Investor Relations

Corporate Governance

Aufsichtsrat (Geschäftsjahr 2020)

Gemäß dem deutschen Aktienrecht hat die Deutsche EuroShop mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat eine zweigeteilte Leitungs- und Kontrollstruktur.

Der Aufsichtsrat umfasste zum Ende des Geschäftsjahres 2020 neun Mitglieder und setzte sich wie folgt zusammen:

Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Deutsche EuroShop können Sie hier downloaden
(PDF-Datei, 200 KB, Stand: 26. April 2017)

Aufsichtsrat und gebildete Ausschüsse
 

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Geschäftsführung nach den aktienrechtlichen Bestimmungen und einer Geschäftsordnung. Er bestellt die Vorstandsmitglieder, und wesentliche Geschäfte des Vorstands benötigen seine Zustimmung. Der Aufsichtsrat besteht aus neun Mitgliedern, die alle von der Hauptversammlung gewählt werden.

Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands festgelegt. Neben einem aus drei Mitglieder bestehenden Aufsichtsratspräsidium (gleichzeitig Nominierungsausschuss) wurde ein aus ebenfalls jeweils drei Mitgliedern bestehender Prüfungsausschuss sowie ein Kapitalmarktausschuss gebildet.

Dem Aufsichtsratspräsidium gehören Herr Strecker, Frau Dohm und Herr Eggers an. Vorsitzender des Präsidiums ist der Aufsichtsratsvorsitzende. Das Präsidium berät bei eiligen Geschäftsangelegenheiten und fasst entsprechende Beschlüsse. Zudem ist es zuständig für die Vorbereitung von Personalangelegenheiten des Vorstands und die Prüfung der Corporate-Governance-Grundsätze des Unternehmens. Das Aufsichtsratspräsidium nimmt gleichzeitig die Aufgaben eines Nominierungsausschusses wahr.

Dem Prüfungsausschuss gehören Frau Dohm als Financial Expert und Vorsitzende sowie die Herren Strecker und Eggers an. Der Prüfungsausschuss ist für Fragen zur Rechnungslegung, Prüfung und Aufstellung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses zuständig. Er überwacht die Abschlussprüfung und beurteilt die Qualität der Arbeit des Abschlussprüfers sowie die Wirksamkeit der internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme. Ehemalige Vorstandsmitglieder der Gesellschaft und der Aufsichtsratsvorsitzende übernehmen generell nicht den Vorsitz des Prüfungsausschusses, damit Interessenkonflikte vermieden werden.

Dem Kapitalmarktausschuss gehören die Herren Eggers , Dr. Kreke und Strecker an. Vorsitzender des Kapitalmarktausschusses ist Herr Eggers. Stellvertreter des Vorsitzenden ist Herr Strecker. Die dem Aufsichtsrat im Zusammenhang mit der Ausnutzung eines genehmigten und eines bedingten Kapitals zustehenden Befugnisse wurden dem Ausschuss zur Entscheidung und Erledigung übertragen. Daneben werden diesem Ausschuss vereinzelt auch die Entscheidungen über die Zustimmung des Aufsichtsrats bei Darlehensvereinbarungen übertragen, wenn diese die Kriterien eines zustimmungspflichtigen Geschäfts erfüllen.

Frauenquote

Der Aufsichtsrat und der Vorstand haben sich mit dem 2015 in Kraft getretenen Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst befasst und entsprechende Quoten festgelegt. Für den Aufsichtsrat wie auch für den Vorstand wurde eine Frauenquote von mindestens 30% festgelegt. Der Vorstand hat die gleiche Zielgröße für die Führungsebenen unterhalb des Vorstands festgelegt. Aufgrund der Mitarbeiterzahl von fünf gibt es nur eine Führungsebene.

Für den neunköpfigen Aufsichtsrat wird die Quote seit Festlegung 2015 mit drei weiblichen Mitgliedern erfüllt.

Im zweiköpfigen Vorstand lag die Frauenquote zum 31. Dezember 2020 bei 0%.

Der am 31. Dezember 2021 endende Vorstandsvertrag von Herrn Wellner wurde im März 2021 aufgrund seiner Leistungen und Qualifikation bis zum 30. Juni 2025 verlängert. Kontinuität und Erfahrungen mit dem Geschäftsmodell sind zudem und insbesondere in schwierigeren Phasenbedeutend für den Erfolg der Gesellschaft. Die Ausweitung des Vorstands auf drei Mitglieder ist aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl und der Spezifika einer Holdinggesellschaft nicht angemessen und sinnvoll.

Die Frauenquote in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands, welche auch aus zwei Personen besteht, lag zum 31. Dezember 2019 ebenfalls bei 0%.

Vergütung des Aufsichtsrats


Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 auf 262,5 T€ und verteilen sich wie folgt:

Vorschüsse und Kredite wurden diesem Personenkreis nicht gewährt.

Quelle: Finanzbericht 2020, S. 29

Bericht des Aufsichtsrats

Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2020 wahrgenommen und die Entwicklung der Deutsche EuroShop AG intensiv begleitet. Der Vorstand hat die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat abgestimmt und hat uns den Status der Strategieumsetzung in regelmäßigen Abständen erörtert. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand in der Geschäftsführung überwacht und beraten. Der Vorstand hat uns regelmäßig, zeitnah und ausführlich über die Entwicklung der Geschäfte unterrichtet.


Über alle wichtigen Ereignisse, die von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens waren, wurde ich als Aufsichtsratsvorsitzender unverzüglich durch den Vorstand informiert. In regelmäßigen Telefonkonferenzen mit dem Vorstand wurde ich auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse fortlaufend ausführlich unterrichtet. Das Präsidium wurde 2020 fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen und im Vorfeld über beabsichtigte, weiterreichende Entscheidungen des Vorstands informiert.

Schwerpunkte der Beratungen
In unseren regelmäßigen Beratungen befassten wir uns detailliert mit der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie mit dem Risikomanagement unserer Gesellschaft. In diesem Zusammenhang prüften wir auch das Vorliegen der formalen Voraussetzungen für die Umsetzung einer effizienten Überwachung unserer Gesellschaft sowie die Wirksamkeit unserer Kontrollmöglichkeiten.

Über die wesentlichen Einflussgrößen für das Geschäft wurden wir fortlaufend informiert. Wir beschäftigten uns mit der Entwicklung der Bestandsobjekte, insbesondere mit deren Umsatz- und Frequenzentwicklung, den Außen- und Vermietungsständen sowie mit der Liquiditätslage des Unternehmens. In diesem Jahr wurden wir zeitnah und fortlaufend auch über das Zahlungsverhalten unserer Mieter informiert. Ausführlich und fortlaufend diskutiert wurde in den Sitzungen des abgelaufenen Jahres die Überprüfung und Anpassung der Strategie der Gesellschaft und die Frage, welche Auswirkung die Coronapandemie und die Schutzmaßnahmen der Regierungen auf unsere Mieter und auf unsere Gesellschaft haben. In diesem Zusammenhang war auch die Liquiditätsplanung für unterschiedliche Szenarien ein Schwerpunkt unserer regelmäßigen Beratungen. Die Coronapandemie hat das Wachstum des Onlinehandels bedingt durch die verordneten Lockdown-Maßnahmen beschleunigt. Die laufende Integration des On- und Offlinehandels des Einzelhandels war daher ein zentraler Bestandteil der Beratungen und die weitere Anbindung unserer Shoppingcenter an den sich schnell entwickelnden Omni-Channel-Vertrieb wurde für die Positionierung unseres Centerportfolios weiter als strategisch wichtig beurteilt. Der Entwicklungsstatus des entsprechende Digitalisierungsprogramm („Digital Mall“) wurden erörtert.

Mit dem Vorstand wurde regelmäßig über die Entwicklungen an den Kapital-, Kredit-, Immobilien- und Einzelhandelsmärkten und die Auswirkungen auf die aktuelle und mittelfristige Situation der Gesellschaft gesprochen. Dabei wurden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat verschiedene Refinanzierungsmöglichkeiten erörtert. Regelmäßig wurde uns über die Umsatzentwicklung der Mieter sowie über die Kreditpolitik der Banken berichtet. Vorstand und Aufsichtsrat haben zudem regelmäßig die Bewertung der Gesellschaft durch die Börse bzw. deren Teilnehmer diskutiert und Peergroup- Vergleiche angestellt. In diesem Jahr haben wir uns zudem intensiv mit den zu erwartenden und vollzogenen Gesetzesänderungen befasst, die unsere Gesellschaft betreffen. Dazu gehörten insbesondere solche zur Abmilderung der Pandemieauswirkungen. Entsprechend den Anforderungen aus dem neuen Corporate Governance Kodex sowie dem ARUG II (Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionär rechterichtlinie) haben wir uns mit der Erstellung eines neuen Systems der Vorstandsvergütung befasst.

Der Aufsichtsratsvorsitzende und das Aufsichtsratspräsidium haben mit dem Vorstand weitere aktuelle Themen bei Bedarf erörtert. Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses bedurften, haben wir in den planmäßigen Sitzungen besprochen und entschieden. Zudem wurden für zustimmungspflichtige Geschäfte des Vorstands bei Bedarf schriftliche Umlaufbeschlüsse vom Aufsichtsrat oder dem zuständigen Ausschuss gefasst. Alle Beschlüsse im Berichtszeitraum erfolgten einstimmig. Zur Vermeidung von Interessenkonflikten enthielten sich die B troffenen ggf. ihrer Stimme. In einzelnen Sitzungen haben wir zeitweise in Abwesenheit des Vorstands getagt.

Sitzungen / Telefon- und Videokonferenzen

Im Geschäftsjahr 2020 fanden vier ordentliche und aufgrund der besonderen Herausforderungen durch die COVID-19-Pandemie eine außerordentliche Sitzung statt. Während die Sitzung im September in Form einer Präsenzveranstaltung durchgeführt werden konnte, fanden die übrigen Sitzungen als Telefon- bzw. Videokonferenzen statt. Das Präsidium tagte in Telefonkonferenzen einmal ordentlich und viermal außerordentlich. Der Prüfungsausschuss tagte in Telefonkonferenzen viermal ordentlich und zweimal außerordentlich.

Es gab im Berichtsjahr kein Aufsichtsratsmitglied, das nur an der Hälfte oder an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, denen es angehört, teilgenommen hat. Die individuellen Präsenzen der Aufsichtsratsmitgli der bei den Aufsichtsratssitzungen und den Sitzungen der Ausschüsse finden Sie in der nachfolgenden Übersicht:

Mit einer außerordentlichen Telefonkonferenz am 3. April 2020 reagierten wir auf die neuen Umstände während des ersten Lockdowns und der behördlich angeordneten Schließung von Geschäften in unseren Einkaufszentren seit Mitte März 2020. Der Vorstand erläuterte die Situation und seine Einschätzung zu den Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Im Vordergrund standen hier der zu erwartende Mietausfall durch drohende Mieterinsolvenzen, mögliche neue gesetzliche Regelungen und das Zahlungsverhalten der Mieter. Wir diskutierten die Liquiditätslage und Liquidität planungen in verschiedenen Risikoszenarien. Aufgrund der sehr dynamischen
Entwicklungen im März 2020 haben wir die Billigung und Feststellung des Jahresabschlusses 2019 nach §172 AktG und die Billigung des Konzernabschlusses 2019, die ursprünglich für den 24. April 2020 geplant war, bereits in dieser Telefonkonferenz vollzogen. Dafür stellte uns der Vorstand die finanziellen, bilanziellen und steuerlichen Aspekte des Jahresabschlusses 2019 vor. Darüber hinaus erläuterten die Abschlussprüfer die Ergebnisse ihrer Jahresabschlussprüfung und verwiesen auf ihre Nachtragsprüfung im Hinblick auf die deutlich geänderten Umstände der letzten Wochen.

In der ersten ordentlichen Telefonkonferenz am 24. April 2020 berichtete der Vorstand über die aktuellen Entwicklungen und hier insbesondere über die Lockdown-Maßnahmen der Regierungen der verschiedenen Länder, die zwischenzeitlichen Insolvenzen, die Entwicklung der Besucherfrequenzen, der Handelsumsätze unserer Mieter und über den Umfang der Zahlungen der Mieten. Der Vorstand informierte zudem über die Kreditfälligkeiten der nächsten Jahre und die zwischenzeitlich erfolgten Anschlussfinanzierungen. Intensiv befassten wir uns mit einer aktualisierten Liquiditätsplanung des Vorstands sowie seinen Szenario-Annahmen. Der Vorstand berichtete in diesem Zusammenhang über die Verschiebung eines substanziellen Teils der geplanten Investitionen für das laufenden Geschäftsjahr. Die beabsichtigten Investitionen in das A10 Center zur Ansiedlung eines Großmieters genehmigten wir einstimmig. Den Vorschlag des Präsidiums, Roland Werner für die Wiederwahl zum Aufsichtsratsmitglied in der Hauptversammlung zu nominieren, haben wir in der Sitzung diskutiert und diesem zugestimmt. Schließlich wurde die Tagesordnung für die Hauptversammlung einstimmig verabschiedet. Zur Vermeidung von Risiken haben wir auf Vorschlag des Vorstands – ebenfalls einstimmig – die Durchführung einer virtuellen Hauptversammlung beschlossen.

Nachdem die virtuelle Hauptversammlung am 16. Juni 2020 Roland
Werner, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, erneut in den Aufsichtsrat gewählt hatte, konstituierte sich der Aufsichtsrat in der anschließenden Telefonkonferenz am gleichen Tag. Im Ergebnis blieben die Aufgabenverteilungen im Aufsichtsrat und in den Ausschüssen unverändert. Der Vorstand berichtete uns über die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich behördlicher pandemiebedingter Regulatorik, Besucherfrequenzen, Handelsumsätze und Mietzahlungen sowie die Außenstände. Die Liquiditätssituation und eine aktuelle Hochrechnung, die aufgrund der hohen Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Pandemie auf Basis sehr vereinfachter Annahmen erstellt wurde, haben wir mit dem Vorstand diskutiert. Eine belastbare Prognose für die Geschäftszahlen 2020 war aufgrund des nicht abschätzbaren weiteren Verlaufes der Coronapandemie und deren Auswirkungen insbesondere auf die Mieteinnahmen und Wertberichtigungen nicht möglich.

Unsere Sitzung am 25. September 2020 fand im Rhein-Neckar-Zentrum statt. Wir beschäftigen uns intensiv mit der Strategie der Gesellschaft und den daraus abzuleitenden Maßnahmen. Einen Schwerpunkt bildeten dabei die vom Vorstand beabsichtigten Maßnahmen zur Abmilderung von Risiken durch Ereignisse wie der Coronapandemie und zur Liquiditätssicherung. Eine belastbare Prognose für die Geschäftszahlen 2020 war aufgrund des nicht abschätzbaren weiteren Verlaufes der Coronapandemie und deren Auswirkungen insbesondere auf die Mieteinnahmen und Wertberichtigungen weiter nicht möglich. Der Vorstand berichtete uns über die aktuellen Entwicklungen in unserem Portfolio und zu erwartende rechtliche Änderungen im Umfeld unserer geschäftlichen Aktivitäten. Das Präsidium informierte - in Abwesenheit des Vorstands. den Gesamtaufsichtsrat über den Stand der Maßnahmen zur Anpassung der Vorstandsvergütungsstruktur nach dem ARUG II und dem Deutschen Corporate Governance Kodex.

In einer Videokonferenz am 27. November 2020 berichtete der Vorstand uns erneut über die aktuelle Situation in den Shoppingcentern der Gesellschaft. Der Vorstand erläuterte uns die Hochrechnung für das Geschäftsjahr 2020 und stellte uns zudem seine Annahmen und Planung für die Jahre 2021 bis 2025 vor. Sowohl die Hochrechnung als auch die Planung für die Folgejahre waren aufgrund des nicht abschätzbaren weiteren Verlaufes der Coronapandemie mit deutlichen Unsicherheiten behaftet. Dies galt insbesondere im Hinblick auf die seit Herbst wieder deutlich gestiegenen Infektionszahlen und damit einhergehenden Lockdown-Maßnahmen in allen Märkten der Gesellschaft. Eine belastbare Prognose für die Geschäftszahlen 2020 war weiter nicht möglich. Gemeinsam diskutieren wir die aktuelle Analyse der Financial Cove ants in den Kreditverträgen und ermächtigten den Kapitalmarktausschuss für ein Votum zur Anschlussfinanzierung für das Phoenix-Center in Hamburg-Harburg. Abschließend berichtete der Vorstand über den Sachstand zur Prolongation der Bestandsfinanzierungen für die City-Arkaden in Wuppertal, für die City-Galerie in Wolfsburg sowie für das Billstedt-Center in Hamburg. Ohne Anwesenheit des Vorstands informiert uns das Präsidium über die zwischenzeitlichen Ergebnisse zur Änderung des Systems der Vorstandsvergütung.

Gremien/Ausschüsse
Der Aufsichtsrat hat mit dem Aufsichtsratspräsidium, dem Prüfungsausschuss und dem Ausschuss „Kapitalmarkt“ drei Ausschüsse gebildet. Die Ausschüsse sind mit jeweils drei Mitgliedern besetzt. Das Aufsichtsratspräsidium bildet gleichzeitig den Nominierungsausschuss. Die Anzahl der Ausschüsse und der Ausschussmitglieder erscheint uns im Hinblick auf die Größe der Gesellschaft und die Anzahl der Mitglieder des Aufsichtsrats nach wie vor angemessen.

Im Berichtszeitraum tagte das Präsidium pandemiebedingt am 17. März. (außerordentlich), 23. März (außerordentlich), 30. März, 11. Mai (außerordentlich) und 21. Dezember 2020 (außerordentlich) in Telefonkonferenzen. Der Prüfungsausschuss tagte am 19. März (außerordentlich), 30. März und 3. April 2020 (außerordentlich) pandemiebedingt in Telefonkonferenzen. In den außerordentlichen Telefonkonferenzen am 17. März (Präsidium) und 19. März (Prüfungsausschuss) diskutierten wir mit dem Vorstand intensiv die möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie und die damit zusammenhängenden Unsicherheiten für die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft. Die Diskussion erfolgt wesentlich auch vor dem Hintergrund der geplanten Dividende für da Geschäftsjahr 2019 und damit dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für den Jahresabschluss 2019. Wir kamen mit dem Vorstand aufgrund der hohen Unsicherheiten über den Umfang und die Dauer der Pandemie zu dem Entschluss, die Dividendenzahlung auszusetzen. Der Prüfungsausschuss befasste sich in Gegenwart des Abschlussprüfers und des Vorstands mit den Abschlüssen sowie dem zusammengefassten Lagebericht für die Deutsche EuroShop AG und den Konzern in den Telefonkonferenzen am 30. März und aufgrund der sich schnell verändernden Corona-Lage erneut am 3. April 2020.

Der Prüfungsausschuss erörterte darüber hinaus die Quartalsmitteilungen und den Halbjahresfinanzbericht mit dem Vorstand in Telefonkonferenzen am 11. Mai, 12. August und 11. November 2020, wobei auch in diesen Konferenzen stets die aktuelle Situation in unseren Shoppingcentern mit den operativen und finanziellen Auswirkungen vom Vorstand berichtet wurde.

Der Prüfungsausschuss erteilte den Prüfungsauftrag an den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, überwachte die von diesem erbrachten Leistungen und befasste sich mit der Kontrolle der Qualität der Abschlussprüfung.

Corporate Governance

Im Februar 2020 und Februar 2021 haben wir gemeinsam mit dem Vorstand eine j weils aktualisierte Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission gemäß §161 AktG abgegeben und auf der Internetseite der Deutsche EuroShop AG dauerhaft zugänglich gemacht. Über die Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wird in diesem Geschäftsbericht gesondert berichtet. Die Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder haben am Jahresanfang 2021 schriftlich erklärt, dass keine Interessenkonflikte im Geschäftsjahr 2020 entstanden sind.

Eine Kompetenzmatrix der Aufsichtsratsmitglieder haben wir in der „Erklärung zur Unternehmensführung“ veröffentlicht, um auch auf diesem Gebiet die Transp renz zu zeigen. Wir überprüfen periodisch das Kompetenzprofil des Aufsichtsrats und werden es bei Bedarf anpassen.

Der Aufsichtsrat hat 2017 beschlossen, dass der Aufsichtsratsvorsitzende gemäß den Empfehlungen des DCGK und der „Leitsätze für den Dialog zwischen Investor und Aufsichtsrat“ Gespräche mit Investoren über aufsichtsratsbezogene Themen führen kann. Im Geschäftsjahr 2020 wünschte kein Investor ein Gespräch.

Seit der Neuwahl des Aufsichtsrats am 12. Juni 2019 sind fünf der insgesamt neun Mitglieder des Aufsichtsrats unabhängig.

Jahresabschluss der AG und des Komzerns zum 31. Dezember 2020

In der Prüfungsausschusssitzung am 1. April 2021 und in der ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 9. April 2021 haben sich der Prüfungsausschuss bzw. der Aufsichtsrat eingehend mit dem Jahresabschluss der Deutsche EuroShop AG nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und dem Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), jeweils zum 31. Dezember 2020, sowie mit dem zusammengefassten Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2020 befasst. Dabei wurden auch die im Nachtragsbericht des zusammengefassten Lageberichts erläuterten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die zukünftige Entwicklung der Deutsche EuroShop AG gemeinsam mit dem Vorstand erörtert. Die aus Sicht des Abschlussprüfers besonders wichtigen Sachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses hat er für uns gut nachvollziehbar erläutert. Der Aufsichtsrat teilt die Einschätzung des Abschlussprüfers zur Bedeutung dieser Sachverhalte für den Konzernabschluss. Einzelheiten dazu finden Sie im Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers.


Die Jahresabschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden uns rechtzeitig vorgelegt. Der von der Hauptversammlung am 16. Juni 2020 gewählte Abschlussprüfer BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, hatte die Abschlüsse zuvor geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat dabei die Übereinstimmung der Bilanzierung, Bewertung und Konsolidierung im Konzernabschluss mit den jeweiligen Rechnungslegungsvorschriften bestätigt. Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Beurteilung des Risikomanagementsystems festgestellt, dass der Vorstand die nach §91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat, um Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Die Vertreter des Abschlussprüfers nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses anlässlich der Prüfungsausschusssitzung am 1. April 2021 und der ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 9. April 2021 teil und erläuterten die wesentlichen Ergebnisse.

Der Aufsichtsrat ist zu dem Ergebnis gekommen, dass keine Einwendungen gegen die Abschlüsse und die Prüfung durch den Abschlussprüfer zu erheben sind. Der zusammengefasste Lagebericht entspricht nach der Überzeugung des Aufsichtsrats den gesetzlichen Anforderungen. Der Aufsichtsrat stimmt den Aussagen im Lagebericht zur weiteren Unternehmensentwicklung zu. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Abschlussprüfung seine Zustimmung erteilt und den Jahresabschluss der Deu sche EuroShop AG und den Konzernabschluss des Deutsche EuroShop-Konzerns gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Zudem hat sich der Aufsichtsrat dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen, aus dem nach Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen verbleibenden Bilanzgewinn unter Beachtung des §254 Abs. 1. AktG nur eine Dividende in Höhe von 4% des Grundkapitals (entspricht einer Gesamtdividende von 2.471.343,76 € bzw. 0,04€ je Aktie) zu zahlen und den Restbetrag des Bilanzgewinns in Höhe von 41.311.535,84€ auf neue Rechnung vorzutragen. Ungeachtet der zuletzt coronabedingt ausgesetzten, bzw. limitierten Dividendenzahlungen beabsichtigen wir weiterhin, unsere auf Kontinuität ausgerichtete Dividendenpolitik nach Stabilisierung dieser außergewöhnlichen Situation fortzusetzen.

Die Auswirkungen des Coronavirus stellen eine besondere Herausforderung in der täglichen Arbeit dar. Zu Beginn der Pandemie waren die Hygiene- und Abstandsregelungen für uns alle neu. Sehr schnell konnten aber sichere Betriebskonzepte für die Shoppingcenter und die Gesellschaftsverwaltung entwickelt und implementiert werden. Wir bemühen uns gemeinsam und intensiv mit dem Vorstand in dieser außerordentlichen und andauernden Pandemiesituation, für alle Stakeholder der Deutsche EuroShop AG für die in unserer Einflusssphäre liegenden Herausforderungen bestmögliche Lösungen zu finden, um die Belastungen durch die Krise gemeinsam zu meistern und sehen uns dabei auf einem guten Weg.

Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand und bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutsche EuroShop AG für die zuverlässige und gute Arbeit und den konsequenten Einsatz unter diesen für uns alle besonderen Umständen.

Hamburg, 9. April 2021

Reiner Strecker, Vorsitzender

 

Quelle: Finanzbericht 2020, Seite 81-85

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