der Betrieb von Test- und Impfzentren.  
Die Öffnungsschritte im Frühsommer 2021 belebten die Nachfrage nach neuen Beschäftigten, so dass die  
Zahl der Arbeitslosen sich auf einen Jahresdurchschnitt von 2,6 Millionen reduzierte. Dies entsprach einer  
Arbeitslosenquote von 5,7 % (i. Vj. 5,9 %). Nach dem bisherigen Höchststand von 6 Millionen Personen in  
Kurzarbeit im April 2020 hat sich die jahresdurchschnittliche Kurzarbeiterzahl von 2,94 Millionen auf 1,85  
Millionen reduziert.  
Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen gegenüber 2020 deutlich um 3,1 %. Ursächlich hierfür waren  
u. a. Basiseffekte wie die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze sowie der Preisverfall der  
Mineralölprodukte im 2. Halbjahr 2020. Aber auch Lieferengpässe bedingten einen deutlichen Preisanstieg  
im Berichtsjahr. Energieprodukte verteuerten sich um 10,4 %, Waren um 4,3 %, Nahrungsmittel um 3,2 %  
und Dienstleistungen um 2,1 %.  
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Reallöhne und -gehälter der Arbeitnehmer im  
Berichtsjahr um 0,1 % gesunken. Während im Jahr 2020 vor allem der vermehrte Einsatz von Kurzarbeit  
zur negativen Nominal- und Reallohnentwicklung beigetragen hatte, zehrte 2021 die hohe Inflation den  
Nominallohnanstieg auf.  
Basierend auf vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes erzielte der deutsche  
Einzelhandel (inklusive Onlinehandel) im Berichtsjahr nominal 2,9 % und real 0,7 % mehr Umsatz als 2020.  
Zur positiven Umsatzentwicklung des Einzelhandels trug erneut vor allem der Onlinehandel mit einem  
Wachstum um etwa ein Fünftel bei. Der schon in der Vergangenheit kontinuierlich und stark gewachsene  
Onlinehandel hat auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie durch das Ausweichen der Konsumenten auf  
diese Einkaufsoption einen weiteren Wachstumsschub erhalten. Es ist davon auszugehen, dass der  
stationäre Einzelhandel seinen Umsatzanteil nach Normalisierung der Pandemiesituation nicht vollständig  
zurückgewinnen kann.  
Die Konkurrenzsituation der Center im Portfolio der Deutsche EuroShop wird neben dem Onlinehandel zum  
einen durch die Geschäfte der jeweiligen Innenstädte sowie der Einkaufszentren im Einzugsgebiet  
bestimmt. Zum anderen befinden sich die Center aber auch im Wettbewerb mit den Innenstädten  
benachbarter Oberzentren. So stellen z. B. die Innenstädte von Dortmund für das Allee-Center Hamm,  
Mannheim für das Rhein-Neckar-Zentrum in Viernheim sowie Braunschweig für die City-Galerie Wolfsburg  
wichtige Wettbewerber dar.  
Weiterer Wettbewerb für den innerstädtischen Einzelhandel kann durch die Ansiedlung von  
Factory-/Designer-Outlet-Centern außerhalb der Stadtgrenzen auf der grünen Wiese, aber auch teilweise  
in Stadtlagen entstehen. Allerdings wurden über Jahre verfolgte Planungen für Designer-Outlet-Center in  
Wuppertal und jüngst in Remscheid, im Einzugsgebiet unseres Wuppertaler Shoppingcenters, wieder  
aufgegeben.  
Einzelhandel  
Nach Berechnungen von JLL, einem Beratungsunternehmen im Immobilienbereich, war 2021 bei den  
Vertragsabschlüssen für Einzelhandelsflächen in Deutschland nach dem coronabedingten Einbruch des  
Vorjahres wieder ein Aufwärtstrend zu beobachten. Insgesamt wurden 434.600 qm in 952 Transaktionen  
vermittelt. Dies entspricht einem Zuwachs von 13 % zum Vorjahr. Das Vorkrisenniveau 2019 mit 499.900  
qm wurde trotz der deutlichen Belebung jedoch noch nicht wieder erreicht. Gefragt waren 2021  
insbesondere Flächen mit mehr als 1.000 qm, auf die 53 % des Vermietungsumsatzes entfielen. Der  
Handelsverband Deutschland (HDE) sieht allerdings gerade innerstädtische Händler als besonders von  
Nachwirkungen der Corona-Krise betroffen und schätzt, dass 2021 etwa 16.100 (4,7 %) von 344.300  
Geschäften und Filialen in Deutschland dauerhaft geschlossen wurden.  
Anlage II  
Seite 4  
Loading SVG
Gemäß HDE stieg der Umsatz im Onlinegeschäft im Vergleich zum Vorjahr um 19,2 % auf nunmehr ca.  
86,7 Mrd. € an. Das entspricht einem Anteil von etwa 14,7 % am gesamten Einzelhandelsumsatz 2021, der  
sich nach HDE-Angaben auf 587,8 Mrd. € belief. Der stationäre Einzelhandel in Deutschland verzeichnete  
2021 einen nominalen Umsatzrückgang von 0,7 %, wobei der für Shoppingcenter wichtige stationäre  
Modehandel coronabedingt einen weiteren Umsatzverlust von 9 % hinnehmen musste.  
Der stationäre Lebensmittelhandel war von Lockdown-Maßnahmen nicht betroffen und konnte sich 2021  
über ein leichtes Umsatzplus von 0,8 % freuen. Der stationäre Non-Food-Handel verzeichnete einen  
Umsatzrückgang von 2,1 %.  
Immobilienmarkt  
Der Investmentmarkt für Immobilien in Deutschland verzeichnete - nach Angaben von JLL - mit 111,1 Mrd. €  
(i. Vj. 81,5 Mrd. €) ein Rekordjahr. Das Plus von 36 % gegenüber 2020 dokumentiere den Mangel an  
renditebringenden Alternativen zur Immobilie. Dabei dominierten mit rund 73 % des Transaktionsvolumens  
weiterhin die Assetklassen Büro und Wohnen. Auf Einzelhandelsimmobilien entfiel ein Anteil von 8 %  
(i. Vj. 13 %). Dabei lag mit über 70 % des investierten Kapitals der Schwerpunkt bei den  
Einzelhandelsimmobilien auf Fachmärkten, Supermärkten, Discountern sowie lebensmittelgeankerten  
Fachmarktzentren.  
Investitionen in deutsche Shoppingcenter summierten sich nach Berechnungen des Immobilienmaklers  
CBRE - im Gesamtjahr 2021 auf rund 0,93 Mrd. € (i. Vj. 1,5 Mrd. €), was einem weiteren Rückgang von 38  
% gegenüber dem bereits niedrigen Niveau des Vorjahres entspricht. JLL konstatierte für das Teilsegment  
Shoppingcenter eine anhaltende Käufer-Zurückhaltung, da diese ebenso wie Warenhäuser und  
innerstädtische Geschäftshäuser substanziell unter pandemiebedingten Einschränkungen litten. Der  
Anteil von Shoppingcentern am Investitionsvolumen für Einzelhandelsimmobilien lag daher 2021 nur bei 9,8  
%.  
JLL beobachtete einen Rückgang bzw. eine stabile Entwicklung der Spitzenrenditen in den einzelnen  
Sektoren. Für die Top-Shoppingcenter in Deutschland lagen die Spitzenrenditen zum Jahresende  
unverändert bei durchschnittlich 4,85 % (i. Vj. 4,85 %).  
Entwicklung des Aktienkurses  
Nach einem Jahresschlusskurs (Xetra) 2020 von 18,45 € ist die Aktie der Deutsche EuroShop ohne  
eindeutige Tendenz in die ersten Wochen des Jahres 2021 gestartet und bewegte sich dabei in einem  
Korridor von etwa 16 € bis 19 €. Im Anschluss tendierte die DES-Aktie erneut uneinheitlich und ging ab  
Anfang Juni bei Kursen um die 20 € in eine leichte Erholungsphase. Dabei wurde der Jahreshöchstkurs am  
13. August 2021 mit 21,30 € erreicht. Im weiteren Jahresverlauf entwickelte sich die Aktie analog zur  
Peergroup wieder rückläufig und verzeichnete am 3. und 13. Dezember 2021 bei jeweils 14,00 € das  
tiefste Niveau im Berichtsjahr. Am 30. Dezember 2021 ging die Aktie mit einem Jahresschlusskurs von  
14,64 aus dem Handel. Unter Berücksichtigung der am 23. Juni 2021 ausgeschütteten Dividende von  
0,04 € je Aktie entspricht dies einer Performance von -20,5 % (i. Vj. -30,2 %). Der SDAX gewann im selben  
Zeitraum 11,2 % hinzu. Die Marktkapitalisierung der Deutsche EuroShop AG belief sich Ende 2021 auf 0,9  
Mrd. €.  
Anlage II  
Seite 5  
Loading SVG
Geschäftsverlauf und Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des  
Konzerns  
Wesentliche Konzernkennzahlen  
01.01.-  
01.01.-  
in Mio. €  
31.12.2021  
31.12.2020  
+/-  
-5,5 %  
-5,4 %  
-1,6 %  
-2,1 %  
-0,9 %  
Umsatzerlöse  
211,8  
152,5  
125,6  
122,0  
122,3  
55,6  
224,1  
161,2  
127,6  
124,5  
123,3  
54,6  
EBIT  
EBT (ohne Bewertungsergebnis1)  
EPRA2 Earnings  
FFO  
Eigenkapitalquote in %3  
LTV-Verhältnis in %4  
LTV-Verhältnis (quotal) in %4  
30,5  
32,9  
33,3  
35,8  
01.01.-  
01.01.-  
in €  
31.12.2021  
31.12.2020  
+/-  
-2,5 %  
-1,0 %  
2,8 %  
EPRA2 Earnings je Aktie  
1,97  
1,98  
2,02  
2,00  
FFO je Aktie  
EPRA2 NTA je Aktie  
38,43  
37,38  
Gewichtete Anzahl der ausgegebenen  
Stückaktien  
61.783.594  
61.783.594  
0,0 %  
1 inklusive des Anteils, der auf die at-equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen entfällt  
2 European Public Real Estate Association  
3 inklusive Fremdanteile am Eigenkapital  
4
Loan to Value (LTV): Verhältnis Nettofinanzverbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel) zu  
langfristigen Vermögenswerten (Investment Properties und nach at-equity bilanzierte Finanzanlagen). Der LTV (quotal)  
wird dabei auf Basis des Konzernanteils an den Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen ermittelt.  
Die Corona-Pandemie hatte auch im Geschäftsjahr 2021 deutlich negative Auswirkungen auf den Deutsche  
EuroShop Konzern. Insbesondere die ersten fünf Monate waren durch angeordnete Geschäftsschließungen  
massiv beeinflusst. Mit Wiedereröffnung der Geschäfte im Frühsommer hat sich die Lage deutlich  
verbessert. Die Menschen kamen wieder in die Städte, suchten die Gemeinschaft und persönliche  
Erlebnisse, nutzten mit Freude auch die Shoppingvielfalt des stationären Einzelhandels und genossen die  
Gastronomie. Aber auch diese Phase war weiterhin von Einschränkungen geprägt, die sich nachteilig auf  
das Geschäftsmodell des Konzerns auswirkten. In der Mehrzahl der Shoppingcenter des Deutsche  
EuroShop Konzerns waren 2021 durchgängig Masken zu tragen und es existierten verschiedene  
Zugangsbeschränkungen, die mit der Zunahme der Infektionszahlen ab Herbst auch weiter verschärft  
wurden - beispielsweise 2G (geimpft oder genesen) bzw. 2G+ (geimpft oder genesen und getestet) im  
Einzelhandel und Gastronomie.  
Die Kundenfrequenzen in unseren Shoppingcentern spiegeln dabei den Verlauf der Pandemie im Jahr 2021  
wider. Während die Frequenz im ersten Quartal 2021 noch bei 36 % des Vor-Corona-Niveaus lag und sich  
insbesondere ab dem zweiten und dritten Quartal auf 75 % verbesserte, sank die Frequenz im vierten  
Quartal auf 69 % wieder ab. Insgesamt lag die Kundenfrequenz im Jahr 2021 bei 59 % des Vor-Corona-  
Niveaus. Besser als die Kundenfrequenzen entwickelten sich im Jahresverlauf die Umsätze unserer Mieter.  
Im Jahr 2021 lagen diese durchschnittlich bei 69 % des Vorkrisenniveaus. Dabei waren die Shoppingcenter  
im Vorteil, die mit weniger Beschränkungen belegt waren. Insbesondere der unterjährige Wegfall der  
Maskenpflicht in einigen Centern des Konzerns wirkte sich positiv auf diese Standorte aus. Hier zeichnete  
Anlage II  
Seite 6  
 
Loading SVG
sich das Aufholpotenzial für die Kundenfrequenzen und die Mieterumsätze ab, das mit den weiteren  
Lockerungen der Beschränkungen verbunden ist.  
Zur Bewältigung der negativen Aus- und Nachwirkungen der Lockdownphasen auf den stationären  
Einzelhandel hat der Konzern proaktiv partnerschaftliche Lösungen vorgeschlagen und mit dem Hauptteil  
seiner Mieter Einigungen erzielt. Darüber hinaus brachten die deutlich verbesserten staatlichen  
Unterstützungsprogramme den Einzelhändlern ebenfalls etwas Entlastung, was zur Bestandssicherung der  
Immobilien des Konzerns beiträgt. Der Deutsche EuroShop Konzern selbst hat für das Geschäftsjahr 2021  
einen Betrag von 2 Mio. € im Rahmen der Überbrückungshilfe III bewilligt bekommen. Die Vermietungsquote  
lag zum Bilanzstichtag bei 94,3 % nach 95,4 % zum Jahresende 2020.  
Die Auswirkungen der Pandemie und der Ladenschließungen in den ersten fünf Monaten des  
Geschäftsjahres und deren Nachwirkungen zeigen sich in den Finanzkennzahlen des Konzerns. Der  
Umsatz in Höhe von 211,8 Mio. € (-5,5 %) und das EBIT in Höhe von 152,5 Mio. € (-5,4 %) lagen unter den  
Werten des Vorjahres, das ebenfalls  
allerdings in deutlich geringerem Umfang  
von  
Geschäftsschließungen betroffen war. Das Ergebnis vor Steuern und Bewertung (EBT ohne Bewertung)  
sank um 1,6 % auf 125,6 Mio. €. Die EPRA Earnings und die um Bewertungs- und Sondereffekte bereinigten  
FFO lagen bei 122,0 Mio. € bzw. bei 122,3 Mio. € und damit um 2,1 % bzw. 0,9 % unter dem Vorjahr. Die  
Collection Ratio, die das Verhältnis der gezahlten zur fälligen Miete beschreibt, hat sich hingegen auf 94,8 %  
nach 89,6 % im Jahr 2020 verbessert.  
Aufgrund der im Geschäftsjahr 2021 bestehenden großen Unsicherheit hinsichtlich des Ausmaßes und der  
Dauer der substanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Geschäft der Mieter und damit auf  
den Geschäftsausblick des Konzerns, konnte dieser erst mit der temporären Entspannung der  
Infektionslage im Sommer 2021 im Rahmen der Veröffentlichung des Halbjahresabschlusses mit einer  
Zielbandbreite des FFO je Aktie von 1,70 € bis 1,90 € für 2021 beziffert werden. Mit einem FFO je Aktie von  
1,98 € wurde dieser Korridor übertroffen. Maßgeblich hierfür waren insbesondere niedrigere Ausfälle und  
geringere Rückgänge bei den Mieten als zuvor angenommen.  
Anlage II  
Seite 7  
Loading SVG
Ertragslage des Konzerns  
Veränderung  
in T€  
01.01.-31.12.2021  
211.752  
01.01.-31.12.2020  
224.104  
+/-  
-12.352  
-4.259  
in %  
-5,5%  
Umsatzerlöse  
Grundstücksbetriebs- und -verwaltungskosten  
Wertberichtigung und Ausbuchung  
von Forderungen  
-32.547  
-28.288  
-15,1%  
-25.029  
154.176  
6.265  
-29.218  
166.598  
2.400  
4.189  
-12.422  
3.865  
14,3%  
-7,5%  
NOI  
Sonstige betriebliche Erträge  
Sonstige betriebliche Aufwendungen  
EBIT  
161,0%  
-2,3%  
-7.940  
-7.759  
-181  
152.501  
161.239  
-8.738  
-5,4%  
At-equity-Ergebnis  
29.612  
-4.092  
132  
-51.482  
73.786  
717  
Bewertungsergebnis (at-equity)  
Latente Steuern (at-equity)  
At-equity-Ergebnis (operativ)  
Zinsaufwendungen  
25.652  
-39.188  
-13.408  
7
23.021  
-43.716  
-13.501  
547  
2.631  
4.528  
93  
11,4%  
10,4%  
0,7%  
Kommanditisten zustehende Ergebnisanteile  
Übriges Finanzergebnis  
-540  
-98,7%  
19,9%  
-1,6%  
Finanzergebnis (ohne Bewertungsergebnis)  
EBT (ohne Bewertungsergebnis)  
Bewertungsergebnis  
-26.937  
125.564  
-33.649  
127.590  
6.712  
-2.026  
-58.821  
4.092  
-355.845  
-73.786  
Bewertungsergebnis (at-equity)  
Bewertungsergebnis (mit at-equity)  
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
Latente Steuern  
-54.729  
-3.293  
-429.631  
-4.267  
374.902  
975  
87,3%  
22,8%  
-7.465  
-132  
55.308  
-717  
Latente Steuern (at-equity)  
Latente Steuern (mit at-equity)  
Konzernergebnis  
-7.597  
54.591  
-62.189  
-113,9%  
59.945  
-251.717  
311.662  
123,8%  
Anlage II  
Seite 8  
 
Loading SVG
Umsatzerlöse von der Corona-Pandemie  
beeinflusst  
Die Umsatzerlöse im Konzern sanken im  
Geschäftsjahr um 5,5 % von 224,1 Mio. auf  
211,8 Mio. . Hier wirkten sich insbesondere die  
mit den Mietern vereinbarten Mietzugeständnisse  
aus, die in der Regel einen Mietverzicht in Höhe  
von 50 % für die Schließungsphasen vorsahen.  
Diese werden ab dem Zeitpunkt der schriftlichen  
Fixierung  
direkt  
in  
den  
Umsatzerlösen  
berücksichtigt. Bis zu diesem Zeitpunkt beinhalten  
die Umsatzerlöse die ursprüngliche geschuldete  
Miete und die Mietzugeständnisse finden sich in  
den Wertberichtigungen und Ausbuchungen auf  
Forderungen wieder.  
Des Weiteren resultierten aus der Corona-  
Pandemie Ausfälle von in Zahlungsschwierigkeiten geratenen Mietern, ein teilweiser Wegfall von  
Umsatzmieten, längere Nachvermietungszeiten und höhere Leerstände sowie im Durchschnitt angepasste  
Mietkonditionen. Dies waren weitere Faktoren für den Rückgang der Umsatzerlöse und die verschlechterte  
Ertragslage.  
Umsatzerlöse  
Veränderung  
01.01.-  
01.01.-  
in T€  
31.12.2021  
31.12.2020  
+/-  
-1.273  
-1.712  
-3.667  
-713  
in %  
-3,6%  
-6,6%  
-16,7%  
-4,0%  
-6,6%  
-5,6%  
-12,6%  
-2,7%  
-7,7%  
-8,7%  
-14,6%  
-6,9%  
-2,7%  
-27,4%  
-7,6%  
26,4%  
-5,7%  
6,2%  
Main-Taunus-Zentrum, Sulzbach  
Altmarkt-Galerie, Dresden  
A10 Center, Wildau  
Rhein-Neckar-Zentrum, Viernheim  
Herold-Center, Norderstedt  
Billstedt-Center, Hamburg  
Allee-Center, Hamm  
Forum, Wetzlar  
34.442  
24.283  
18.317  
17.044  
11.794  
10.732  
10.036  
9.522  
35.715  
25.995  
21.984  
17.757  
12.633  
11.366  
11.482  
9.786  
-839  
-634  
-1.446  
-264  
City-Galerie, Wolfsburg  
City-Arkaden, Wuppertal  
City-Point, Kassel  
9.039  
9.796  
-757  
8.601  
9.419  
-818  
7.465  
8.741  
-1.276  
-548  
Rathaus-Center, Dessau  
Stadt-Galerie, Hameln  
DES Verwaltung GmbH  
Inland  
7.442  
7.990  
6.344  
6.520  
-176  
837  
1.153  
-316  
175.898  
15.823  
20.031  
35.854  
190.337  
12.517  
21.250  
33.767  
-14.439  
3.306  
-1.219  
2.087  
Galeria Baltycka, Danzig  
Olympia Center, Brünn  
Ausland  
Gesamt  
211.752  
224.104  
-12.352  
-5,5%  
Anlage II  
Seite 9  
Loading SVG
Operative Centeraufwendungen über Vorjahr aufgrund höherer nicht umlegbarer Nebenkosten  
Die operativen Centeraufwendungen des Berichtszeitraums von 32,5 Mio. € (i. Vj. 28,3 Mio. €), die im  
Wesentlichen Centermanagement-Honorare, nicht umlegbare Nebenkosten, Grundsteuern, Gebäudever-  
sicherungen und Instandhaltungen umfassen, haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 15,1 % erhöht. Der  
Anteil der operativen Centeraufwendungen am Umsatz stieg von 12,6 % auf 15,4 %. Ursache hierfür waren  
höhere leerstandsbedingte, nicht umlegbare Nebenkosten, die trotz der umgehend eingeleiteten  
Kostensenkungsmaßnahmen nicht vollständig kompensiert werden konnten.  
Coronabedingte Wertberichtigungen belasteten erneut das Geschäftsjahr  
Die Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen haben auch 2021 mit 25,0 Mio. € (i. Vj. 29,2  
Mio. €) das Ergebnis deutlich belastet. Die Höhe der Wertberichtigungen war dabei abhängig vom jeweiligen  
Stand der Verhandlungen mit den Mietern hinsichtlich lockdownbedingter Mietreduzierungen sowie vom  
Zahlungsverhalten der Mieter.  
Die Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen des Berichtszeitraumes berücksichtigen mit  
17,8 Mio. € sowohl die bereits vertraglich vereinbarten Mietzugeständnisse – soweit sie nicht direkt die  
Umsatzerlöse reduzierten als auch die erwarteten weiteren Mietzugeständnisse auf zum Bilanzstichtag  
bestehende Forderungen. Zusätzlich mussten insbesondere insolvenzbedingte Forderungen ausgebucht  
oder einzelwertberichtigt werden (7,2 Mio. €).  
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen  
Die sonstigen betrieblichen Erträge, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen, aus  
Erstattungen und Schadensersatzzahlungen, aus Erträgen aus in Vorjahren wertberichtigten  
Mietforderungen sowie aus Nachzahlungen im Rahmen von Nebenkostenabrechnungen resultierten,  
beliefen sich auf 6,3 Mio. € (i. Vj. 2,4 Mio. €) und lagen damit oberhalb des Vorjahres. Dabei wirkten sich  
eine ertragswirksam vereinnahmte Corona-Beihilfe in Höhe von 2,0 Mio. € sowie die Rückerstattung eines  
geleisteten Straßenausbaubeitrages aus 2018 in Höhe von 0,5 Mio. € positiv aus.  
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, bei denen es sich größtenteils um allgemeine Kosten der  
Verwaltung und Personalkosten handelte, lagen mit 7,9 Mio. € auf Vorjahresniveau (7,8 Mio. €).  
EBIT unterhalb des Vorjahres  
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 152,5 Mio. € unter dem Vorjahr (161,2 Mio. €), was im  
Wesentlichen auf den coronabedingten Umsatzrückgang sowie die Ausbuchung und Wertberichtigung der  
aufgelaufenen Mietrückstände zurückzuführen ist.  
Finanzergebnis ohne Bewertungseffekte verbessert  
Das Finanzergebnis (ohne Bewertungsergebnis) hat sich mit -26,9 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (i. Vj.  
-33,6 Mio. €) verbessert. Das at-equity Ergebnis (operativ) war zwar wiederum durch coronabedingte  
Wertberichtigungen auf Mietforderungen und Umsatzausfälle negativ belastet, jedoch war der Effekt  
geringer als im Vorjahr. Zudem wirkte sich eine günstigere Anschlussfinanzierung positiv auf das at-equity  
Ergebnis aus. Der Zinsaufwand der Konzerngesellschaften konnte um weitere 4,5 Mio. € gesenkt werden.  
Hier wirkten sich neben planmäßigen Tilgungen insbesondere die mit niedrigeren Zinssätzen vereinbarten  
Anschlussfinanzierungen für die City-Arkaden Wuppertal, das Billstedt-Center und die City-Galerie  
Wolfsburg positiv aus. Der den Kommanditisten zustehende Ergebnisanteil hat sich leicht um 0,1 Mio. €  
verringert.  
Anlage II  
Seite 10  
Loading SVG
Gewinn- und Verlustrechnung der Gemeinschaftsunternehmen  
01.01.-  
Veränderung  
01.01.-  
in T€  
31.12.2021  
8.196  
6.708  
7.282  
6.314  
5.845  
4.229  
40  
31.12.2020  
+/-  
38  
in %  
0,5%  
Allee-Center, Magdeburg  
Phoenix-Center, Harburg  
Stadt-Galerie, Passau  
City-Arkaden, Klagenfurt  
Saarpark-Center, Neunkirchen  
Árkád, Pécs  
8.158  
7.084  
7.004  
5.790  
5.824  
4.209  
29  
-376  
278  
-5,3%  
4,0%  
524  
9,1%  
21  
0,4%  
20  
0,5%  
Sonstige  
12  
42,9%  
1,4%  
Umsatzerlöse  
38.614  
-5.693  
-3.833  
29.088  
605  
38.098  
-6.324  
-5.013  
26.761  
364  
517  
Grundstücksbetriebs- und -verwaltungskosten  
Wertberichtigungen und Ausbuchung von Forderungen  
NOI  
630  
10,0%  
23,5%  
8,7%  
1.180  
2.327  
241  
Sonstige betriebliche Erträge  
Sonstige betriebliche Aufwendungen  
EBIT  
66,2%  
-82,0%  
8,4%  
-699  
-384  
-315  
2.253  
-6  
28.994  
0
26.741  
6
Zinserträge  
-100,0%  
14,7%  
-100,0%  
12,5%  
-80,9%  
11,4%  
105,5%  
81,6%  
157,5%  
Zinsaufwendungen  
-3.172  
0
-3.720  
88  
548  
Übriges Finanzergebnis  
Finanzergebnis  
-88  
-3.172  
-170  
-3.626  
-94  
454  
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
At-equity-Ergebnis (ohne Bewertungsergebnis)  
Bewertungsergebnis  
-76  
25.652  
4.092  
-132  
23.021  
-73.786  
-717  
2.631  
77.878  
585  
Latente Steuern  
Gewinn- oder Verlustanteil  
29.612  
-51.482  
81.094  
EBT (ohne Bewertungsergebnis) sinkt pandemiebedingt  
Die Verbesserung des Finanzergebnisses (ohne Bewertungsergebnis) konnte den Rückgang des EBIT  
nicht kompensieren, so dass sich das EBT (ohne Bewertungsergebnis) im Vorjahresvergleich von 127,6  
Mio. € auf 125,6 Mio. € (um -1,6 %) reduzierte.  
Bewertungsergebnis im veränderten Marktumfeld leicht negativ  
Die Corona-Pandemie hatte sich wie im Vorjahr ebenfalls negativ auf die Bewertung des  
Immobilienvermögens des Konzerns (IAS 40) ausgewirkt. Die Auswirkungen der anhaltenden Pandemie  
sind auch nach der Wiedereröffnung des Einzelhandels und der Gastronomie unter Auflagen weiter spürbar  
und haben zu einer weiteren Anpassung der Immobilienwerte geführt.  
Das Bewertungsergebnis resultierte im Berichtsjahr mit -54,7 Mio. (i. Vj. -427,6 Mio. €) aus der Bewertung  
des Immobilienvermögens des Konzerns (IAS 40) und im Vorjahr mit 2,0 Mio. € aus der Wertberichtigung  
des Geschäfts- oder Firmenwertes Olympia Brno. Die Wertberichtigung des Geschäfts- oder Firmenwertes  
Olympia Brno im Vorjahr war eine Folge der Auflösung der im Rahmen des Ankaufs zu bildenden latenten  
Anlage II  
Seite 11  
Loading SVG
Steuern. Der Wertberichtigung stand ein entsprechender Ertrag aus der Auflösung latenter Steuern im Jahr  
2020 gegenüber.  
Von dem Bewertungsverlust auf das Immobilienvermögen entfielen, nach Berücksichtigung des Anteils der  
Fremdgesellschafter, -58,8 Mio. (i. Vj. -353,8 Mio. €) auf die Bewertung des im Konzern ausgewiesenen  
Immobilienvermögens und 4,1 Mio. (i. Vj. -73,8 Mio. €) auf die Bewertung des Immobilienvermögens der  
nach at-equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen.  
Im Durchschnitt wurden die Konzernimmobilien nach Berücksichtigung der laufenden Investitionen um  
-1,5 % abgewertet (i. Vj. -10,7 %), wobei die Bandbreite der Bewertungsänderungen zwischen -7,9 % und  
2,9 % lag. Bei im Geschäftsjahresverlauf aufgrund von fehlenden Markttransaktionen weitgehend  
unveränderten Marktrenditen wirkten sich hier insbesondere angepasste Marktmieten und längere  
Nachvermietungszeiträume aus. Der Vermietungsstand lag zum Jahresende bei 94,3  
(-1,1 Prozentpunkte).  
%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie latente Steuern  
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben sich infolge der rückläufigen Ergebnisse auf 3,3 Mio. €  
(i. Vj. 4,3 Mio. €) reduziert.  
Die latenten Steuerrückstellungen, inklusive des im at-equity-Ergebnis enthaltenen Anteils, wurden im  
Berichtsjahr als Folge der Abschreibungen der Steuerbilanzwerte und des Rückgangs der  
Immobilienverkehrswerte um 7,6 Mio. erhöht (i. Vj. Auflösung von 54,6 Mio. ).  
EPRA Earnings rückläufig  
Die EPRA Earnings, die das Bewertungsergebnis  
ausklammern, haben sich insbesondere aufgrund  
des Umsatzrückgangs auf 122,0 Mio. € bzw. 1,97 €  
je Aktie reduziert.  
Das Konzernergebnis lag mit 59,9 Mio. € deutlich um  
311,6 Mio. € über der Vergleichsperiode (-251,7  
Mio. €),  
in  
der  
ein  
signifikant  
höherer  
Bewertungsverlust verzeichnet wurde. Das Ergebnis  
je Aktie erhöhte sich entsprechend von -4,07 € um  
5,04 € auf 0,97 €.  
EPRA EARNINGS  
01.01.-31.12.2021  
je Aktie in  
01.01.-31.12.2020  
je Aktie in  
in T€  
0,97  
0,89  
0,00  
0,00  
0,11  
in T€  
-4,07  
6,92  
0,00  
0,03  
-0,86  
Konzernergebnis  
59.945  
54.729  
0
-251.717  
427.623  
-88  
Bewertungsergebnis Investment Properties1  
Bewertungsergebnis derivative Finanzinstrumente1  
Wertberichtigung Geschäfts- oder Firmenwert  
Latente Steuern in Bezug auf EPRA-Anpassungen2  
0
2.008  
7.284  
-53.290  
EPRA Earnings  
121.958  
1,97  
124.536  
2,02  
Gewichtete Anzahl der ausgegebenen Stückaktien  
61.783.594  
61.783.594  
1 inklusive des Anteils, der auf die at-equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen entfällt  
2 betreffen latente Steuern auf Investment Properties und derivative Finanzinstrumente  
Anlage II  
Seite 12  
Loading SVG
Entwicklung der Funds from Operations  
Die Funds from Operations (FFO) dienen der  
Finanzierung unserer laufenden Investitionen in  
Bestandsobjekte, der planmäßigen Tilgung  
unserer langfristigen Bankdarlehen sowie als  
Basis für Dividendenausschüttungen. Wesentliche  
nicht zur operativen Tätigkeit des Konzerns  
gehörende Einmaleffekte werden bei der  
Ermittlung der FFO eliminiert. 2021 reduzierten  
sich die FFO leicht von 123,3 Mio. € auf 122,3 Mio.  
€ bzw. je Aktie um 0,02 € auf 1,98 €. Als  
ertragsbasierte Zahl spiegeln die FFO den aktuell  
deutlichen Anstieg der Mietaußenstände nicht  
wider, so dass ergänzend die Analyse des  
Zahlungsverhaltens der Mieter, ausgedrückt in der Collection Ratio, notwendig ist. Diese lag 2021  
durchschnittlich bei 94,8 % (i. Vj. 89,6 %).  
FUNDS FROM OPERATIONS  
01.01.-31.12.2021  
je Aktie in  
01.01.-31.12.2020  
je Aktie in  
in T€  
in T€  
Konzernergebnis  
59.945  
54.729  
0
0,97  
0,89  
0,00  
0,12  
1,98  
-251.717  
427.623  
2.008  
-4,07  
6,92  
0,03  
-0,88  
2,00  
Bewertungsergebnis Investment Properties1  
Wertberichtigung Geschäfts- oder Firmenwert  
Latente Steuern1  
7.597  
122.271  
-54.591  
123.323  
FFO  
Gewichtete Anzahl der ausgegebenen Stückaktien  
61.783.594  
61.783.594  
1 inklusive des Anteils, der auf die at-equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen entfällt  
Anlage II  
Seite 13  
Loading SVG
Ertragslage der Segmente  
In der Segmentberichterstattung des Konzerns werden die Tochterunternehmen und die at-equity  
bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen mit ihrem Anteil quotal einbezogen. Dabei wird zwischen den  
Shoppingcentern in Deutschland („Inland“) und im europäischen Ausland („Ausland“) unterschieden (wir  
verweisen auch auf unsere Ausführungen zur Segmentberichterstattung im Konzernanhang):  
Veränderung  
01.01.-  
01.01.-  
in T€  
31.12.2021  
31.12.2020  
+/-  
in %  
Umsatzerlöse  
- Inland  
226.449  
184.061  
42.388  
238.391  
197.880  
40.511  
-11.942  
-13.819  
1.877  
-5,0%  
-7,0%  
4,6%  
- Ausland  
EBIT  
166.459  
175.330  
-8.871  
-9.995  
-5,1%  
-7,0%  
- Inland  
132.798  
142.793  
- Ausland  
33.661  
32.537  
1.124  
3,5%  
EBT (ohne Bewertungsergebnis)  
128.074  
101.323  
26.751  
132.015  
106.530  
25.485  
-3.941  
-5.207  
1.266  
-3,0%  
-4,9%  
5,0%  
- Inland  
- Ausland  
Die Corona-Pandemie hatte als weltweites Ereignis auf alle unsere Shoppingcenter massive negative  
Auswirkungen, auf die von den Ländern in Form von Einschränkungen und Schutzmaßnahmen  
unterschiedlich reagiert wurde. Im Vergleich zum Vorjahr gab es in unseren ausländischen Shoppingcentern  
insgesamt weniger Schließungstage, während deren Anzahl in Deutschland anstieg. Dementsprechend  
haben sich die Umsatzerlöse und damit auch das EBIT sowie EBT (ohne Bewertungsergebnis) in den  
Segmenten im Vergleich zum Vorjahr gegensätzlich entwickelt.  
Dabei ist auch maßgeblich, dass in einzelnen unserer ausländischen Center eine Aussetzung der  
Mietzahlungsverpflichtung während der Schließungen gesetzlich vorgesehen war. Dies bedingte, dass sich  
im Segment Ausland bereits ein höherer Anteil der Mietzugeständnisse im Jahr 2020 ergebniswirksam  
ausgewirkt hatte, während im Segment Inland ein Teil erst in das Ergebnis 2021 eingeflossen ist.  
Anlage II  
Seite 14  
Loading SVG
Finanzlage des Konzerns  
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements  
Für die Finanzierung ihrer Investitionen nutzt die Deutsche EuroShop grundsätzlich die Börse zur  
Beschaffung von Eigenkapital sowie die Kredit- und Kapitalmärkte zur Beschaffung von Fremdkapital. Dabei  
fungieren innerhalb des Konzerns sowohl die einzelnen Objektgesellschaften als auch die Deutsche  
EuroShop AG als Darlehensnehmer der Banken oder gegebenenfalls Anleiheschuldner. Darlehen und  
Anleihen werden für alle Konzerngesellschaften in Euro aufgenommen. Die Verwendung von Eigen- und  
Fremdkapital für Investitionen soll prinzipiell gleich gewichtet werden. Die Eigenkapitalquote im Konzern  
(inklusive Fremdanteile) soll dabei 45 % nicht wesentlich unterschreiten.  
Die Finanzierung unserer Immobilienprojekte erfolgt grundsätzlich langfristig. Dabei setzen wir auch  
derivative Finanzinstrumente ein, um uns gegen steigende Kapitalmarktzinsen abzusichern. Die  
Sicherungsgeschäfte dienen der Absicherung einzelner Kredite. Über eine verfügbare Kreditlinie wird die  
Deutsche EuroShop in die Lage versetzt, kurzfristig auf Investitionsmöglichkeiten reagieren zu können.  
Nicht benötigte Liquidität wird bis zur Verwendung für Investitionen, zur Finanzierung laufender Kosten oder  
zur Auszahlung von Dividenden kurzfristig angelegt.  
Finanzierungsanalyse  
Zum 31. Dezember 2021 wies der Deutsche EuroShop-Konzern folgende Finanzkennzahlen aus:  
in Mio. €  
31.12.2021  
31.12.2020  
Veränderung  
Bilanzsumme  
4.278,8  
2.377,8  
55,6  
4.237,4  
2.314,8  
54,6  
41,4  
63,0  
Eigenkapital (inklusive Fremdgesellschafter)  
Eigenkapitalquote in %  
1,0  
Nettofinanzverbindlichkeiten  
Loan to value (LTV) in %  
1.173,3  
30,5  
1.275,4  
32,9  
-102,1  
-2,4  
Das wirtschaftliche Eigenkapital des Konzerns in Höhe von 2.377,8 Mio. , das sich aus dem Eigenkapital  
der Konzernaktionäre (2.062,9 Mio. ) und dem Eigenkapital der Fremdgesellschafter (314,9 Mio. )  
zusammensetzt, hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des positiven Konzernergebnisses erhöht (i. Vj.  
2.314,8 Mio. €). Die Eigenkapitalquote stieg gegenüber dem Vorjahr auf 55,6 % (i. Vj. 54,6 %) und ist damit  
weiterhin auf einem hohen und soliden Niveau.  
Finanzverbindlichkeiten  
in T€  
31.12.2021  
1.264.748  
237.366  
31.12.2020  
1.359.612  
181.816  
Veränderung  
-94.864  
Langfristige Bankverbindlichkeiten  
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten  
Summe  
55.550  
1.502.114  
328.839  
1.541.428  
266.030  
-39.314  
Abzüglich liquider Mittel  
Nettofinanzverbindlichkeiten  
62.809  
1.173.275  
1.275.398  
-102.123  
Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich im Berichtsjahr aufgrund von  
planmäßigen Tilgungen sowie der Rückführung der über den letzten Bilanzstichtag kurzfristig mit 30 Mio. €  
in Anspruch genommenen Kreditlinie von 1.541,4 Mio. € um 39,3 Mio. € auf 1.502,1 Mio. €. Zusammen mit  
dem Anstieg der liquiden Mittel um 62,8 Mio. lagen die Nettofinanzverbindlichkeiten mit 1.173,3 Mio. per  
saldo um 102,1 Mio. unter dem Stand zum Jahresende 2020 (1.275,4 Mio. ).  
Anlage II  
Seite 15  
 
Loading SVG
Die zum Jahresende bestehenden Nettofinanzverbindlichkeiten dienen ausschließlich der Finanzierung der  
langfristigen Vermögenswerte. Damit waren am Bilanzstichtag 30,5 % (i. Vj. 32,9 %) des langfristigen  
Vermögens fremdfinanziert (LTV). Bezogen auf die Betrachtungsweise der Segmentberichterstattung, die  
auf den quotalen Anteil des Konzerns an den Gemeinschaftsunternehmen und Tochterunternehmen  
abstellt, ergab sich am Bilanzstichtag ein LTV von 33,3 % (i. Vj. 35,8 %).  
Die Konditionen der konsolidierten Darlehen zum 31. Dezember 2021 waren für durchschnittlich 4,7 Jahre  
(i. Vj. 5,1 Jahre) zu 2,09 % p. a. (i. Vj. 2,18 % p. a.) gesichert. Die Deutsche EuroShop unterhält für die  
konsolidierten Darlehen Kreditverbindungen zu 22 Banken und Sparkassen. Dabei handelt es sich um  
Kreditinstitute aus Deutschland, Österreich und der Tschechischen Republik.  
Von 20 Darlehen im Konzern sind bei 14 Darlehen Kreditauflagen mit den finanzierenden Banken  
vereinbart. Dabei handelt es sich um insgesamt 29 einzelne Auflagen zur Kapitaldienstfähigkeit (DSCR),  
zur Zinszahlungsfähigkeit (ICR), zur Höhe von Mieteinnahmen, zur Verschuldungsquote und zum Verhältnis  
zwischen Darlehen und Marktwert des Objekts (LTV). Alle Auflagen wurden eingehalten oder  
einvernehmlich mit den Banken ausgesetzt. Die Kreditauflagen werden nach aktueller Planung und  
Einschätzung 2022 erfüllt. Hinsichtlich der Unsicherheiten zum Planungszeitraum als Folge der Corona-  
Pandemie und des Ukraine-Konflikts verweisen wir auf den Nachtragsbericht.  
Im Geschäftsjahr 2022 erfolgen planmäßige Tilgungen aus dem laufenden Cashflow in Höhe von  
13,4 Mio. €. In den Jahren 2023 bis 2025 wird die durchschnittliche Tilgungsleistung bei 10,6 Mio. p. a.  
liegen.  
Im Geschäftsjahr 2022 stehen vier Darlehen in Höhe von insgesamt 225,6 Mio. € zur Refinanzierung an,  
wobei ein Darlehen über 105,7 Mio. € bereits Anfang 2022 verlängert werden konnte. 2023 ist dann ein  
Darlehen in Höhe von 209,1 Mio. € zu prolongieren, und 2025 ein Darlehen in Höhe von 58,7 Mio. €.  
Investitionsanalyse  
Im Geschäftsjahr 2021 wurden die Investitionen in die Modernisierung und Positionierung der  
Bestandsportfolios fortgeführt und lagen bei 18,7 Mio. nach 15,1 Mio. im Vorjahr.  
Anlage II  
Seite 16  
Loading SVG
Liquiditätsanalyse  
in T€  
01.01.-31.12.2021  
130.266  
01.01.-31.12.2020  
111.088  
Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit  
Cashflow aus Investitionstätigkeit  
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit  
Veränderungen des Finanzmittelbestandes  
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode  
Finanzmittelbestand am Ende der Periode  
-18.791  
-14.576  
-48.666  
21.431  
62.809  
117.943  
266.030  
148.087  
328.839  
266.030  
Der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit des Konzerns in Höhe von 130,3 Mio. (i. Vj. 111,1 Mio. )  
stellt den Betrag dar, den das Unternehmen nach Abzug aller Kosten aus der Vermietung der  
Shoppingcenter-Flächen erwirtschaftet hat. Er dient vornehmlich dazu, die Dividende der Deutsche  
EuroShop AG, die Auszahlungen an Fremdgesellschafter sowie die laufenden Tilgungen und Investitionen  
zu finanzieren.  
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit umfasste die cashwirksamen Investitionen in die Bestandsobjekte  
(18,8 Mio. ; i. Vj. 15,1 Mio. €).  
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -48,7 Mio. beinhaltete den Mittelabfluss aus den  
laufenden Tilgungen der Finanzverbindlichkeiten von 46,3 Mio. (inklusive der im Januar 2021  
zurückgeführten kurzfristigen Inanspruchnahme der Kreditlinie von 30,0 Mio. €), den Mittelzufluss aus der  
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten von 6,7 Mio. €, die Auszahlung der Dividende an die  
Konzernaktionäre von 2,5 Mio. (i. Vj. 0,0 Mio. €) sowie die Ausschüttung an die Fremdgesellschafter von  
6,5 Mio. (i. Vj. 7,5 Mio. €).  
Der Finanzmittelbestand erhöhte sich im Berichtsjahr um 62,8 Mio. auf 328,8 Mio. (i. Vj. 266,0 Mio. ).  
Anlage II  
Seite 17  
Loading SVG
Vermögenslage des Konzerns  
Bilanzsumme leicht rückläufig  
Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich um 41,4 Mio. € von 4.237,4 Mio. € auf 4.278,8 Mio. €.  
in T€  
31.12.2021  
31.12.2020  
Veränderung  
Kurzfristige Vermögenswerte  
Langfristige Vermögenswerte  
Kurzfristige Verpflichtungen  
Langfristige Verpflichtungen  
Eigenkapital (inkl. Fremdgesellschafter)  
Bilanzsumme  
377.900  
3.900.890  
279.230  
303.657  
3.933.724  
211.169  
74.243  
-32.834  
68.061  
-89.661  
63.009  
41.409  
1.621.780  
2.377.780  
4.278.790  
1.711.441  
2.314.771  
4.237.381  
Kurzfristige Vermögenswerte durch den Aufbau liquider Mittel gestiegen  
Zum Jahresende beliefen sich die kurzfristigen Vermögenswerte auf 377,9 Mio. . Das entsprach einem  
Anstieg von 74,2 Mio. gegenüber dem Vorjahr (303,7 Mio. ) und resultierte im Wesentlichen aus den um  
62,8 Mio. höheren liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag (328,8 Mio. €; i. Vj. 266,0 Mio. €).  
Anlage II  
Seite 18  
 
Loading SVG
Die Collection Ratio, als das Verhältnis von  
Zahlungseingängen zu Miet- und  
Nebenkostenforderungen gegenüber den Mietern,  
hat sich coronabedingt im Jahr 2021 bis Ende  
Februar 2022 in den einzelnen Monaten wie folgt  
entwickelt  
(Anpassungen  
aus  
vereinbarten  
Mietreduzierungen wurden bereits berücksichtigt):  
Die Forderungen des Konzerns (nach Wertberichtigungen) sind um 3,0 Mio. € auf 22,8 Mio. € (i. Vj. 19,8  
Mio. €) gestiegen.  
Die sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich insbesondere aufgrund der gewährten Mietzugeständnisse  
von 17,8 Mio. € um 8,5 Mio. € auf 26,3 Mio. €.  
Langfristige Vermögenswerte sinken aufgrund von Abwertungen auf das Immobilienvermögen  
Im Berichtsjahr haben sich die langfristigen Vermögenswerte von 3.933,7 Mio. um 32,8 Mio. auf  
3.900,9 Mio. reduziert. Mit 91,2 % (i. Vj. 92,8 %) stellen sie weiterhin den bedeutendsten Anteil der  
Bilanzsumme dar.  
Die Investment Properties reduzierten sich dabei um 43,6 Mio. auf 3.393,6 Mio. (-1,3 %). Während die  
Zugänge und Investitionskosten der Bestandsobjekte bei 18,7 Mio. lagen, ergaben sich aus der  
Bewertung des Immobilienbestands Abwertungen in Höhe von 62,3 Mio. .  
Die at-equity bilanzierten Finanzanlagen erhöhten sich von 444,5 Mio. um 10,8 Mio. auf 455,3 Mio. .  
Die Veränderung ist auf das anteilige Ergebnis (29,6 Mio. €) und die Entnahmen des Geschäftsjahres  
(18,8 Mio. €) zurückzuführen.  
Kurz- und langfristige Verpflichtungen insgesamt rückläufig  
Die kurzfristigen Verpflichtungen von 279,2 Mio. € umfassen u.a. vier Mitte 2022 auslaufende Darlehen in  
Höhe von insgesamt 225,6 Mio. €, von denen eine Anschlussfinanzierung in Höhe von 105,7 Mio. bereits  
zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses verlängert werden konnte.  
Die langfristigen Verpflichtungen reduzierten sich von 1.711,4 Mio. um 89,6 Mio. auf 1.621,8 Mio. im  
Wesentlichen durch die Umgliederung der Mitte 2022 auslaufenden Darlehen in die kurzfristigen  
Verpflichtungen sowie aufgrund des Saldos aus planmäßigen Tilgungen und der Neuaufnahme von  
langfristigen Darlehen.  
Anlage II  
Seite 19  
Loading SVG
Eigenkapital (inkl. Fremdgesellschafter)  
Das Eigenkapital (inkl. Fremdgesellschafter) lag zum Ende des Berichtsjahres mit 2.377,8 Mio. aufgrund  
des positiven Konzernergebnisses um 63,0 Mio. über dem Eigenkapital des Vorjahres (2.314,8 Mio. €).  
Die Abfindungsansprüche der Fremdgesellschafter stiegen dabei um 3,4 Mio. und die Marktwerte der  
Swaps haben sich mit 2,1 Mio. eigenkapitalerhöhend ausgewirkt. Die ausgeschüttete Dividende hingegen  
war mit 2,5 Mio. € eigenkapitalmindernd.  
Net Tangible Assets nach EPRA  
Die Net Tangible Assets (NTA) zum 31. Dezember  
2021 lagen bei 2.374,4 Mio. oder 38,43 je  
Aktie gegenüber 2.309,7 Mio. € oder 37,38 je  
Aktie im Vorjahr. Damit sind die Net Tangible  
Assets um 1,05 je Aktie (2,8 %) gegenüber dem  
Vorjahr gestiegen.  
EPRA NTA  
31.12.2021  
31.12.2020  
in T€  
je Aktie in €  
in T€  
je Aktie in €  
Eigenkapital  
Zeitwert derivativer Finanzinstrumente1  
2.062.866  
23.398  
33,39  
0,38  
2.003.246  
26.138  
32,42  
0,42  
Eigenkapital ohne derivative Finanzinstrumente  
2.086.264  
33,77  
2.029.384  
32,84  
Latente Steuern auf Investment Properties und  
derivative Finanzinstrumente1  
339.937  
-32  
5,50  
0,00  
332.059  
-13  
5,38  
0,00  
Immaterielle Vermögenswerte  
Geschäfts- oder Firmenwert als Ergebnis latenter  
Steuern  
-51.719  
-0,84  
-51.719  
-0,84  
EPRA NTA  
2.374.450  
38,43  
2.309.711  
37,38  
Anzahl der ausgegebenen Stückaktien zum  
Bilanzstichtag  
61.783.594  
61.783.594  
1 inklusive des Anteils, der auf die at-equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen entfällt  
Anlage II  
Seite 20  
Loading SVG
NACHTRAGSBERICHT  
Das Jahr 2022 ist mit einem deutlichen Anstieg der Zahl der Corona-Neuinfektionen gestartet, die im  
Frühjahr in Deutschland neue Höchstwerte erreichten. Die bereits Ende 2021 verschärften  
Schutzmaßnahmen und Einschränkungen (u.a. FFP2 Maskenpflicht, 2G, 2G+) wurden deswegen  
beibehalten und haben den Einzelhandel und die Gastronomie deutlich belastet. Seit Mitte Februar 2022  
werden diese Maßnahmen schrittweise gelockert, wobei nicht ausgeschlossen werden kann, dass es bei  
einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen, beispielsweise aufgrund einer neuen Virusvariante, wieder  
zu einer Verschärfung der Regelungen kommt.  
Anfang Januar 2022 entschied der Bundesgerichtshof (BGH), dass im Fall einer Geschäftsschließung, die  
aufgrund einer hoheitlichen Maßnahme zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie erfolgt, grundsätzlich ein  
Anspruch des Mieters auf Anpassung der Miete wegen Störung der Geschäftsgrundlage gemäß § 313  
Abs. 1 BGB in Betracht kommt. Der BGH führte aus, dass die Anwendbarkeit des § 313 BGB nicht  
automatisch zu einem Anspruch auf Anpassung der Miete führt und es vielmehr einer umfassenden und  
auf den Einzelfall bezogenen Abwägung bedarf. Da mit vielen Mietern im Zusammenhang mit Corona  
bereits Vertragsanpassungen vereinbart oder ihnen angeboten worden sind bzw. diese staatliche Corona-  
Hilfen erhalten haben, erwartet der DES-Konzern hieraus keine weiteren wesentlichen Inanspruchnahmen,  
jedoch können diese aber auch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.  
Der Krieg in der Ukraine, der mit dem Einmarsch russischer Truppen auf das ukrainische Hoheitsgebiet im  
Februar 2022, in Europa herrscht, hatte keinen Einfluss auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021.  
Der Krieg wird neben dem unfassbaren Leid für die betroffenen Menschen auch Auswirkungen für die global  
vernetzte Wirtschaft haben. Mögliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf des Konzerns werden  
laufend überwacht. Die aktuelle Situation ist sehr dynamisch. Die Auswirkungen des Krieges lassen sich  
aktuell noch nicht einschätzen und werden wesentlich davon abhängig sein, wann es gelingt, den Krieg zu  
beenden.  
Zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Abschlusserstellung sind darüber hinaus keine Ereignisse  
von wesentlicher Bedeutung eingetreten.  
PROGNOSEBERICHT  
Rahmenbedingungen  
Der Geschäftserfolg der Deutsche EuroShop hängt im Wesentlichen von der gesamtwirtschaftlichen  
Entwicklung ab. Dies gilt aufgrund der hohen Exportabhängigkeit unseres Kernmarktes Deutschland sowohl  
für die Weltwirtschaft als auch für die spezifische Entwicklung der Binnenwirtschaft in unseren fünf  
europäischen Märkten. Eine prosperierende Wirtschaftstätigkeit, basierend auf stabilen politischen  
Rahmenbedingungen und guten Handelsbeziehungen sowie funktionierenden internationalen  
Wertschöpfungsketten, ist dabei ein wesentlicher Einflussfaktor für die Entwicklung des jeweiligen  
Bevölkerungseinkommens, des Konsumklimas sowie der Einzelhandelsumsätze.  
Die Bundesregierung erwartet in ihrem Ende Januar 2022 (vor Ausbruch des Ukrainekrieges)  
veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,6 % für das  
laufende Jahr. Dabei werde die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal noch durch die Corona-Pandemie und  
die entsprechenden Beschränkungen belastet sein und mit angenommener Abflachung des  
Infektionsgeschehens und der Rücknahme der Einschränkungen deutlich an Fahrt gewinnen.  
Die Erholung am Arbeitsmarkt im Jahr 2021 trotz konjunktureller Schwächen aufgrund von Lieferengpässen  
und coronabedingten Einschränkungen im Dienstleistungsbereich wird sich nach Erwartung der  
Bundesregierung fortsetzen. Es wird mit einer weiteren Reduzierung der Arbeitslosenquote von 5,7 % auf  
Anlage II  
Seite 21  
   
Loading SVG
5,1 % gerechnet. Die steigende Erwerbstätigkeit und höhere Löhne werden ein kräftiges Wachstum beim  
privaten Konsum ermöglichen (Projektion: +6,0 %).  
Die Projektion ist aufgrund der Ungewissheit über den weiteren Verlauf der Pandemie mit einer hohen  
Unsicherheit  
behaftet.  
Insbesondere  
können  
weiterreichende  
und  
länger  
andauernde  
Eindämmungsmaßnahmen erforderlich werden als angenommen. Weiterhin kann das globale  
Infektionsgeschehen zu internationalen Einschränkungen und Lieferengpässen führen, die wiederum  
Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum haben können. Ein weiterer bedeutender Unsicherheitsfaktor  
ist der Ukrainekrieg, der sich ebenfalls negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken kann.  
Erwartete Ertragslage  
Mit der Rücknahme der Corona-Schutzmaßnahmen im zweiten Quartal 2021  
hatten sich die operativen Zahlen unserer Mieter, insbesondere die  
Kundenfrequenzen und Mieterumsätze, positiv entwickelt und auch die  
Collection Ratios hatten sich verbessert. Der Anstieg der Infektionszahlen im  
Herbst 2021 und die in diesem Zusammenhang verordneten  
Schutzmaßnahmen haben diesen Trend gestoppt. Insbesondere die  
Einführung von 2G+ kurz vor dem für den Einzelhandel so essenziell wichtigen  
Weihnachtsgeschäft hat unsere Mieter hart getroffen. Trotzdem hat die  
Entwicklung im zweiten und dritten Quartal 2021 gezeigt, dass der stationäre  
Einzelhandel, auch unterstützt durch die fortschreitende Vernetzung von Off-  
und Onlinehandel, weiter eine hohe Attraktivität für die Konsumenten hat. Es  
ist zu beobachten, dass die Menschen sich nach dem Erlebnisshopping, der  
Begegnung mit anderen Menschen und dem haptischen Erleben der Ware  
sehnen. Wir sind daher in Bezug auf die Pandemie zuversichtlich, dass sich  
2022 mit den für das erste Quartal angekündigten Lockerungen positiv für  
unsere Mieter entwickeln wird und wir damit wieder ein deutlich stabileres und  
besser planbares Mietniveau erreichen werden. Allerdings können die Auswirkungen des Ukrainekrieges  
auf die Lieferketten, Energieversorgung- und preise sowie auf das Konsumverhalten der Kunden und damit  
den stationären Einzelhandel derzeit nicht quantifiziert werden.  
Wir konnten zuletzt eine spürbar positive Entwicklung der operativen Kennzahlen beobachten, auch wenn  
diese aktuell teilweise noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau liegen. Es kann damit zu weiteren  
insolvenzbedingten Mietreduzierungen bzw. -ausfällen bei unseren Mietern kommen; zudem ist unsicher,  
inwieweit die fortschreitende Immunisierung ausreichend sein wird, um einen wiederholten Anstieg der  
Infektionszahlen im Herbst 2022 zu verhindern und den Schutz auch vor möglichen neuen Virusmutationen  
zu gewährleisten.  
Der stationäre Einzelhandel steht damit vor dem Hintergrund der noch nicht überstandenen Pandemielage  
und des Ausbruchs des Ukrainekrieges weiterhin vor besonderen Herausforderungen, aus denen sich  
fortgesetzt erhöhte Unsicherheiten bezüglich der wirtschaftlichen und geschäftlichen Entwicklung ergeben.  
Auf Basis der aktuellen Situation erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022 insgesamt Funds from Operations  
(FFO) von 1,95 € bis 2,05 € je Aktie (2021: 1,98 €). Dabei gehen wir von leicht niedrigeren Umsatzerlösen  
(2021: 211,8 Mio. €), einem EBIT (2021: 152,5 Mio. €) auf Vorjahresniveau sowie einem leicht steigenden  
EBT (ohne Bewertungsergebnis) (2021: 125,6 Mio. €) aus.  
Voraussetzungen hierfür sind eine nachhaltige Beherrschbarkeit der Pandemielage ohne  
Geschäftsschließungen bzw. ohne wesentliche Einschränkungen für den Centerbetrieb, eine sich auch vom  
Ukrainekrieg wenig belastete und im Jahresverlauf weiter positiv entwickelnde private Konsumneigung und  
die damit einhergehende weitere Erholung der Mieterumsätze und der Collection Ratio. Grundlage dieser  
Erwartungen ist dabei auch, dass die in Deutschland zugesagten und zuletzt bis 30. Juni 2022 verlängerten  
staatlichen Corona-Unterstützungsprogramme weiter einem wesentlichen Teil unserer betroffenen Mieter  
gewährt und zeitnah ausgezahlt werden.  
Anlage II  
Seite 22  
Loading SVG
Dividendenpolitik  
Seit unserer letztjährigen Hauptversammlung und der vollständigen Wiedereröffnungs-Erlaubnis für die  
Geschäfte im Juni 2021 konnten wir unsere Liquidität trotz der deutlich negativen Nachwirkungen der  
Lockdowns sowie der Auswirkungen der Geschäftsschließungen weiter aufbauen. Mit der Zielsetzung zur  
Rückkehr zu einer verlässlichen Dividendenpolitik und unter Fortsetzung der Fokussierung auf die  
Sicherung der Liquidität der Gesellschaft hat der Vorstand gemeinsam mit dem Aufsichtsrat beschlossen,  
der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine Dividende in Höhe von 1,00 € je Aktie auszuschütten.  
RISIKOBERICHT  
Grundsätze des Risikomanagementsystems und des internen  
Kontrollsystems  
Die Strategie der Deutsche EuroShop zielt darauf ab, das Vermögen der Aktionäre zu erhalten und  
langfristig zu steigern sowie aus der Vermietung der Immobilien einen anhaltend hohen  
Liquiditätsüberschuss zu erwirtschaften, der die Ausschüttung einer angemessenen und nachhaltigen  
Dividende ermöglicht. Der Schwerpunkt des Risikomanagementsystems liegt daher auf der Überwachung  
der Einhaltung der Strategie und, hierauf aufbauend, auf der Erkennung und Beurteilung von Risiken und  
Chancen sowie der grundsätzlichen Entscheidung über den Umgang mit diesen Risiken. Das  
Risikomanagement gewährleistet, dass Risiken frühzeitig erkannt, bewertet, zeitnah kommuniziert und  
begrenzt werden. Die Überwachung und die Steuerung der identifizierten Risiken bilden den Schwerpunkt  
des internen Kontrollsystems, für das auf Konzernebene im Wesentlichen der Vorstand verantwortlich ist.  
Der Aufsichtsrat wird regelmäßig und wenn erforderlich umgehend durch den Vorstand über identifizierte  
Risiken informiert. Das interne Kontrollsystem ist integraler Bestandteil des Risikomanagementsystems.  
Der Abschlussprüfer prüft im Rahmen seines gesetzlichen Prüfungsauftrages für die  
Jahresabschlussprüfung, ob das Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, unternehmensgefährdende  
Risiken und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.  
Die Risikoanalyse als kontinuierlicher Prozess identifiziert, bewertet und kommuniziert zeitnah die Faktoren,  
welche die Erreichung der Geschäftsziele gefährden können. Zudem umfasst der Prozess die Steuerung  
und Kontrolle der identifizierten Risiken.  
Risikoanalyse  
Im Rahmen bestehender Dienstleistungsverträge wird der Vorstand der Deutsche EuroShop AG laufend  
über die Geschäftsentwicklung der Shoppingcenter und der dazugehörigen Objektgesellschaften  
unterrichtet. Dabei werden quartalsweise für jedes Shoppingcenter Abschlüsse und Controllingberichte  
sowie einmal jährlich mittelfristige Unternehmensplanungen vorgelegt. Der Vorstand überprüft und  
analysiert diese Berichte, indem er unter anderem folgende Informationen zur Risikoeinschätzung  
heranzieht:  
1. Bestandsobjekte  
Entwicklung der Außenstände  
Entwicklung der Vermietungsstände  
Entwicklung der Einzelhandelsumsätze in den Shoppingcentern  
Abweichungen von geplanten Objektergebnissen  
Einhaltung der Financial Covenants aus Kreditverträgen  
Anlage II  
Seite 23  
   
Loading SVG
2. Im Bau befindliche Objekte  
Entwicklung der Vorvermietung  
Bautenstand  
Budgetstand  
Entwicklung der Financial Covenants aus Kreditverträgen und Einhaltung von  
Auszahlungsvoraussetzungen  
Hierbei werden Risiken identifiziert, indem Sachverhalte und Veränderungen betrachtet werden, die von  
den ursprünglichen Planungen und Kalkulationen abweichen. Auch die planmäßige Auswertung von  
Konjunkturdaten wie z. B. das Konsumklima oder die Entwicklung der Einzelhandelsumsätze fließen in das  
Risikomanagement ein. Ebenso werden Aktivitäten der Wettbewerber laufend beobachtet.  
Risikoinventar  
Die im Rahmen der Risikoanalyse identifizierten Risiken werden in einem Risikoinventar zusammengefasst  
und hinsichtlich möglicher Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten unter Berücksichtigung von  
kompensierenden Maßnahmen (Nettobetrachtung) bewertet. Das Risikoinventar wird regelmäßig überprüft  
und bei Bedarf aktualisiert.  
Des Weiteren beurteilt der Vorstand mittels Szenariorechnungen, bei denen die wesentlichen Parameter  
der Planung (u. a. Mieten-, Kosten-, Rendite- und Zinsentwicklung) verändert werden, wie sich  
Risikoaggregationen auf den Bestand des Konzerns auswirken. Zudem erlaubt diese Betrachtung eine  
Einschätzung, welche Risiken der Konzern tragen kann.  
Der Vorstand berichtet in den Aufsichtsratssitzungen über bedeutende Risiken. Im Falle von  
bestandsgefährdenden Risiken erfolgt eine unverzügliche Berichterstattung.  
Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem  
Die Abschlusserstellung ist ein weiterer wichtiger Bestandteil des internen Kontrollsystems, deren  
Überwachungs- und Kontrollfunktion auf Ebene der Konzernholding erfolgt. Dabei stellen interne  
Regelungen und Leitlinien die Konformität des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses sicher.  
Nach dezentraler Erfassung der konzernrelevanten Berichte seitens des Dienstleisters erfolgen die  
Aggregation und Konsolidierung der einzelnen Jahresabschlüsse sowie die Aufbereitung der Informationen  
für die Berichterstattung im Anhang und zusammengefassten Lagebericht im Rechnungswesen der  
Holdinggesellschaft mithilfe der Konsolidierungssoftware Conmezzo. Des Weiteren erfolgen hier manuelle  
Prozesskontrollen wie das „Vier-Augen-Prinzip“ seitens der für die Ordnungsmäßigkeit der  
Rechnungslegung beauftragten Mitarbeiter sowie des Vorstands. Der Konzernabschlussprüfer führt zudem  
im Rahmen seiner Prüfungstätigkeit externe, prozessunabhängige Prüfungstätigkeiten durch, auch in  
Bezug auf die Rechnungslegung.  
Einschränkende Hinweise  
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im Konzern festgelegten  
Organisations-, Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und  
Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der  
Konzernrechnungslegung.  
Es kann allerdings nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass durch persönliche  
Ermessensentscheidungen, fehlerhafte Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände die  
Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems  
Anlage II  
Seite 24  
 
Loading SVG
eingeschränkt werden. Daher kann die Anwendung der eingesetzten Systeme keine absolute Sicherheit  
hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der  
Konzernrechnungslegung gewährleisten.  
Die getroffenen Aussagen beziehen sich nur auf die in den Konzernabschluss der Deutsche EuroShop  
einbezogenen Tochterunternehmen, bei denen die Deutsche EuroShop mittelbar oder unmittelbar über die  
Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen.  
Einschätzung der Gesamtrisikoposition  
Die Gesamtrisikosituation ist in der nachfolgenden Matrix dargestellt. Das mögliche Schadensausmaß wird  
auf Basis der Auswirkungen für das dem Berichtsjahr folgende Geschäftsjahr bemessen. Dabei erfolgt eine  
konsolidierte Betrachtung. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind weiterhin der wesentliche Faktor  
bei der Analyse und Bewertung der Einzelrisiken des Deutsche EuroShop Konzerns. Mögliche Einflüsse  
auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und Höhe der Einzelrisiken sowie auf die Bewertung der  
Gesamtrisikoposition aufgrund des Ukraine-Konflikts sind derzeit nicht quantifizierbar. Die Einzelrisiken und  
die Gesamtrisikoposition werden laufend überwacht und regelmäßig neu bewertet.  
Die Deutsche EuroShop AG hat auf der Grundlage des beschriebenen Überwachungssystems geeignete  
Maßnahmen getroffen, um bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu identifizieren und ihnen  
entgegenzuwirken. Zur Beurteilung der möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den  
Fortbestand des Unternehmens und des Konzerns hat der Vorstand verschiedene Szenariorechnungen  
durchgeführt. In diesem Zusammenhang wurden auch die Auswirkung auf die Liquidität des Konzerns und  
die Einhaltung von Kreditauflagen überprüft.  
Dem Vorstand sind danach keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens und des  
Konzerns gefährden könnten.  
Anlage II  
Seite 25  
 
Loading SVG
Darstellung wesentlicher Einzelrisiken  
Bewertungsrisiko  
Der Wert einer Immobilie bestimmt sich im Wesentlichen nach dem Ertragswert, der seinerseits  
insbesondere von Faktoren wie der Höhe der jährlichen Mieteinnahmen, den Bewirtschaftungskosten und  
den Investitionsbedarfen, dem zugrunde gelegten Standortrisiko, dem allgemeinen Zustand der Immobilie,  
der Entwicklung der Kapitalmarktzinsen sowie insbesondere von der Nachfrage nach Shoppingcenter-  
Immobilien abhängt. Darüber hinaus wird die Wertentwicklung von Immobilien auch von verschiedenen  
gesamtwirtschaftlichen und regionalen Faktoren sowie objektspezifischen Entwicklungen beeinflusst. Diese  
Faktoren sind zu einem größeren Teil nicht vorhersehbar oder von der Gesellschaft beeinflussbar. Die  
beschriebenen Faktoren fließen in die jährliche Verkehrsbewertung unserer Bestandsimmobilien durch  
unabhängige Gutachter ein. Die Wertveränderungen werden entsprechend den Vorgaben des IAS 40 im  
Konzernabschluss ergebniswirksam erfasst und können zu einer sehr hohen Volatilität des  
Konzernergebnisses führen. Zudem kann die Verkehrsbewertung der Bestandsimmobilien auch Einfluss  
auf die Einhaltung von Kreditauflagen bestehender Finanzierungen (bspw. Einhaltung von  
Verschuldungskennzahlen) sowie die Konditionen von Neu- und Anschlussfinanzierungen haben.  
Durch die Beauftragung von externen, unabhängigen und branchenerfahrenen Gutachtern sowie unsere  
eigene kritische Würdigung der Gutachten wird das Risiko einer fehlerhaften Bewertung minimiert. Im  
Rahmen der Beeinflussbarkeit der werttreibenden Faktoren hat die Gesellschaft weitere Maßnahmen  
getroffen, um das Bewertungsrisiko zu minimieren. Im Zentrum steht dabei ein professionelles Center-,  
Kosten- und Vermietungsmanagement der Einkaufszentren. Dieses wird durch die Auswahl geeigneter  
Asset Manager sichergestellt. Derzeit werden alle Shoppingcenter durch die ECE als dem europäischen  
Marktführer im Bereich des Managements von Shoppingcentern betreut. Ein aktives  
Instandhaltungsmanagement stellt dabei sicher, dass die Immobilien laufend in einem guten  
Allgemeinzustand gehalten werden.  
Die Corona-Pandemie hat unmittelbare Auswirkungen auf die in die Bewertung des Immobilienportfolios  
einfließenden Schätzparameter, wie abgeleitete Zinssätze, Marktmieten, Bewirtschaftungskosten und  
Nachvermietungszeiten. Aufgrund der andauernden und möglichen nachgelagerten belastenden  
Auswirkungen der Corona-Pandemie ist die Wahrscheinlichkeit und Schadenshöhe des Bewertungsrisikos  
unverändert als hoch anzusehen.  
Markt- und Branchenrisiken  
Die Corona-Pandemie und die ergriffenen behördlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen haben sich in  
Form von Umsatzausfällen massiv auf den stationären Einzelhandel ausgewirkt. Neben den temporären  
Geschäftsschließungen in den beiden letzten Geschäftsjahren, die den Hauptteil unserer Mieter betrafen,  
bestehen weiterhin Einschränkungen, die sich negativ auf den stationären Einzelhandel auswirken. So  
werden verschiedene Zugangsbeschränkungen, wie bspw. 2G und 2G+ sowie eine Maskenpflicht, zur  
Eindämmung der Pandemie als erforderlich angesehen. Das Erlebnis Shopping, der Marktplatzgedanke  
sowie der Treffpunkt- und Freizeitcharakter der Center tritt dabei in diesen Phasen in den Hintergrund.  
Zudem beeinflussen die Lockdowns das Kaufverhalten wesentlich und zum Teil auch nachhaltig. Die  
Schließungen haben dazu geführt, dass sich der Anteil der online getätigten Käufe deutlich erhöht hat. In  
Deutschland stieg deren Anteil 2021 auf 14,7 %.  
Der Onlinehandel wird auch zukünftig weiter wachsen und seinen Anteil am Gesamteinzelhandelsumsatz  
steigern. Dominierend im Onlinehandel sind weiterhin vor allem die Segmente Mode, Schuhe und  
Unterhaltungselektronik, die zusammen rund 45 % am gesamten Onlineumsatz ausmachen und die  
insbesondere auch in Shoppingcentern stark vertreten sind. Trotz dieses allgemeinen Trends üben  
attraktive Einzelhandelsflächen weiterhin eine große Anziehungskraft auf Kunden aus. Nach der  
Wiedereröffnung der Geschäfte war in den beiden letzten Geschäftsjahren jeweils eine schnelle und  
deutliche Erholung der Kundenfrequenzen zu beobachten. Die Besucherzahlen lagen zwar noch unterhalb  
Anlage II  
Seite 26  
 
Loading SVG
der Werte vor Corona, jedoch zeigen sie, dass sich attraktive, großflächige und in ihrem jeweiligen  
Einzugsgebiet führende Einzelhandelseinrichtungen, die dem Kunden ein breites Sortimentsangebot sowie  
ein besonderes Aufenthalts- und Shopping-Erlebnis bieten können, weiter behaupten können.  
Neben dem wachsenden Onlinehandel können am Vermietungsmarkt angebotene zusätzliche  
Einzelhandelsmietflächen, die beispielsweise durch die Errichtung, Erweiterung oder Modernisierung inner-  
oder außerstädtischer Shopping- oder Factory-Outlet-Center, aber auch durch die Revitalisierung von  
Einzelhandelslagen in den Innenstädten entstehen, dazu führen, dass sich die realisierbaren stationären  
Einzelhandelsumsätze auf insgesamt mehr Mietflächen verteilen und die Raumleistungen sinken. Ein  
erhöhtes bzw. verbessertes Mietflächenangebot im Wettbewerbsumfeld unserer Shoppingcenter und eine  
mögliche nachhaltige Umverteilung von Einzelhandelsumsätzen in den Onlinehandel und damit  
einhergehend nachhaltig sinkende Raumleistungen im stationären Einzelhandel beinhalten das Risiko,  
dass Anschluss- und Nachvermietungen zu niedrigeren Mieten bzw. zu weniger vorteilhaften  
Mietvertragskonditionen abgeschlossen werden.  
Dem steigenden Anteil des Onlinehandels sowie dem möglichen Druck auf die Raumleistungen begegnet  
der stationäre Einzelhandel, neben Flächenbereinigungen und der Fokussierung auf gute  
Einzelhandelslagen, mit Sortimentsoptimierungen sowie der Verbesserung der Servicequalität und  
Betonung der individuellen Beratung beim Einkauf. Außerdem gewinnt die Verknüpfung von Offline- und  
Onlinewelt zunehmend an Bedeutung. Hier sind die Einzelhandelsunternehmen insbesondere in Bezug auf  
die Umsetzung von Omnichannel-Konzepten unterschiedlich weit vorangekommen und erfolgreich. Eine  
fehlende oder nur geringe Onlinepräsenz führt dazu, dass während der Phasen pandemiebedingter  
Geschäftsschließungen bzw. Einschränkungen zahlreiche stationäre Einzelhändler keine oder nur deutlich  
geringere Vertriebsmöglichkeiten haben. Als Folge werden die Unternehmensreserven bei den betroffenen  
Mietpartnern mit andauerndem Pandemieverlauf stark in Anspruch genommen - eine Reihe von  
Einzelhändlern musste bereits Insolvenz anmelden. Die der Höhe nach limitierten staatlichen  
Unterstützungsmaßnahmen sowie das Entgegenkommen der Vermieter konnten dabei diesen Schaden nur  
zum Teil kompensieren.  
Seit Beginn der Corona-Pandemie ist ein verstärkter Trend bei den Einzelhändlern erkennbar, die  
Entwicklung bzw. Ausweitung eigener Omnichannel-Strategien zu verstärken. Die Deutsche EuroShop AG  
begleitet diese Entwicklungen aktiv durch vielfältige Maßnahmen. Im Zentrum der Aktivitäten steht die  
Integration der Offline- und Online-Shopping-Welt durch das Digital-Mall-Konzept, bei dem die in einem  
Shoppingcenter sofort verfügbaren Produkte für die Kunden bequem und mit wenigen Klicks über das  
Smartphone oder Internet sichtbar, perspektivisch reservierbar und bestellbar werden sollen. Die Digital-  
Mall wurde bis Ende 2019 in ihrer Grundfunktion („Produktsuche“) bereits bei allen unseren deutschen  
Shoppingcentern umgesetzt. Das Angebot ist in der Markteinführungsphase noch begrenzt. Ende 2021  
waren jedoch bereits über 3,1 Millionen Produkte verfügbar und das Omnichannel-Angebot wächst  
kontinuierlich durch die sukzessive Anbindung einer immer größeren Zahl von Händlern und Standorten.  
Darüber hinaus wird der Freizeit-, Erlebnis- und Treffpunktcharakter unserer Center weiter gestärkt. Hierzu  
gehören neben der Schaffung attraktiver und neuer Gastronomieflächen unsere bereits 2018 gestarteten  
Investitionsprogramme „At-your-Service“ und „Mall Beautification“, auch wenn diese coronabedingt  
angepasst bzw. zeitlich teilweise verschoben wurden. Ziel ist es, die Aufenthalts- und Servicequalität durch  
gezielte Investitionen zu erhöhen, u. a. in die Verbesserung von Service- und Lounge-Bereichen, moderne  
Kids-Entertainment-Zonen, eine vereinfachte Inhouse-Navigation bei der Shop- oder Parkplatzsuche mittels  
Touchscreen- oder Smartphone-Lösungen sowie durch intelligente Parkleitsysteme. Zur Erhöhung der  
Centerattraktivität wird auch der Ausbau des Entertainmentangebots geprüft und vorangetrieben;  
beispielsweise hat im Jahr 2021 ein Indoor-Skydive-Konzept in unserem Rhein-Neckar-Zentrum erfolgreich  
eröffnet und verbessert seitdem auch die überregionale Anziehungskraft des Standortes. Der Abschluss  
möglichst langfristiger Verträge mit bonitätsstarken Mietern aller Einzelhandelssegmente vermindert  
darüber hinaus die Markt- und Branchenrisiken.  
Anlage II  
Seite 27  
Loading SVG
Seit Beginn der Corona-Pandemie und bis zu einer deutlichen Entspannung der Pandemielage dominieren  
die massiven Auswirkungen der Geschäftsschließungen bzw. -restriktionen das Geschäft unserer Mieter  
und beeinflussen damit auch unsere Ertragskraft. Auf der Grundlage wirtschaftlicher Notwendigkeiten,  
rechtlicher Rahmenbedingungen und im Sinne einer nachhaltigen und langfristigen Zusammenarbeit mit  
unseren Mietpartnern kann es auch zukünftig notwendig sein, der Pandemielage angemessen und flexibel  
wirtschaftliche Lösungen (beispielsweise temporäre Mietreduzierungen) mit unseren Mietpartnern zu  
suchen. Entsprechend haben wir die Schadenshöhe und die Eintrittswahrscheinlichkeit der Markt- und  
Branchenrisiken unverändert auf hoch gesetzt.  
Vermietungsrisiko  
Der langfristige Erfolg des Geschäftsmodells der Deutsche EuroShop AG hängt im Besonderen von der  
Vermietung der Einzelhandelsflächen und der Erzielung stabiler bzw. wachsender Mieterträge sowie einer  
geringen Leerstandsquote ab. Aufgrund der mittel- und langfristigen Vermietung von Einzelhandelsflächen  
ist die Deutsche EuroShop AG im Vergleich zu Unternehmen anderer Branchen nicht in dem Maße direkt  
von der kurzfristigen Wirtschaftsentwicklung abhängig. Dennoch ist, insbesondere vor dem Hintergrund der  
stärkeren Konjunkturabhängigkeit des Einzelhandels, nicht auszuschließen, dass eine Veränderung der  
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einen Einfluss auf das Geschäft der Deutsche EuroShop AG haben  
könnte.  
Konjunkturelle Schwankungen haben neben den strukturellen Veränderungen im Einzelhandelsmarkt einen  
Einfluss auf Flächennachfrage, Miethöhe und Vertragskonditionen. Das Risiko besteht somit darin, dass  
Flächen nicht oder nicht zu einer angemessenen Miethöhe oder zu weniger vorteilhaften Konditionen,  
beispielsweise hinsichtlich Mietvertragslaufzeiten und Nebenkostenumlagen, vermietet werden können.  
Zudem kann es zu niedrigeren Umsatzmietbeteiligungen bzw. zu einer Erhöhung der Leerstandsquote  
kommen.  
In der Folge würden die Einnahmen geringer ausfallen als kalkuliert und eventuell  
Ausschüttungsreduzierungen nötig werden. Sofern die Mieteinnahmen für eine Objektgesellschaft nicht  
mehr ausreichen, um die Zins- und Tilgungsleistungen zu erfüllen, könnte dies zum Verlust des gesamten  
Objekts führen.  
Wir begegnen diesem Risiko durch Übertragung des Vermietungsmanagements an professionelle und  
marktstarke Asset Manager sowie durch eine intensive Marktbeobachtung mit einem laufenden und  
frühzeitigen Monitoring anstehender regulärer oder potenziell zu erwartender außerplanmäßiger  
Vermietungen. Darüber hinaus schließen wir, soweit marktseitig durchsetzbar, vorzugsweise mittel- und  
langfristige Mietverträge mit anteilig hohen Mindestmietenvereinbarungen ab.  
Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie beeinflussen die Flächennachfrage, Miethöhen und die  
Vertragskonditionen der anstehenden Nach- und Neuvermietungen. Auch die Dauer, bis eine Fläche neu  
vermietet wird, hat sich verlängert und zu einem höheren Leerstand geführt. So stieg die Leerstandsquote  
von 2,9 % Ende 2019 auf 5,7 % Ende 2021 an.  
Aufgrund der massiven Auswirkungen der Geschäftsschließungen auf unsere Mieter und der damit  
einhergehenden erhöhten pandemiebedingten Insolvenz- und Nachvermietungsrisiken haben wir die  
Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit des Vermietungsrisikos unverändert auf hoch gesetzt.  
Mietausfallrisiko  
Aufgrund sich verschlechternder Performance und Bonität von Mietern, ggf. auch ausgelöst durch schwere  
externe politische oder konjunkturelle Schocks sowie durch pandemiebedingte behördliche  
flächendeckende Geschäftseinschränkungen bzw. Schließungsanordnungen und damit einhergehender  
Gesetzgebungsmaßnahmen, kann es zu Mietausfällen und weiteren finanziellen Belastungen kommen.  
Das Risiko des Mietausfalls beinhaltet die vollständige Miete, die umlagefähigen Nebenkosten sowie  
Anlage II  
Seite 28  
Loading SVG
etwaige Rechtsverfolgungs- und Rückbaukosten. Des Weiteren kann es bei Insolvenzen von Mietern,  
insbesondere bei Ankermietern oder Filialisten, zu einer Erhöhung der Leerstandsquote kommen.  
Mit der sorgfältigen Auswahl der Mieter, der regelmäßigen Analyse der Umsatzentwicklung und  
Außenstände der Mieter sowie dem frühzeitigen Ergreifen von Nachvermietungsmaßnahmen bei  
auftretenden Negativentwicklungen wird das Risiko minimiert. Zudem stellen die Mieter in der Regel  
entsprechende Mietsicherheiten, die einen Teil der finanziellen Belastungen beim Ausfall kompensieren  
können.  
Notwendige Wertberichtigungen werden im Einzelfall bei der Bilanzierung berücksichtigt. Diese summierten  
sich im Geschäftsjahr 2021 auf 25,0 Mio. € (i. Vj. 29,2 Mio. €) und waren, wie im Vorjahr, zum ganz  
überwiegenden Teil pandemiebedingt. Hohe Wertberichtigungen im laufenden Geschäftsjahr sind in  
Anbetracht des deutlichen Strukturwandels im stationären Einzelhandel sowie in Abhängigkeit von der  
konjunkturellen Entwicklung und insbesondere vom weiteren Verlauf der Pandemie nicht auszuschließen.  
Dementsprechend haben wir die Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit unverändert auf hoch  
belassen.  
Bewirtschaftungs- und Kostenrisiko  
Aufgrund der Komplexität und Änderungen in der Rechtsprechung kann es zu Korrekturen und Einsprüchen  
bei den Nebenkostenabrechnungen kommen, die zu einer Begrenzung der Weiterbelastungen an Mieter  
bzw. zu nachträglichen Rückerstattungen an die Mieter führen können. Neben dem finanziellen Schaden  
kann dies auch die Zufriedenheit der Mieter beeinflussen. Durch eine laufende Überprüfung der  
Nebenkostenabrechnung auf Basis aktueller Rechtsprechung wird dieses Risiko minimiert. Neue  
Gesetzesänderungen können auch dazu führen, dass zusätzliche Kosten rechtlich und/oder wirtschaftlich  
in Zukunft nicht vollständig auf die Mietpartner als Nebenkosten umgelegt werden können.  
Im Zusammenhang mit der Umsetzung der Anforderungen der EU-Klima-Taxonomie können sich zukünftig  
erhöhte Investitionsbedarfe ergeben. Die entsprechenden Maßnahmen werden sukzessive und im Rahmen  
der Instandhaltungszyklen für die Center individuell geprüft, bewertet und in die langfristigen Planungen für  
die Center einbezogen. Hierdurch wird eine kosteneffiziente und zeitlich verteilte Weiterentwicklung der  
Immobilien unter soweit vorhanden Einbeziehung öffentlicher Fördermittel erreicht.  
Ausgaben für Instandhaltungsmaßnahmen oder Investitionsprojekte können höher ausfallen als auf Basis  
von Erfahrungswerten geplant. Zudem können sich Abweichungen durch externe Schäden, eine  
unzutreffende Einschätzung des Instandhaltungsbedarfs oder nicht bzw. zu spät entdeckte Mängel  
ergeben.  
Risiken aus Kostenüberschreitungen bei laufenden Investitionsprojekten und Instandhaltungsmaßnahmen  
werden dadurch minimiert, dass schon in der Planungsphase für alle erkennbaren Risiken vorsorglich  
Kostenansätze in der Kalkulation berücksichtigt werden. Darüber hinaus werden größere Bauaufträge in  
der Regel an bonitätsstarke Generalunternehmen zum Festpreis vergeben. Baubegleitend wird durch die  
von uns beauftragten Unternehmen ein professionelles Projektmanagement gewährleistet.  
Kostenüberschreitungen können im Einzelfall aber grundsätzlich nicht gänzlich vermieden werden.  
Die Corona-Pandemie hat mittelbaren Einfluss auf das Bewirtschaftungs- und Kostenrisiko. In den  
coronabedingten Mietzugeständnissen ist regelmäßig vorgesehen, dass die Nebenkosten von den Mietern  
auch während der Schließungsphase geleistet werden. Falls allerdings Mieterverhältnisse gehäuft beendet  
werden, kann dies längere Leerstandszeiten und Umbaumaßnahmen bedingen, so dass der Anteil der nicht  
umlegbaren Nebenkosten und erforderlichen Investitionen steigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu  
Budgetüberschreitungen und zusätzlichen Kosten kommt, stufen wir daher, wie im Vorjahr, als mittel ein.  
Anlage II  
Seite 29  
Loading SVG
Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken  
Die Zinsentwicklung wird maßgeblich von den volkswirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen  
bestimmt und ist daher für die Gesellschaft nicht vorhersehbar. Es ist nicht auszuschließen, dass eine  
Anschlussfinanzierung nur zu höheren Zinssätzen als bisher realisiert werden kann. Dies hätte einen  
negativen Effekt auf EBT und FFO.  
Zum Bilanzstichtag bestanden für den Großteil der Konzernfinanzierungen langfristige Zinssicherungen.  
Aus den derzeit anstehenden Neu- und Anschlussfinanzierungen ist aus heutiger Sicht im Konzern kein  
Zinsänderungsrisiko erkennbar. Auf Basis des aktuellen Zinsniveaus und der vorliegenden Kreditangebote  
wird erwartet, dass die Anschlussfinanzierungen zu niedrigeren Zinssätzen als die Ursprungsfinanzierungen  
abgeschlossen werden können und die geplanten Zinssätze mit hinreichender Sicherheit erreichbar sind.  
Das Zinsumfeld wird laufend überwacht, um auf Zinsänderungen angemessen reagieren zu können. Das  
Zinsänderungsrisiko wird bei neuen Immobilienfinanzierungen weitestgehend durch Abschluss langfristiger  
Darlehen mit Zinsbindungsfristen von bis zu zehn Jahren reduziert.  
Die Deutsche EuroShop AG setzt vereinzelt derivative Finanzinstrumente im Sinne des Hedge Accounting  
von Zinsänderungsrisiken ein. Durch diese eingesetzten Zinsswapgeschäfte werden aus variablen Zinsen  
feste Zinsen. Ein Zinsswap ist ein wirksames Sicherungsgeschäft, wenn die Kapitalbeträge, Laufzeiten,  
Zinsanpassungs- bzw. Rückzahlungstermine, die Zeitpunkte für Zins- und Tilgungszahlungen sowie die  
Bemessungsgrundlage für die Festsetzung der Zinsen beim Sicherungsgeschäft und Grundgeschäft  
identisch sind und die Vertragspartei den Vertrag erfüllt. Dem Ausfallrisiko begegnet die Gesellschaft mit  
einer strengen Prüfung ihrer Vertragspartner, die gleichzeitig Kreditgeber sind. Die Zinsswaps stellen mit  
dem Grundgeschäft i. d. R. eine Bewertungseinheit im Jahresabschluss dar. Liquiditätsrisiken sowie andere  
Risiken bestehen aus den Finanzinstrumenten nicht. Ein Effektivitätstest für die beschriebenen  
Sicherungsgeschäfte wird regelmäßig durchgeführt.  
Eine Wirtschafts- und Finanzkrise, die substanziellen direkten und indirekten Auswirkungen der Corona-  
Pandemie auf den Betrieb und den Cashflow von Einzelhandelsimmobilien sowie eine deutliche  
Verschärfung des Online-Wettbewerbs oder eine weiter verschärfte Regulierung des Finanzsektors könnten  
dazu führen, dass sich die Kreditvergabepraxis der Banken in Bezug auf Kreditmargen,  
Finanzierungslaufzeiten und -ausläufe sowie Kreditauflagen deutlich verschlechtert. Dies hätte eine  
negative Auswirkung auf die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft. In Extremsituationen könnte es zu  
einer Austrocknung des Finanzierungsmarktes kommen. Auch ist nicht auszuschließen, dass etwa im Zuge  
einer Verschlechterung der Ertragslage einzelner Objektgesellschaften oder einer Änderung der  
Kreditvergabepolitik Kreditinstitute nicht zur Gewährung einer Anschlussfinanzierung oder Verlängerung  
von Kreditlinien bereit sind. Die Deutsche EuroShop AG begegnet diesem Finanzierungsrisiko durch den  
Abschluss langfristiger Kreditverträge, die Vermeidung einer zeitlichen Kumulierung von Kreditfälligkeiten  
sowie die Einhaltung konservativer Verschuldungsquoten. Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft in  
ihren Zielmärkten zu einer Vielzahl von Investment-, Geschäfts- und Hypothekenbanken langfristige  
Geschäftsbeziehungen, die einen bestmöglichen Kapitalmarktzugang ermöglichen.  
Für die 2022 auslaufenden vier Darlehen des Konzerns in Höhe von 225,6 Mio. € werden zurzeit  
Prolongationen oder Umfinanzierungen verhandelt, von denen eine Anschlussfinanzierung in Höhe von  
105,7 Mio. € zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses bereits verlängert werden konnte.  
Währungsrisiko  
Die Aktivitäten der Deutsche EuroShop AG finden ausschließlich im Wirtschaftsraum der Europäischen  
Union  
statt.  
Überschaubare  
Währungsrisiken  
ergeben  
sich  
bei  
den  
osteuropäischen  
Beteiligungsgesellschaften. Diese Risiken werden nicht abgesichert, da es sich um reine  
Umrechnungsvorgänge zum Bilanzstichtag handelt und insoweit damit keine Cashflow-Risiken verbunden  
sind. Das operative Währungsrisiko ist durch die Kopplung von Mieten und Darlehensverbindlichkeiten an  
den Euro weitgehend abgesichert. Ein Risiko besteht darin, dass Mieter durch einen nachhaltigen  
Anlage II  
Seite 30  
Loading SVG
Kursverfall des ungarischen Forint, des polnischen Zloty oder der tschechischen Krone nicht mehr in der  
Lage sein könnten, die dann deutlich höheren fremdwährungsbasierten Mieten zu zahlen.  
Schadensrisiko  
Die Immobilien unterliegen dem Risiko der ganzen oder teilweisen Zerstörung durch externe  
Einflussfaktoren (z. B. Brand- oder Wasserschäden, Vandalismus, Terror). Es können Kosten durch die  
Instandsetzung und Mietausfälle entstehen. Diese Schäden sind durch bonitätsstarke Versicherungen  
weitestgehend abgesichert. Es ist jedoch denkbar, dass nicht für alle theoretisch möglichen Schäden  
hinreichender Versicherungsschutz besteht oder dieser Versicherungsschutz bei sich verändernden  
Bedingungen am Versicherungsmarkt zu adäquaten Konditionen nicht aufrechterhalten werden kann bzw.  
ein hinreichender Versicherungsschutz überhaupt nicht angeboten wird. Darüber hinaus können  
Versicherer ihre Leistungen verweigern oder kann eine Verschlechterung der Bonität des Versicherers zu  
möglichen Zahlungsausfällen bei der Geltendmachung von Versicherungsschäden führen.  
Zur Vermeidung von Schäden werden die Objekte zusätzlich durch Maßnahmen im Bereich Brand- und  
Einbruchschutz sowie zur Vermeidung von Vandalismus aktiv gesichert.  
Rechtliches Risiko  
Die Konzeption unseres Geschäftsmodells erfolgt auf der Basis der derzeitigen Gesetzeslage,  
Verwaltungsauffassung und Rechtsprechung, die sich jedoch jederzeit ändern können. Aufgrund der  
Corona-Pandemie haben verschiedene Gesetzgeber in Europa, darunter auch in Deutschland und Polen,  
in kurzer Frist neue Gesetze erlassen bzw. Gesetzesänderungen vorgenommen, die Mietern temporäre  
Erleichterungen bezüglich ihrer Mietzahlungsverpflichtungen in behördlich angeordneten und  
pandemiebedingten Geschäftsschließungszeiträumen bieten können. Die genaue Auslegung und Wirkung  
dieser Gesetze ist in vielen Fällen aufgrund fehlender Präzedenzfälle und -urteile noch nicht möglich.  
Aufgrund der in der Pandemiesituation geführten, regelmäßig konsensorientierten Verhandlungen mit  
unseren Mietern bezüglich einer möglichen und angemessenen Schadensbegrenzung bzw. -teilung für die  
betroffenen Zeiträume gehen wir aktuell nicht von einem erhöhten rechtlichen Risiko aus. Der Gesellschaft  
sind derzeit keine Rechtsrisiken bekannt, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage  
haben könnten.  
Personalrisiko  
Mit Blick auf die geringe Mitarbeitendenzahl der Deutsche EuroShop AG ist das Unternehmen abhängig  
von einzelnen Personen in Schlüsselpositionen. Der Abgang von Leistungsträgern würde zu einem Verlust  
von Know-how führen, und die Ersatzrekrutierung und Einarbeitung neuer Mitarbeitender könnte das  
Tagesgeschäft temporär beeinträchtigen. Durch Vertretungsregelungen und die Dokumentation von  
wesentlichen Arbeitsprozessen werden diese Beeinträchtigungen minimal gehalten.  
IT-Risiko  
Das Informationssystem der Deutsche EuroShop AG basiert auf einer zentral gesteuerten Netzwerklösung.  
Die Wartung und Pflege des Systems erfolgt durch ein externes Dienstleistungsunternehmen. Mitarbeiter  
und das externe Dienstleistungsunternehmen erhalten über detaillierte Zugriffsregelungen ausschließlich  
Zugriff auf die für ihre Arbeit notwendigen Systeme. Ein Virenschutzkonzept und die permanente  
Überwachung des Datenverkehrs hinsichtlich versteckter und gefährlicher Inhalte sollen gegen Angriffe von  
außen schützen. Eine Sicherung aller betriebsrelevanten Daten erfolgt täglich durch eine Fernsicherung  
und regelmäßig auf mehreren Speichermedien. Im Falle eines Ausfalls der Hard- oder Software auf  
unserem System sind alle Daten kurzfristig reproduzierbar.  
Anlage II  
Seite 31  
 
Loading SVG
CHANCENBERICHT  
Die Deutsche EuroShop AG ist Teil eines sich dynamisch und strukturell wandelnden  
Einzelhandelsmarktes. Während der stationäre Einzelhandel sich aktuell den Herausforderungen des stark  
wachsenden Onlinehandels stellt und viele Transformationsprozesse verstärkt aktiv angestoßen werden,  
verschwimmen die starren Grenzen zwischen der On- und Offline-Handelswelt weiter. Die Corona-  
Pandemie hat dabei den Handlungsdruck und die erforderliche Umsetzungsgeschwindigkeit deutlich  
erhöht. Auch war vor der Pandemie ein Trend sichtbar, dass reine Onlinehändler zunehmend Shops und  
Filialnetze eröffnen bzw. sich durch Akquisitionen oder Kooperationen Zugriff auf stationäre  
Einzelhandelsketten und deren Filialnetz verschaffen. Hinter dieser Entwicklung steht die  
Erwartungshaltung von Kunden, alle Produkte je nach Situation on- oder offline kaufen zu können. Viele  
Einzelhändler mussten erkennen, dass sie nur mit einem Omnichannel-Vertriebsansatz während der  
Schließungsphase in der Lage waren, Umsätze generieren zu können, zumal dieser Vertriebsansatz neue  
Möglichkeiten in den Bereichen Kundenansprache und  
-service eröffnet und damit  
Umsatzwachstumspotenzial bietet. Bei der Transformation des Einzelhandels zu einem weitgehend  
integrierten Omnichannel-Vertrieb spielen attraktive stationäre Einzelhandelsflächen und damit auch  
Shoppingcenter weiter eine wichtige Rolle. Die für viele Segmente schnelle und relativ deutliche Erholung  
der Kundenfrequenzen und Mieterumsätze nach Wiedereröffnung der Geschäfte nach den Lockdowns  
belegt dies. Darüber hinaus bieten sich stationäre Flächen zunehmend auch als lokale Logistik-Hubs für  
einen schnellen und kosteneffizienten Lieferservice an.  
Auf Basis einer zeitnahen Stabilisierung der Pandemielage sehen wir aufgrund der Ansiedelung unserer  
Shoppingcenter in erstklassigen Lagen, einer breiten Branchendiversifikation innerhalb der Center, der  
zunehmenden Anbindung der Shoppingcenter an den Onlinehandel über die Digital Mall sowie der  
konzeptionellen Anpassungen zur Betonung des Freizeit-, Erlebnis- und Treffpunktcharakters und der  
zunehmenden komplementären Bedeutung von Shop Flächen für den Onlinehandel auch in der aktuell  
noch einmal beschleunigten Phase der Strukturänderungen Chancen, weiterhin Geschäftserfolge erzielen  
zu können.  
Im Rahmen der Finanzierung ergeben sich aufgrund des weiter niedrigen Zinsniveaus grundsätzlich auch  
Chancen, Anschluss- und Neufinanzierungen zu günstigeren Konditionen abzuschließen. Dies hätte einen  
positiven Effekt auf EBT und FFO.  
Die Deutsche EuroShop AG hat darüber hinaus Chancen, nach Bewältigung der besonderen  
Herausforderungen der Corona-Pandemie und nach der Stabilisierung der Marktsituation im Rahmen der  
klar definierten und selektiven Investitionsstrategie durch den Ankauf von oder die Beteiligung an weiteren  
Shoppingcentern zu wachsen. Dies hätte einen positiven Effekt auf die Ertragslage. Darüber hinaus kann  
ein weiteres externes Wachstum den Diversifikationseffekt im Beteiligungsportfolio erhöhen. Aufgrund der  
hohen Flexibilität bei der Umsetzung von Akquisitions- und Beteiligungsstrukturen, der guten Reputation  
bei Banken und als verlässlicher Partner am Immobilienmarkt ist die Gesellschaft gut positioniert, um nach  
einer dauerhaften Entspannung der Pandemielage auch in Zukunft opportunistisch am Transaktionsmarkt  
agieren zu können.  
Anlage II  
Seite 32  
Loading SVG
ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN  
Die Aktien der Deutsche EuroShop werden unter anderem an der Börse in Frankfurt am Main gehandelt.  
Sie befanden sich am 31. Dezember 2021 zu 20,03 % im Besitz von Alexander Otto (i. Vj. 20,03 %).  
Das Grundkapital beträgt 61.783.594 und ist in 61.783.594 nennwertlose Namensaktien eingeteilt. Der  
rechnerische Anteil einer Aktie am Grundkapital beträgt 1,00 .  
Gemäß § 5 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital  
bis zum 27. Juni 2022 einmal oder mehrfach um insgesamt bis zu 11.680.999 € durch Ausgabe von neuen,  
auf den Namen lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage (Genehmigtes  
Kapital 2017) zu erhöhen. Bis zum 31. Dezember 2021 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch  
gemacht.  
Darüber hinaus wurde der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2018 ermächtigt,  
eigene Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des bei Wirksamwerden oder sollte  
dieses geringer sein des bei Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals bis zum 27. Juni  
2023 zu erwerben. Bis zum 31. Dezember 2021 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.  
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juni 2021 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung  
des Aufsichtsrats bis zum 17. Juni 2026 einmalig oder mehrmals Wandelschuldverschreibungen im  
Gesamtnennbetrag von bis zu 200 Mio. € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren zu begeben und  
den Inhabern der jeweiligen, unter sich gleichberechtigten Teilschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf  
neue Stückaktien der Gesellschaft in einer Gesamtzahl von bis zu 10.000.000 Stück (10,0 Mio. €) nach  
näherer Maßgabe der Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen („Anleihebedingungen“) zu  
gewähren (Bedingtes Kapital 2021). Die Wandelschuldverschreibungen können auch mit einer variablen  
Verzinsung ausgestattet werden, wobei die Verzinsung wie bei einer Gewinnschuldverschreibung  
vollständig oder teilweise von der Höhe der Dividende der Gesellschaft abhängig sein kann. Bis zum 31.  
Dezember 2021 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.  
Mit zwei Mitarbeitern wurde eine sogenannte Change-of-Control-Regelung vereinbart. Danach haben sie  
ab dem Zeitpunkt des Wirksamwerdens eines Kontrollwechsels für zwölf Monate ein  
Sonderkündigungsrecht mit einer Frist von einem Monat zum Quartalsende, soweit ihnen die Gesellschaft  
mitgeteilt hat, dass sie in ihren derzeitigen Positionen nicht mehr eingesetzt werden.  
Ein Change of Control liegt vor, wenn die Deutsche EuroShop AG mit einer anderen Gesellschaft fusioniert,  
ein öffentliches Übernahmeangebot nach dem Deutschen Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz  
(WpÜG) abgegeben und von den Aktionären mehrheitlich angenommen wurde, eine Eingliederung in einen  
neuen Unternehmensverbund erfolgt oder ein Going Private inklusive Delisting vollzogen wird.  
Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses erhalten diese Mitarbeiter in diesem Falle eine Einmalzahlung in  
Höhe von drei Bruttomonatsgehältern multipliziert mit der Anzahl der Jahre der Betriebszugehörigkeit,  
maximal jedoch begrenzt auf 24 Bruttomonatsgehälter.  
Im Übrigen gibt es derzeit im Deutsche EuroShop-Konzern keine Entschädigungsvereinbarungen mit  
Mitgliedern des Vorstands oder weiteren Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels.  
Die wesentlichen Vereinbarungen der Deutsche EuroShop AG, die eine Klausel für den Fall einer  
Übernahme (Change of Control) der Deutsche EuroShop AG enthalten, betreffen hauptsächlich bilaterale  
Kreditfazilitäten sowie mehrere Darlehensverträge. Im Übernahmefall haben die jeweiligen Kreditgeber das  
Recht, die Fazilität zu kündigen und gegebenenfalls fällig zu stellen bzw. die Rückzahlung der Darlehen zu  
verlangen. Dabei wird eine Übernahme angenommen, wenn ein Dritter die Kontrolle über die Deutsche  
EuroShop AG erlangt; dies kann auch eine gemeinschaftlich handelnde Gruppe sein.  
Anlage II  
Seite 33  
 
Loading SVG
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (§ 289F, § 315D  
HGB)  
Die zusammengefasste Erklärung gemäß § 289f, § 315d HGB über die Unternehmensführung und zum  
Corporate Governance Kodex ist auf der Website der Deutsche EuroShop veröffentlicht unter  
www.deutsche-euroshop.de/EZU  
Anlage II  
Seite 34  
 
Loading SVG
BERICHTERSTATTUNG ZUM EINZELABSCHLUSS DER  
DEUTSCHE EUROSHOP AG  
Die Deutsche EuroShop AG ist als konzernführende Gesellschaft verantwortlich für die Bereiche  
Unternehmensstrategie, Portfolio- und Risikomanagement, Finanzierung und Kommunikation. Als  
Holdinggesellschaft hängt die wirtschaftliche Entwicklung der Deutsche EuroShop AG hauptsächlich vom  
Geschäftsverlauf der operativen Gesellschaften des Konzerns ab. Zudem partizipiert und teilt die Deutsche  
EuroShop AG unmittelbar die Chancen und Risiken der Konzerngesellschaften. Wir verweisen daher hierzu  
auf die Berichterstattung des Konzerns in den Abschnitten „Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene  
Rahmenbedingungen“, „Risikobericht“ und „Chancenbericht“ in diesem zusammengefassten Lagebericht.  
Der Jahresabschluss der Deutsche EuroShop AG wurde nach den Regeln des deutschen  
Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung des Aktiengesetzes aufgestellt, während der  
Konzernabschluss nach den Regelungen der IFRS aufgestellt wurde.  
Ertragslage der Deutsche EuroShop AG (HGB)  
Veränderung  
01.01.-  
01.01.-  
in T€  
31.12.2021  
31.12.2020  
+/-  
3.512  
33  
in %  
1.108%  
2%  
Sonstige betriebliche Erträge  
Personalaufwand  
3.829  
317  
-1.997  
-2.030  
Abschreibungen und sonstige betriebliche  
Aufwendungen  
-4.658  
41.533  
-3.931  
-4.069  
30.707  
41.312  
-10.200  
61.819  
-3.199  
38.059  
-13.511  
-1.382  
18.254  
34.629  
-9.100  
43.783  
-1.459  
3.474  
-46%  
9%  
Beteiligungsergebnis  
Finanzergebnis  
9.580  
71%  
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
Jahresüberschuss  
-2.687  
12.453  
6.683  
-194%  
68%  
Gewinnvortrag  
Einstellung in die Gewinnrücklage  
Bilanzgewinn  
-1.100  
18.036  
Auch das Geschäftsjahr 2021 war für die Deutsche EuroShop AG maßgeblich von den Auswirkungen der  
Corona-Pandemie beeinflusst. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Ergebnis vor Steuern mit 34,8 Mio. €  
um 15,2 Mio. € gesteigert werden (i. Vj. 19,6 Mio. €). Ursächlich hierfür war die im Vorjahr erforderliche  
Wertberichtigung in Höhe von 10,1 Mio. € auf die Beteiligung an der Saarpark Center Neunkirchen KG, die  
auf Basis eines externen Bewertungsgutachtens der Immobilie der Beteiligung vorgenommen wurde und  
das Finanzergebnis belastete. Die Wertberichtigung konnte im Berichtsjahr aufgrund der Verbesserung des  
Immobilienwertes der Beteiligung wieder um 1,6 Mio. € ergebniswirksam zugeschrieben werden.  
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalteten im Berichtsjahr, neben der Zuschreibung des  
Beteiligungsansatzes an der Saarpark Center Neunkirchen KG (1,6 Mio. €), eine durch die Deutsche  
EuroShop AG beantragte Corona-Beihilfe in Höhe von 2,0 Mio. €. Die Corona-Beihilfe wurde durch die  
Deutsche EuroShop AG für sich und ihre verbundenen deutschen Unternehmen beantragt und sieht eine  
anteilige Fixkostenerstattung vor. Die Weiterreichung des Anteils der Beihilfe, der den verbundenen  
Unternehmen zuzurechnen ist, wurde in Höhe von 1,8 Mio. € in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen  
erfasst.  
Wesentliche Ertragskomponente der Gesellschaft war das Beteiligungsergebnis von 41,5 Mio. € (i. Vj.  
38,1 Mio. €), das um 3,4 Mio. € über dem Vorjahr lag. Aufgrund von coronabedingten Mietausfällen und  
Anlage II  
Seite 35  
 
Loading SVG
erforderlichen Wertberichtigungen auf Forderungen in den Beteiligungen lagen diese Beteiligungserträge  
jedoch weiterhin unterhalb des Vor-Corona-Niveaus. Zudem wurde zur Stärkung der Liquidität bei einzelnen  
Beteiligungen auf eine liquiditätswirksame Ausschüttung verzichtet bzw. die mögliche Ausschüttung  
reduziert.  
Das Finanzergebnis war im Vorjahr durch die Wertberichtigung der Beteiligung an der Saarpark Center  
Neunkirchen KG belastet. Des Weiteren haben sich die Zinsaufwendungen aufgrund von planmäßigen  
Tilgungen leicht reduziert. Insgesamt hat sich das Finanzergebnis von -13,5 Mio. € auf -3,9 Mio. €  
verbessert.  
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren in einem Aufwand von 4,1 Mio. € gegenüber  
1,4 Mio. € im Vorjahr. Hiervon entfielen 3,6 Mio. € auf die Erhöhung von passiven latenten Steuern (i. Vj.  
Auflösungen von 0,1 Mio. €) sowie 0,5 Mio. € (i. Vj. 1,5 Mio. €) auf zu zahlende Steuern. Der Rückgang der  
zu zahlenden Steuern war auf eine Steuerrechtsänderung in Polen zurückzuführen, die unterjährig zu einem  
Wechsel der Steuerschuldnerschaft geführt hat. Zuvor waren die polnischen Steuern durch die Deutsche  
EuroShop AG für ihre polnische Beteiligung zu leisten gewesen.  
Vermögenslage der Deutsche EuroShop AG (HGB)  
Veränderung  
in T€  
31.12.2021  
1.159.112  
104  
31.12.2020  
1.168.713  
145  
+/-  
-9.601  
-41  
Finanzanlagen  
Übriges Anlagevermögen  
Forderungen und übrige Vermögenswerte  
Kasse und Bankguthaben  
Aktiva  
3.439  
457  
2.982  
39.858  
33.198  
28.235  
67  
119.069  
1.281.724  
1.090.010  
1.966  
79.211  
1.248.526  
1.061.775  
1.899  
Eigenkapital  
Rückstellungen  
Verbindlichkeiten  
Passive latente Steuern  
Passiva  
105.201  
84.547  
103.862  
80.990  
1.339  
3.557  
33.198  
1.281.724  
1.248.526  
Der Rückgang der Finanzanlagen resultierte aus den im Geschäftsjahr 2021 getätigten Entnahmen aus den  
Beteiligungsgesellschaften, gemindert um die anteiligen handelsrechtlichen Jahresüberschüsse.  
Die Eigenkapitalquote der Deutsche EuroShop AG lag unverändert bei 85,0 % und damit weiterhin auf  
einem sehr soliden und hohen Niveau.  
Anlage II  
Seite 36  
Loading SVG
Finanzlage der Deutsche EuroShop AG (HGB)  
01.01.-  
01.01.-  
in T€  
31.12.2021  
31.12.2020  
Jahresüberschuss  
30.707  
0
18.254  
Nicht ausgeschüttete anteilige Gewinnansprüche  
Ergebnisneutrale Liquiditätsausschüttungen  
der Beteiligungsgesellschaften  
-14.109  
11.414  
-1.637  
3.557  
44.041  
0
0
10.084  
-160  
14.069  
0
Nicht liquiditätswirksame Bewertung von Beteiligungen  
Auflösung/Zuführung latente Ertragsteuern  
1. Free Cashflow aus operativer Tätigkeit  
2. Auszahlungen für Neuinvestments  
3. Einzahlungen aus Eigenmitteln  
0
0
Ein-/Auszahlungen aus Bankdarlehen  
-1.799  
-1.799  
87  
-1.777  
-1.777  
-2.108  
0
4. Ein-/Auszahlungen aus Finanzierungstätigkeit  
5. Sonstige cash-wirksame Bilanzveränderungen  
6. Dividende für das Vorjahr  
-2.471  
Liquiditätsbestand Jahresanfang  
79.211  
69.027  
Zahlungswirksame Veränderungen des Liquiditätsbestandes  
(Zwischensumme 1.- 6.)  
39.858  
10.184  
Liquiditätsbestand Jahresende  
119.069  
79.211  
Aufgrund der geringeren Ergebnisse der Beteiligungen und des teilweisen Verzichts auf Ausschüttungen  
zur Stärkung der Liquidität in den Beteiligungen wurde im Berichtsjahr ein Free Cashflow aus operativer  
Tätigkeit in Höhe von 44,0 Mio. € erzielt, der wie bereits im Vorjahr (14,1 Mio. €) deutlich unterhalb des Vor-  
Corona-Niveaus lag. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergab sich eine Rendite auf das eingezahlte  
Eigenkapital in Höhe von 1.369,0 Mio. € von 3,2 % gegenüber 1,0 % im Vorjahr. Der Free Cashflow je Aktie  
erhöhte sich von 0,23 € auf 0,71 €.  
Die Auszahlungen aus Finanzierungstätigkeit resultieren aus planmäßigen Tilgungen der langfristigen  
Bankdarlehen.  
Unter Berücksichtigung der zahlungswirksamen Veränderungen des Nettoumlaufvermögens ergab sich ein  
Liquiditätsendbestand von 119,1 Mio. €.  
Prognose der Deutsche EuroShop AG (HGB)  
Das Geschäftsjahr 2022 wird ebenfalls durch die Pandemie beeinflusst sein. Das Management erwartet,  
dass die wesentlichen Leistungsindikatoren sich wie folgt entwickeln: Beteiligungserträge von 36 Mio. € bis  
42 Mio. € und damit in vergleichbarer Höhe wie 2021 (41,5 Mio. €) und ein Ergebnis vor Steuern unter  
Bereinigung der Sondereffekte 2021 (Zuschreibung und Beihilfe) auf Vorjahresniveau, welches damit  
zwischen 28 Mio. € und 34 Mio. € liegen (2021 ohne Sondereffekte: 32,9 Mio. €) sollte.  
Hamburg, 30. März 2022  
Anlage II  
Seite 37  
Loading SVG
Zukunftsbezogene Aussagen  
Dieser zusammengefasste Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf Einschätzungen künftiger Entwicklungen seitens  
des Vorstands basieren. Die Aussagen und Prognosen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur  
Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Aussagen und Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht  
eintreffen, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen.  
Rundungen und Veränderungsraten  
Bei Prozentangaben und Zahlen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der  
Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit Plus (+) bezeichnet,  
Verschlechterungen mit Minus (-).  
Anlage II  
Seite 38  
Loading SVG
DEUTSCHE EUROSHOP AG  
KONZERNABSCHLUSS 2021  
Inhalt  
Konzernbilanz....................................................................................................................................................................3  
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung............................................................................................................................4  
Konzern-Gesamtergebnisrechnung ..................................................................................................................................5  
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung...................................................................................................................6  
Konzern-Kapitalflussrechnung ..........................................................................................................................................7  
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021 ....................................................................................................................8  
Grundlagen des Konzernabschlusses...........................................................................................................................8  
1.  
2.  
3.  
4.  
5.  
6.  
Allgemeine Angaben .........................................................................................................................................8  
Konsolidierungskreis .........................................................................................................................................9  
Konsolidierungsgrundsätze.............................................................................................................................10  
Neue Rechnungslegungsstandards und Ausweisänderungen .......................................................................11  
Währungsumrechnung....................................................................................................................................12  
Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden..................................................................................13  
Erläuterungen zur Konzernbilanz ...............................................................................................................................18  
7.  
8.  
9.  
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ...........................................................................................18  
Investment Properties .....................................................................................................................................18  
Nach at-equity bilanzierte Finanzanlagen.......................................................................................................21  
10. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen...............................................................................................23  
11. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte ...........................................................................................................23  
12. Liquide Mittel ...................................................................................................................................................24  
13. Eigenkapital und Rücklagen............................................................................................................................24  
14. Langfristige und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten .....................................................................................25  
15. Sonstige langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten..................................................................................26  
16. Passive latente Steuern ..................................................................................................................................27  
17. Abfindungsansprüche von Kommanditisten....................................................................................................28  
18. Sonstige Rückstellungen.................................................................................................................................28  
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ........................................................................................29  
Anlage I  
Seite 1  
Loading SVG
19. Umsatzerlöse ..................................................................................................................................................29  
20. Grundstücksbetriebskosten.............................................................................................................................29  
21. Grundstücksverwaltungskosten ......................................................................................................................30  
22. Wertberichtigungen und Abgänge finanzieller Vermögenswerte....................................................................30  
23. Sonstige betriebliche Erträge..........................................................................................................................30  
24. Sonstige betriebliche Aufwendungen..............................................................................................................30  
25. Gewinn- oder Verlustanteile von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach at-  
equity bilanziert werden ...........................................................................................................................................31  
26. Bewertungsergebnis .......................................................................................................................................31  
27. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ......................................................................................................31  
28. Ergebnis je Aktie .............................................................................................................................................32  
Segmentberichterstattung ...........................................................................................................................................32  
Sonstige Angaben .......................................................................................................................................................34  
29. Finanzinstrumente und Risikomanagement....................................................................................................34  
30. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung ..........................................................................................36  
31. Sonstige finanzielle Verpflichtungen ...............................................................................................................37  
32. Anzahl der Mitarbeitenden ..............................................................................................................................37  
33. Honorar des Abschlussprüfers........................................................................................................................37  
34. Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex ..........................................................................37  
35. Nahestehende Personen nach IAS 24............................................................................................................37  
36. Stimmrechtsmitteilungen.................................................................................................................................38  
37. Aufsichtsrat und Vorstand...............................................................................................................................39  
38. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ...............................................................................................................41  
Angaben zum Beteiligungsbesitz ................................................................................................................................42  
Versicherung der gesetzlichen Vertreter.........................................................................................................................43  
Anlage I  
Seite 2  
Loading SVG
DEUTSCHE EUROSHOP AG, HAMBURG  
KONZERNBILANZ  
Aktiva in T€  
Anhang  
31.12.2021  
31.12.2020  
Passiva in T€  
Anhang  
31.12.2021  
31.12.2020  
VERMÖGENSWERTE  
EIGENKAPITAL UND SCHULDPOSTEN  
Eigenkapital und Rücklagen  
Gezeichnetes Kapital  
Kapitalrücklage  
Langfristige Vermögenswerte  
Immaterielle Vermögenswerte  
Sachanlagen  
7.  
7.  
8.  
9.  
51.751
244
51.732
330
61.784
1.217.560
783.522
61.784
1.217.560
723.902
Investment Properties  
3.393.554
455.341
3.900.890
3.437.145
444.517
3.933.724
Gewinnrücklagen  
Nach at-equity bilanzierte Finanzanlagen  
Langfristige Vermögenswerte  
Summe Eigenkapital  
13.  
2.062.866
2.003.246
Langfristige Verpflichtungen  
Finanzverbindlichkeiten  
Kurzfristige Vermögenswerte  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte  
Liquide Mittel  
14.  
16.  
17.  
15.  
1.264.748
333.037
314.914
23.995
1.359.612
324.978
311.525
26.851
10.  
11.  
12.  
22.763
26.298
19.822
17.805
Passive latente Steuern  
Abfindungsansprüche von Kommanditisten  
Sonstige Verbindlichkeiten  
328.839
377.900
266.030
303.657
Kurzfristige Vermögenswerte  
Langfristige Verpflichtungen  
1.936.694
2.022.966
Kurzfristige Verpflichtungen  
Finanzverbindlichkeiten  
14.  
15.  
15.  
18.  
15.  
237.366
5.345
181.816
3.303
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
Steuerverbindlichkeiten  
196
456
Sonstige Rückstellungen  
10.120
26.203
279.230
8.313
Sonstige Verbindlichkeiten  
17.281
211.169
Kurzfristige Verpflichtungen  
Summe Aktiva  
4.278.790
4.237.381
Summe Passiva  
4.278.790
4.237.381
Anlage I  
Seite 3  
Loading SVG
DEUTSCHE EUROSHOP AG, HAMBURG  
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG  
in T€  
Anhang  
19.  
01.01.-31.12.2021  
211.752
01.01.-31.12.2020  
224.104
Umsatzerlöse  
Grundstücksbetriebskosten  
20.  
-23.076
-18.581
Grundstücksverwaltungskosten  
Wertberichtigungen und Abgänge finanzieller  
Vermögenswerte  
21.  
-9.471
-9.707
10., 22.  
-25.029
154.176
6.265
-29.218
166.598
2.400
Nettobetriebsergebnis (NOI)  
Sonstige betriebliche Erträge  
23.  
24.  
Sonstige betriebliche Aufwendungen  
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)  
-7.940
-7.759
152.501
161.239
Gewinn- oder Verlustanteile von assoziierten  
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen,  
die nach at-equity bilanziert werden  
9., 25.  
17.  
29.612
-39.188
-13.408
7
-51.482
-43.716
-13.501
547
Zinsaufwendungen  
Kommanditisten zustehende Ergebnisanteile  
Zinserträge  
Finanzergebnis  
-22.977
-58.821
70.703
-10.758
59.945
0,97
-108.152
-355.845
-302.758
51.041
-251.717
-4,07
Bewertungsergebnis  
26.  
27.  
28.  
Ergebnis vor Steuern (EBT)  
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
Konzernergebnis  
Ergebnis je Aktie (€), unverwässert und verwässert  
Anlage I  
Seite 4  
Loading SVG
DEUTSCHE EUROSHOP AG, HAMBURG  
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG  
in T€  
Anhang  
01.01.-31.12.2021  
59.945
01.01.-31.12.2020  
-251.717
Konzernergebnis  
Posten, die unter bestimmten Bedingungen  
zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung  
umgegliedert werden:  
Effektiver Teil der Gewinne und Verluste aus  
Sicherungsinstrumenten bei einer Absicherung  
von Zahlungsströmen  
13.  
13.  
2.740
-594
6.921
Latente Steuern auf direkt mit dem Eigen-  
kapital verrechnete Wertänderungen  
Summe des direkt im Eigenkapital  
erfassten Ergebnisses  
-1.531
2.146
62.091
62.091
5.390
-246.327
-246.327
Gesamtergebnis  
Anteil Konzernaktionäre  
Anlage I  
Seite 5  
Loading SVG
DEUTSCHE EUROSHOP AG, HAMBURG  
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG  
Anzahl  
Aktien  
im Umlauf  
Andere  
Gewinn-  
rücklagen  
Gesetzliche  
Gewinn-  
Gewinnrücklage  
Cashflow  
Gezeichnetes  
Kapital  
Kapital-  
rücklage  
in T€  
Anhang  
13.  
rücklage  
Hedges  
Summe  
2.249.573
-246.327
0
01.01.2020  
61.783.594  
61.784
1.217.560
993.900
-251.717
0
2.000
0
-25.671
5.390
0
Gesamtergebnis  
Dividendenauszahlungen  
31.12.2020  
0
0
0
0
0
61.783.594  
61.783.594  
61.784
1.217.560
742.183
2.000
-20.281
2.003.246
01.01.2021  
61.784
1.217.560
742.183
59.945
-2.471
2.000
0
-20.281
2.146
0
2.003.246
62.091
Gesamtergebnis  
Dividendenauszahlungen  
31.12.2021  
0
0
0
0
13.  
0
-2.471
61.783.594  
61.784
1.217.560
799.657
2.000
-18.135
2.062.866
Anlage I  
Seite 6  
Loading SVG
DEUTSCHE EUROSHOP AG, HAMBURG  
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG  
01.01.-  
01.01.-  
in T€  
Anhang  
31.12.2021  
31.12.2020  
Konzernergebnis  
Ertragsteuern  
Finanzergebnis  
59.945
10.758
22.977
-251.717
-51.041
108.152
26.  
Abschreibungen auf abnutzbare immaterielle  
Vermögenswerte und Sachanlagen  
23.  
171
144
Unrealisierte Marktwertveränderungen der Investment  
Properties und sonstiges Bewertungsergebnis  
25.  
9.  
58.821
18.788
355.845
15.494
Erhaltene Ausschüttungen und Kapitalrückzahlungen  
Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und  
Leistungen und sonstige Vermögenswerte  
10., 11.  
18.  
-11.500
1.807
-15.920
193
Veränderungen kurzfristiger Rückstellungen  
Veränderungen der Verbindlichkeiten  
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit  
Gezahlte Zinsen  
15.  
10.901
172.668
-38.922
7
-2.084
159.066
-43.669
547
Erhaltene Zinsen  
Gezahlte Ertragsteuern  
26.  
8.  
-3.487
130.266
-4.856
111.088
Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit  
Investitionen in Investment Properties  
-18.732
0
-15.053
490
Einzahlungen aus dem Abgang von Investment Properties  
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und  
Sachanlagen  
-59
-18.791
6.678
-13
-14.576
45.721
Cashflow aus Investitionstätigkeit  
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten  
14., 28.  
Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten  
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten  
Auszahlungen an Kommanditisten  
Auszahlungen an Konzernaktionäre  
14.  
15.  
17.  
13.  
-46.258
-98
-16.687
-89
-6.517
-2.471
-7.514
0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit  
-48.666
62.809
21.431
117.943
148.087
266.030
Veränderungen des Finanzmittelbestandes  
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode  
Finanzmittelbestand am Ende der Periode  
12.  
12.  
266.030
328.839
Anlage I  
Seite 7  
Loading SVG
DEUTSCHE EUROSHOP AG, HAMBURG  
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021  
GRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES  
1. Allgemeine Angaben  
Die Muttergesellschaft des Konzerns ist die Deutsche EuroShop AG , Hamburg, Deutschland . Der Sitz der  
Gesellschaft befindet sich im Heegbarg 36, 22391 Hamburg . Die Gesellschaft ist im Handelsregister  
Hamburg (HRB 91799) eingetragen.  
Die Deutsche EuroShop AG konzentriert sich auf den Erwerb, die Verwaltung, Nutzung und Verwertung  
von Beteiligungen aller Art, insbesondere von Beteiligungen an Einzelhandelsimmobilien.  
Der Konzernabschluss der Deutsche EuroShop AG wurde in Übereinstimmung mit den International  
Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) einschließlich  
der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee zu den IFRS (IFRIC)  
und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Es  
wurden alle IFRS und IFRIC beachtet, die zum 31. Dezember 2021 von der EU-Kommission übernommen  
wurden und verpflichtend anzuwenden sind. Der Vorstand hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember  
2021 am 30. März 2022 aufgestellt und anschließend zur Prüfung und Billigung an den Aufsichtsrat  
weitergeleitet.  
Der Konzernabschluss umfasst neben der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und  
der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als weitere Bestandteile die Konzern-Eigenkapitalveränderungs-  
rechnung, die Konzern-Kapitalflussrechnung und den Konzernanhang.  
Die Darstellung der Beträge erfolgt grundsätzlich in T€.  
Für die Erstellung des Konzernabschlusses müssen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen  
werden. Diese haben Einfluss auf die angegebenen Beträge für Vermögenswerte, Schulden und  
Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis der Erträge und Aufwendungen des  
Berichtszeitraums. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.  
Bei der Bewertung der Investment Properties stellen insbesondere die erwarteten Zahlungsströme und der  
Diskontierungsfaktor wesentliche Bewertungsparameter dar (Näheres siehe Erläuterungen in Abschnitt 8.  
Investment Properties“).  
Eine detaillierte Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist Bestandteil des  
Anhangs.  
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses, den  
31. Dezember 2021, erstellt.  
Anlage I  
Seite 8  
Loading SVG
2. Konsolidierungskreis  
Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.  
Stand 01.01./31.12.2021  
Inland 1  
Ausland 1  
Gesamt  
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen  
11  
4
4
15  
Nach der at-equity-Methode einbezogene  
Gemeinschaftsunternehmen  
3
1
7
1
Nach der at-equity-Methode einbezogene  
assoziierte Unternehmen  
0
1 Die Zuordnung der Gesellschaften erfolgt gemäß der Segmentzuordnung anhand des Standortes des jeweiligen  
Shoppingcenters, welcher vom gesellschaftsrechtlichen Sitz der Gesellschaft abweichen kann.  
Tochterunternehmen  
Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss des Mutterunternehmens und der von ihr beherrschten  
Unternehmen. Die Deutsche EuroShop AG erlangt die Beherrschung, wenn sie:  
-
-
-
Verfügungsmacht über ein anderes Unternehmen ausüben kann,  
schwankenden Renditen/Rückflüssen aus dieser Beteiligung ausgesetzt ist und  
diese Renditen aufgrund der Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann.  
Zu jedem Stichtag wird eine Neubeurteilung vorgenommen, ob ein Beteiligungsunternehmen beherrscht  
wird oder nicht, je nachdem, ob Umstände darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der Kriterien  
verändert haben.  
Finanzinformationen zu Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen  
Der Konzern ist mit 52,01 % an der Main-Taunus-Zentrum KG, Hamburg, beteiligt und übt einen  
beherrschenden Einfluss auf die Gesellschaft aus. Die übrigen Anteile von 47,99 % befinden sich in  
Streubesitz. Die Gesellschaft wies am Bilanzstichtag langfristige Vermögenswerte in Höhe von 693.992 T€  
(i. Vj. 689.867 T€) und kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 37.235 T€ (i. Vj. 30.842 T€) aus. Die  
langfristigen Schuldposten betrugen 209.412 T€ (i. Vj. 211.814 T€), die kurzfristigen Schuldposten beliefen  
sich auf 9.208 T€ (i. Vj. 8.759 T€). Die Gesellschaft erzielte einen Umsatz in Höhe von 34.442 T€ (i. Vj.  
35.714 T€) und einen Jahresüberschuss (nach den Kommanditisten zustehenden Ergebnisanteilen) in  
Höhe von 9.968 T€ (i. Vj. -26.335 T€). An die Kommanditisten wurde im Berichtsjahr eine Ausschüttung in  
Höhe von 3.215 T€ (i. Vj. 3.305 T€) geleistet.  
Gemeinschaftsunternehmen  
Gemeinschaftsunternehmen, bei denen die Deutsche EuroShop AG zusammen mit Dritten über die  
Mehrheit der Stimmrechte verfügt, werden als Joint Venture klassifiziert und at-equity bilanziert. Die  
Deutsche EuroShop AG ist mit 75 % an der Stadt-Galerie Passau KG, Hamburg, beteiligt. Aufgrund  
gesellschaftsrechtlicher Vereinbarungen verfügt die Deutsche EuroShop AG nicht über die Mehrheit der  
Stimmrechte und übt bei dieser Gesellschaft nicht die alleinige Kontrolle aus.  
Assoziierte Unternehmen  
Soweit die Deutsche EuroShop AG entsprechend IAS 28 auf Unternehmen einen maßgeblichen, aber  
keinen beherrschenden Einfluss ausüben kann, werden diese Beteiligungen at-equity bilanziert.  
Anlage I  
Seite 9  
Loading SVG
Beteiligungsunternehmen  
Beteiligungen, auf die die Deutsche EuroShop AG weder einen maßgeblichen noch einen beherrschenden  
Einfluss hat, werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Der  
Konzern hat gemäß IFRS 9 beim erstmaligen Ansatz einer Beteiligung das unwiderrufliche Wahlrecht, die  
Fair-Value-Anpassung auch über das sonstige Ergebnis zu erfassen. Zum 31. Dezember 2021 hat der  
Konzern kein Beteiligungsunternehmen.  
Anteilsbesitz  
Die nach § 313 Abs. 2 HGB erforderliche Aufstellung des Anteilsbesitzes ist dem Konzernanhang als Anlage  
beigefügt. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes enthält auch eine abschließende Aufzählung aller  
Tochterunternehmen, die die Bedingungen des § 264b HGB erfüllen und die Möglichkeit zur Befreiung von  
bestimmten Vorschriften über die Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses bzw. des  
Lageberichts in Anspruch genommen haben.  
3. Konsolidierungsgrundsätze  
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch die Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen, neu  
bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. ihrer erstmaligen  
Einbeziehung. Ein sich eventuell ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wird bei Werthaltigkeit als  
Geschäfts- oder Firmenwert unter den Immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Negative  
Unterschiedsbeträge werden nach einer erneuten Prüfung (Reassessment) ergebniswirksam vereinnahmt.  
Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen werden at-equity bilanziert. Dabei werden die  
Anschaffungskosten der Beteiligung um die dem Kapitalanteil der Deutsche EuroShop AG entsprechenden  
Eigenkapitalveränderungen erfolgswirksam erhöht oder vermindert.  
Konzerninterne Geschäftsvorfälle werden im Rahmen der Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung  
eliminiert.  
Anlage I  
Seite 10  
Loading SVG
4. Neue Rechnungslegungsstandards und Ausweisänderungen  
Neue Rechnungslegungsstandards  
Folgende für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten neuen bzw. geänderten Standards und  
Interpretationen sind erstmalig verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am 31. Dezember 2021  
enden:  
Auswirkungen auf  
Vermögens-, Finanz-  
und Ertragslage bzw.  
Anwendungs-  
zeitpunkt (EU)  
Cashflows der Deutsche  
EuroShop AG  
Änderungen / Standard  
Änderungen  
Reform der Referenzzinssätze  
(Änderung an IFRS 9, IAS 39,  
IFRS 7)  
01.01.2021  
Erleichterungen für die Fortführung des Hedge  
Accounting im Rahmen der Reform des  
Referenzzinssatzes  
Keine wesentlichen  
Auswirkungen  
Mietzugeständnisse im  
Zusammenhang mit COVID-19  
(Änderung an IFRS 16)  
01.06.2020  
Erleichterungen für den Leasingnehmer bei der  
Anwendung der Regelungen des IFRS 16 bei  
Änderung des Leasingvertrages aufgrund von  
Mietzugeständnissen die Anwendung der  
Erleichterung wurde bis zum 30. Juni 2022  
verlängert.  
Da der Konzern nur in  
geringem Umfang  
Leasingverhältnisse hat,  
bei denen er selbst  
Leasingnehmer ist, und  
bei diesen auch keine  
Mietzugeständnisse  
vereinbart wurden, hatte  
die Änderung keine  
Auswirkungen.  
Folgende für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten neuen bzw. geänderten Standards und  
Interpretationen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden nicht frühzeitig angewandt:  
Auswirkungen auf  
Erwarteter  
Anwendungs-  
zeitpunkt (EU)  
Vermögens-, Finanz- und  
Ertragslage bzw. Cashflows  
der Deutsche EuroShop AG  
Änderungen / Standard  
Voraussichtliche Änderungen  
Klassifizierung von Schulden als  
kurz- oder langfristig  
01.01.2023  
Klarstellung der Einordnung der  
Verbindlichkeiten als  
Keine wesentlichen  
Auswirkungen  
(Änderung an IAS 1)  
kurz- und langfristig  
Gebühren beim 10%-  
Barwerttest vor Ausbuchung  
finanzieller Schulden (Änderung  
an IFRS 9)  
01.01.2022  
Durch die Änderung wird klargestellt, welche  
Gebühren bei der Beurteilung, ob eine  
Modifikation einer finanziellen  
Verbindlichkeit vorliegt, einbezogen werden  
müssen.  
Keine wesentlichen  
Auswirkungen  
Belastende Verträge Kosten  
für die Erfüllung des Vertrags  
(Änderung an IAS 37)  
01.01.2022  
Die Änderung konkretisiert, welche Kosten  
bei der Beurteilung, ob ein Vertrag  
belastend ist, zu berücksichtigen sind.  
Keine Auswirkungen  
Daneben wurden weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die erwartungsgemäß keine  
Auswirkungen auf den Konzern haben werden.  
Neben den verabschiedeten Standards und Interpretationen hat das IFRS Interpretation Committee im  
Dezember 2021 eine vorläufige Agenda-Entscheidung im Zusammenhang mit der Beurteilung, ob ein  
Unternehmen als Prinzipal oder Agent auftritt, veröffentlicht. Die Entscheidung stellt hinsichtlich der Frage,  
ob ein Unternehmen ein Bestandsrisiko für die eingekauften und weiterbelasteten Leistungen trägt, nicht  
mehr darauf ab, wie hoch die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos ist, sondern auf das Vorhandensein  
des Risikos an sich. Sollte die im Jahr 2022 erwartete finale Agenda-Entscheidung gleichlautend mit dem  
Entwurf sein, dann wäre der Konzern hinsichtlich der weiterbelasteten Betriebskosten als Prinzipal  
einzustufen mit der Folge, das abweichend von der bisherigen Behandlung, die weiterbelasteten  
Betriebskosten unsaldiert in der Gewinn- und Verlustrechnung zu zeigen sind. Der Konzern wird die  
Änderung der Rechnungslegungsmethode durchführen, wenn es zu einer entsprechenden finalen Agenda  
Entscheidung kommt. Die geänderte Rechnungslegungsmethode wird keine Auswirkung auf die Bilanz bzw.  
das Eigenkapital haben es handelt sich ausschließlich um eine geänderte Darstellung in der Gewinn- und  
Verlustrechnung.  
Anlage I  
Seite 11  
Loading SVG
Ausweisänderung  
Seit dem Vorjahr werden die weiterbelasteten Kosten der Gebäudeversicherung und Grundsteuer nicht  
mehr saldiert ausgewiesen, da diese Kosten zur Leasingkomponente zählen. Dadurch hatten sich die  
Umsatzerlöse und die Grundstücksbetriebskosten im Vorjahr um 5.704 T€ erhöht.  
Des Weiteren werden seit dem Vorjahr die Wertberichtigungen und Abgänge finanzieller Vermögenswerte  
in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung separat ausgewiesen.  
Beide Ausweisänderungen erfolgten innerhalb des Nettobetriebsergebnisses (NOI) der Konzern-Gewinn-  
und Verlustrechnung.  
5. Währungsumrechnung  
Konzernwährung ist der Euro (€).  
Die außerhalb des Gebiets der Europäischen Währungsunion gelegenen, in den Konzernabschluss  
einbezogenen Gesellschaften werden als rechtlich selbstständige, aber wirtschaftlich unselbstständige,  
integrierte Unternehmen angesehen. Daher weicht die Berichtswährung dieser Einheiten von der  
funktionalen Währung (€) ab. Gemäß IAS 21 erfolgt die Umrechnung der in ausländischer Währung  
aufgestellten Jahresabschlüsse nach dem Konzept der funktionalen Währung, sodass die Bilanz so  
umzurechnen ist, als wären die Geschäftsvorfälle beim Konzern selbst angefallen, da die lokale Währung  
der integrierten Unternehmen schon für diese selbst als Fremdwährung gilt.  
Die monetären Werte werden daher zum Stichtagskurs und die nichtmonetären Posten zum Kurs des  
Erstverbuchungszeitpunktes umgerechnet. Nichtmonetäre Posten, die zum beizulegenden Zeitwert  
anzusetzen sind, sind zum Stichtagskurs umzurechnen. Die Posten der Konzern-Gewinn- und  
Verlustrechnung, die erfolgswirksam erfasst werden, werden zu Jahresdurchschnittskursen bzw. bei  
stärkeren Schwankungen mit dem Kurs am Transaktionstag umgerechnet. Eine Umrechnungsdifferenz, die  
entsteht, wenn die Umrechnungskurse der Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung  
differieren, wird erfolgswirksam berücksichtigt.  
Für die Umrechnung wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:  
31.12.2021  
31.12.2020  
Durch-  
schnitts-  
kurs  
Durch-  
schnitts-  
kurs  
Stichtags-  
kurs  
Stichtags-  
kurs  
1 € =  
Ungarischer Forint (HUF)  
Polnischer Zloty (PLN)  
Tschechische Krone (CZK)  
369,00  
4,60  
358,51  
4,57  
365,13  
4,61  
351,17  
4,44  
24,86  
25,41  
26,24  
25,41  
Des Weiteren hatte die Deutsche EuroShop AG im Vorjahr ein US-Dollar-Bankkonto, das mit 446 T$  
valutierte und zu einem Kurs von 1,23 umgerechnet wurde.  
Anlage I  
Seite 12  
Loading SVG
6. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden  
Ertrags- und Aufwandsrealisation  
Die Erlöse aus der Vermietung der Investment Properties werden grundsätzlich linear über die Laufzeit des  
Mietvertrages erfasst. Gewährte Mieteranreize werden dabei linear über die Mietlaufzeit erlösschmälernd  
verteilt. Der jeweils zum Bilanzstichtag noch nicht verteilte Anteil der gewährten Mieteranreize wird unter  
den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.  
Die im Rahmen der Corona-Pandemie gewährten Mietzugeständnisse werden, soweit sie Forderungen  
betreffen, die im Zeitraum bis zur vertraglichen Einigung mit dem Mieter entstanden sind, als  
Forderungsverzicht behandelt und aufwandswirksam als Abgang finanzieller Vermögenswerte ausgebucht.  
Mietzugeständnisse, die den Zeitraum nach vertraglicher Einigung mit dem Mieter betreffen, werden als  
Änderung des Mietvertrages behandelt und ab dem Zeitpunkt der Einigung linear über die Restmietlaufzeit  
verteilt. Von diesem Vorgehen ausgenommen sind die Aussetzung oder Reduzierung von Mietzahlungen,  
die auf Basis einer bestehenden Mietvertragsregelung oder per Gesetz erfolgt sind. Diese werden als  
variable Leasingzahlung behandelt und entsprechend ihrem tatsächlichen Anfall in den Umsatzerlösen  
erfasst.  
Bei der Weiterbelastung von Betriebskosten fungiert der Konzern als Vermittler der Leistung („Agent“).  
Daher werden die Erlöse aus der Weiterbelastung mit den dazugehörigen Aufwendungen saldiert in der  
Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Davon ausgenommen sind weiterbelastete Betriebskosten, für  
die die Mieter keine separate Leistung erhalten (Grundsteuer und Gebäudeversicherung). Die Erlöse aus  
der Weiterbelastung dieser in den Grundstücksbetriebskosten enthaltenen Aufwendungen erfolgt über die  
Umsatzerlöse (unsaldierter Ausweis). Wir verweisen hierzu auch auf unsere Erläuterungen im Abschnitt „4.  
Neue Rechnungslegungsstandards und Ausweisänderungen“.  
Sonstige Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge werden mit Erbringung der Leistung bzw. mit  
Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert.  
Sonstige betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt  
der Verursachung ergebniswirksam gebucht.  
Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht erfasst.  
Bestimmung beizulegender Zeitwert  
Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nichtfinanzielle Vermögenswerte und  
Verbindlichkeiten wird regelmäßig durch den Konzern überprüft. Ebenso führt der Konzern eine  
regelmäßige  
Überprüfung  
der  
wesentlichen  
nicht  
beobachtbaren  
Inputfaktoren  
sowie  
Bewertungsanpassungen durch. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts  
oder einer Schuld verwendet der Konzern, soweit möglich, am Markt beobachtbare Daten.  
Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden  
Zeitwerte gemäß IFRS 13 in unterschiedlichen Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet:  
Level 1: beizulegende Zeitwerte, die mithilfe von in aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt werden.  
Level 2: beizulegende Zeitwerte, die mithilfe von Bewertungsmethoden bestimmt werden, bei denen die  
Inputfaktoren, die für den beizulegenden Zeitwert bedeutend sind, auf direkt oder indirekt beobachtbaren  
Marktdaten basieren.  
Level 3: beizulegende Zeitwerte, die mithilfe von Bewertungsmethoden bestimmt werden, bei denen die  
Inputfaktoren, die für den beizulegenden Zeitwert bedeutend sind, nicht auf beobachtbaren Marktdaten  
basieren.  
Anlage I  
Seite 13  
Loading SVG
Bei Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten, die regelmäßig zum beizulegenden Zeitwert erfasst werden,  
wird anhand einer Neubeurteilung zum Ende des Geschäftsjahres festgestellt, ob es zu einer  
Umgruppierung zwischen den Hierarchiestufen gekommen ist. Im Geschäftsjahr 2021 gab es, wie im  
Vorjahr, keine Umgruppierungen zwischen den Hierarchiestufen.  
Immaterielle Vermögenswerte  
Die immateriellen Vermögenswerte umfassen erworbene Software und Softwarelizenzen der Deutsche  
EuroShop AG sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert.  
Die Zugangsbewertung der Software erfolgt zu Anschaffungskosten. Diese werden auf die wirtschaftliche  
Nutzungsdauer von drei Jahren verteilt und entsprechend linear mit 33 % abgeschrieben. Die  
Abschreibungsmethode und die Abschreibungsdauer werden jährlich zum Ende des Geschäftsjahres  
überprüft.  
Ein Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich im Rahmen eines Unternehmenserwerbs als positiver  
Unterschiedsbetrag zwischen den zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzten  
Vermögenswerten, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie latenten Steuern des erworbenen  
Unternehmens und der dafür durch den Konzern geleisteten Gegenleistung. Der Geschäfts- oder  
Firmenwert unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung.  
Sachanlagen  
Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen  
und, soweit zutreffend, außerplanmäßigen Abschreibungen (Wertminderungen) bilanziert.  
Die Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhaltet die Büroausstattung, Mietereinbauten,  
Einrichtungsgegenstände und technisches Equipment der Deutsche EuroShop AG, die zwischen drei und  
13 Jahren linear abgeschrieben werden. Die Abschreibungsmethode und die Abschreibungsdauer werden  
jährlich zum Ende des Geschäftsjahres überprüft.  
Die Sachanlagen beinhalten auch Nutzungsrechte aus Leasingverträgen.  
Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen  
Eine Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt beim Geschäfts- oder Firmenwert mindestens einmal jährlich  
(zum 31. Dezember) auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, denen der  
Geschäfts- oder Firmenwert im Erwerbszeitpunkt zugeordnet wurde. Der Wertminderungstest zum 31.  
Dezember 2021 hat keinen Wertberichtigungsbedarf ergeben (i. Vj. Wertminderung von 2.008 T€).  
Bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei Sachanlagen erfolgt die  
Überprüfung der Werthaltigkeit nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte. Eine Wertminderung wird  
ergebniswirksam im Bewertungsergebnis erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den  
Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert  
abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Im Geschäftsjahr lagen keine Anhaltspunkte für eine  
Wertminderung bei den immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei den  
Sachanlagen vor.  
Anlage I  
Seite 14  
Loading SVG
Investment Properties  
Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sind nach IAS 40 im Zeitpunkt des Zugangs zunächst  
mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zu bilanzieren. Im Bau befindliche Immobilien, die nach  
ihrer Fertigstellung als Finanzinvestition genutzt werden sollen, fallen auch in den Anwendungsbereich des  
IAS 40. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien können entweder zu fortgeführten Anschaffungs- bzw.  
Herstellungskosten (Anschaffungskostenmodell) oder mit dem Fair Value (Modell des beizulegenden  
Zeitwertes) bilanziert werden.  
Die Folgebewertung erfolgt für alle Immobilien mit dem Marktwert (Fair Value), wobei die jährlichen  
Änderungen erfolgswirksam (per saldo) im Bewertungsergebnis ausgewiesen sind (wiederkehrende Fair-  
Value-Bewertung). Hierbei handelt es sich um Immobilien, die langfristig zur Erzielung von Mieteinnahmen  
oder zu Wertsteigerungszwecken gehalten werden. Die Immobilien sind nach IAS 40 bei Ansatz zu  
Marktwerten nicht mehr planmäßig abzuschreiben.  
Fremdkapital- und Erstvermietungskosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von  
qualifizierten Vermögenswerten zuzurechnen sind, werden bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die  
Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung bereit sind, zu den Kosten dieser  
Vermögenswerte hinzugerechnet. Erwirtschaftete Erträge aus der zeitweiligen Anlage speziell  
aufgenommenen Fremdkapitals bis zu dessen Ausgabe für qualifizierte Vermögenswerte werden von den  
aktivierbaren Kosten dieser Vermögenswerte abgezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht  
den Kosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet.  
Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam erfasst.  
Maßnahmen zur Erhaltung von Sachanlagen werden in dem Geschäftsjahr als Aufwand erfasst, in dem sie  
entstanden sind.  
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte  
Die Klassifizierung von Immobilien als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte setzt  
voraus, dass die Immobilien im gegenwärtigen Zustand veräußerbar sind und die Veräußerung  
höchstwahrscheinlich ist und erwartungsgemäß innerhalb von 12 Monaten erfolgen wird. Als  
höchstwahrscheinlich wird eine Veräußerung angesehen, wenn der Plan zur Veräußerung beschlossen  
wurde, die erforderlichen Genehmigungen vorliegen und mit dem Vermarktungsprozess begonnen wurde.  
Investment Properties, die in der Bilanz unter den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen  
Vermögenswerten ausgewiesen werden, sind nach IAS 40 mit dem Marktwert zu bewerten.  
Konzern als Leasingnehmer  
Der Konzern beurteilt bei Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet, und erfasst zum  
Bereitstellungszeitraum einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine  
Leasingverbindlichkeit. Die Erstbewertung von Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeit erfolgt zum  
Barwert der zu leistenden Leasingzahlungen. Die Abzinsung erfolgt dabei mittels des  
Grenzfremdkapitalzinssatzes des Konzerns. In der Folge wird das Nutzungsrecht über die Laufzeit des  
Leasingverhältnisses linear abgeschrieben und die Leasingverbindlichkeit verringert sich durch die  
geleisteten Leasingzahlungen und erhöht sich durch die Aufzinsung des noch nicht getilgten Teils.  
Anlage I  
Seite 15  
Loading SVG
Zuwendungen der öffentlichen Hand  
Zur Abmilderung der Auswirkungen der Corona-Pandemie hat der Konzern im Geschäftsjahr 2021  
Überbrückungshilfe III in Höhe von 2 Mio. € beantragt. Die beantragte Überbrückungshilfe III ist als  
Zuwendung der öffentlichen Hand ergebniswirksam einzubuchen, wenn eine angemessene Sicherheit  
darüber besteht, dass der Konzern die mit der Zuwendung verbundenen Bedingungen erfüllen wird und die  
Zuwendung gewährt wird. Der Ertrag aus der Zuwendung wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen und  
die Forderung unter den sonstigen Vermögensgegenständen gezeigt. Der Antrag wurde Mitte Februar 2022  
bewilligt und ausgezahlt. Eine Schlussabrechnung über die gewährte Beilhilfe ist bis zum 31. Dezember  
2022 einzureichen.  
Finanzinstrumente  
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der  
Konzern Vertragspartei hinsichtlich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird.  
Finanzinstrumente werden bei der erstmaligen Erfassung einer Bewertungskategorie des IFRS 9  
zugeordnet. Bei finanziellen Vermögenswerten ist die Bewertungskategorie abhängig von der  
Zahlungsstromeigenschaft des Finanzinstruments und dem Geschäftsmodell des Konzerns, in dessen  
Rahmen der finanzielle Vermögenswert gehalten wird.  
Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte  
Die Forderungen und sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind mit den fortgeführten  
Anschaffungskosten gemindert um Wertberichtigungen bilanziert. Dabei wendet der Konzern grundsätzlich  
den gemäß IFRS 9 zulässigen vereinfachten Ansatz an und bemisst die Wertberichtigung auf Basis der  
über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste. Davon ausgenommen sind die Forderungen, die durch die  
zeitweise Einstellung der Mietzahlungen als Folge der Corona-Pandemie gegenüber den Mietern  
entstanden sind und für die bis zum Bilanzstichtag noch keine vertragliche Einigung mit dem Mieter  
geschlossen wurde. Die Wertberichtigung für diese Forderungen wurde auf Basis der erwarteten zu  
gewährenden Mietzugeständnisse bemessen.  
Abfindungsansprüche von Kommanditisten  
Die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital nach den internationalen Rechnungslegungsstandards ist im  
Standard IAS 32 Financial Instruments „Presentation“ geregelt. Danach werden die Eigenkapitalanteile der  
Fremdgesellschafter  
von  
Personenhandelsgesellschaften  
aufgrund  
eines  
möglichen  
Rückzahlungsanspruchs der Gesellschafter in Fremdkapital umklassifiziert. Den Gesellschaftern einer  
Personenhandelsgesellschaft steht nach §§ 131 ff. HGB ein ordentliches gesetzliches Kündigungsrecht von  
sechs Monaten zum Geschäftsjahresende zu, das durch den Gesellschaftsvertrag zwar langfristig  
ausgestaltet, aber nicht ausgeschlossen werden kann. Anstelle des Eigenkapitals gelangt durch diese  
Regelung eine Verbindlichkeit in die Bilanz, die mit dem Rückzahlungsbetrag zu bilanzieren ist.  
Finanzverbindlichkeiten  
Die Bankverbindlichkeiten sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Davon abgesetzt  
sind Disagien, die nach IFRS 9 über die Laufzeit der Darlehensvereinbarung zu verteilen sind und jährlich  
als Aufwand erfasst werden.  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt.  
Anlage I  
Seite 16  
Loading SVG
Sonstige Verbindlichkeiten  
Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.  
Flüssige Mittel  
Die flüssigen Mittel beinhalten Bargeld und Bankguthaben (Laufzeit bis zu drei Monate) mit ihren jeweiligen  
Nennbeträgen.  
Derivative Finanzinstrumente  
Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, die die  
Kriterien des Hedge Accounting in Bezug auf die Bilanzierung nach IFRS 9 erfüllen. Es handelt sich hierbei  
um Festsatzswaps zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos variabel verzinslicher Darlehen, deren  
Laufzeit bis 2027 reicht. Diese Zinssicherungsgeschäfte werden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt  
(wiederkehrende Fair-Value-Bewertung) und in den sonstigen Vermögenswerten bzw. sonstigen  
Verbindlichkeiten ausgewiesen. Veränderungen werden, solange die Konditionen des Grund- und des  
Sicherungsgeschäftes identisch sind, erfolgsneutral erfasst. Die Effektivität für die Sicherungsmaßnahmen  
wird regelmäßig anhand des Grades der Übereinstimmung der Vertragsmodalitäten von Grund- und  
Sicherungsgeschäft („Critical Term Match“) überprüft. Sofern die Effektivität zwischen dem Grund- und dem  
Sicherungsgeschäft nicht gegeben ist, wird das Sicherungsgeschäft als Derivat erfolgswirksam zum  
beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der ermittelte Barwert resultiert aus diskontierten Cashflows, die auf  
Basis aktueller Marktzinsen ermittelt wurden. Die Zinssicherungsgeschäfte und Darlehensverträge haben  
gleichlautende Endfälligkeiten.  
At-equity bilanzierte Finanzanlagen  
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden mit ihren  
Anschaffungskosten in die Bilanz aufgenommen, die um Veränderungen des Anteils des Konzerns am  
Eigenkapital des assoziierten Unternehmens/Gemeinschaftsunternehmens nach dem Erwerbszeitpunkt  
angepasst werden. Der Konzern überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anzeichen dafür vorliegen, dass in  
Bezug auf die fortgeführten Buchwerte der Anteile Wertminderungsbedarf besteht.  
Latente Steuern  
Nach IAS 12 werden für alle abzugsfähigen temporären Differenzen zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz  
unter Verwendung des gegenwärtig gültigen Steuersatzes latente Steuern bilanziert. Gegenwärtig werden  
im Wesentlichen auf die Differenzen zwischen den IFRS-Buchwerten der Immobilien und ihren steuerlichen  
Buchwerten latente Steuern gebildet. Dabei wurde für inländische Gesellschaften ein einheitlicher  
Steuersatz von 15 % Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % sowie teilweise 16,45 %  
für die Gewerbesteuer angesetzt. Für ungarische Steuern wurde ein Steuersatz von 9 %, für polnische  
Steuern ein Steuersatz von 19 %, für tschechische Steuern von 19 % und für österreichische Steuern ein  
Steuersatz von 23 % (i. Vj. 25 %) zugrunde gelegt. Gemäß IAS 12.74 werden die aktiven latenten Steuern  
auf die vorhandenen Verlustvorträge mit den passiven latenten Steuern verrechnet.  
Sonstige Rückstellungen  
Sonstige Rückstellungen dürfen nach IFRS nur passiviert werden, wenn eine Außenverpflichtung besteht  
und mehr Gründe für eine Inanspruchnahme als dagegen sprechen. Langfristige Rückstellungen werden  
abgezinst.  
Anlage I  
Seite 17  
Loading SVG
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ  
7. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen  
Betriebs- und  
Geschäftsaus-  
stattung  
Geschäfts- oder  
Firmenwert  
Software und  
Softwarelizenzen  
in T€  
2021  
2020  
2021  
105  
2020  
105  
2021  
2020  
799  
Anschaffungskosten Stand 01.01.  
Zugang aus Nutzungsrechten  
(IFRS 16)  
53.867  
53.867  
837  
0
0
0
0
0
37  
0
0
45  
11  
25  
13  
Zugänge  
Abgänge  
0
0
-7  
0
-9  
0
Stand 31.12.  
Abschreibungen Stand 01.01.  
Zugänge  
53.867  
-2.148  
0
53.867  
-140  
-2.008  
0
135  
-92  
-29  
18  
105  
-80  
-12  
0
884  
-507  
-142  
9
837  
-375  
-132  
0
Abgänge  
0
Stand 31.12.  
Buchwert 01.01.  
Buchwert 31.12.  
-2.148  
51.719  
51.719  
-2.148  
53.727  
51.719  
-103  
13  
-92  
25  
13  
-640  
330  
244  
-507  
424  
330  
32  
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus den im Erstkonsolidierungszeitpunkt (31. März 2017) der  
Olympia Brno anzusetzenden passiven latenten Steuern auf das Immobilienvermögen. Die Reduzierung  
des Immobilienwertes der Olympia Brno bedingte im Vorjahr eine Auflösung der für Olympia Brno gebildeten  
passiven latenten Steuern und in korrespondierender Höhe eine Abwertung des Geschäfts- oder  
Firmenwerts um 2.008 T€.  
Die Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhaltet zum Bilanzstichtag Nutzungsrechte aus  
Leasingvereinbarungen von 142 T€ (i. Vj. 195 T€). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Anmietung  
von Büroflächen sowie aus dem Leasing von PKW.  
8. Investment Properties  
in T€  
2021  
3.437.145  
0
2020  
3.822.786  
0
Buchwert zum 01.01.  
Zugänge  
Abgänge  
0
-490  
Aktivierte bauliche Maßnahmen  
Unrealisierte Marktwertveränderungen  
Buchwert zum 31.12.  
18.732  
-62.323  
3.393.554  
15.053  
-400.204  
3.437.145  
In den Investment Properties ist unverändert ein aktiviertes Erbbaurecht von 322 T€ enthalten. Der dafür  
jährlich zu zahlende Erbbauzins von 10 T€ wird an einen Mieter in gleicher Höhe weiterbelastet. Der Abgang  
im Vorjahr betraf ein Erbbaugrundstück des Forum Wetzlar.  
Die unrealisierten Marktwertveränderungen betreffen die nach IAS 40 vorgenommenen Auf- und  
Abwertungen.  
Anlage I  
Seite 18  
Loading SVG
Die periodischen Marktwerte der Immobilien wurden zum 31. Dezember 2021 durch den Gutachter Jones  
Lang LaSalle GmbH (JLL) gemäß den Richtlinien der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS)  
ermittelt. Dabei kam wie in den Vorjahren die Discounted-Cashflow-Methode (DCF) zur Anwendung. Die  
vor der Erstellung der Gutachten vertraglich fixierten Vergütungen für die Bewertungsgutachten sind  
unabhängig vom Bewertungsergebnis.  
Bei der DCF-Methode wird der Barwert künftiger Zahlungsmittelüberschüsse für das jeweilige Objekt zum  
Bewertungsstichtag berechnet. Dazu werden in einer Detailplanungsphase von (üblicherweise) zehn  
Jahren die Einzahlungsüberschüsse aus dem jeweiligen Objekt ermittelt und mit einem Diskontierungssatz  
abgezinst. Für das Ende der zehnjährigen Detailplanungsphase wird ein Restwert prognostiziert. Hierzu  
werden die stabilisierten Einzahlungsüberschüsse des letzten Planungsjahres mit einem Zinssatz  
kapitalisiert (Kapitalisierungszinssatz). Der Restwert wird in einem zweiten Schritt ebenfalls mit dem  
Diskontierungszinssatz auf den Bewertungsstichtag abgezinst.  
Zur Ableitung der Diskontierungs- und Kapitalisierungszinssätze wurde von JLL das Equated-Yield-Modell  
angewandt. Der Kapitalisierungszinssatz wurde individuell für jede Immobilie aus Nettoanfangsrenditen  
vergleichbarer Transaktionen abgeleitet. Dabei wurden wertbildende Determinanten wie Inflation, Miet- und  
Kostenentwicklung implizit im Kapitalisierungszinssatz berücksichtigt. Zudem wurde jeweils das  
objektspezifische Risikoprofil hinsichtlich der relevanten Einzelindikatoren adjustiert. Zu diesen Indikatoren  
gehören zum Beispiel die Lage- und Standortqualität, die Marktentwicklung sowie die Entwicklung des  
Wettbewerbsumfeldes. Die Diskontierungszinssätze hat JLL ebenfalls aus Vergleichstransaktionen  
abgeleitet, allerdings um die Wachstumsprognosen für Mieten und Kosten bereinigt, da diese explizit im  
jeweiligen Cashflow dargestellt worden sind. Eine methodische Differenzierung bei der Bewertung von in-  
und ausländischen Immobilien wurde von JLL nicht vorgenommen.  
In der nachfolgenden Übersicht sind wesentliche Annahmen, die bei der Ermittlung der Marktwerte durch  
JLL verwendet wurden, dargestellt:  
Bewertungsparameter  
in %  
31.12.2021  
1,34  
31.12.2020  
1,00  
Mietsteigerungsrate  
Kostenquote  
11,59  
6,06  
12,00  
6,07  
Diskontierungsrate  
Kapitalisierungszinssatz  
5,24  
5,25  
Die behördlich angeordneten flächendeckenden Geschäftsschließungen und weiteren Schutzmaßnahmen  
zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben Auswirkungen auf die Kundenfrequenzen in den  
Shoppingcentern sowie auf die Umsätze und damit die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Mieter.  
In der Bewertung zum 31. Dezember 2021 wurden die Folgen der Pandemie unter anderem durch den  
Nichtansatz von Umsatzmieten bis Juli 2022, die Verlängerung von Nachvermietungszeiträumen und  
Reduzierung der Wiedervermietungswahrscheinlichkeit berücksichtigt. Abweichend zum Vorjahr wurden die  
Gutachten ohne Hinweis auf eine „wesentliche Bewertungsunsicherheit“ erstellt. Transaktionsvolumen und  
weitere relevante Anhaltspunkte liegen wieder auf einem Niveau, das eine entsprechende Bewertung  
zulässt.  
Anlage I  
Seite 19  
Loading SVG
Eine Veränderung wesentlicher Parameter (Sensitivitätsanalyse) der Immobilienbewertung um 25 bzw. 100  
Basispunkte hätte folgende Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis vor Steuern (inklusive des auf die  
at-equity konsolidierten Unternehmen entfallenden Anteils):  
Sensitivitätsanalyse Bewertungsparameter  
Basis  
Änderung Parameter  
in Mio. €  
in %  
+ 0,25 %-Punkte  
- 0,25 %-Punkte  
150,3  
4,2  
Mietsteigerungsrate  
Kostenquote  
1,34  
-101,4  
-2,9  
+ 1,00 %-Punkte  
- 1,00 %-Punkte  
-42,9  
40,0  
-1,2  
1,1  
11,59  
6,06  
+ 0,25 %-Punkte  
- 0,25 %-Punkte  
-70,0  
67,0  
-2,0  
1,9  
Diskontierungsrate  
Kapitalisierungszinssatz  
+ 0,25 %-Punkte  
- 0,25 %-Punkte  
-104,7  
117,0  
-2,9  
3,3  
5,24  
Im Prognosezeitraum wurde im langfristigen Durchschnitt eine Mietsteigerungsrate von 1,34 %  
angenommen (i. Vj. 1,00 %). Von den prognostizierten Mieten wurden im Durchschnitt Bewirtschaftungs-  
und Verwaltungskosten in Höhe von 11,59 % (i. Vj. 12,00 %) abgezogen. Damit ergaben sich  
Einzahlungsüberschüsse von durchschnittlich 88,41 % (i. Vj. 88,00 %). Im Geschäftsjahr lagen die  
tatsächlichen Bewirtschaftungs- und Verwaltungskosten (ohne Wertberichtigungen) bei 15,4 % (i. Vj.  
12,6 %) der Mieterträge. Auf Basis der Gutachten ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021 für das  
Immobilienportfolio eine Nettoanfangsrendite vor Transaktionskosten von 5,78 % gegenüber 5,73 % im  
Vorjahr bzw. eine Nettoanfangsrendite nach Transaktionskosten (Net Initial Yield) von 5,45 % gegenüber  
5,41 % im Vorjahr.  
Von dem Wert gemäß Gutachten wurden die ausstehenden und noch über die Laufzeit der Mietverträge zu  
verteilenden gewährten Mieteranreize in Höhe von 13.267 T€ (i. Vj. 5.277 T€) in Abzug gebracht. Diese  
werden, soweit es sich um mietfreie Zeiten handelt, unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
ausgewiesen. Weitere sonstige Zugeständnisse wie beispielsweise Baukostenzuschüsse werden unter den  
sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.  
Nachfolgend sind gemäß IFRS 13 Einzelheiten und Angaben zu den Hierarchiestufen der beizulegenden  
Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien des Konzerns zum 31. Dezember 2021  
dargestellt:  
Hierarchiestufen IFRS 13  
in T€  
Level 1  
Level 2  
Level 3  
Investment Properties  
0
0
3.391.043  
Die Objekte sind grundpfandrechtlich belastet. Es bestehen Grundschulden in Höhe von 1.502.114 T€ (i. Vj.  
1.541.428 T€). Die Mieteinnahmen der nach IAS 40 bewerteten Objekte betrugen 211.752 T€ (i. Vj.  
224.104 T€). Die direkt zurechenbaren betrieblichen Aufwendungen (ohne Wertberichtigungen) betrugen  
32.547 T€ (i. Vj. 28.288 T€).  
Anlage I  
Seite 20  
Loading SVG
9. Nach at-equity bilanzierte Finanzanlagen  
in T€  
2021  
2020  
Buchwert zum 01.01.  
444.517  
511.493  
Erhaltene Ausschüttungen und  
Kapitalrückzahlungen  
-18.788  
29.612  
-15.494  
-51.482  
444.517  
Anteiliges Ergebnis  
Buchwert zum 31.12.  
455.341  
Gemeinschaftsunternehmen, bei denen die Deutsche EuroShop AG zusammen mit Dritten über die  
Mehrheit der Stimmrechte verfügt, werden gemäß der At-Equity Methode in den Konzernabschluss  
einbezogen. Sie sind für den Gesamtkonzern wesentlich und betreiben Shoppingcenter.  
Im Berichtsjahr weisen die für den Gesamtkonzern wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen folgende  
Vermögens- und Schuldposten sowie Ergebnispositionen aus. Die Werte beziehen sich dabei nicht auf den  
Anteil, der auf den Konzern entfällt, sondern werden zu 100 % dargestellt:  
Immobilienkommandit-  
Allee-Center Magdeburg KG,  
Hamburg  
gesellschaft  
FEZ Harburg, Hamburg  
Stadt-Galerie Passau KG,  
Hamburg  
in T€  
31.12.2021  
31.12.2020  
31.12.2021  
31.12.2020  
31.12.2021  
31.12.2020  
Langfristige Vermögenswerte  
Kurzfristige Vermögenswerte  
- davon liquide Mittel  
220.211  
7.606  
4.772  
0
219.760  
5.204  
3.319  
0
228.733  
7.868  
227.266  
8.749  
161.653  
159.340  
4.883  
2.342  
0
4.842  
2.654  
0
4.214  
4.939  
Langfristige Schulden  
113.710  
113.710  
4.391  
67.279  
67.279  
53.780  
50.709  
- davon Finanzverbindlichkeiten  
Kurzfristige Schulden  
0
0
0
0
2.091  
0
1.230  
0
596  
0
965  
0
- davon Finanzverbindlichkeiten  
2.072  
Umsatzerlöse  
16.391  
0
16.315  
0
13.416  
-2.848  
6.088  
1.461  
0
14.166  
-3.611  
5.746  
-37.534  
0
9.709  
0
9.390  
7
Zinsergebnis  
EBT (ohne Bewertungsergebnis)  
Bewertungsergebnis  
12.515  
217  
0
11.960  
-27.025  
0
7.521  
2.035  
0
6.450  
-15.362  
0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
Jahresfehlbetrag/-überschuss  
Sonstiges Ergebnis  
12.732  
0
-15.065  
0
7.549  
0
-31.788  
0
9.556  
0
-8.912  
0
Gesamtergebnis  
12.732  
-15.065  
7.549  
-31.788  
9.556  
-8.912  
Anlage I  
Seite 21  
Loading SVG
EKZ Eins Errichtungs- und  
Betriebs Ges.m.b.H. & Co  
OG, Wien 1  
Saarpark Center  
Neunkirchen KG, Hamburg  
Einkaufs-Center Arkaden  
Pécs KG, Hamburg  
in T€  
31.12.2021  
31.12.2020  
31.12.2021  
31.12.2020  
31.12.2021  
31.12.2020  
Langfristige Vermögenswerte  
Kurzfristige Vermögenswerte  
- davon liquide Mittel  
180.029  
7.131  
5.042  
58.764  
58.837  
2.680  
0
177.270  
6.989  
4.405  
58.813  
58.812  
2.703  
0
211.423  
5.512  
4.032  
89.315  
89.315  
2.422  
567  
207.880  
3.538  
1.957  
90.433  
90.433  
3.255  
516  
98.000  
6.124  
5.210  
35.810  
26.250  
1.684  
600  
98.000  
5.854  
3.614  
36.146  
26.850  
2.666  
600  
Langfristige Schulden  
- davon Finanzverbindlichkeiten  
Kurzfristige Schulden  
- davon Finanzverbindlichkeiten  
Umsatzerlöse  
11.690  
-677  
8.077  
82  
11.649  
-741  
12.628  
-1.963  
8.569  
3.440  
0
11.580  
-1.992  
7.066  
-21.063  
0
8.458  
-832  
5.108  
-68  
8.418  
-897  
Zinsergebnis  
EBT (ohne Bewertungsergebnis)  
Bewertungsergebnis  
6.652  
-26.776  
0
5.129  
-12.131  
-1.620  
-8.622  
0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
Jahresfehlbetrag/-überschuss  
Sonstiges Ergebnis  
0
-600  
4.440  
0
8.159  
0
-20.124  
0
12.009  
0
-13.997  
0
Gesamtergebnis  
8.159  
-20.124  
12.009  
-13.997  
4.440  
-8.622  
1 Enthält die Werte für das unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen CAK City Arkaden Klagenfurt KG, Hamburg. Der Equity-Ansatz betrug 915 T€  
(i. Vj. 924 T€), der Jahresfehlbetrag betrug 24 T€ (i. Vj. 21 T€).  
Der Equity-Ansatz der Gemeinschaftsunternehmen hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:  
EKZ Eins  
Errichtungs-  
Immobilien-  
kommanditge-  
sellschaft  
FEZ Harburg,  
Hamburg  
und  
Betriebs  
Ges.m.b.H.  
& Co OG,  
Wien  
Einkaufs-  
Center  
Arkaden  
Pécs KG,  
Hamburg  
Stadt-  
Galerie  
Passau KG,  
Hamburg  
Saarpark  
Center  
Neunkirchen  
KG, Hamburg  
Allee-Center  
Magdeburg KG,  
Hamburg  
in T€  
Equity-Ansatz am 01.01.2021  
111.867  
57.478  
122.413  
61.372  
58.865  
32.522  
Anteiliges Ergebnis  
- davon EBT (ohne  
Bewertungsergebnis)  
6.366  
3.775  
7.167  
4.079  
6.005  
2.220  
6.257  
109  
3.044  
731  
5.641  
1.526  
4.038  
41  
4.285  
1.720  
2.554  
-34  
- davon Bewertungsergebnis  
Einlagen/Entnahmen  
-5.370  
112.863  
-2.002  
59.251  
-5.125  
-2.593  
62.858  
-2.271  
62.599  
-1.427  
33.315  
Equity-Ansatz am 31.12.2021  
124.455  
Anlage I  
Seite 22  
Loading SVG
10.Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
in T€  
2021  
2020  
Forderungen aus Lieferungen und  
Leistungen zum 31.12.  
39.494  
40.957  
Wertberichtigungen Stand 01.01.  
-21.135  
-2.484  
Verbrauch  
12.209  
908  
Veränderung der Wertberichtigungen für  
erwartete Ausfälle  
-7.805  
-16.731  
22.763  
-19.559  
-21.135  
19.822  
Wertberichtigungen Stand 31.12.  
Die Forderungen resultieren hauptsächlich aus Mietabrechnungen sowie aus weiterberechneten  
Leistungen. Die Absicherung der am Bilanzstichtag ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und  
Leistungen erfolgt teilweise durch Bürgschaften, Barkautionen sowie Patronatserklärungen.  
Als Folge der Corona-Pandemie haben Mieter im Berichtsjahr ihre Zahlungen teilweise nicht vollständig  
geleistet, was zu einem Anstieg des Forderungsbestandes führte. Die Bewertung des Forderungsbestandes  
zum 31. Dezember 2021 sowie die unterjährige Ausbuchung von Forderungen resultierten insgesamt in  
Aufwendungen von 25.029 T€ (i. Vj. 29.218 T€).  
11.Sonstige kurzfristige Vermögenswerte  
in T€  
31.12.2021  
11.220  
4.198  
31.12.2020  
5.277  
5.106  
3.423  
0
Abgegrenzte Mieteranreize  
Vorausgezahlte Center-Marketingskosten  
Barkautionen  
3.917  
Corona-Beihilfe  
2.000  
Sonstige Forderungen an Mieter  
Übrige Vermögenswerte  
1.842  
2.180  
1.819  
17.805  
3.121  
26.298  
Die sonstigen Forderungen an Mieter beinhalten überwiegend Forderungen aus Heiz- und  
Nebenkostenabrechnungen.  
Forderungsspiegel  
in T€  
Gesamt  
bis 1 Jahr  
über 1 Jahr  
22.763  
(19.822)  
22.763  
(19.822)  
0
(0)  
Forderungen aus Lieferungen  
und Leistungen  
26.298  
26.298  
0
Sonstige  
Vermögenswerte  
(17.805)  
(17.805)  
(0)  
49.061  
49.061  
0
(37.627)  
(37.627)  
(0)  
(Vorjahreswerte)  
Anlage I  
Seite 23  
Loading SVG
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (nach Wertberichtigungen) waren zum Bilanzstichtag  
coronabedingt im Wesentlichen überfällig. Die sonstigen Vermögenswerte waren, wie im Vorjahr, zum  
Bilanzstichtag nicht überfällig.  
12.Liquide Mittel  
in T€  
31.12.2021  
328.837  
2
31.12.2020  
266.029  
1
Konten in laufender Rechnung  
Kassenbestände  
328.839  
266.030  
Im Bestand der liquiden Mittel zum 31. Dezember 2020 waren Gelder aus der kurzfristig über den  
Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kreditlinie von 30.000 T€ enthalten. Diese wurden Anfang Januar  
2021 zurückgezahlt.  
13.Eigenkapital und Rücklagen  
Die Veränderungen des Eigenkapitals sind aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich.  
Das Grundkapital beträgt 61.783.594 € und ist in 61.783.594 nennwertlose Namensaktien eingeteilt. Alle  
Aktien sind voll ausgegeben und voll eingezahlt.  
Der rechnerische Anteil einer Aktie am Grundkapital beträgt 1,00 €.  
Gemäß § 5 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital  
bis zum 27. Juni 2022 einmal oder mehrfach um insgesamt bis zu 11.680.999 durch Ausgabe von neuen,  
auf den Namen lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage (Genehmigtes  
Kapital 2017) zu erhöhen. Bis zum 31. Dezember 2021 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch  
gemacht.  
Darüber hinaus wurde der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2018 ermächtigt,  
eigene Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des bei Wirksamwerden oder sollte  
dieses geringer sein bei Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals bis zum 27. Juni 2023  
zu erwerben. Bis zum 31. Dezember 2021 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.  
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juni 2021 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung  
des Aufsichtsrats bis zum 17. Juni 2026 einmalig oder mehrmals Wandelschuldverschreibungen im  
Gesamtnennbetrag von bis zu 200 Mio. € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren zu begeben und  
den Inhabern der jeweiligen, unter sich gleichberechtigten Teilschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf  
neue Stückaktien der Gesellschaft in einer Gesamtzahl von bis zu 10.000.000 Stück (10,0 Mio. €) nach  
näherer Maßgabe der Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen („Anleihebedingungen“) zu  
gewähren (Bedingtes Kapital 2021). Die Wandelschuldverschreibungen können auch mit einer variablen  
Verzinsung ausgestattet werden, wobei die Verzinsung wie bei einer Gewinnschuldverschreibung  
vollständig oder teilweise von der Höhe der Dividende der Gesellschaft abhängig sein kann. Bis zum 31.  
Dezember 2021 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.  
Der Bilanzgewinn des Vorjahres der Deutsche EuroShop AG in Höhe von 43.783 T€ wurde zur  
Ausschüttung einer Dividende von 0,04 € je Aktie, dies entspricht einer Gesamtdividende von 2.471 T€,  
verwendet und der Restbetrag des Bilanzgewinns in Höhe von 41.312 T€ wurde auf neue Rechnung  
vorgetragen.  
Anlage I  
Seite 24  
Loading SVG
Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 23. Juni 2022 vorschlagen, den  
Bilanzgewinn 2021 der Deutsche EuroShop AG von 61.819 T€ für eine Dividende in Höhe von 1,00 € je  
dividendenberechtigte Aktie zu verwenden sowie den Restbetrag von 35 T€ auf neue Rechnung  
vorzutragen.  
Die Kapitalrücklage beinhaltet Beträge gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1, 2 und 4 HGB. Des Weiteren sind in der  
Kapitalrücklage Kosten für die Kapitalerhöhungen und die darauf entfallenden aktiven latenten Steuern  
enthalten.  
Die Position Gewinnrücklagen enthält die zum Zeitpunkt der IFRS-Umstellung gebildeten  
Neubewertungsrücklagen, Währungsposten und aufgelaufene Ergebnisvorträge.  
Das sonstige Gesamtergebnis gliedert sich in die folgenden Komponenten:  
2021  
in T€  
vor Steuern  
2.740  
Steuern  
-594  
Netto  
2.146  
Cashflow Hedges  
2020  
in T€  
vor Steuern  
6.921  
Steuern  
-1.531  
Netto  
5.390  
Cashflow Hedges  
14.Langfristige und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten  
31.12.2021  
31.12.2020  
kurzfristig  
181.816  
in T€  
langfristig  
kurzfristig  
langfristig  
1.359.612  
Bankverbindlichkeiten  
1.264.748  
237.366  
Bei den Bankverbindlichkeiten handelt es sich um Darlehen, die zur Finanzierung von Grundstückskäufen  
und Investitionsmaßnahmen aufgenommen wurden. Als Sicherheit dienen Grundschulden auf die Objekte  
der Gesellschaften in Höhe von 1.502.114 T€ (i. Vj. 1.541.428 T€).  
Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten beinhalten vier Mitte 2022 auslaufende Darlehen in Höhe von  
insgesamt 225.586 T€, von denen eine Anschlussfinanzierung in Höhe von 105.700 T€ bereits  
abgeschlossen wurde und sich die verbleibenden Finanzierungen in Verhandlung befinden. Des Weiteren  
beinhaltet der kurzfristige Anteil den planmäßigen Tilgungsanteil der langfristigen Darlehen für 2022,  
abgegrenzte Zins- und Tilgungsleistungen, die Anfang 2022 beglichen wurden, sowie im Vorjahr die  
kurzfristige Inanspruchnahme der Kreditlinie (30.000 T€).  
Disagien werden über die Laufzeit der Darlehen ergebniswirksam gebucht. Im Berichtsjahr wurden 27 T€  
(i. Vj. 28 T€) aufwandswirksam erfasst. Insgesamt sind Zinsaufwendungen für Bankverbindlichkeiten in  
Höhe von 39.188 T€ (i. Vj. 43.716 T€) im Finanzergebnis enthalten.  
Gegenwärtig enthalten 14 von insgesamt 20 Darlehensverträgen Regelungen zu Kreditauflagen. Dabei  
handelt es sich um insgesamt 29 einzelne Auflagen zur Kapitaldienstfähigkeit (DSCR), zur  
Zinszahlungsfähigkeit (ICR), zur Veränderung von Mieteinnahmen, zur Eigenkapitalquote, zur  
Verschuldungsquote oder zum Verhältnis zwischen Darlehen zu Marktwerten (LTV). Alle Auflagen wurden  
eingehalten oder einvernehmlich mit den Banken ausgesetzt. Die Kreditauflagen werden nach aktueller  
Planung und Einschätzung 2022 erfüllt. Hinsichtlich der Unsicherheiten zum Planungszeitraum als Folge  
Anlage I  
Seite 25  
Loading SVG
der Corona-Pandemie und des Ukraine-Konflikts verweisen wir auf Abschnitt „38. Ereignisse nach dem  
Bilanzstichtag“.  
Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten resultieren aus folgenden liquiditätswirksamen und nicht  
liquiditätswirksamen Veränderungen:  
in T€  
2021  
1.541.428  
-39.580  
2020  
1.512.347  
29.034  
Buchwert zum 01.01.  
Liquiditätswirksame Veränderungen  
Nicht liquiditätswirksame Veränderungen  
Buchwertänderung nach der  
Effektivzinsmethode  
266  
47  
Buchwert zum 31.12.  
1.502.114  
1.541.428  
15.Sonstige langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten  
31.12.2021  
31.12.2020  
in T€  
langfristig  
kurzfristig  
0
langfristig  
kurzfristig  
0
Zinsswaps  
23.398  
26.138  
Mietkautionen  
0
4.669  
15.534  
1.552  
3.729  
98  
0
3.608  
7.491  
2.364  
3.047  
44  
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Mietern  
Umsatzsteuer  
0
0
0
0
Kreditorische Debitoren  
Leasingverbindlichkeiten  
Übrige  
0
0
367  
230  
23.995  
475  
238  
26.851  
621  
727  
26.203  
17.281  
Zur Absicherung gegen steigende Kapitalmarktzinsen wurden im Zusammenhang mit Darlehensaufnahmen  
Zinssicherungsgeschäfte (Zinsswaps) abgeschlossen, deren Barwerte am Bilanzstichtag 23.398 T€ (i. Vj.  
26.138 T€) betrugen.  
Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Mietern beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Heiz-  
und Nebenkostenabrechnungen, Verpflichtungen aus gewährten Baukostenzuschüssen sowie  
Mietvorauszahlungen.  
Anlage I  
Seite 26  
Loading SVG
Verbindlichkeitenspiegel  
in T€  
Gesamt  
1.502.114  
(1.541.428)  
5.345  
kurzfristig  
237.366  
(181.816)  
5.345  
langfristig  
1.264.748  
Finanzverbindlichkeiten  
(1.359.612)  
0
(0)  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  
Steuerverbindlichkeiten  
(3.303)  
196  
(3.303)  
196  
0
(456)  
(456)  
(0)  
50.198  
26.203  
(17.281)  
23.995  
(26.851)  
Sonstige Verbindlichkeiten  
(44.132)  
1.557.853  
269.110  
1.288.743  
(1.589.319)  
(202.856)  
(1.386.463)  
(Vorjahreswerte)  
16.Passive latente Steuern  
Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus steuerlichen temporären Differenzen und  
Verlustvorträgen:  
31.12.2021  
31.12.2020  
Aktive  
latente  
Passive  
latente  
Aktive  
latente  
Passive  
latente  
in T€  
Steuern  
Steuern  
Steuern  
Steuern  
Investment Properties  
0
0
287.851  
52.569  
0
0
284.469  
48.799  
Nach at-equity bilanzierte Finanzanlagen  
Sonstige Verbindlichkeiten  
- Zinsswaps (erfolgsneutral bewertet)  
Gewerbesteuerliche Verlustvorträge  
Übrige  
5.263  
988  
0
0
5.857  
1.301  
1.132  
8.290  
-8.290  
0
0
0
1.132  
7.383  
-7.383  
0
0
0
Latente Steuern vor Saldierung  
Saldierung  
340.420  
-7.383  
333.037  
333.268  
-8.290  
324.978  
Latente Steuern nach Saldierung  
Bei der Bemessung der latenten Steuern sind gemäß IAS 12 die Steuersätze anzuwenden, die nach der  
derzeitigen Rechtslage zu dem Zeitpunkt gelten, zu dem sich die vorübergehenden Differenzen  
wahrscheinlich wieder ausgleichen werden.  
Im Berichtsjahr wurde für die inländischen Gesellschaften mit einem Körperschaftsteuersatz von 15 %  
kalkuliert. Weiterhin wurden der Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die ermittelte Körperschaftsteuer sowie  
teilweise 16,45 % für die Gewerbesteuer berücksichtigt.  
Zum Bilanzstichtag bestehen steuerpflichtige temporäre Differenzen in Höhe von 6.321 T€ (i. Vj. 5.752 T€)  
zwischen dem im Konzernabschluss angesetzten Nettovermögen von Konzerngesellschaften und der  
steuerlichen Basis der Anteile an diesen Konzerngesellschaften („Outside Basis Differences“), auf die keine  
latenten Steuern gebildet wurden, da in absehbarer Zeit nicht mit einer Umkehr der Differenzen zu rechnen  
ist.  
Anlage I  
Seite 27  
Loading SVG
17.Abfindungsansprüche von Kommanditisten  
in T€  
2021  
2020  
351.905  
13.501  
-46.367  
-7.514  
Abfindungsanspruch zum 01.01.  
Ergebnisanteile  
311.525  
13.408  
-3.502  
Anteiliges Bewertungsergebnis  
Auszahlungen  
-6.517  
Abfindungsanspruch zum 31.12.  
314.914  
311.525  
Die Abfindungsansprüche von Kommanditisten beinhalten die Eigenkapitalanteile der Fremdgesellschafter  
an den Gesellschaften Main-Taunus-Zentrum KG, Forum Wetzlar KG und Einkaufs-Center Galeria Baltycka  
G.m.b.H. & Co. KG, die nach den Regelungen des IAS 32 als Fremdkapital auszuweisen sind.  
18.Sonstige Rückstellungen  
Stand  
Stand  
in T€  
01.01.2021  
Verbrauch  
Auflösung  
Zuführung  
31.12.2021  
Bereits erbrachte,  
noch nicht  
abgerechnete  
Instandhaltungs-  
und Bauleistungen  
1.664  
109  
988  
89  
517  
10  
2.240  
796  
2.399  
806  
Honorare  
Übrige  
6.540  
8.313  
4.490  
5.567  
371  
898  
5.236  
8.272  
6.915  
10.120  
Die übrigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen ausstehende Abrechnungen von erhaltenen  
Leistungen und Personalaufwendungen.  
Alle Rückstellungen haben, wie im Vorjahr, eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.  
Anlage I  
Seite 28  
Loading SVG
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG  
19.Umsatzerlöse  
in T€  
2021  
2020  
Mindestmieteinnahmen  
Umlegbare Grundsteuer und Versicherungen  
Umsatzmieten  
203.117  
5.684  
215.582  
5.704  
950  
1.678  
Übrige  
1.273  
1.868  
211.752  
211.752  
224.104  
224.104  
davon gemäß IAS 40 den Investment Properties  
direkt zurechenbare Mieteinnahmen  
Bei den übrigen Erlösen handelt es sich im Wesentlichen um Abfindungen ausgeschiedener Mieter sowie  
Nutzungsentschädigungen.  
Die hier ausgewiesenen Mieteinnahmen stammen aus Operating-Leasingverhältnissen und beziehen sich  
auf die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien mit langfristigen Mietzeiträumen. Die künftigen  
Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Mietverträgen der Investment Properties weisen folgende  
Fälligkeiten auf:  
in T€  
2021  
2020  
Fälligkeit innerhalb eines Jahres  
Fälligkeit innerhalb von 1 Jahr bis 5 Jahre  
Fälligkeit nach 5 Jahren  
185.340  
490.080  
157.845  
833.265  
196.624  
499.681  
180.965  
877.270  
20.Grundstücksbetriebskosten  
in T€  
2021  
2020  
Nicht umlegbare Nebenkosten  
Grundsteuer  
8.613  
5.455  
3.861  
1.630  
1.557  
1.960  
23.076  
6.419  
5.366  
2.755  
1.382  
1.437  
1.222  
18.581  
Center-Marketing  
Instandhaltungen und Reparaturen  
Gebäudeversicherung  
Übrige  
davon gemäß IAS 40 den Investment Properties  
direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen  
23.076  
18.581  
Die nicht umlegbaren Nebenkosten resultieren im Wesentlichen aus Betriebskosten, die nicht vollständig  
auf die Mieter umgelegt werden können, und aus Heiz- und Nebenkostennachzahlungen für Vorjahre.  
Anlage I  
Seite 29  
Loading SVG
21.Grundstücksverwaltungskosten  
in T€  
2021  
2020  
Centermanagement- / Geschäftsbesorgungskosten  
9.471  
9.707  
davon gemäß IAS 40 den Investment Properties  
direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen  
9.471  
9.707  
Die Centermanagement- / Geschäftsbesorgungskosten sind zu einem wesentlichen Teil von den erzielten  
Mieterlösen abhängig.  
22.Wertberichtigungen und Abgänge finanzieller Vermögenswerte  
in T€  
2021  
2020  
Wertberichtigungen  
9.217  
15.812  
25.029  
19.768  
9.450  
Abgänge finanzieller Vermögenswerte  
29.218  
davon gemäß IAS 40 den Investment Properties  
direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen  
25.029  
29.218  
Wir verweisen auf die Ausführungen im Abschnitt „10. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“.  
23.Sonstige betriebliche Erträge  
in T€  
2021  
2020  
Corona-Beihilfe  
2.000  
1.464  
898  
0
279  
Auflösungen von Wertberichtigungen  
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen  
Übrige  
924  
1.903  
6.265  
1.197  
2.400  
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Schadensersatz,  
Versicherungsentschädigungen und sonstigen Erstattungen.  
24.Sonstige betriebliche Aufwendungen  
in T€  
2021  
2020  
Personalaufwand  
1.997  
1.841  
620  
2.032  
1.561  
476  
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten  
Gutachterkosten  
Marketingkosten  
505  
470  
Aufsichtsratsvergütungen  
Gebühren und Beiträge  
Finanzierungskosten  
Abschreibungen  
263  
263  
198  
220  
171  
557  
171  
144  
Währungsverluste  
163  
851  
Übrige  
2.011  
7.940  
1.185  
7.759  
Anlage I  
Seite 30  
Loading SVG
In der Position Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten sind Aufwendungen für die Prüfung von  
Konzerngesellschaften in Höhe von 361 T€ (i. Vj. 392 T€) enthalten. Der Personalaufwand beinhaltet  
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von 234 T€ (i. Vj.  
222 T€), wovon 146 T€ (i. Vj. 146 T€) auf Aufwendungen für Altersversorgung entfallen.  
25.Gewinn- oder Verlustanteile von assoziierten Unternehmen und  
Gemeinschaftsunternehmen, die nach at-equity bilanziert werden  
in T€  
2021  
29.600  
12  
2020  
-51.493  
11  
Ergebnisse aus Gemeinschaftsunternehmen  
Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen  
Ergebnisse aus at-equity-Gesellschaften  
29.612  
-51.482  
Das Ergebnis der Gesellschaften, die nach at-equity bilanziert werden, beinhaltet ein Bewertungsergebnis  
vor latenten Steuern von 4.092 T€ (i. Vj. -73.786 T€). Das EBT (ohne Bewertungsergebnis) der at-equity  
bilanzierten Gesellschaften beträgt 25.822 T€ (i. Vj. 23.115 T€).  
26.Bewertungsergebnis  
in T€  
2021  
2020  
Unrealisierte Marktwertveränderungen  
-62.323  
3.502  
0
-400.204  
46.367  
-2.008  
Kommanditisten zustehende Ergebnisanteile  
Wertberichtigung Geschäfts- und Firmenwert  
-58.821  
-355.845  
27.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag  
in T€  
2021  
2020  
Tatsächlicher Steueraufwand  
-3.293  
-6.239  
-1.226  
-10.758  
-4.267  
46.545  
8.763  
Latenter Steueraufwand / -ertrag Inland  
Latenter Steueraufwand / -ertrag Ausland  
51.041  
Anlage I  
Seite 31  
Loading SVG
Steuerliche Überleitungsrechnung  
Die Ertragsteuern im Berichtsjahr in Höhe von 10.758 T€ leiten sich von einem erwarteten  
Ertragsteueraufwand, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes des  
Mutterunternehmens auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte, wie folgt ab. Dabei wurde mit einem  
Steuersatz von 32,28 % gerechnet.  
in T€  
2021  
2020  
Konzernergebnis vor Ertragsteuern  
Theoretische Ertragsteuer 32,28 %  
70.703  
-302.758  
97.730  
-22.823  
Steuersatzunterschiede bei ausländischen Konzernunternehmen  
Steuersatzunterschiede bei inländischen Konzernunternehmen  
Steuerfreie Erträge / nicht abzugsfähige Aufwendungen  
4.069  
7.062  
446  
-6.498  
-38.658  
-140  
Steuereffekt aus nach der at-equity-Methode bilanzierten Beteiligungen  
Aperiodischer Steueraufwand/-ertrag  
717  
-229  
-1.391  
-2  
Tatsächliche Ertragsteuer  
-10.758  
51.041  
Im Geschäftsjahr 2021 ergibt sich ohne Berücksichtigung der aperiodischen Steueraufwendungen/  
-erträge ein effektiver Ertragsteuersatz von 15,2 %.  
28.Ergebnis je Aktie  
2021  
59.945  
2020  
-251.717  
61.783.594  
-4,07  
Anteil der Konzernaktionäre am  
Jahresergebnis (T€)  
Gewichtete Anzahl der ausgegebenen Stückaktien  
61.783.594  
0,97  
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis  
je Aktie (€)  
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird mittels Division des den Aktionären der Deutsche EuroShop AG  
zustehenden Periodenergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der innerhalb der  
Berichtsperiode im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Eine potenzielle Verwässerung, beispielsweise  
durch Wandelanleihen oder Aktienoptionen, besteht zum Bilanzstichtag nicht, sodass das verwässerte  
Ergebnis dem unverwässerten Ergebnis entspricht.  
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG  
Die Segmentberichterstattung der Deutsche EuroShop AG erfolgt auf Basis der internen Berichterstattung,  
die dem Vorstand zur Steuerung des Konzerns dient. Bei der internen Berichterstattung wird zwischen  
Shoppingcentern in Deutschland („Inland“) und im europäischen Ausland („Ausland“) unterschieden.  
Der Vorstand der Deutsche EuroShop AG als Hauptentscheidungsträger des Konzerns beurteilt im  
Wesentlichen die Leistungen der Segmente nach Umsatz, EBIT und dem EBT ohne Bewertungsergebnis.  
Die Bewertungsgrundsätze für die Segmentberichterstattung entsprechen denen des Konzerns.  
Zur Beurteilung des Beitrages der Segmente zu den einzelnen Leistungskennzahlen und zum  
Konzernerfolg werden die Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden der  
Anlage I  
Seite 32  
Loading SVG
Gemeinschaftsunternehmen mit ihrem Konzernanteil quotal in die interne Berichterstattung einbezogen.  
Ebenso werden bei Tochterunternehmen, bei denen der Konzern nicht alleiniger Gesellschafter ist, die  
Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden ebenfalls nur mit dem entsprechenden  
Konzernanteil quotal berücksichtigt. Daraus ergibt sich folgende Darstellung, aufgeteilt nach Segmenten:  
Aufteilung nach geografischen Segmenten  
01.01.-  
31.12.2021  
in T€  
Inland  
184.061  
132.798  
Ausland  
42.388  
33.661  
Summe  
226.449  
166.459  
Überleitung  
-14.697  
Umsatzerlöse  
211.752  
152.501  
EBIT  
-13.958  
Jahresergebnisse von Gemeinschafts- und  
assoziierten Unternehmen  
0
5
0
1
0
6
29.612  
1
29.612  
7
Zinserträge  
Zinsaufwendungen  
-31.481  
101.323  
-6.912  
26.751  
-38.393  
128.074  
-795  
-2.510  
-39.188  
125.564  
31.12.2021  
3.393.554  
EBT (ohne Bewertungsergebnis)  
Investment Properties  
2.866.680  
677.468  
3.544.148  
-150.594  
Zugänge und aktivierte bauliche  
Maßnahmen Investment Properties  
14.524  
0
3.800  
0
18.325  
0
407  
51.719  
18.732  
51.719  
Geschäfts- oder Firmenwert  
Nach at-equity bilanzierte Finanzanlagen  
Sonstiges Segmentvermögen  
Segmentvermögen  
0
0
0
455.341  
123.502  
479.968  
646.608  
455.341  
378.176  
4.278.790  
2.215.924  
212.456  
3.079.136  
1.243.136  
42.218  
719.686  
326.180  
254.674  
3.798.822  
1.569.316  
Segmentschulden  
01.01.-  
in T€  
Inland  
197.880  
142.793  
Ausland  
40.511  
32.537  
Summe  
238.391  
175.330  
Überleitung  
-14.287  
31.12.2020  
Umsatzerlöse  
224.104  
161.239  
EBIT  
-14.091  
Jahresergebnisse von Gemeinschafts- und  
assoziierten Unternehmen  
0
13  
0
2
0
15  
-51.482  
532  
-51.482  
547  
Zinserträge  
Zinsaufwendungen  
-36.364  
106.530  
-7.054  
25.485  
-43.418  
132.015  
-298  
-43.716  
EBT (ohne Bewertungsergebnis)  
-4.425  
127.590  
31.12.2020  
3.437.145  
Investment Properties  
2.900.461  
680.092  
3.580.553  
-143.408  
Zugänge und aktivierte bauliche  
Maßnahmen Investment Properties  
16.860  
0
1.223  
0
18.083  
0
-3.030  
51.719  
15.053  
51.719  
Geschäfts- oder Firmenwert  
Nach at-equity bilanzierte Finanzanlagen  
Sonstiges Segmentvermögen  
Segmentvermögen  
0
0
0
444.517  
86.382  
444.517  
304.000  
4.237.381  
2.234.135  
182.872  
3.083.333  
1.271.512  
34.746  
714.838  
329.576  
217.618  
3.798.171  
1.601.088  
439.210  
633.047  
Segmentschulden  
Die Anpassung der quotalen Einbeziehung der Gemeinschaftsunternehmen und Tochterunternehmen, an  
denen der Konzern nicht zu 100 % beteiligt ist, erfolgt in der Überleitungsspalte. Die passiven latenten  
Steuern werden vom Vorstand der Deutsche EuroShop AG segmentübergreifend betrachtet und sind daher  
in der Überleitungsspalte der Segmentschulden enthalten. Entsprechend wurde der Geschäfts- oder  
Firmenwert aus dem Erwerb der Olympia Brno der Überleitungsspalte des Segmentvermögens zugeordnet.  
Des Weiteren enthält die Überleitungsspalte die Gesellschaften, die keinem der beiden Segmente  
zugeordnet sind (Deutsche EuroShop AG, DES Management GmbH, DES Beteiligungs GmbH & Co. KG).  
Anlage I  
Seite 33  
Loading SVG
Diese erzielen keine Umsatzerlöse und sind in der Überleitungsspalte nach konzerninternen Eliminierungen  
mit ihrem EBIT von -4.434 T€ (i. Vj. -4.882 T€) und EBT (ohne Bewertungsergebnis) von  
-4.434 T€ (i. Vj. -5.193 T€) sowie im Segmentvermögen mit 123.030 T€ (i. Vj. 86.260 T€) und in den  
Segmentschulden mit 2.207 T€ (i. Vj. 2.178 T€) enthalten.  
Aufgrund der geografischen Segmentierung entfallen weitere Angaben nach IFRS 8.33.  
SONSTIGE ANGABEN  
29.Finanzinstrumente und Risikomanagement  
Wertansatz nach IFRS 9  
Bewertungs-  
kategorie nach  
IFRS 9  
Fortgeführte  
Anschaffungs-  
kosten  
Buchwerte  
31.12.2021  
Fair Value  
erfolgswirksam  
Fair Value  
erfolgsneutral  
Fair Value  
31.12.2021  
in T€  
Finanzielle Vermögenswerte  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
Sonstige Vermögenswerte  
Liquide Mittel  
AC  
AC  
AC  
22.763  
6.247  
22.763  
6.247  
22.763  
6.247  
328.839  
328.839  
328.839  
Finanzielle Verbindlichkeiten  
Finanzverbindlichkeiten 2  
FLAC  
FLAC  
1.502.114  
314.914  
1.502.114  
314.914  
1.522.818  
314.914  
Abfindungsansprüche von Kommanditisten  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und  
Leistungen  
FLAC  
FLAC  
5.345  
5.345  
5.345  
Sonstige Verbindlichkeiten  
22.715  
22.715  
22.715  
Erfolgsneutral bewertete  
Zinssicherungsgeschäfte 2  
n. a.  
23.398  
23.398  
23.398  
Wertansatz nach IFRS 9  
Fortgeführte  
Bewertungs-  
kategorie nach  
IFRS 9  
Buchwerte  
31.12.2020  
Anschaffungs-  
kosten  
Fair Value  
erfolgswirksam  
Fair Value  
erfolgsneutral  
Fair Value  
31.12.2020  
in T€  
Finanzielle Vermögenswerte  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  
Sonstige Vermögenswerte  
Liquide Mittel  
AC  
AC  
AC  
19.822  
6.036  
19.822  
6.036  
19.822  
6.036  
266.030  
266.030  
266.030  
Finanzielle Verbindlichkeiten  
Finanzverbindlichkeiten 2  
FLAC  
FLAC  
1.541.428  
311.525  
1.541.428  
311.525  
1.566.203  
311.525  
Abfindungsansprüche von Kommanditisten  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und  
Leistungen  
FLAC  
FLAC  
3.303  
3.303  
3.303  
Sonstige Verbindlichkeiten  
13.671  
13.671  
13.671  
Erfolgsneutral bewertete  
Zinssicherungsgeschäfte 2  
n. a.  
26.138  
26.138  
26.138  
1
Entspricht Level 1 der Fair Value-Hierarchie des IFRS 7  
Entspricht Level 2 der Fair Value-Hierarchie des IFRS 7  
Entspricht Level 3 der Fair Value-Hierarchie des IFRS 7  
2
3
Bewertungskategorien gemäß IFRS 9: Financial Assets measured at amortised cost (AC), At Fair Value through other comprehensive income (FVOCI),  
Financial Liabilities measured at amortised cost (FLAC)  
Anlage I  
Seite 34  
Loading SVG
Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien  
Mit Ausnahme der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten derivativen Finanzinstrumente und übrigen  
Finanzanlagen werden die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu fortgeführten  
Anschaffungskosten bilanziert. Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen und  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie  
liquiden Mittel weichen die Buchwerte am Bilanzstichtag nicht signifikant von den beizulegenden Zeitwerten  
ab.  
Die beizulegenden Zeitwerte der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzverbindlichkeiten  
entsprechen den Barwerten der mit den Schulden verbundenen Zahlungen auf Basis aktueller  
Zinsstrukturkurven (Level 2 nach IFRS 13).  
Bei den zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um  
Zinssicherungsgeschäfte. Der beizulegende Zeitwert entspricht dabei dem Barwert der auf Basis aktueller  
Zinsstrukturkurven erwarteten künftigen Nettozahlungen aus den Sicherungsgeschäften (Level 2 nach IFRS  
13).  
Risikomanagement  
Der Schwerpunkt des Risikomanagements liegt auf der Überwachung der Einhaltung der Strategie und  
hierauf aufbauend auf der Erkennung und Beurteilung von Risiken und Chancen sowie der grundsätzlichen  
Entscheidung zur Handhabung dieser Risiken. Das Risikomanagement gewährleistet, dass Risiken  
frühzeitig erkannt, bewertet, zeitnah kommuniziert und begrenzt werden. Die Risikoanalyse besteht im  
Erkennen und Analysieren derjenigen Faktoren, welche die Zielerreichung gefährden können.  
Marktrisiken  
Liquiditätsrisiko  
Die Liquidität des Deutsche EuroShop-Konzerns wird fortlaufend überwacht und geplant. Die  
Tochtergesellschaften verfügen regelmäßig über ausreichende flüssige Mittel, um ihren laufenden  
Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.  
Es besteht eine kurzfristige Kreditlinie in Höhe von 150.000 T€, die bei Bedarf in Anspruch genommen  
werden kann. Zum 31. Dezember 2021 wurde die Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. Die Kreditlinie  
ist durch Grundschulden teilweise gesichert.  
Die vertraglich vereinbarten künftigen Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen  
Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumente stellten sich zum 31. Dezember 2021 wie folgt dar:  
Buchwert  
31.12.2021  
Cashflows  
2022  
Cashflows  
2023 - 2026  
Cashflows ab  
2026  
in T€  
Bankverbindlichkeiten  
1.502.114  
269.860  
556.924  
822.805  
Die Angaben beziehen sich auf alle am Bilanzstichtag bestehenden vertraglichen Verpflichtungen. Die  
variablen Zinszahlungen aus den Zinssicherungsgeschäften wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor  
dem 31. Dezember 2021 festgelegten Zinssätze ermittelt. Von den zum Geschäftsjahresende  
ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrigen finanziellen  
Verbindlichkeiten wird der wesentliche Teil 2022 fällig.  
Kredit- und Ausfallrisiko  
Im Konzern bestehen wesentliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die  
coronabedingt bis zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung nicht vollständig beglichen waren (wir verweisen  
auch auf Abschnitt „10. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“).  
Anlage I  
Seite 35  
Loading SVG
Die Ermittlung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt auf Basis  
der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste. Soweit im Einzelfall nicht widerlegbare Gründe vorliegen,  
werden Forderungen, die mehr als 90 Tage überfällig sind, unter Berücksichtigung der durch den Mieter  
gestellten und werthaltigen Sicherheiten vollständig wertberichtigt. Daneben wird bei Vorliegen von  
Informationen, die auf ein erhöhtes Ausfallrisiko bei einem Mieter hindeuten, überprüft, ob auch die  
Forderungen, die weniger als 90 Tage überfällig sind, wertzuberichtigen sind. Im Berichtsjahr sind  
Wertberichtigungen auf Mietforderungen in Höhe von 25.029 T€ (i. Vj. 29.218 T€) im Aufwand erfasst  
worden.  
Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen  
Vermögenswerte beläuft sich am Stichtag insgesamt auf 49.061 T€ (i. Vj. 37.627 T€).  
Währungs- und Bewertungsrisiko  
Die Konzerngesellschaften agieren ausschließlich im europäischen Wirtschaftsraum und wickeln den  
größten Teil ihrer Geschäfte in Euro ab. Hieraus entstehen keine Währungsrisiken.  
Hinsichtlich des Bewertungsrisikos der Investment Properties verweisen wir auf die im Abschnitt  
8. Investment Properties“ dargestellte Sensitivitätsanalyse.  
Zinsrisiko  
Zur Ermittlung der Auswirkung von potenziellen Zinsänderungen wurde eine Sensitivitätsanalyse  
durchgeführt. Diese gibt, basierend auf den zum Bilanzstichtag einem Zinsänderungsrisiko unterliegenden  
finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die Auswirkung einer Änderung auf das  
Eigenkapital des Konzerns an. Zinsrisiken bestanden am Bilanzstichtag nur für aufgenommene Kredite und  
die damit im Zusammenhang stehenden Zinssicherungsgeschäfte. Eine Erhöhung des Marktzinsniveaus  
um 100 Basispunkte würde zu einer Eigenkapitalerhöhung (vor Steuern) um 5.218 T€ (i. Vj. 6.340 T€)  
führen. Der weit überwiegende Teil der Darlehensverbindlichkeiten hat feste Zinskonditionen. Am  
Bilanzstichtag waren Kredite in Höhe von 104.900 T€ (i. Vj. 107.400 T€) durch derivative Finanzinstrumente  
abgesichert.  
Kapitalmanagement  
Das Kapitalmanagement des Konzerns ist auf die Erhaltung einer starken Eigenkapitalbasis ausgelegt. Ziel  
ist es, sicherzustellen, dass auch in Zukunft die Schuldentilgungsfähigkeit und die finanzielle Substanz  
erhalten bleiben. Des Weiteren zielt die Finanzpolitik des Konzerns auf die jährliche Auszahlung einer  
Dividende ab.  
in T€  
31.12.2021  
31.12.2020  
Eigenkapital  
2.377.780  
55,6%  
2.314.771  
54,6%  
Eigenkapitalquote in %  
Nettofinanzverschuldung  
1.173.275  
1.275.398  
Ausgewiesen wird hier das Eigenkapital einschließlich der Abfindungsansprüche von Kommanditisten.  
Die Nettofinanzverschuldung ermittelt sich aus den Finanzverbindlichkeiten am Bilanzstichtag abzüglich  
liquider Mittel.  
30.Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung  
Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach  
Zahlungsströmen aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und  
Finanzierungstätigkeit.  
Anlage I  
Seite 36  
Loading SVG
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird mittels der indirekten Methode aus dem Konzernergebnis  
abgeleitet. Der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, der Cashflow aus Investitionstätigkeit sowie der  
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit werden nach der direkten Methode ermittelt.  
Der Finanzmittelbestand umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die jederzeit in  
Zahlungsmittel umgewandelt werden können. Zum Bilanzstichtag entspricht der Finanzmittelfonds, wie im  
Vorjahr, den liquiden Mitteln (siehe Abschnitt „12. Liquide Mittel“).  
31.Sonstige finanzielle Verpflichtungen  
Aus Dienstleistungsverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 70,4 Mio. .  
Für die Investitionsmaßnahmen, die 2022 in unseren Shoppingcentern anfallen werden, bestehen  
finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 6,1 Mio. .  
32.Anzahl der Mitarbeitenden  
Im Geschäftsjahr waren im Konzern durchschnittlich fünf (i. Vj. fünf) Angestellte beschäftigt.  
33.Honorar des Abschlussprüfers  
Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar  
beläuft sich auf 365 T€ (i. Vj. 392 T€). Davon betreffen 361 T€ (i. Vj. 388 T€) Abschlussprüfungsleistungen.  
Des Weiteren wurden andere Bestätigungsleistungen in Höhe von 4 T€ (i. Vj. 4 T€) durch den  
Abschlussprüfer erbracht.  
34.Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex  
Nach § 161 AktG ist die vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex  
gemeinsam vom Aufsichtsrat und Vorstand abgegeben und mit Veröffentlichung auf der Internetseite der  
Deutsche EuroShop unter Investor Relations > Corporate Governance > Entsprechenserklärung den  
Aktionären zugänglich gemacht worden:  
https://www.deutsche-euroshop.de/Investor-Relations/Corporate-Governance/Entsprechenserklaerung  
35.Nahestehende Personen nach IAS 24  
Die Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen sowie Mitglieder  
des Vorstands und Aufsichtsrats der Deutsche EuroShop und deren nahe Familienangehörige gelten als  
nahestehende Personen im Sinne des IAS 24. Die Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands sind im  
Abschnitt „37. Aufsichtsrat und Vorstandsowie im Vergütungsbericht des zusammengefassten  
Lageberichts erläutert.  
Herr Alexander Otto gilt in seiner Funktion als Mitglied des Aufsichtsrats der Deutsche EuroShop AG als  
nahestehende Person im Sinne des IAS 24. Damit gelten auch die ECE-Unternehmensgruppe und Curatax  
GmbH Steuerberatungsgesellschaft, die beide von Herrn Alexander Otto beherrscht werden, als  
nahestehende Unternehmen. Die Honorare für Dienstleistungsverträge mit diesen beiden Unternehmen  
beliefen sich im Berichtsjahr auf 19.205 T€ (i. Vj. 19.209 T€). Dem standen Einnahmen aus Mietverträgen  
und Mallvermarktungen mit der ECE-Unternehmensgruppe in Höhe von 7.673 T€ (i. Vj. 8.214 T€)  
Anlage I  
Seite 37  
Loading SVG
gegenüber. Die Forderungen gegen die ECE-Unternehmensgruppe beliefen sich auf 5.494 T€ (i. Vj. 4.456  
T€) und die Verbindlichkeiten betrugen 1.321 T€ (i.Vj. 965 T€).  
Die Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit nahestehenden Personen erfolgten zu marktüblichen  
Konditionen.  
36.Stimmrechtsmitteilungen  
Gemäß § 160 Abs. 1 Ziff. 8 AktG geben wir davon Kenntnis, dass der Deutsche EuroShop AG folgende  
Beteiligungen und Stimmrechtsveränderungen entsprechend den Mitteilungspflichten nach § 33  
Wertpapierhandelsgesetz gemeldet worden sind. Es wurden die Angaben jeweils aus der zeitlich letzten  
Mitteilung der Meldepflichtigen entnommen. Dabei ist zu beachten, dass sich die Anzahl der Stimmrechte  
seitdem ohne Entstehen einer Meldepflicht innerhalb der jeweiligen Schwellenwerte geändert haben könnte:  
Aktionär  
Bestands-  
meldung zum (in %)  
Vorgang zur Schwellen…  
Neuer Stimm-  
rechtsanteil Eigenbesitz  
davon im  
davon  
zuzu-  
(in %)  
(in %)  
rechnen  
(in %)  
Johannes Schorr  
08.02.2016 ...überschreitung (3)  
15.12.2017 ...überschreitung (15)  
3,37  
1,12  
0,00  
2,25  
AROSA  
15,05  
15,05  
Vermögensverwaltungsgesellschaft  
m.b.H., Hamburg  
State Street Corporation, Boston,  
MA, Vereinigte Staaten von  
Amerika  
11.03.2019 ...überschreitung (5)  
5,02  
0,00  
5,02  
Alexander Otto  
01.10.2020 …überschreitung (20)  
11.01.2021 …überschreitung (5)  
20,02  
5,14  
0,57  
0,00  
19,45  
5,14  
PGGM Coöperatie U.A., Zeist,  
Niederlande  
The Goldman Sachs Group, Inc.,  
Wilmington, DE, Vereinigte Staaten  
von Amerika  
01.02.2021 ...unterschreitung (3)  
0,01  
0,00  
0,01*  
AXA S.A., Paris, Frankreich  
01.04.2021 …unterschreitung (3)  
2,90  
3,59  
0,00  
0,00  
2,90**  
BlackRock, Inc., Wilmington, DE,  
Vereinigte Staaten von Amerika  
17.09.2021 ...überschreitung (3)  
3,59***  
*Zusätzlich wurden uns hierbei von The Goldman Sachs Group, Inc. eine Wertpapierleihe (1,57 %), ein Swap (0,13 %) sowie ein  
CFD (2,31 %) gemeldet.  
**Zusätzlich wurde uns hierbei von AXA S.A. eine Wertpapierleihe (0,05 %) gemeldet.  
***Zusätzlich wurde uns hierbei von BlackRock, Inc. eine Wertpapierleihe (0,64 %) gemeldet.  
Sämtliche bei der Deutsche EuroShop AG eingegangenen Stimmrechtsmitteilungen finden sich auf der  
Internetseite der Deutsche EuroShop AG unter Investor Relations > Aktie > Stimmrechte.  
Anlage I  
Seite 38  
Loading SVG
37.Aufsichtsrat und Vorstand  
Aufsichtsrat  
Der Aufsichtsrat der Deutsche EuroShop AG umfasst neun Mitglieder. Dem Aufsichtsrat gehörten folgende  
Mitglieder mit ihren Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in  
vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen an:  
Reiner Strecker, Wuppertal, Vorsitzender  
Persönlich haftender Gesellschafter, Vorwerk & Co. KG, Wuppertal (bis 31.12.21);  
Unternehmensberater, Hamburg (seit 01.01.22)  
akf Bank GmbH & Co. KG, Wuppertal  
Carl Kühne KG (GmbH & Co.), Hamburg (Vorsitz)  
Karin Dohm, Kronberg im Taunus, Stellvertretende Vorsitzende  
Mitglied des Vorstands, Hornbach AG und Hornbach Management AG, Bornheim bei Landau/Pfalz  
Hornbach Immobilien AG, Bornheim (seit 01.04.21; Vorsitz seit 17.09.21)  
CECONOMY AG, Düsseldorf  
Dr. Anja Disput, Bad Soden am Taunus  
Partnerin von Disput Hübner Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB, Frankfurt am Main  
Henning Eggers, Halstenbek  
Mitglied der Geschäftsführung, CURA Vermögensverwaltung G.m.b.H, Hamburg  
ECE Group GmbH & Co. KG, Hamburg  
Dr. Henning Kreke, Hagen / Westfalen  
Geschäftsführender Gesellschafter, Jörn Kreke Holding KG  
und Kreke Immobilien KG, Hagen / Westfalen  
Douglas GmbH, Düsseldorf (Vorsitz)  
Thalia Bücher GmbH, Hagen / Westfalen  
Encavis AG, Hamburg  
Axxum Holding GmbH, Wuppertal  
Noventic GmbH, Hamburg  
Perma-tec GmbH & Co. KG, Euerdorf  
Ferdinand Bilstein GmbH & Co. KG, Ennepetal  
Püschmann GmbH & Co. KG, Wuppertal  
Con-Pro Industrie-Service GmbH & Co. KG, Peine  
Slyrs Destillerie GmbH & Co. KG, Schliersee (seit 01.05.21)  
Alexander Otto, Hamburg  
CEO, ECE Group Verwaltung GmbH, Hamburg  
SITE Centers Corp. Inc., Beechwood, USA  
Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf  
Verwaltungsgesellschaft Otto mbH, Hamburg  
Anlage I  
Seite 39  
Loading SVG
Claudia Plath, Hamburg  
CFO, ECE Group Verwaltung GmbH, Hamburg  
CECONOMY AG, Düsseldorf  
MEC Metro-ECE Centermanagement GmbH & Co. KG, Düsseldorf  
Klaus Striebich, Besigheim  
Geschäftsführer, RaRE Advise, Besigheim  
Unternehmensgruppe Dr. Eckert GmbH, Berlin  
Klier Hairgroup GmbH, Wolfsburg  
Sinn GmbH, Hagen (bis 03.09.2021)  
Roland Werner, Hamburg  
Vorsitzender des Vorstands, Bijou Brigitte modische Accessoires AG, Hamburg  
Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 263 T€  
(i. Vj. 263 T€).  
Vorstand  
Wilhelm Wellner, Hamburg, Sprecher des Vorstands  
Olaf Borkers, Hamburg, Mitglied des Vorstands  
Die gewährten Zuwendungen des Vorstands ohne Versorgungsaufwand betrugen insgesamt 1.127 T€  
(i. Vj. 1.180 T€). Darin enthalten sind erfolgsbezogene Zuwendungen von 585 T€ (i. Vj. 637 T€).  
Am 1. Juli 2018 begann die Laufzeit eines Long-Term-Incentive (LTI 2018), das am 31. Dezember 2021  
endet und aus dem sich keine Auszahlungsverpflichtung ergeben hat.  
Wir verweisen auf die Erläuterungen zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat im separaten auf der  
Internetseite der Gesellschaft veröffentlichten Vergütungsbericht.  
Anlage I  
Seite 40  
Loading SVG
38.Ereignisse nach dem Bilanzstichtag  
Das Jahr 2022 ist mit einem deutlichen Anstieg der Zahl der Corona-Neuinfektionen gestartet, die im  
Frühjahr in Deutschland neue Höchstwerte erreichten. Die bereits Ende 2021 verschärften  
Schutzmaßnahmen und Einschränkungen (u.a. FFP2-Maskenpflicht, 2G, 2G+) wurden deswegen  
beibehalten und haben den Einzelhandel und die Gastronomie deutlich belastet. Seit Mitte Februar 2022  
werden diese Maßnahmen schrittweise gelockert, wobei nicht ausgeschlossen werden kann, dass es bei  
einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen, beispielsweise aufgrund einer neuen Virusvariante, wieder  
zu einer Verschärfung der Regelungen kommt.  
Anfang Januar 2022 entschied der Bundesgerichtshof (BGH), dass im Fall einer Geschäftsschließung, die  
aufgrund einer hoheitlichen Maßnahme zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie erfolgt, grundsätzlich ein  
Anspruch des Mieters auf Anpassung der Miete wegen Störung der Geschäftsgrundlage gemäß § 313 Abs.  
1 BGB in Betracht kommt. Der BGH führte aus, dass die Anwendbarkeit des § 313 BGB nicht automatisch  
zu einem Anspruch auf Anpassung der Miete führt und es vielmehr einer umfassenden und auf den  
Einzelfall bezogenen Abwägung bedarf. Da mit vielen Mietern im Zusammenhang mit Corona bereits  
Vertragsanpassungen vereinbart oder ihnen angeboten worden sind bzw. diese staatliche Corona-Hilfen  
erhalten haben, erwartet der DES-Konzern hieraus keine weiteren wesentlichen Inanspruchnahmen, jedoch  
können diese aber auch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.  
Der Krieg in der Ukraine, der mit dem Einmarsch russischer Truppen auf das ukrainische Hoheitsgebiet im  
Februar 2022, in Europa herrscht, hatte keinen Einfluss auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021.  
Der Krieg wird neben dem unfassbaren Leid für die betroffenen Menschen auch Auswirkungen für die global  
vernetzte Wirtschaft haben. Mögliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf des Konzerns werden  
laufend überwacht. Die aktuelle Situation ist sehr dynamisch. Die Auswirkungen des Krieges lassen sich  
aktuell noch nicht einschätzen und werden wesentlich davon abhängig sein, wann es gelingt, den Krieg zu  
beenden.  
Zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Abschlusserstellung sind darüber hinaus keine Ereignisse  
von wesentlicher Bedeutung eingetreten.  
Hamburg, 30. März 2022  
Deutsche EuroShop AG  
Der Vorstand  
Wilhelm Wellner  
Olaf Borkers  
Anlage I  
Seite 41  
Loading SVG
ANGABEN ZUM BETEILIGUNGSBESITZ  
Angaben zum Beteiligungsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB zum 31. Dezember 2021:  
Anteil am  
Name und Sitz des Unternehmens  
Vollkonsolidierte Unternehmen:  
Eigenkapital  
DES Verwaltung GmbH, Hamburg  
100%  
100%  
100%  
100%  
100%  
52,01%  
65%  
DES Management GmbH, Hamburg  
DES Shoppingcenter GmbH & Co. KG, Hamburg 1  
DES Beteiligungs GmbH & Co. KG, Hamburg 1  
A10 Center Wildau GmbH, Hamburg  
Main-Taunus-Zentrum KG, Hamburg  
Forum Wetzlar KG, Hamburg  
Objekt City-Point Kassel GmbH & Co. KG, Hamburg 1  
Stadtgalerie Hameln GmbH & Co. KG, Hamburg 1  
Altmarkt-Galerie Dresden GmbH & Co. KG, Hamburg 1  
Einkaufs-Center Galeria Baltycka G.m.b.H. & Co. KG, Hamburg  
Einkaufs-Center Galeria Baltycka G.m.b.H. & Co. KG, Sp. kom., Warschau, Polen  
CASPIA Investments Sp. z o.o., Warschau, Polen  
City-Point Beteiligungs GmbH, Hamburg  
100%  
100%  
100%  
74%  
99,99%  
100%  
100%  
100%  
Olympia Brno s.r.o., Prag, Tschechische Republik  
Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures):  
Allee-Center Magdeburg KG, Hamburg  
50%  
75%  
50%  
50%  
50%  
50%  
50%  
Stadt-Galerie Passau KG, Hamburg  
CAK City Arkaden Klagenfurt KG, Hamburg  
Saarpark Center Neunkirchen KG, Hamburg  
EKZ Eins Errichtungs- und Betriebs Ges.m.b.H. & Co OG, Wien, Österreich  
Immobilienkommanditgesellschaft FEZ Harburg, Hamburg  
Einkaufs-Center Arkaden Pécs KG, Hamburg  
Assoziierte Unternehmen:  
EKZ Vier Errichtungs- und Betriebs Ges.m.b.H., Wien, Österreich  
50%  
1 Bei diesen Unternehmen wird die Befreiung von der Offenlegungsverpflichtung gem. § 264b HGB in Anspruch genommen.  
Anlage I  
Seite 42  
Loading SVG
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER  
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der  
Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und  
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf  
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den  
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und  
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.  
Hamburg, den 30. März 2022  
Wilhelm Wellner  
Olaf Borkers  
Anlage I  
Seite 43