Investor Relations

Corporate Governance

Aufsichtsrat (Geschäftsjahr 2021)

Gemäß dem deutschen Aktienrecht hat die Deutsche EuroShop mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat eine zweigeteilte Leitungs- und Kontrollstruktur.

Der Aufsichtsrat umfasste zum Ende des Geschäftsjahres 2021 neun Mitglieder und setzte sich wie folgt zusammen:

  • Reiner Strecker (Vorsitzender)
  • Karin Dohm (stellv. Vorsitzende)
  • Dr. Anja Disput
  • Henning Eggers 
  • Dr. Henning Kreke
  • Alexander Otto
  • Claudia Plath 
  • Klaus Striebich
  • Roland Werner

Die aktuellen Mitglieder des Aufsichtsrats finden Sie hier

Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Deutsche EuroShop können Sie hier herunterladen  (PDF-Datei, 200 KB, Stand: 26. April 2017). 

Aufsichtsrat und gebildete Ausschüsse
 

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Geschäftsführung nach den aktienrechtlichen Bestimmungen und einer Geschäftsordnung. Er bestellt die Vorstandsmitglieder, und wesentliche Geschäfte des Vorstands benötigen seine Zustimmung. Der Aufsichtsrat besteht aus neun Mitgliedern, die alle von der Hauptversammlung gewählt werden.

Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands festgelegt. Neben einem aus drei Mitglieder bestehenden Aufsichtsratspräsidium (gleichzeitig Nominierungsausschuss) wurde ein aus ebenfalls jeweils drei Mitgliedern bestehender Prüfungsausschuss sowie ein Kapitalmarktausschuss gebildet.

Dem Aufsichtsratspräsidium gehören Herr Strecker, Frau Dohm und Herr Eggers an. Vorsitzender des Präsidiums ist der Aufsichtsratsvorsitzende. Das Präsidium berät bei eiligen Geschäftsangelegenheiten und fasst entsprechende Beschlüsse. Zudem ist es zuständig für die Vorbereitung von Personalangelegenheiten des Vorstands und die Prüfung der Corporate-Governance-Grundsätze des Unternehmens. Das Aufsichtsratspräsidium nimmt gleichzeitig die Aufgaben eines Nominierungsausschusses wahr.

Dem Prüfungsausschuss gehören Frau Dohm als Financial Expert und Vorsitzende sowie Herrn Eggers als zweiter Financial Expert sowie Herr Strecker an. Der Prüfungsausschuss ist für Fragen zur Rechnungslegung, Prüfung und Aufstellung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses zuständig. Er überwacht die Abschlussprüfung und beurteilt die Qualität der Arbeit des Abschlussprüfers sowie die Wirksamkeit der internen Kontrollund Risikomanagementsysteme. Ehemalige Vo standsmitglieder der Gesellschaft und der Aufsichtsratsvorsitzende übernehmen generell nicht den Vorsitz des Prüfungsausschusses, damit Interessenkonflikte vermi den werden.

Frau Dohm qualifiziert sich als Finanzexpertin sowohl für Rechnungslegung als auch für Abschlussprüfung durch ihre Ausbildung (Steuerberaterin seit 2002 und Wir schaftsprüferin seit 2005) und ihre beruflichen Tätigkeiten. Ihre berufliche Tätigkeit umfasste bei Deloitte & Touche die Jahresabschlussprüfung von börsennotierten Unternehmen in den Jahren 1997 bis 2011. Von 2011 bis 2019 war sie in verschiedenen Rollen im Deutsche Bank Konzern u. a. für die Rechnungslegung des Konzerns und der Transaktionsbank verantwortlich. Seit 2021 ist sie Finanzvorstand eines börsennotierten Konzerns.

Herr Eggers qualifiziert sich als Finanzexperte sowohl für Rechnungslegung als auch für Abschlussprüfung durch seine Ausbildung (Steuerberater seit 1999) und seine berufliche Tätigkeit als Mitarbeiter und Steuerberater bei PKF Fasselt Schlage Wir schaftsprüfungsgesellschaft (1995-2000). Seit 2013 ist Herr Eggers Mitglied der Geschäftsführung der KG CURA Vermögensverwaltung G.m.b.H & Co. und dort für Rec nungslegung und Finanzen zuständig.

Dem Kapitalmarktausschuss gehören die Herren Eggers, Dr. Kreke und Strecker an. Vorsitzender des Kapitalmarktausschusses ist Herr Eggers. Stellvertreter des Vorsitzenden ist Herr Strecker. Die dem Aufsichtsrat im Zusammenhang mit der Ausnutzung eines genehmigten und eines bedingten Kapitals zustehenden Befugnisse wurden dem Ausschuss zur Entscheidung und Erledigung übertragen. Daneben werden diesem Ausschuss vereinzelt auch die Entscheidungen über die Zustimmung des Aufsichtsrats bei Darlehensvereinbarungen übertragen, wenn diese die Kriterien eines zustimmungspflichtigen Geschäfts erfüllen.

Frauenquote

Der Aufsichtsrat und der Vorstand haben sich mit dem 2015 in Kraft getretenen Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst befasst und entsprechende Quoten festgelegt. Für den Aufsichtsrat wie auch für den Vorstand wurde eine Frauenquote von mindestens 30% festgelegt. Der Vorstand hat die gleiche Zielgröße für die Führungsebenen unterhalb des Vorstands festgelegt. Aufgrund der Mitarbeiterzahl von fünf gibt es nur eine Führungsebene.

Für den neunköpfigen Aufsichtsrat wird die Quote seit Festlegung 2015 mit drei weiblichen Mitgliedern erfüllt.

Im zweiköpfigen Vorstand lag die Frauenquote zum 31. Dezember 2021 bei 0%.

Der am 31. Dezember 2021 endende Vorstandsvertrag von Herrn Wellner wurde im März 2021 aufgrund seiner Leistungen und Qualifikation bis zum 30. Juni 2025 verlängert. Kontinuität und Erfahrungen mit dem Geschäftsmodell sind zudem und insbesondere in schwierigeren Phasenbedeutend für den Erfolg der Gesellschaft. Die Ausweitung des Vorstands auf drei Mitglieder ist aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl und der Spezifika einer Holdinggesellschaft nicht angemessen und sinnvoll.

Die Frauenquote in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands, welche auch aus zwei Personen besteht, lag zum 31. Dezember 2021 ebenfalls bei 0%.

Vergütung des Aufsichtsrats

Das Vergütungssystem für den Aufsichtsrat steht Ihnen hier zur Verfügung. 

Bericht des Aufsichtsrats

Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2021 wahrgenommen und die Entwicklung der Deutsche EuroShop AG intensiv begleitet. Der Vorstand hat die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat abgestimmt und hat uns den Status der Strategieumsetzung in regelmäßigen Abständen erörtert. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand in der Geschäftsführung überwacht und beraten. Der Vorstand hat uns regelmäßig, zeitnah und ausführlich über die Entwicklung der Geschäfte unterrichtet.

Über alle wichtigen Ereignisse, die von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens waren, wurde ich als Aufsichtsratsvorsitzender unverzüglich durch den Vorstand informiert. In regelmäßigen Telefonkonferenzen mit dem Vorstand wurde ich auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse fortlaufend ausführlich unterrichtet. Das Präsidium wurde 2021 fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen und im Vorfeld über beabsichtigte, weiterreichende Entscheidungen des Vorstands informiert.

Schwerpunkte der Beratungen

In unseren regelmäßigen Beratungen befassten wir uns detailliert mit der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie mit dem Risikomanagement unserer Gesellschaft. In diesem Zusammenhang prüften wir auch das Vorliegen der formalen Voraussetzungen für die Umsetzung einer effizienten Überwachung unserer Gesellschaft sowie die Wirksamkeit unserer Kontrollmöglichkeiten.

Über die wesentlichen Einflussgrößen für das Geschäft wurden wir fortlaufend informiert.

Wir beschäftigten uns mit der Entwicklung der Bestandsobjekte, insbesondere mit deren Umsatz- und Frequenzentwicklung, den Außen- und Vermietungsständen sowie mit der Liquiditätslage des Unternehmens. Auch in diesem Jahr wurden wir zeitnah und fortlaufend  über das Zahlungsverhalten unserer Mieter informiert. Ausführlich und fortlaufend diskutiert wurde in den Sitzungen des abgelaufenen Jahres die Strategie der Gesellschaft und die Frage, welche Auswirkung die andauernde Coronapandemie und die Schutzmaßnahmen der Regierungen auf unsere Mieter und auf unsere Gesellschaft haben. In diesem Zusammenhang war auch die Liquiditätsplanung für unterschiedliche Szenarien ein Schwerpunkt unserer regelmäßigen Beratungen. Die fortdauernde Coronapandemie hat das Wachstum des Onlinehandels bedingt durch die verordneten Lockdown-Maßnahmen weiter beschleunigt.  Die laufende Integration des On- und Offlinehandels des Einzelhandels war daher weiterhin ein zentraler Bestandteil der Beratungen und die weitere Anbindung unserer Shoppingcenter an den sich schnell entwickelnden Omni-Channel-Vertrieb wurde für die Positionierung unseres Centerportfolios weiter als strategisch wichtig beurteilt.

Mit dem Vorstand wurde regelmäßig über die Entwicklungen an den Kapital-, Kredit-, Immobilien- und Einzelhandelsmärkten und die Auswirkungen auf die aktuelle und mittelfristige Situation der Gesellschaft gesprochen. Dabei wurden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat verschiedene Refinanzierungsmöglichkeiten erörtert. Regelmäßig wurde uns über die Umsatzentwicklung der Mieter sowie über die Kreditpolitik der Banken berichtet. Vorstand und Aufsichtsrat haben zudem regelmäßig die Bewertung der Gesellschaft durch die Börse bzw. deren Teilnehmer diskutiert und Peergroup-Vergleiche angestellt. Auch in diesem Jahr haben wir uns intensiv mit den zu erwartenden und vollzogenen Gesetzesänderungen befasst, die unsere Gesellschaft betreffen. Dazu gehörten insbesondere solche zur Abmilderung der Pandemieauswirkungen. Entsprechend den Anforderungen aus dem neuen Corporate Governance Kodex sowie dem ARUG II (Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie) haben wir ein neues System der Vorstandsvergütung fertiggestellt und anschließend der Hauptversammlung zur Billigung vorgestellt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende und das Aufsichtsratspräsidium haben mit dem Vorstand weitere aktuelle Themen bei Bedarf erörtert. In regelmäßigen Telefonkonferenzen hat der Vorstand das Präsidium über die aktuellen Entwicklungen der Pandemie und ihrer Auswirkungen informiert. Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses bedurften, haben wir in den planmäßigen Sitzungen besprochen und entschieden. Zudem wurden für zustimmungspflichtige Geschäfte des Vorstands bei Bedarf schriftliche Umlaufbeschlüsse vom Aufsichtsrat oder dem zuständigen Ausschuss gefasst. Alle Beschlüsse im Berichtszeitraum erfolgten einstimmig. Zur Vermeidung von Interessenkonflikten enthielten sich die Betroffenen ggf. ihrer Stimme. In einzelnen Sitzungen haben wir zeitweise in Abwesenheit des Vorstands getagt.

Sitzungen / Telefon- und Videokonferenzen

Im Geschäftsjahr 2021 fanden vier ordentliche und aufgrund der besonderen Herausforderungen durch die COVID-19-Pandemie eine außerordentliche Sitzung statt. Während die Sitzung im September in Form einer Präsenzveranstaltung durchgeführt werden konnte, fanden die übrigen Sitzungen als Telefon- bzw. Videokonferenzen statt. Das Präsidium tagte einmal ordentlich und elfmal außerordentlich. Der Prüfungsausschuss tagte in Telefonkonferenzen viermal ordentlich.

Es gab im Berichtsjahr kein Aufsichtsratsmitglied, das nur an der Hälfte oder an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, denen es angehört, teilgenommen hat. Die individuellen Präsenzen der Aufsichtsratsmitglieder bei den Aufsichtsratssitzungen und den Sitzungen der Ausschüsse finden Sie in der nachfolgenden Übersicht:

April-Konferenz

In der ersten ordentlichen Videokonferenz am 9. April 2021 erläuterten der Vorstand und die Vertreter des Wirtschaftsprüfers den Jahresabschluss 2020 für die Gesellschaft und den Konzern sowie die Prüfungshandlungen und -ergebnisse. Abschließend billigten wir den Jahresabschluss der Gesellschaft und stellten ihn fest. Wir billigten zudem den Konzernabschluss. Im weiteren Verlauf der Konferenz berichtete der Vorstand über die aktuellen Entwicklungen und hier insbesondere über die Lockdown-Maßnahmen der Regierungen der verschiedenen Länder, die zwischenzeitlichen Insolvenzen, die Entwicklung der Besucherfrequenzen, der Handelsumsätze unserer Mieter und über den Umfang der Zahlungen der Mieten. Der Vorstand informierte zudem über die Kreditfälligkeiten, die Auflagen für Finanzkennziffern in den Kreditverträgen und die zwischenzeitlich erfolgten Anschlussfinanzierungen. Intensiv befassten wir uns mit einer aktualisierten Liquiditätsplanung des Vorstands sowie seinen Szenario-Annahmen. Das vom Präsidium neu entwickelte Vergütungssystem für den Vorstand habe ich als Vorsitzender dem Aufsichtsrat vorgestellt. Dieser stimmte dem Vergütungssystem einstimmig zu. Schließlich wurde die Tagesordnung für die Hauptversammlung ebenfalls einstimmig verabschiedet. Zur Vermeidung von Risiken und entsprechend der Gesetzes- und Pandemielage haben wir auf Vorschlag des Vorstands erneut die Durchführung einer virtuellen Hauptversammlung beschlossen.

Juni-Telefonkonferenz

Im Anschluss an die virtuelle Hauptversammlung am 18. Juni 2021 fand eine telefonische Sitzung des Aufsichtsrats statt. Der Vorstand berichtete uns über die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich behördlicher pandemiebedingter Regulatorik, Besucherfrequenzen, Handelsumsätze und Mietzahlungen sowie die Außenstände. Die Liquiditätssituation und eine aktuelle Hochrechnung, die unter hohen Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Pandemie erstellt wurde, haben wir mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand erläuterte die Kreditsituation und -märkte für Shoppingcenter. Dabei berichtete er uns auch von seinen Arbeiten an Kreditalternativen und -ergänzungen. Zudem erläuterte der Vorstand uns den aktuellen Stand seiner Aktivitäten zur Veräußerung von Liegenschaften, die nicht für den Shoppingcenterbetrieb benötigt werden. Eine belastbare Prognose für die Geschäftszahlen 2021 war aufgrund des nicht abschätzbaren weiteren Verlaufes der Coronapandemie und deren Auswirkungen insbesondere auf die Mieteinnahmen und Wertberichtigungen zu diesem Zeitpunkt nicht möglich.

September-Sitzung

Unsere Sitzung am 24. September 2021 fand in der Galeria Baltycka in Danzig/Polen statt. Wir beschäftigen uns intensiv mit der Strategie der Gesellschaft und den daraus abzuleitenden Maßnahmen. Einen Schwerpunkt bildete dabei die Zusammensetzung des Portfolios und die Zukunftsprognosen für Shoppingcentermärkte national und international. Wir haben den Vorstand beauftragt, verschiedene Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Gesellschaft auf Basis der in der Pandemie gesammelten Erfahrungen zu erarbeiten und uns in der April-Sitzung 2022 vorzustellen. Der Vorstand berichtete uns sowohl über die erfolgten Anschlussfinanzierungen des Jahres 2021 als auch über den Stand der Verhandlungen für die Anschlussfinanzierungen des Jahres 2022. Aktuelle Entwicklungen in unserem Center-Portfolio wurden uns ebenfalls präsentiert. In Abwesenheit des Vorstands haben wir über die zukünftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats gesprochen, da drei Mandate zur Hauptversammlung im Juni 2022 ablaufen werden. Den Aufenthalt in Danzig nutzten wir für die Besichtigung unserer Galeria Baltycka und von zwei Shoppingcentern aus dem Wettbe-werbsumfeld.

November-Videokonferenz

In einer Videokonferenz am 26. November 2021 berichtete der Vorstand uns erneut über die aktuelle Situation in den Shoppingcentern der Gesellschaft. Der Vorstand erläuterte uns die Hochrechnung für das Geschäftsjahr 2021 und stellte uns zudem seine Annahmen und Planung für die Jahre 2022 bis 2026 vor. Sowohl die Hochrechnung als auch die Planung für die Folgejahre waren aufgrund des weiterhin schwer abschätzbaren Verlaufes der Coronapandemie mit deutlichen Unsicherheiten behaftet. Dies galt analog zum Vorjahr insbesondere im Hinblick auf die seit Herbst wieder deutlich gestiegenen Infektionszahlen. Der Vorstand legte uns die mit Banken und Sparkassen verhandelten Term Sheets (Arbeitspapiere) für die Anschlussfinanzierungen der Altmarkt-Galerie Dresden (107,4 Mio. € ab 01. April 2022) und unserer Gesellschaft (52,9 Mio. € ab 01. Juli 2022) zur Genehmigung vor. Wir stimmten diesen einstimmig zu. Zudem erläuterte uns der Vorstand den von ihm beabsichtigen Prozess für die Entwicklung von Strategiealternativen, den wir einstimmig für gut befanden.

Gremien/Ausschüsse

Im Februar 2021 und Februar 2022 haben wir gemeinsam mit dem Vorstand eine jeweils aktualisierte Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission gemäß § 161 AktG abgegeben und auf der Internetseite der Deutsche EuroShop AG dauerhaft zugänglich gemacht. Über die Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wird in diesem Geschäftsbericht gesondert berichtet. Die Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder haben am Jahresanfang 2022 schriftlich erklärt, dass keine Interessenkonflikte im Geschäftsjahr 2021 entstanden sind

Eine Kompetenzmatrix der Aufsichtsratsmitglieder haben wir in der „Erklärung zur Unternehmensführung“ veröffentlicht, um auch auf diesem Gebiet die Transparenz zu zeigen. Wir überprüfen periodisch das Kompetenzprofil des Aufsichtsrats und werden es bei Bedarf anpassen.

Der Aufsichtsrat hat 2017 beschlossen, dass der Aufsichtsratsvorsitzende gemäß den Empfehlungen des DCGK und der „Leitsätze für den Dialog zwischen Investor und Aufsichtsrat“ Gespräche mit Investoren über aufsichtsratsbezogene Themen führen kann. Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine derartigen Gespräche geführt.

Seit der Neuwahl des Aufsichtsrats am 12. Juni 2019 sind fünf der insgesamt neun Mitglieder des Aufsichtsrats unabhängig.

Jahresabschluss der AG und des Komzerns zum 31. Dezember 2021

In der Prüfungsausschusssitzung am 1. April 2022 und in der ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 21. April 2022 haben sich der Prüfungsausschuss bzw. der Aufsichtsrat eingehend mit dem Jahresabschluss der Deutsche EuroShop AG nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und dem Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), jeweils zum 31. Dezember 2021, sowie mit dem zusammengefassten Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2021 befasst. Dabei wurden die erläuterten Auswirkungen der anhaltenden Corona-Pandemie auf die zukünftige Entwicklung der Deutsche EuroShop AG gemeinsam mit dem Vorstand erörtert. Die aus Sicht des Abschlussprüfers besonders wichtigen Sachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses hat er für uns gut nachvollziehbar erläutert. Der Aufsichtsrat teilt die Einschätzung des Abschlussprüfers zur Bedeutung dieser Sachverhalte für den Konzernabschluss. Einzelheiten dazu finden Sie im Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers.

Die Jahresabschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden uns rechtzeitig vorgelegt. Der von der Hauptversammlung am 18. Juni 2021 gewählte Abschlussprüfer BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, hatte die Abschlüsse zuvor geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat dabei die Übereinstimmung der Bilanzierung, Bewertung und Konsolidierung im Konzernabschluss mit den jeweiligen Rechnungslegungsvorschriften bestätigt. Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Beurteilung des Risikomanagementsystems festgestellt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat, um Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Die Vertreter des Abschlussprüfers nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses anlässlich der Prüfungsausschusssitzung am 1. April 2022 und der ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 21. April 2022 teil und erläuterten die wesentlichen Ergebnisse.

Der Aufsichtsrat ist zu dem Ergebnis gekommen, dass keine Einwendungen gegen die Abschlüsse und die Prüfung durch den Abschlussprüfer zu erheben sind. Der zusammengefasste Lagebericht entspricht nach der Überzeugung des Aufsichtsrats den gesetzlichen Anforderungen. Der Aufsichtsrat stimmt den Aussagen im Lagebericht zur weiteren Unternehmensentwicklung zu. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Abschlussprüfung seine Zustimmung erteilt und den Jahresabschluss der Deutsche EuroShop AG und den Konzernabschluss des Deutsche EuroShop-Konzerns gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Zudem hat sich der Aufsichtsrat dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen, wonach vom Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von 61.818.600,14 € ein Teilbetrag in Höhe von 61.783.594,00 € zur Ausschüttung einer Dividende von 1,00 € je dividendenberechtigter Stückaktie verwendet und der verbleibende Teilbetrag von 35.006,14 € auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.

Die Auswirkungen des Coronavirus stellen nach wie vor eine besondere Herausforderung in der täglichen Arbeit dar. Das für das Frühjahr 2021 erhoffte Ende der Pandemie hat sich nach einer kurzen Abschwächung nicht eingestellt. Im Spätherbst 2021 nahmen die Infektionszahlen durch neue Mutationen des Virus wieder zu und das zudem mit neuen Höchstwerten im Winter 2021. Die sicheren Betriebskonzepte für die Shoppingcenter und die Gesellschaftsverwaltung haben sich bisher bewährt. Wir bemühen uns weiterhin intensiv und zusammen mit dem Vorstand, in dieser außerordentlichen und andauernden Pandemie-situation für alle Stakeholder der Deutsche EuroShop AG bestmögliche Lösungen zu finden, um die Belastungen durch die Krise gemeinsam zu meistern und sehen uns dabei auf einem guten Weg.

Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand sowie bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutsche EuroShop AG für die zuverlässige und gute Arbeit und den konsequenten Einsatz unter diesen für uns alle besonderen Umständen.

Hamburg, 21. April 2022

Reiner Strecker, Vorsitzender

 

Quelle: Geschäftsbericht 2021, Seite 76-86

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